Modelcarforum
Alt 24.08.2019, 16:37   #781   nach oben
Engineer
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Engineer
 
Registriert seit: 18.03.2015
Vorname: Jörg
Ort: Mitten in NRW
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: über 500
Beiträge: 451
Update:
Formel 1 - Saison 1988


Dank der neuesten MINICHAMPS-Version des Mc Laren MP4/4 hat sich mein Starterfeld der Wagen
von 1988 auf 10 Teams a' 2 Boliden vergrößert.
19 Teams waren damals insgesamt im Formel 1-Zirkus vertreten -
ich will hoffen, das da in nächster Zeit noch so einiges an Modellversionen auf den Mark geworfen wird.

Hier der aktuelle Stand meiner Sammlung - wie immer garniert mit einigen Bildern der originalen Rennwagen;
fotografiert beim "Großen Preis von Ungarn" auf dem Hungaroring 1988.
Die Veröffentlichung dieser Bilder hier im Forum erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Herrn Volker Lange/Bildjournalist.
(© Motorsportbild Lange)










1. Team Lotus Ltd.

Typ: Lotus 100T
Motor: Honda RA 168E
Fahrer: Nelson Piquet (BRA), Satoru Nakajima (JAP)
Platz 4 in der Konstrukteurs-Wertung mit 21 Punkten


SPARK-Modelle / Lotus-Honda 100T / N.Piquet & S. Nakajima


Nelson Piquet - Hungaroring / Platz 8




Satoru Nakajima - Hungaroring / Platz 7


2. Tyrrell Racing Organisation Ltd.

Typ: Tyrrell 017
Motor: Ford Cosworth DFZ
Fahrer: Dr. Jonathan Palmer (GB), Julian Bailey (GB)
Platz 8 in der Konstrukteurs-Wertung mit 5 Punkten


SPARK-Modelle / Tyrrell-Cosworth 017 / J. Palmer & J. Bailey


Julian Bailey - Hungaroring / nicht qualifiziert




Dr. Jonathan Palmer - Hungaroring / Ausfall in Runde 4 / Elektrik


3. Williams Grand Prix Engineering Ltd.

Typ: Williams FW12
Motor: Judd CV
Fahrer: Nigel Mansell (GB), Riccardo Patrese (ITA), Martin Brundle (GB)
Platz 5 in der Konstrukteurs-Wertung mit 20 Punkten


SPARK-Modelle / Williams-Judd FW12 / N. Mansell & R. Patrese


Nigel Mansell - Hungaroring / Aufgabe in Runde 61 aufgrund körperlicher Erschöpfung




Riccardo Patrese - Hungaroring / Platz 6




4. Mc Laren International Ltd.

Typ: Mc Laren MP4/4
Motor: Honda RA 168E
Fahrer: Alain Prost (FRA), Ayrton Senna (BRA)
Platz 1 in der Konstrukteurs-Wertung mit 199 Punkten


MINICHAMPS-Modelle / Mc Laren-Honda MP4/4/ A. Prost & A. Senna


Ayrton Senna - Hungaroring / Platz 1




Alain Prost - Hungaroring / Platz 2


5. March Engineering Ltd.

Typ: March 881
Motor: Judd CV
Fahrer: Mauricio Gugelmin (BRA), Ivan Capelli (ITA)
Platz 7 in der Konstrukteurs-Wertung mit 20 Punkten


SPARK-Modelle / March-Judd 881 / M.Gugelmin & I. Capelli


Mauricio Gugelmin - Hungaroring / Platz 5




Ivan Capelli - Hungaroring / Ausfall in Runde 6 / Zündung
Mein original Capelli-MARLBORO-Sticker aus 1988



6. Benetton Racing

Typ: Benetton B188
Motor: Ford DFR
Fahrer: Alessandro Nannini (ITA), Thierry Boutsen (BEL)
Platz 3 in der Konstrukteurs-Wertung mit 46 Punkten


SPARK-Modelle / Benetton-Ford 188 / A. Nannini & T. Boutsen


Alessandro Nannini - Hungaroring / Ausfall in Runde 25 / Kühlwasser-Leck





Thierry Boutsen - Hungaroring / Platz 3


7. Rial Racing GmbH

Typ: Rial ARC 1
Motor: Ford Cosworth DFZ
Fahrer: Andrea de Cesaris (ITA)
Platz 9 in der Konstrukteurs-Wertung mit 3 Punkten


SPARK-Modell / Rial-Cosworth ARC 1 / Andrea de Cesaris



Andrea de Cesaris - Hungaroring / Ausfall in Runde 29 / Antriebswelle






8. Equipe Ligier

Typ: Ligier JS31
Motor: Judd CV
Fahrer: Rene' Arnoux (FRA), Stefan Johansson (SWD)
keinerlei Platzierung in der Konstrukteurs-Wertung


SPARK-Modelle / Ligier-Judd JS31 / R. Arnoux & S. Johansson


Rene' Arnoux - Hungaroring / Ausfall in Runde 33 / Motorschaden




Stefan Johansson - Hungaroring / Ausfall Runde 20 / Gaspedal klemmt


9. Sefac Automobili Ferrari S.p.A.

Typ: Ferrari F1-87/88C
Motor: 1500 Ferrari
Fahrer: Michele Alboreto (ITA), Gerhard Berger (ÖST)
Platz 2 in der Konstrukteurs-Wertung mit 65 Punkten


IXO-Modelle / Ferrari F1-87/88C / M. Alboreto & G. Berger


Michele Alboreto - Hungaroring / Ausfall in Runde 41 - Elektronik




Gerhard Berger - Hungaroring / Platz 4


10. Equipe Larrousse Calmels

Typ: Lola LC-88
Motor: Ford Cosworth DFZ
Fahrer: Yannick Dalmas (FRA), Philippe Alliot (FRA), Aguri Suzuki (JAP)
keinerlei Platzierung in der Konstrukteurs-Wertung


SPARK-Modelle / Lola-Cosworth LC-88 / Y. Dalmas & P. Alliot


Philippe Alliot - Hungaroring / Platz 12




Yannick Dalmas - Hungaroring / Platz 9




Pressematerial - Hungaroring 1988

Geändert von Engineer (24.08.2019 um 18:53 Uhr)
Engineer ist offline   Mit Zitat antworten
Folgender Benutzer sagt Danke zu Engineer für den nützlichen Beitrag:
Alt 24.08.2019, 21:04   #782   nach oben
CMR
Benutzer
 
Benutzerbild von CMR
 
Registriert seit: 28.01.2019
Vorname: Marco
Ort: irgendwo in B-W
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: über 50
Beiträge: 42
Positive Entwicklung bei Minichamps. Die neuen MP4/4 sehen deutlich besser und detaillierter aus. Der Überrollbügel ist jetzt hohl sodaß das Auto auch an den Haken kann wenn nötig. Es gibt Antennen hinter dem Überrollbügel. Die Flügel sind filigraner und auch die Einlässe für die Ladeluftkühler sind gut umgesetzt. Ebenfalls die Carbonstruktur des Chassis sieht gut aus im Bereich der Vorderräder.
Waren die Marlborodecals dabei und sind da auch weiße Ecken dabei um die roten Rundungen zu überkleben?
Ich warte auf die Silverstoneversion und hoffe daß die Regenreifen hat und Decals für ein Rennen ohne Tabakwerbung mit den Streifen und es soll auch noch eine Suzukaversion kommen.
__________________
Meine Modellautos
CMR ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2019, 12:06   #783   nach oben
Engineer
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Engineer
 
Registriert seit: 18.03.2015
Vorname: Jörg
Ort: Mitten in NRW
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: über 500
Beiträge: 451



Marco, sei mit den Lobeshymnen für MINICHAMPS vorsichtig -
es war jede Menge Nacharbeit am Mc Laren MP4/4 von Alain Prost notwendig...
trotz mitgelieferter MARLBORO-Decals ist das Modell nicht perfekt umgesetzt !

1. MARLBORO-Schriftzug am Bug: falscher Kleber in der Tüte - das "l" und das "b" müssen größer sein,
2.weiße Lackierung Richtung Cockpit ist am Ende am Modell rund-muss spitz sein
3. MARLBORO-Schriftzuge rechts und links für den Helm fehlen völlig
4. "E"-Kleber am Sturzbügel fehlt ebenfalls im mitgelieferten Beutelchen,
5. weiße Lackierung Richtung Heckflügel läuft ebenfalls spitz zu - nicht rund wie am Modell
6. mitgelieferter MARLBORO-Kleber für Heckflügel ist zu klein......
7. MARLBORO-Decals beidseitig an der Motorabdeckung sind eigentlich auch zu klein -
habe ich aber nicht verändert und die inliegenden Sticker genommen, da sonst "Powered By Honda" auch noch entfernt werden müsste !


Engineer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2019, 13:07   #784   nach oben
CMR
Benutzer
 
Benutzerbild von CMR
 
Registriert seit: 28.01.2019
Vorname: Marco
Ort: irgendwo in B-W
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: über 50
Beiträge: 42
Danke für die Infos. Er ist schon besser als deine Version von Senna.
Man hätte ja noch mehr falsch machen können da die Version von Rio doch seine Eigenheiten hatte. Der Überrollbügel war wie dargestellt silber. Die anderen Rennen immer weiß und der Fahrername war auch noch nicht am Überrollbügel wie ab dem nächsten Rennen.
Das mit den spitzen bzw. runden Ecken haben aber auch die McLaren von TSM. Warum auch immer man das da rund macht? Einzig die Bausätze von Tamiya haben es richtig aber die sind 1/20 oder 1/12.
__________________
Meine Modellautos
CMR ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2019, 19:02   #785   nach oben
audeamus2009
länger dabei
 
Registriert seit: 30.09.2009
Vorname: Arkadius
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: mal mehr mal weniger..
Beiträge: 3.442
Wie immer höchst interessant deine Beiträge.
audeamus2009 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2019, 07:16   #786   nach oben
Gulf_LM
Forums-Inventar
 
Benutzerbild von Gulf_LM
 
Registriert seit: 16.06.2016
Beiträge: 3.068
Upps, dein Thread ist umgezogen?

Find ich löblich, da bekommt man ihn eher mit... aber warum ist der bei "originale Modelle", gehört der nicht in "Sammlungen"?

Tolle Infos für alle F1 Nerds (und die es werden wollen).
Und klasse, wie aufwändig du immer nachlegst.
Mag mir gar nicht vorstellen, wie du all diese Schätze präsentierst, es müssen doch Unmengen sein... und bei dem Tempo, wie Spark grade die abskursten Exoten raushaut, kann man echt die Übersicht verlieren.
Bin persönlich froh, dass die das erst jetzt machen, wo ich da den Faden komplett verloren habe.... vor 20 Jahren hätte ich wohl zwangsweise all deren 70er Jahre Kisten kaufen müssen.
Gulf_LM ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2019, 15:40   #787   nach oben
jarrett88
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von jarrett88
 
Registriert seit: 28.10.2005
Beiträge: 187
Zitat:
Zitat von Gulf_LM Beitrag anzeigen
Upps, dein Thread ist umgezogen?

Find ich löblich, da bekommt man ihn eher mit... aber warum ist der bei "originale Modelle", gehört der nicht in "Sammlungen"?
Ich mag den Thread auch sehr und schaue immer wieder gern rein wenn es etwas Neues gibt, würde mich meinem Vorredner allerdings anschließen und den Thread auch eher bei den "Sammlungen" verorten.
jarrett88 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2019, 18:05   #788   nach oben
raidou
temporär außer Betrieb
 
Benutzerbild von raidou
 
Registriert seit: 31.12.2003
Vorname: Rainer
Ort: Im ♥ vom Pott
Anzahl Modelle: immer 1 weniger als genug
Alter: 50
Beiträge: 20.688
So soll es sein, hier ist er besser aufgehoben.
__________________
Aufgrund ständig wiederkehrender Anfragen: Nein, ich fertige keine Auftragsarbeiten!
Ich habe genug eigene "Probleme"... ;)
raidou ist offline   Mit Zitat antworten
Folgender Benutzer sagt Danke zu raidou für den nützlichen Beitrag:
Alt 30.08.2019, 22:09   #789   nach oben
Engineer
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Engineer
 
Registriert seit: 18.03.2015
Vorname: Jörg
Ort: Mitten in NRW
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: über 500
Beiträge: 451



Nach über vier Jahren hier in diesem Forum ist mein Thread nun umgezogen -
ich glaube auch, dass das vielschichtige Thema rund um die Formel 1-Modelle besser in die Kategorie "Sammlungen" passt.

Als ich damals anfing, hier meine Modelle zu präsentieren, hatte ich eine alte ALDI-Billigkamera, etwas "Formel 1- Erfahrung"
und keine Ahnung, wie es in einem Forum so läuft.
Mittlerweile hat sich die Anzahl der Formel 1-Modelle in meiner Sammlung fast verdoppelt,
die Geschichten zur Geschichte der Rennwagen haben hier im Forum einen festen Platz im Thread
und ohne die digitale Spiegelreflexkamera geht gar nichts mehr...

Bin mit meiner Formel 1-Leidenschaft in der bunten Welt der Modellautos zwar "Mitglied einer Randgruppe" von verrückten Sammlern;
hoffe aber, euch alle hier mit meiner "F1 History" etwas unterhalten zu können !

In diesem Sinne - Keep On Racing !
Engineer ist offline   Mit Zitat antworten
Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Engineer für den nützlichen Beitrag:
Alt 31.08.2019, 19:15   #790   nach oben
Engineer
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Engineer
 
Registriert seit: 18.03.2015
Vorname: Jörg
Ort: Mitten in NRW
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: über 500
Beiträge: 451

Lotus Renault 95T - Elio de Angelis
Großer Preis von England, Brands Hatch / 22. Juli 1984




MINICHAMS-Modell (Umbau) / Lotus 95T / Elio de Angelis - GP England 1984


MINICHAMPS-Modell / Lotus 95T / Nigel Mansell - GP Frankreich 1984

Die Rennsaison 1984 läuft für das Lotus-Team und seinem Spitzenfahrerl Elio de Angelis gut an und bis auf einen 7. Platz in Kyalami
fährt der Italiener bisher bei jedem Rennen in die Punkteränge...

Teamkollege Nigel Mansell kommt mit dem neunen Lotus 95T noch nicht so richtig klar und liegt vor dem "Großen Preis von England"
in Brands Hatch in der Lotus-Punktewertung weit hinter Elio zurück (26 : 6 für de Angelis).
Intern tobt zwischen den beiden Piloten ein "kalter Krieg" und auch Peter Warr mag Nigel Mansell nicht,
da dieser um keinen Preis bereit ist, de Angelis vorbeizulassen...

Die verbissenen Lotus-Duelle sieht Lotus-Sponsor "John Player Special" nicht gern, da ein englischer Fahrer naürlich bevorzug wird.
Nigel ist von sich überzeugt, hat wenig Selbstkritik und jetzt zur Mitte der aktuellen Rennsaison natürlich viel inneren Druck.

Die große Lotus-Renaissance zu Beginn der Saison 1984 hat einen einfachen Grund -
Konstrukteur Gerard Ducarouge stellt das Fahrzeug im Dezember 1983 relativ früh fertig und
somit kann der Rennwagen schon vor Saisonbeginn eingehend getestet werden.
Dabei fühlt sich das Konstruktions-Genie durch Renault streckenweise als regelrecht "ausgebremst" :
"Mir sind großteils die Hände gebunden.
Alle Renault-getriebenen Autos müssen sich zwangsweise wie Geschwister ähneln.
Motor, Ladeluftkühler sind jeweils genau fixiert und sogar in der Position festgelegt...
ich würde gern wieder total von vorn anfangen !"

Lediglich mit seiner Hinterradaufhängung ist der Lotus 95T etwas anders als die restlichen Renault-angetriebenen Rennwagen
von Ligier und dem Renault-Werksteam.

Lotus bekommt die Renault-Motoren auch nur geliehen, muss aber voll für Service, Entwicklung,technische Assistenz
und für die zugeteilten Ingenieure zahlen.
Oft genug sind aber die Lotus-Renault schneller als die Werks-Renault.
"Insgesamt sind fünfzig bis sechzig Renault-Motoren im Umlauf", weiß Lotus-Chef Peter Warr,
"offiziell sind aber alle Motoren gleich gut und rotieren zwischen Renault, Lotus und Ligier."

In Wahrheit gilt aber natürlich "Motor Nr. 1" für Warwick oder Tambay im Renault RE50..



Eine Besonderheit gegenüber den Wagen der Konkurrenz besitzt der Lotus 95T jedoch:
Gerard Ducarouge hat für die aktuelle Saison 1984 zwei verschiedene Chassis konzipiert -
eines für schnelle und eines für langsame Strecken.
So können Nigel Mansell und Elio de Angelis je nach Streckencharakteristik, die speziellen Fahreigenschaften beider Fahrzeugvarianten nutzen.
Für die Straßenkurse dieser Welt hat Lotus noch einen weiteren Trick parat -zwei zweite Gänge, sehr nahe beisammen.
"Wenn einer kaputtgeht, können wir sofort den anderen nehmen" verrät Nigel und hat damit einen großen Vorteil,
wenn fast alle Kurven in den Straßenschluchten von Dallas, Detroit oder Monaco im zweiten Gang gefahren werden...

Der Renault-Turbomotor EF4 bestreitet bei Lotus seine zweite Saison, hat gegenüber der Vorjahresversion ca. 20 PS mehr und
wiegt 20 Kilogramm mehr als 1983.
Das Lotus-/HEWLAND-Fünfganggetriebe bingt je nach Ladedruck bis zu 750 PS über die GOODYEAR-Bereifung auf den Asphalt -
allerdings ist das amerikanische "schwarze Gold" den französischen MICHELIN-Reifen auf vielen Rennstrecken unterlegen...



Vier Wochen vor dem "Großen Preis von England" kommt es in den Straßenschluchten von Detriot schon wenige Meter nach dem Start
des "Großen Preis der USA/Ost" zu diversen Kaltverformungen aufgrund einer von Mansell provozierten Massenkarambolage.
Nigel versucht ungeduldig und aggressiv aus der zweiten Startreihe auf neuen und griffigeren Goodyears zwischen Pole-Mann Nelson Piquet (Brabham)
und dem nachfolgenden Alain Prost (Mc Laren) durchzubrechen...
Der Abstand erweist sich jedoch als zu gering und Mansell boxt Piquet gegen die Mauer -
das linke Brabham-Hinterrad reißt ab und fliegt wie ein Geschoß in Richtung des nachfolgenden Wagenpulks.
Senna's Toleman wird auf der Radaufhängung getroffen, zerstört den Bug des RAM von Philippe Alliot und ein Wrackteil durchschlägt
das Helmvisier von Jacques Laffite.
Der querstehende Piquet hat inzwischen den Ferrari von Alboreto gerammt und Marc Surer rutscht mit seinem Arrows auf der Ölspur in den Brabham.
Der Rest des Feldes bekommt umgehend die rote Flagge gezeigt und es wird ein Neustart angesetzt.
Der Sieger von Detroit heißt später trotzdem Nelson Piquet; dicht gefolgt vom Tyrrell-Fahrer Martin Brundle und einem glücklichen Elio de Angelis.

Der sympatische Italiener erbt Wochen später aufgrund der Disqualifikation des Tyrrell-Teams (verbotene Bleikugeln im Wassertank)
von Martin Brundle den zweiten Platz; für Nigel Mansell gibt es wenige Tage vor dem England-GP 6000 Dollar Strafe
für sein Fehlverhalten beim Start in Detroit.
Ein bedingter Lizenzentzug wird für den impulsiven Briten auch verfügt,
womit die nächste Karambolage von Mansell auch seine letzte für 1984 wäre...


MINICHAMPS-Modell / Lotus 95T / Nigel Mansell - GP Frankreich 1984



In Brands Hatch hat Elio de Angelis in der Startaufstellung zum "Großen Preis von England" gegenüber seinem
britischen Teamkollegen wieder einmal "die Nase vorn".
Mit einer Sekunde Rückstand gegenüber dem Italiener steht Mansell auf Startplatz 8;
Elio auf Platz 4 dagegen in der zweiten Startreihe platziert ist.
240.000 verrückte Rennfans freuen sich auf ein spannendes Rennen,
bei welchem wieder einmal der Brabham-BMW von Nelson Piquet vor Alain Prost die Pole herausgefahren hat.

Diesmal löst ein Dreher von Riccardo Patrese kurz nach dem Start mit seinem querstehenden Alfa Romeo einen Massenunfall aus.
Für Alliot, Johansson und Gartner endet das Rennen auf der Stelle - der angeschlagene Alfa von Eddie Cheever erreicht jedoch noch die Boxen.
Nachdem der RAM von Jonathan Palmer in der zwölften Runde in einem Reifenstapel steckt und mit seinem ungewöhnlichen Parkplatz
eine Gefahr darstellt, wird auch diesmal das Rennen abgebrochen.

Zum zweiten Start treten nur 19 der ursprünglich 27 (!!) Wagen in der Reihenfolge der zuletzt gewerteten elften Runde an.
Bis zur 38. von 71. Runden dominiert Alain Prost im Mc Laren, bis ein Verlust von zwei Gängen den perfekten Sieg plötzlich verhindert.
Teamkollege Niki Lauda übernimmt die Führung und gibt diese bis zum Ende des Grand Prix nicht mehr ab.
Nelson Piquet fällt durch den Verlust seines Ladedrucks auf Platz 7 zurück und kann seinen erneuten Weltmeistertitel nun endgültig abschreiben.

Elio de Angelis erreicht trotz Turbolader-Schadens mit einer Runde Rückstand das Ziel und
fährt sogar noch einen vierten Platz und weitere drei WM-Zähler für Lotus ein.
Nigel Mansell dagegen ist schon in Runde 24 mit defektem Getriebe ausgeschieden.



Elio de Angelis reist zwei Wochen später als WM-Tabellendritter zum "Großen Preis von Deutschland" und
gilt damit als der zuverlässigste und beste Renault-Pilot der aktuellen Saison -
wogegen sein Arbeitsgerät ja eigentlich als Lotus bezeichnet wird.
In Hockenheim endet auch der "kalte Krieg" zwischen den beiden Lotus-Piloten.
Zum ersten Mal setzten sich Mansell und de Angelis zusammen,
um miteinander über fehlende Selbstkritik und die Startkollision von Detroit zu reden.

Die Mc Laren-Piloten Niki Lauda und Alain Prost haben mittlerweile fünf Siege und diverse zweite und dritte Plätze eingefahren -
langsam entwickelt sich ihr Arbeitsgerät vom Typ MP4/2 mit dem TAG/Porsche-Turbomotor zu einem konkurrenzlosen Auto.
Während das Lotus-Team im letzten Drittel der Saison wieder einmal in die Bedeutungslosigkeit abgleitet,
findet man die Mc Laren-Fahrer weiterhin regelmäßig auf dem Treppchen.
Der Weltmeister der Formel 1-Saison 1984 heißt dann logischerweise auch Niki Lauda,
der hauchdünn in der Punktewertung vor seinem Teamkollegen Alain Prost siegt...

de Angelis steht zwar nach den Trainingsläufen in der Startaufstellung weiterhin weit vorn, kann aber nur noch in Zandvoort und Estoril punkten.
Mit ingesamt 34 "mageren" Zählern, zwölf von 16 möglichen Zieldurchfahrten und einem undankbaren 3. Platz
in der Gesamtwertung schließt de Angelis die Rennsaison 1984 ab.



Elio's bestehender Vertrag mit Lotus wird verlängert und der "geborene Weltmeister"
steigt 1985 in eine modifizierte Neuauflage des bewährten Vorjahrestyps.
Elio de Angelis gewinnt mit seinem Lotus 97T zwar in Imola und punktet auch weiterhin regelmäßig,
schließt aber die Rennsaison 1985 auf Platz 5 der Endwertung ab.

1986 bekommt er dann einen Vertrag von Bernie Ecclestone bei Brabham,
verunglückt aber am 15. Mai 1986 bei Testfahrten im ultraflachen BT55 in Le Castellet.
Elio de Angelis stirbt am frühen Morgen des folgenden Tages in einem Krankenhaus in Marseille durch einen Atemstillstand –
eine Folge des giftigen Rauches, den er eingeatmet hat.....

Auch Nigel Mansell kann für den Rest der Saison 1984 nur noch zweimal WM-Punkte einfahren (Hockenheim und Zandvoort)
und kommt nur auf Platz 9 der Endwertung.
Aber schon Mitte 1984 hat Lotus-Teamchef Peter Warr das aufstrebende Talent Ayrton Senna für die nächste Saison verpflichtet,
da er von Mansells Fähigkeiten nicht wirklich überzeugt ist.
Mansell wechselt für 1985 zum Williams Honda-Team, punktet aber dort bei 16 Rennen nur zweimal.
Es wird noch acht Jahre dauern, ehe sich der "lion" ebenfalls im Williams-Rennwagen Weltmeister der Formel 1 nennen darf...

--------------------------------------------------------------------------

Noch einige Zeilen zu meinem MINICHAMPS- "Umbau" des Lotus von Elio de Angelis.
"Umbau" ist ja recht hochtrabend, denn ich habe eigentlich nur nicht die vom PMA mitgelieferten Tabak-Decals genutzt.
TAMEO-Kit hat ja als Decal die Version des Lotus 94T von Brands Hatch 1983 im Programm (wurde ja hier in Thread schon mal erwähnt)
und diese Kleber habe ich auch diesmal genutzt, um auch die Lorbeerkränze am Lotus 95T von 1984 anzubringen.
Farblich nicht ganz perfekt zur bestehenden MINICHAMPS-Lackierung, aber die Sticker sind ja bei Nichtgefallen sofort ablösbar...

Im TAMEO-Kit ist allerdings nicht der elf-Aufkleber für den Seitenkasten des 95T enthalten -
den hatte ich noch von Senna's 97T von 1985 im Archiv.
Der einzige Sticker, welcher jetzt hier am Lotus von de Angelis bisher noch fehlt,
ist der "Team Lotus"-Schriftzug am Helm - da habe ich bisher noch keine Lösung..


Geändert von Engineer (01.09.2019 um 14:00 Uhr)
Engineer ist offline   Mit Zitat antworten
Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Engineer für den nützlichen Beitrag:
Alt 01.09.2019, 12:00   #791   nach oben
CMR
Benutzer
 
Benutzerbild von CMR
 
Registriert seit: 28.01.2019
Vorname: Marco
Ort: irgendwo in B-W
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: über 50
Beiträge: 42
Mal eine Bemerkung zu den "neueren" Minichamps-Modellen, da ich gestern, am "älteren" Williams FW11B die Barclay-Decals angebracht hatte wie auch die weißen spitzen Ecken am TSM-McLaren MP4/5.
Die Räder sind nicht mehr drehbar bei Minichamps wie früher. Am Lotus 95t und 94t sind sie schon nicht mehr drehbar. Ab wann das abgeschafft wurde, weiß ich nicht, da ich nicht soviele Modelle von Minichamps habe. Vielleicht seit die Modelle aus Resin sind?
__________________
Meine Modellautos
CMR ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2019, 14:23   #792   nach oben
Pit
Neuer Benutzer
 
Benutzerbild von Pit
 
Registriert seit: 07.06.2019
Geschlecht: männlich
Beiträge: 5
Braucht man drehbare Räder wirklich ?

Gruß
Pit
Pit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2019, 18:21   #793   nach oben
CMR
Benutzer
 
Benutzerbild von CMR
 
Registriert seit: 28.01.2019
Vorname: Marco
Ort: irgendwo in B-W
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: über 50
Beiträge: 42
Wenn man den Schriftzug von Goodyear, Pirelli, Michelin oder anderen Reifenherstellern zu Präsentationszwecken lieber oben, unten, links oder rechts hätte, sind drehbare Räder schon eine schöne Sache. Aber da ist jeder anders. Ich finde es nicht so schön wenn der Schriftzug unten ist.
__________________
Meine Modellautos
CMR ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2019, 11:01   #794   nach oben
Engineer
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Engineer
 
Registriert seit: 18.03.2015
Vorname: Jörg
Ort: Mitten in NRW
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: über 500
Beiträge: 451
Mittlerweile ja im Formel 1- Zirkus verboten - die Fahrt zu zweit mit bzw. auf einem Rennwagen.
Aber es gab Zeiten, da wurden die Wagen als Taxi recht häufig genutzt,
um sich den meist langen Fußweg zur Box zu sparen....

MINICHAMPS hat in den letzten Jahren einige interessante Modelle zu diesem Thema auf den Markt gebracht;
hier die Versionen im Maßstab 1:43:

1. Großer Preis von Deutschland - Hockenheim, 27. Juli 1986



Benzindrama beim Deutschland-Grand Prix 1986:
An zweiter Stelle liegend, rollt Keke Rosberg mit seinem Mc Laren in der vorletzten Runde der Sprit aus.
Der Finne glaubt an ein Problem mit dem Bordcomputer und bleibt bis zum letzten Tropfen auf dem Gaspedal..
wutschnaubend muss er sein Arbeitsgerät in der Ostkurve des Hockenheimrings abstellen.
Sieger Nelson Piquet nimmt ihn in der Ehrenrunde auf seinem Williams mit -
Keke wird noch als Fünfter in die Wertung genommen.

Das gleiche Schicksal ereilt übrigens auch Mc Laren-Teamkollege Alain Prost,
dessen Wagen mit Porsche-Motor kurze Zeit später ebenfalls ohne Kraftstoff vor der Zielkurve im Motodrom ausrollt.
Alain versucht noch, seinen Wagen verbotenerweise über die Ziellinie zu schieben,
gibt aber nach wenigen Metern auf und wird noch auf Platz 6 gewertet...

Ätzende Schlagzeile der lokalen Presse am nächsten Tag: "Wer seinen Porsche liebt, der schiebt.."






2. Großer Preis von Italien - Monza, 06. September 1987




Eigentlich führt Ayrton Senna mit seinem Lotus in der 43. von 50 Runden mit satten 14 Sekunden im königlichen Park von Monza
vor dem zweiten Brasilianer Nelson Piquet auf Williams, da kommt ihm der zur Überrundung anstehende Piercarlo Ghinzani
auf dem Ligier vor der Parabolica-Kurve in die Quere...
Senna überfährt seinen Bremspunkt und landet im Kiesbett der Auslaufzone.
Während Ayrton sich mühsam durch den Sand im Kurvenausgang auf die Strecke zurückbaggert,
sticht Piquet am "Off Road Driver" Senna vorbei in Führung und gewinnt das Rennen.

Wie sehr die beiden Brasilianer während ihres Duells an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gegangen sind, zeigt dann die Auslaufrunde:
Sowohl der Williams als auch der Lotus bleiben ohne Sprit liegen.
Lotus-Teamkollege Satoru Nakajima überfährt als Elfter mit drei Runden Rückstand die Ziellinie und hat genügend Zeit,
den zweitplatzierten Senna "einzusammeln"...





Hier das "Original" als showcar beim Oldtimer-GP auf dem Nürburgring:









3. Großer Preis von England - Silverstone, 14. Juli 1991





Nigel Mansell ist mit seinem Williams FW14 als Trainingsschnellster beim Heim-Grand Prix in Silverstone gestartet
und führt bis zur 36. Runde mit über 25 Sekunden vor dem verbissen kämpfenden Ayrton Senna im Mc Laren.
Was der Brasilianer nicht weiß..."the lion" hat massive Schwierigkeiten mit seinem Arbeitsgerät.
Sein Rad hat Auswuchtgewichte verloren und das Handling des Wagens wird aufgrund
der sich damit einstellenden Vibrationen immer schlechter -
Nigel steuert vorsichtshalber seine Box zum Reifenwechsel an und sein Vorsprung auf Senna
schrumpft nach diesem unfreiwilligen Zwischenstopp auf 2,7 Sekunden.

Doch Mansell's Probleme gehen trotz Führung des Williams-Piloten weiter:
" Die letzten zehn Runden hatte ich Getriebeprobleme...ich hoffte, dass ich wenigstens irgendeinen Gang 'reinkriege.
Ich traute mich kaum mehr zu schalten und die letzten zwei Runden bin ich nur mit einem Gang gefahren..."


Der glücklose Senna kämpft inzwischen mit "stumpfen Waffen" um eine Platzierung auf dem Treppchen...
sein Mc Laren hat massive Kraftstoffprobleme und in der vorletzten Runde verliert er an Tempo -
"saft- und kraftlos" rollt der Wagen aus und Ayrton kann noch mit viel Glück und einer Runde Rückstand einen vierten Platz verbuchen.
"Magic Mansell" nimmt nach seiner Zieldurchfahrt den Unglücksraben auf dem linken Sidepot seines Williams mit zur Start - und Zielgeraden.
" Eigentlich sollte ich ihn niederfahren - aber so, dass er sich nur eine Zehe bricht.
Aber ich bin ja ein guter Polizist und habe ihn nur abgemahnt, weil er an einer gefährlichen Stelle geparkt hat.."

blödelt ein überglücklicher Nigel, der seinen mittlerweile dritten Heimsieg einfährt.







4. Großer Preis von Kanada - Montreal, 11. Juni 1995




Auch in Montreal liegt der Trainingsschnellste Michael Schumacher nach einem furiosen Start im Fahrerfeld weit vorn -
nach sieben Runden hat der Rheinländer seinen Vorsprung schon auf sechs Sekunden ausgebaut.
Der Zweitplatzierte Damon Hill hat schleichende Getriebe-Probleme und wird nacheinander vom Ferrari-Duo
Jean Alesi und Gerhard Berger überholt.
Nach ca. der Hälfte des Rennens kommen die Führungsfahrzeuge zum Routine-Stopp an die Boxen -
Gerhard Berger erreicht seine Tankstelle mit Müh' und Not und fällt auf Platz 8 zurück,
während Alesi hektisch zum Spritsparen aufgefordert wird.

Damon Hill kämpft mittlerweile mit den beiden Jordan-Piloten Rubens Barrichello und Eddie Irvine um eine dritten Platz,
als plötzlich die Bord-Hydraulik des Williams endgültig zusammenbricht und das Getriebe seinen Geist aufgibt.
In der 51. von 68 Runden ist das Rennen für den Sohn des Weltmeisters Graham Hill damit zu Ende.

Zwölf Runden vor Schluß des Rennens bekommt plötzlich auch der führende Benetton von Michael Schumacher Probleme beim Schalten...
der dritte Gang bleibt im Getriebe stecken !
Mit gedrosselter Fahrt erreicht "uns' Michael" seine Boxen, um das Lenkrad mit den integrierten Getriebeknöpfen zu wechseln
und die Computer-Software neu zu laden.
Auf Platz 7 nimmt Schumacher nach einem schier endlosen Boxenstopp das Rennen wieder auf,
während Jean Alesi im Ferrari plötzlich an die Spitze des Feldes gespült wird.
Alesi weint vor Glück, kann die Piste nicht mehr richtig erkennen und muß sich zusammenreißen,
um nicht auf den letzten Metern von der Strecke zu segeln...

Der Ferrari-Pilot kreuzt mit über 30 Sekunden Vorsprung vor Rubens Barrichello im Jordan die Ziellinie
und gewinnt beim 91. Anlauf seinen ersten Grand Prix.
Mit der legendären Startnummer 27 des heute noch in Kanada vergötterten Gilles Villeneuve siegt "Giovanni"
ausgerechnet an seinem 31. Geburtstag auf dem "Circuit Gilles Villeneuve" -
eigentlich auch ein Stoff für ein Hollywood-Drehbuch !

Wenig später bleibt er jedoch ohne Sprit in seinem Arbeitsgerät stehen,
muß aber nicht zu Fuß an die Boxen zurücklaufen -
der fünftplatzierte Michael Schumacher stoppt und gibt Alesi eine gratis "Taxifahrt" zu Start und Ziel.





Der Benetton B195 aus Michael Schumacher's Privatsammlung im Museum des Nürburgrings
(wenigstens dieser Wagen hier scheint wirklich original zu sein...):








Quellenangabe Literatur:
Achim Schlang: Grand Prix / Ausgabe 1986,1987,1991,1995
Heinz Prüller: Grand Prix Story / Ausgabe 1986,1987,1991,1995
Fotos: privat

Geändert von Engineer (12.09.2019 um 12:59 Uhr)
Engineer ist offline   Mit Zitat antworten
Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Engineer für den nützlichen Beitrag:
Alt 12.09.2019, 17:46   #795   nach oben
TK-Tuning
Ping Pong Jo
 
Benutzerbild von TK-Tuning
 
Registriert seit: 03.01.2007
Vorname: Timo
Ort: Detmold
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: Wenn ich das mal wüsste!
Alter: 29
Beiträge: 7.976
Interessante Sammlung und auch die letzten Modelle als Taxi finde ich mal was besonderes
Auch danke für die coole und umfangreiche Beschreibung
__________________
Geld ist zum Ausgeben da!!
TK-Tuning ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2019, 13:23   #796   nach oben
CMR
Benutzer
 
Benutzerbild von CMR
 
Registriert seit: 28.01.2019
Vorname: Marco
Ort: irgendwo in B-W
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: über 50
Beiträge: 42
Die beiden Fahrzeuge habe ich schon in meinem Sammlungsthread vorgestellt und schreibe hier noch mal etwas mehr zu den Rennen.

McLaren-Honda MP4/6 von TSM von A. Senna Grand Prix 1991 in Brasilien in 1/43
Die Marlboro-Decals mußten noch angebracht werden. Es lagen zwar welche bei aber die Schriftart fand ich zum Großteil nicht optimal. Die beiliegenden habe ich nur für die Schriftzüge neben dem Fahrer und auf der Front genommen und auf der Rückseite des Heckflügel die roten Symbole. Der Schriftzug auf dem Heckflügel vorn und hinten sowie die auf der Motorhaube sind von der "Museum Collection"
Ebenso mußten die roten Rundungen eckig gemacht werden durch weiße Decals vor dem Fahrer und hinten auf der Motorabdeckung.
Obwohl TSM die beste Qualität liefert, gibt es auch kleine Kritikpunkte:
Die Scheibe ist nur mit roten Decals abgeklebt was aber zu verschmerzen ist, ebenso, daß die Bodenplatte auf der das Modell steht aus Holz ist. Beim MP4/5 und Lotus 99T sind die aus Kunststoff mit Schaumstoff auf der Unterseite.
Die Seitenteile vom Heckflügel stimmen leider nicht, da die im Original nach unten nicht schmaler geworden sind. Hier hätte man die von der Monaco-Version nehmen können/sollen.
Ebenso die Hondaschriftzüge auf der Motorabdeckung sind zu weit vorn angebracht so daß die Marlboroschriftzüge nach hinten überstehen.
Ein Hondalogo auf dem Lenkrad wäre auch noch ein schönes Extra gewesen.

Bis 1991 hatte es Ayrton Senna aus verschiedenen Gründen noch nie geschafft sein Heimrennen zu gewinnen. Am ersten Trainingstag gab es gemischte Witterungsbedingungen mit Regen, trocken, feucht. Am zweiten war es trocken und Senna sicherte sich vor Patrese, Mansell und Berger die Pole.
Beim Start zum Rennen stand kurzzeitig das Heck von Berger in Flammen aufgrund eines kleines Ölfeuers, was kurz nach dem Start ausging.
Nach dem Start setzte sich Senna vor Mansell in Führung. Aufgrund eines Reifenschadens mußte Mansell ein zweites Mal stoppen und begann danach die Aufholjagd auf Senna bis sein Getriebe in der ersten Kurve selbst in den ersten gang schaltete und Mansell sich dreht. Die 180 Grad Drehung danach war zuviel für die Kraftübertragung und das Getriebe und Nigel mußte aufgeben. Senna verlor nach und nach mehrere Gänge vom Getriebe und mußte die letzten 4 Runden nur noch im 6. Gang fahren wodurch er keine Motorbremse hatte und die Rundenzeiten einbrachen und aus dem 40 Sekunden Vorsprung am Ende ein 2,9 Sekunden Vorsprung übrig blieb. Gegen Rennende setze auch noch Regen ein was wohl Senna noch etwas half da die anderen da nicht soviel aufholen konnten. Bei Williams gab es Probleme mit dem Funk weshalb man Patrese nicht so gut über Sennas Probleme informieren konnte.
Aufgrund der körperlichen Anstrengung blieb Senna nach dem Ziel stehen aufgrund von Krämpfen in Armen und Schulterbereich und mußte erst medizinisch versorgt werden von Sid Watkins bevor er zur Siegerehrung konnte. Das Podium vervollständigten Patrese als Zweiter und Berger als Dritter. Die Ferrari kamen wegen Handlingsproblemen und mehreren Reifenwechseln erst dahinter ins Ziel
Anbei noch ein Link zum Video:
https://www.youtube.com/watch?v=9SK_UxQpo9I















McLaren-Honda MP4/5 von TSM von A. Senna von Grand Prix 1989 in Deutschland
Er ist nicht neu und hier habe ich ein paar mehr Fotos gemacht und die roten Rundungen wurden mit weißen Decals zu Ecken gemacht
Wie beim Modell von 1991 gibt es auch hier kleine Kritikpunkte:
Die Lenkradspeichen sind silber. Bei Bedarf werde ich die schwarz nachlackieren.
Die Frontscheibe ging beim Original noch weiter nach hinten um den Fahrer herum.
Ein Hondalogo auf dem Lenkrad wäre wünschenswert.

Nun noch ein paar Worte zum Rennen:
Senna startete von Pole vor Prost und den beiden Ferarri. Am Start setzte sich Berger von Position 4 an die Spitze wurde aber noch vor der ersten Schikane von Senna überholt und vor der zweiten von Prost. Einige Rundne später schied Berger aufgrund einen Reifenschadens vor der ersten Schikane an Position 3 liegend spektakulär aus.
Die beiden McLaren setzten sich immer weiter vom restlichen Feld ab. Bei den Reifenwechseln ging bei McLaren viel schief. Prost verlor viel Zeit weil er nicht bremste und die Mechaniker deshalb nicht die Hinterräder montieren konnten. Senna verlor in Führung liegend noch mehr Zeit da man das rechte Hinterrad nochmal demontierte da man sich nicht sicher war ob es richtig fest war. Er kam an 2. Stelle wieder aus der Box hinter Prost und jagte diesen, konnte aber nicht viel pro Runde aufholen. Wenn dann immer nur ein paar Zehntel pro Runde. In der 43. von 45 Runden war sein Rückstand bei einer knappen Sekunde als sich bei der Zufahrt zum Motodrom bei Prost der 6. Gang verabschiedete und Senna vorbeikam und gewann. Das Podium komplettierte Mansell mit über 1 Minute 20 Sekunden Rückstand. Platz 4 mit Patrese im Williams war bereits überrundet.

Anbei noch ein Link zum Video:
https://www.youtube.com/watch?v=iYxWp_nSVxY









__________________
Meine Modellautos

Geändert von CMR (17.09.2019 um 21:20 Uhr)
CMR ist offline   Mit Zitat antworten
Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu CMR für den nützlichen Beitrag:
Alt 29.09.2019, 18:15   #797   nach oben
Engineer
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Engineer
 
Registriert seit: 18.03.2015
Vorname: Jörg
Ort: Mitten in NRW
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: über 500
Beiträge: 451
Back to the roots - Rennsaison 1950:

1. Alfa Romeo "Alfetta" 158


--------------------------------------------------------------------------


BRUMM-Modell / Alfa Romeo 158 / Juan Manuel Fangio - GP Monaco 1950


Bildquelle: Wikipedia

Alfa Romeo entsteht 1906 als Ableger des französischen Automobilherstellers Darracq
("Società Italiana Automobili Darracq") in Neapel.

Drei Jahre später wird der Betrieb nach Mailand verlegt, neu organisiert und in "Societa' Anonima Lombarda Fabbrica Automobili"
( „Aktiengesellschaft Lombardische Automobilfabrik“) A.L.F.A. umbenannt.
Kriegsbedingt muss 1914 die Autoproduktion der Rüstungsproduktion weichen,
das Werk gerät Anfang 1915 in massive wirtschaftliche Schwierigkeiten und im September 1915 geht das Unternehmen schließlich in Liquidation.

Im Dezember 1915 übernimmt dann der aus Neapel stammenden Ingenieur Nicola Romeo mit seinem Rüstungsunternehmen die Führung des Betriebs
und durch die Produktion von Kriegsmaterial wie Munition und Flugzeugmotoren wächst die Firma während des Kriegs erheblich.

Nach Kriegsende werden dann ab 1919 auch wieder zivile Fahrzeuge produziert
und ein Jahr später wird der Name des neuen Eigentümers in den Markennamen aufgenommen:
aus A.L.F.A wird ALFA ROMEO.

Der erste Grand-Prix-Wagen entsteht 1914 und 1920 wird der erst 22jährige Enzo Ferrari Rennleiter des Alfa Romeo-Werkteams.
1933 zieht sich die Firma dann zwar offiziell aus dem Grand Prix-Rennsport zurück,
Enzo Ferrari übernimmt nun das komplette Rennteam und die Alfa-Rennwagen fahren noch immer mit Werksunterstützung -
aber schon seit dem Jahr 1929 unter dem Namen "Scuderia Ferrari"...

1939 verlässt Enzo im großen Krach das Haus Alfa Romeo mit der Auflage, dass er vier Jahre lang keinen Rennsport mehr betreiben dürfe und
"ALFA CORSE" wird gegründet - der neue eigene Rennstall von Alfa Romeo.

Schon ein Jahr zuvor wird der "Tipo 158" entwickelt und wird wegen des vergleichsweise geringen Hubraums liebevoll "Alfetta" genannt.
Die Nummer "158" setzt sich nämlich zusammen aus einem 1,5-Liter-Motor, der seine Arbeit über acht Zylinder verteilt verrichtet.
Gleich beim Debüt des Wagens am 7. August 1938 beim "Coppa Ciano"-Rennen in Livorno/Italien gewinnt Emilio Villoresi
und die Siegesserie einer der erfolgreichsten Rennwagen, die es je gab, beginnt...


PANINI-IXO / Alfa Romeo 158 / Giuseppe Farina - GP England (Europa) 1950


Am 12.Mai 1940 siegt Giuseppe Farina beim "Grand Prix von Tripolis" in der sogenannten "Voiturette-Klasse" mit dem Alfa Romeo 158
ein letztes Mal, dann verhindert der Zweite Weltkrieg alle weiteren Einsätze.

Als nach dem Ende des Krieges der internationale Rennsport langsam wieder Fahrt aufnimmt,
setzen die meisten Teams auf vorhandene Vorkriegstechnik -
sechs Alfa-Rennfahrzeuge des Werkteams haben in einem Versteck auf einem Bauernhof außerhalb von Mailand "überlebt"
und werden schon 1946 wieder reaktiviert.
Die "Alfetta" sind quasi unschlagbar-dies aber auch, weil es kaum Konkurrenten gibt.

Aber dann verlieren kurz hintereinander die Alfa-Werksfahrer Wimille, Varzi und Trossi bei Renneinsätzen bzw. Krankheit ihr Leben und
Alfa Corse zieht sich kurzfristig aus dem Renngeschehen zurück.
Die Italiener handeln jedoch nicht nur aus Pietätsgründen,sondern haben dabei auch einen konkreten Hintergedanken:
1950 soll nämlich erstmals eine neuen Automobil-Weltmeisterschaft stattfinden;
die sogenannte Formel 1 !

Alfa Corse will sein "bestes Pferd im Stall"-den Tipo 158-nun so gut wie möglich auf diese neue Herausforderung vorbereiten...


Das Cockpit der BRUMM-Version..



Die Referenz: die MINICHAMPS-Version des '51er Nachfolgers "Alfa 159"

Das Resultat des "Upgrades" eines mittlerweile 13 Jahre alten Rennwagens sind 350 PS aus einem modifizierten zweistufigen Roots-Gebläse
(auch Drehkolben-Kompressor genannt) in einem Reihen-Achtzylinder-Motor aus Leichtmetall mit einem Hubraum von 1479 ccm.

Das 4-Gang-Getriebe und das Differential bilden in der sogenannten Transaxle-Bauweise zwecks Opimierung
der Gewichsverteilung an der Hinterachse eine Einheit -
der Wagen erreicht somit eine Spitzengeschwindigkeit von ca. 290 km/h bei einen Gewicht von 700 Kilogramm (unbetankt).

Jedoch werden kurz vor dem Start der ersten Formel 1-Weltmeisterschaft vom Superteam der frühen Jahre noch Fahrer gesucht.
Teamleiter Guidotti formt schließlich die Mannschaft der drei "F":

- Giuseppe "Nino" Farina: eigentlich promovierter italienischer Wirtschaftswissenschaftler, der sich aber ganz dem Automobilsport verschrieben hat
und schon für Enzo Ferrari auf Alfa Romeo in den 30er Jahren gefahren ist
- Juan Manuel Fangio: der Argentinier bricht sein Stipendium für eine technische Schule in Buenos Aires ab und wird lieber Automechaniker.
1949 kommt er nach diversen Teilnahmen an Rallyes und Sportwagenrennen nach Europa und wird Maserati-Werksfahrer
- Luigi Fagioli: mit 52 Jahren der älteste Fahrer des Trios. Der Italiener beginnt seine Rennfahrerkarriere im Jahr 1925
und startet auf Alfa Romeo bei der Scuderia Ferrari, wird Mercedes-Werksfahrer bei Alfred Neubauer,
fährt mit Rudolf Caracciola bei Auto Union.....
und ist eigentlich schon aus gesundheitlichen Gründen 1937 vom aktiven Rennsport zurückgetreten.





BRUMM-Modell / Alfa Romeo 158 / Giuseppe Farina - GP Italien 1950




BRUMM-Modell / Alfa Romeo 158 / Juan Manuel Fangio - GP Frankreich 1950




BRUMM-Modell / Alfa Romeo 158 / Luigi Fagioli - GP Schweiz 1950

Das "Fa-Fa-Fa-Team" fährt 1950 die Konkurrenz bei sechs der sieben WM-Läufe in Grund und Boden,
wobei beim 7. Rennen, dem Indy 500, die Europäer nicht antraten.

Alfas Gegenspieler ist die Scuderia Ferrari, die allerdings nicht beim Premierenrennen in Silverstone 1950 antritt -
angeblich ist dem "Commendatore" das Preisgeld zu gering und man startet an diesem Mai-Wochenende lieber bei einem lukrativeren Rennen.
Nino Farina gewinnt dann erwartungsgemäß in Silverstone vor seinen beiden Teamkollegen
und 150.000 Zuschauern den ersten Lauf der modernen Formel 1.
Innerlich tobt allerdings Enzo Ferrari, als er vom 3fach-Sieg beim WM-Auftakt in England hört:
"Der Tipo 158 wurde vor dem Krieg von meiner Scuderia in Modena gebaut !
Er war meine Idee und entstand auf mein Drängen..."


Beim Rennen in Monte Carlo, welches im Anschluß an den Silverstone-GP statffindet,
kommt es schon in der 1. Runde zu einer Massenkarambolage,durch die Farina aus dem Rennen geworfen wird -
Fangio gewinnt den zweiten WM-Lauf vor Alberto Ascari auf Ferrari.
Beim "Großen Preis der Schweiz" in Bremgarten gewinnt Farina und Alfa fährt mit dem Zweitplatzierten Fagioli einen Doppelsieg ein.
Beim nächsten Lauf im belgischen Spa gewinnt Fangio vor Fagioli, während Farina es wegen Getriebeproblemen gerade noch auf Platz 4 schafft.

Nachdem Fangio den nächsten Sieg beim Frankreich-GP eingefahren hat, ist Farina von seinem Teamkollegen nun punktemäßig überholt worden
und beim letzten Lauf in Monza wird einer von beiden Alfa-Fahrern der erste Formel 1-Weltmeister werden...


BRUMM-Modell / Alfa Romeo 158 / Juan Manuel Fangio - GP Monaco 1950





Das Alfa-Team lässt beim Heimrennen noch zwei weitere Fahrzeuge starten,die von Piero Taruffi und Consalvo Sanesi pilotiert werden.
Fangio wird Trainingsschnellster in Monza; dicht gefolgt vom Ferrari-Piloten Alberto Ascari und dem Alfa-Trio Farina-Sanesi-Fagioli.
Nach einem Tankstopp von Fangio führt Ascari dann wider Erwarten das Rennen vor dem Argentinier kurzfristig an,
bis in Runde 21 der Motor platzt. Aber auch Fangio hat kein Glück und rollt mit Getriebeproblemen an die Alfa-Box.
Selbstlos übergibt ihm dann Taruffi sein Fahrzeug, aber schon kurze Zeit später beendet ein Motorschaden alle Träume vom WM-Titel.
Giuseppe Farina siegt beim letzten Lauf der ersten Formel 1-Saison und wird Weltmeister.

Fangios dubioser Doppelausfall verursacht nicht nur in der italienischen Presse einen Riesenwirbel und sogar in Argentinien
wird von Sabotage gesprochen. Doch Fangio will davon nichts hören und verkündet optimistisch:
"Ich vertraue Alfa und hole mir den Titel im nächsten Jahr.."


PANINI-IXO-Modell / Alfa Romeo 158 / Giuseppa Farina - GP England (Europa) 1950



Mein Quadrifoglio Verde-Sticker


Interessant ist vielleicht auch die Geschichte des Logos des Werkteams "Alfa Corse" -
dem vierblättrigen Kleeblatt, das "Quadrifoglio Verde", welches als erstes den Alfa Romeo RL von Ugo Sivocci ziert
Dieser hat 1923 bei der "Targa Florio" in Sizilien als Ausgleich für die ungeliebte Startnummer 13 ein in einem weißen Quadrat
platziertes Kleeblatt als Glücksbringer auf die Motorhaube seines Wagens malen lassen
und gewinnt damit den ersten von insgesamt zehn Alfa-Erfolgen bei diesem legendären Langstreckenrennen.

Wenig später startet Sivocci mit dem neuen Alfa Romeo Tipo P1 beim "Großen Preis von Italien" in Monza.
Entgegen seinem Wunsch befindet sich das "Quadrifoglio Verde" beim Training noch nicht auf dem Wagen und er trägt diesmal die Nummer 17.
In einer Kurve des königlichen Parks verliert er dann die Kontrolle über den Alfa, verlässt die Strecke und verunglückt tödlich.
Das vierköpfige Alfa-Fahrerteam wird durch seinen Tod auf ein Trio dezimiert und
als Hommage an Sivocci wird das weiße Quadrat auf ein Dreieck reduziert.
Die Startnummer 17 ist seither auch nie mehr an einen italienischen Rennwagen vergeben worden...

Informations-und Literaturquellen:
Willy Knupp: Kampf am Limit-die Formel 1 Chronik
Tim Hill: Formel 1 - die ganze Geschichte
wikipedia.de
alfaromeo.de


--------------------------------------------------------------------------

Leider ist der Alfa Romeo 158 des Jahres 1950 im Maßstab 1:43 größtenteils nur als BRUMM-Modell im Handel
und Marktführer MINICHAMPS hat bisher nur den Nachfolger "Tipo 159" im Programm.
Hier einige Bilder dieses PMA-Modells;
der Qualitäts- und damit berechtigte Preisunterschied zur BRUMM-Version wird recht deutlich widergespiegelt...


MINICHAMPS-Modell / Alfa Romeo 159 / Paul Pietsch - GP Deutschland 1951






Geändert von Engineer (30.09.2019 um 00:06 Uhr)
Engineer ist offline   Mit Zitat antworten
Folgender Benutzer sagt Danke zu Engineer für den nützlichen Beitrag:
Alt 03.10.2019, 12:10   #798   nach oben
Engineer
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von Engineer
 
Registriert seit: 18.03.2015
Vorname: Jörg
Ort: Mitten in NRW
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: über 500
Beiträge: 451
Update Rennsaison 2019
Mercedes-AMG F1 W10 EQ Power+ / Lewis Hamilton





SPARK-Modell / Mercedes-AMG F1 W10 / Lewis Hamilton - GP China 2019




Langsam füllt sich auch das Feld der sich schon im Handel befindlichen Modelle der F1-Wagen der Rennsaison 2019 -
SPARK und MINICHAMPS brachten das Modell des amtierenden (und vielleicht auch künftigen)
Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes-AMG fast zeitgleich heraus.

Das SPARK-Modell hat die ellenlange Bezeichnung "Mercedes-AMG Petronas Motorsport/Nr.44 Winner Chinese GP 2019 -
Formula One 1000th GP/Mercedes-AMG F1 W10 EQ Power+"
während MINICHAMPS sich mit der Zuordnung wieder einmal bedeckt hält -
meistens ist versionsmässig der 1. Lauf der Saison in Australien "im Rennen".

Ich habe mich für das SPARK-Modell entschieden, da die Unterschiede zur MINICHAMPS-Version erfahrungsgemäß gering sein dürften
und ich die Zuordnung eines Wagens zum entsprechenden Rennen mehr mag.
Des weiteren ist SPARK auch preislich etwas günstiger....

Als "Gimmick" liefert SPARK noch einen kleinen Sieger-Minipokal vom "Heineken Chinese Grand Prix" dazu,
welcher sehr dekorativ auf oder am Rennwagen positioniert werden kann.

Die Frontspoiler-Modellierung mit seinen vielen Flaps und Elementen gefällt mir viel besser als die Modell-Versionen
anderer Fahrzeuge der 2019er Saison-gerade beim (hier schon vorgestellten) Red Bull von Verstappen wären da noch Reserven gewesen...




Teamvorstellung im Programmheft zum Deutschland-GP 2019

(© 2019 Formula One World Championship Limited)



Passend zum vorherigen Thema hier im thread wieder einmal eine kleine Gegenüberstellung des Weltmeisters von 1950
und des (höchstwahrscheinlichen) diesjährigen Champions.

Leistungsmäßig brachte der Alfa Romeo 158/159 in der letzten Ausbaustufe bei 1,5 Liter Hubraum 1951 ca. 425 PS auf die Straße -
beim aktuellen Mercedes AMG W10 sind es fast 600 Pferdchen mehr.
Die neuesten Motor-Daten sind natürlich unter Verschluß, aber offiziell spricht man von 710-750 kW (950-1000 PS) bei 1,6 Liter Hubraum.

Siehe auch:
https://www.mercedesamgf1.com/de/mer...-w10-eq-power/






(© 2019 Formula One World Championship Limited)



Geändert von Engineer (03.10.2019 um 12:41 Uhr)
Engineer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.10.2019, 12:17   #799   nach oben
audeamus2009
länger dabei
 
Registriert seit: 30.09.2009
Vorname: Arkadius
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: mal mehr mal weniger..
Beiträge: 3.442
Grrr, gehört leider zur Sammlung obwohl ich Fahrer und Team nicht mag, um es noch freundlich zu vormulieren.
audeamus2009 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2019, 19:14   #800   nach oben
CMR
Benutzer
 
Benutzerbild von CMR
 
Registriert seit: 28.01.2019
Vorname: Marco
Ort: irgendwo in B-W
Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: über 50
Beiträge: 42
Das Modell hatte ich bereits in meinem Thread vorgstellt. Hier nun nach den Kritikpunkten ergänzt um eine kleine Rennzusammenfassung.

McLaren Honda MP4/4 von Minichamps von A. Senna GP 1988 in Silverstone
Im Vergleich zu den früheren F1 McLaren MP4/4 von Minichamps aus Metall hat das Resine-Modell schon deutliche Fortschritte gemacht auch wenn es noch einige Kritikpunkte gibt und mit den Modellen von TSM nicht ganz mithalten kann.
Ein Pluspunkt sind schonmal die Regenreifen und die 2 kleinen Antennen am Überrollbügel. Die Spoiler sind auch nicht mehr so klobig.
Nun leider zu den Kritikpunkten:
Die Kühler wurden leider eingespart. Egal ob man von vorn oder der Seite hineinschaut, es sind keine da und auch nicht silber lackiert. Das wurde bei den Lotus 94T und 95t von Minichamps besser gemacht.
Der TAG-Heuer Decal auf der Frontscheibe ist bei mir leider ziemlich schief aufgeklebt.
Die Frontreifen haben bei meinem Modell einen extremen Sturz.
Nun zu der Kritik zu den Decals:
Es liegen Decals bei aber die sind leider nicht vollständig. Auch Marlboro-Decals, wofür auch immer man die brauchen kann.
Für die Vorder- und Rückseite des Heckflügels liegen die roten "Marlboro-Ecken" bei. Ebenso für links und rechts vom Fahrer.
Leider sind die roten Ecken vor der Frontscheibe und auf der Motorabdeckung wieder rund und ich mußte die mit weißen Decals eckig machen mit Decals von Museum Collection, die aber recht widerspenstig sind und sich nicht so leicht formen lassen da ich keinen Weichmacher habe.
Am schlimmsten war das Marlboro-Decals vom Helm. Dies ist normalerweise weiß und oben rot und es steht auf dem weißen Untergrund Marlboro, bei Rennen mit Tabakwerbeverbot ist es nur rot und weiß. Beim beiliegenden Decal gibt es keinen weißen Untergrund sondern nur farblosen aber es hat den Marlboroschriftzug. So konnte ich nur den roten Teil nutzen und habe das Decal angebracht und dann den weißen Teil mit Pinsel und weißer Farbe versucht zu malen wie auf den Bildern zu sehen ist.

Rennzusammenfassung:
In Silverstone stand das erste und einzige mal 1988 kein McLaren auf Pole und auch nicht in Reihe 1. In 12 von 16 Rennen startete McLaren von Platz 1 und 2. Nur in Rio und Ungarn stand Mansell auf Platz 2 und Berger in Detroit auf Platz 2. In Silverstone stand am Freitag Alboreto vor Berger auf Pole und am Samstag drehte Berger die Reihenfolge um. Senna startete nur von Platz 3 und Prost von 4.
Am Sonntag regnete es und es gab ein Regenrennen. Berger konnte die Pole in die Führung umsetzen da er beim Start den 2. Gang nutze. Senna setzte sich gleich auf Platz 2. Alboreto fiel auf 3 zurück und Prost war am Ende von Runde 1 nur 11. Aufgrund von Handlingsproblemen gab er nach 24 Runden auf nachdem er von Senna überrundet wurde und auch hinter Caffi im Dallara und Modena im Eurobrun zurückfiel. Das Chassis von Prost hatte einen Riss wie festgestellt wurde.
Berger und Alboreto mußten Benzin sparen und als Berger in Runde 14 in Abbey Curve auf Prost auflief, nutzte diese Senna um in Führung zu gehen. Dabei verbremste sich Senna in der Woodcote Schikane leicht und Prost mußte noch etwas nach außen ausweichen.
Von hinten arbeiteten sich Mansell und Nannini in Rennen nach vorn. In Runde 50 überholte Mansell den auf Benzinsparkurs fahrenden Berger und war nun 2.. Wenig später zogen noch Nannini, der sich 2 mal gedreht hatte im Rennen aber am Ende Dritter wurde sowie Gugelmin und Piquet vorbei. Berger lag nun bis zu letzten Schikane auf Platz 6 aber danach ging im das Benzin aus und er rollte als 9. über die Ziellinie nachdem die beiden Arrows mit Warwick und Cheever sowie Patrese nach vorbeizogen.
Der Link zu einer Zusammenfassung vom Rennen: https://www.youtube.com/watch?v=fXCyR4ADM3k









__________________
Meine Modellautos
CMR ist offline   Mit Zitat antworten
Folgender Benutzer sagt Danke zu CMR für den nützlichen Beitrag:
Antwort


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 09:48 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2019, Jelsoft Enterprises Ltd.
Inhalte ©2009 - 2019, www.modelcarforum.de