Posts by Hessebembel

    Ein weiteres schon etwas älteres Modell, das es vor dem Vergessen zu bewahren gilt: Norevs Citroen DS Break - die "Göttin" als Lastenträger:


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    Ein kurzer geschichtlicher Abriss: Die DS - französisch ausgesprochen "La Déesse" (= die Göttin) - debütierte 1955 auf dem Pariser Salon und erregte gewaltiges Aufsehen, einerseits aufgrund ihres Designs, andererseits wegen des hydropneumatischen Dämpfungs- und Bremssystems. Dank dieses Systems kann die Fahrwerkshöhe in mehreren Stufen eingestellt werden, sie bleibt unabhängig von der Beladung konstant, der Fahrsicherheit war´s zuträglich.

    Später erschien dann noch eine etwas spartanischere Version namens ID, außerdem wurde ein Kombi in verschiedenen Varianten nachgelegt. Mit einem solchen in der (schon facegelifteten, s. Doppelscheinwerfer) Version "Break" haben wir es hier zu tun.


    Ein interessantes Merkmal dieser Kombis ist die zweigeteilte Heckklappe mit dem doppelten Kennzeichen, die Norev beweglich nachgebildet hat:


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    Geschlossen,...


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    ...Klappe auf,...


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    ...Unterteil abgeklappt,...


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    ...Klappe wieder zu, Durchlademöglichkeit offen. Dank des doppelten Kennzeichens kann auch so gefahren werden, so dass überlange Ladung (Holzlatten, Zeltstangen, Baguettes usw.) problemlos transportiert werden kann.


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    Der Innenraum ist wohnlich - leider ist das Bild nicht wirklich gelungen. Sorry. :schäm:


    Die hinteren Türen bleiben verschlossen, dafür...


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    ...lässt sich die Motorhaube öffnen - und auch ein weiteres schönes Gimmick hat Norev dem Modell spendiert:


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    Wie beim Original lässt sich die Fahrwerkshöhe verstellen. :sehrgut:


    Nochmal ums Modell herum,...


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    ...und dann zeige ich Euch, woher ich weiß, dass wir es hier mit der Version "Break" zu tun haben:


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    Die Gravuren im Kofferraum deuten zwei versenkbare, quer zur Fahrtrichtung angebrachte Zusatzsitze an - die hatte nur die Version "Break".

    Ja wunderbar, alles so schön bunt hier! Vielen Dank für die Gruppenbilder - bleibt nur zu hoffen, dass hier ein paar (Lackfarben-)Verantwortliche aus der Autoindustrie reinschauen: Es gäbe da ein paar Trends, die ganz dringend darauf warten, wieder aufgewärmt zu werden (Ja, ich will wirklich moderne Autos in Knallgelb, mit Stahlfelgen und Dog-Dish-Hubcaps sehen - und mit anständigen Motoren! :hopp:)!


    P.S.: Und in Signalorange! Giftgrün! Mülltütenblau! Blutorangenrot! Jaaaaa....

    Ein weiterer Alt-Ford, diesmal der 17m der Baureihe P7a, hergestellt von BoS:


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    Ford führte die Baureihe (als P7) im August 1967 ein. 17m und 20m unterschieden sich nun auch optisch: Die Grills und die Heckblenden (einschließlich der Rückleuchten) waren verschieden gestaltet, der 20m hatte darüber hinaus eine (funktionslose) Hutze auf der Haube - und auch sonst mehr Lametta.


    Das Design kam bei der Motorpresse und bei den Käufern nicht gut an. Bereits nach einem Jahr wurde die Karosserie geglättet, die nach wie vor an Blattfedern hängende hintere Starrachse bekam zusätzlich Längslenker ("Journalistenstäbe"). Dieses nun P7b genannte Modell verkaufte sich weitaus besser, allerdings hatten nun die treuen Kunden, die ein Jahr zuvor zum (nun rückwirkend P7a genannten) damals neuen Modell gegriffen hatten, nach nur einem Jahr ein "altes" Auto - was wieder für böses Blut sorgte.


    Bei der modellbauerischen Umsetzung der viertürigen Limousinenvariante des 17m P7a hat BoS einen guten Job gemacht. Da nichts aufgeht nur einmal flott ums Auto rum...


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    ...und damit wäre auch dieser Alt-Ford abgehandelt.

    Und hier ein weiterer 50er-Jahre-Ami aus dem Sunstar Platinum-Programm, aufgrund der nicht originalen Kennzeichen wieder bei den "modifizierten Modellen".


    Den heutigen Auto-Designern wird ja gerne nachgesagt, sie werfen ziemlich wahllos mit Lichtkanten, Knicken, Falzen etc. um sich (und m.M.n. ist dieser Vorwurf oftmals gerechtfertigt: ich sah neulich ein Lexus-SUV, bei dem mir erst auf den dritten Blick auffiel, dass der Kotflügel verbeult ist :oehm: ). Eine Erfindung der Neuzeit ist das allerdings nicht, wie an folgendem Modell zu sehen ist: Das 1958 Lincoln Continental III Convertible:




    Wie der Continental II war auch der Continental III das damalige Top-Modell des Ford-Konzerns, allerdings war er kein eigenständiges Modell, sondern basierte auf den Lincoln-Modellen des Jahrgangs 1958. Und noch etwas anderes unterschied ihn deutlich vom Vorgänger: dieser war sehr gefällig und in Anlehnung an europäische Modelle gestylt, während in die Karosserielinien des 1958er Jahrgangs alles gepackt wurde, was das Raketenzeitalter so an Designgags bereit hielt.


    Okay, genug gelästert. Denn auch wenn das Modell unter der etwas nachlässigen Verarbeitung leidet, die bei Sunstar leider häufiger vorkommt (Schriftzüge lösen sich, ein Lampenglas musste ich wieder einkleben usw.), überzeugt es doch mit schönen Details, z.B. ...




    ...im Innenraum,...



    ...unter der Haube oder...



    ...an der Windschutzscheibe: Welches Modell sonst hat schon schwenk- und klappbare Scheibenwischer?


    Die Fender-Skirts lassen sich...



    ...zum leichteren Radwechsel...



    ...abnehmen,...



    ...Reserverad (mit Schutzhülle) und...



    ...Wagenheber sind vorhanden.


    Einsteigen bitte:



    Und dann noch eine Runde ums Fahrzeug herum:






    Soviel dazu. :)

    Nun zum letzten Drittel meiner BMW-1:43-"Sammlung": Dem BMW 700 LS von Minichamps.




    Wieso Rettungswagen? Nun, in den fünfziger Jahren bestand die BMW-Modellpalette aus der Isetta und dem 600 (optisch eine Kreuzung aus einer Isetta und dem zeitgenössischen Fiat Multipla) einerseits und den Luxuswagen 501, 502, 503 und 507 andererseits. Dazwischen: Nichts. Folge: Aufsteiger vom "Rollermobil" wanderten ab - schlecht für´s Geschäft. BMW galt damals als Kandidat für eine Übernahme durch Daimler-Benz. :oehm:

    Der Wiener BMW-Händler und Karosseriebauer Wolfgang Denzel wollte sich damit nicht abfinden. Auf Basis des 600 konstruierte er eine gefällige kleine Heckmotorlimousine, die er den BMW-Entscheidern präsentierte. Die waren begeistert, ließen den Urentwurf von Giovanni Michelotti noch ein wenig überarbeiten und brachten das Ergebnis als BMW 700 auf den Markt.

    1962 wurde der Radstand zugunsten der Passagiere auf der Rückbank verlängert, das gestreckte Modell kam als 700 LS auf den Markt. Einen solchen hat Minichamps verkleinert.


    Noch einmal ums Modell herum,...






    ...und dann wäre ich mit meinen BMWs durch - es sei denn, raidou kauft sich ein paar Opels. :kichern:

    Und hier ein weiteres Alt-Ford-Modell: 1952 präsentierten die deutschen Ford-Werke ihre erste Nachkriegsentwicklung, den Typ G 13, nach seinem hervorstechenden Merkmal (einem entsprechenden Ornament an der Front) "Weltkugel-Taunus" genannt. Er war ausgerüstet mit dem 1,2-Liter-Motor, der bereits im Eifel und im "Buckel-Taunus" Dienst tat, die Verkaufsbezeichnung lautete folglich "Taunus 12m".

    1955 führte Ford einen neu entwickelten 1,5-Liter-Motor mit 55 PS ein, die so ausgerüsteten Fahrzeuge trugen den Namen "Taunus 15m", der 12m war weiterhin erhältlich.


    Nachdem bereits zuvor einige Facelifts stattgefunden hatten, rasierte Ford im Jahr 1959 die Weltkugel ab und verpasste dem Auto stattdessen einen breiten Streifen an der Seite. Diese Modelle werden heute "Seitenstreifen-Taunus" genannt, die interne Typenbezeichnung lautet "G 13 AL" bzw. "G 13 ALS", je nach Motorisierung. Beide Motoren waren weiterhin erhältlich, die Verkaufsbezeichnung lautete aber stets "Taunus 12m".


    Revell hat dem Seitenstreifen-Taunus eine sehr schöne Nachbildung gewidmet:




    Die Türen...



    ...und die Motorhaube...



    ...lassen sich öffnen (die Haltestange ist Serie!) und geben den Blick frei auf schön gemachte Details.



    Noch einmal eine Runde ums Auto,...






    ...und damit übergebe ich das Wort an Euch. :)

    Hm, ein BMW-Fan war ich ja nie, aber immerhin habe ich nachvollziehen können, was andere an den Produkten dieses Herstellers finden. Die Zeiten sind allerdings vorbei, Markenidentität ist da nicht mehr gefragt. Na ja, was soll´s, ich freue mich jedenfalls auf Deinen Umbaubericht.


    Gibt´s bei den Münchenern irgendwas orangenes in der Farbpalette? Oder was goldgelbes, ähnlich dem Caprigelb auf dem Opel Astra G Coupé?

    Mach ruhig die Ingolstädter Kennzeichen drauf. Wer damals ein Auto vom Kaliber eines 5er BMWs suchte, der wurde bei Audi noch nicht fündig. :zwinkern:


    Fun Fact am Rande: Vor Jahren las ich mal ein Interview mit dem einzigen Opel-Händler in Wolfsburg. Der äußerte darin, Opel gelte in WOB als Marke für Individualisten. :kichern:

    Ich glaube, der Eindruck, den die "Badewanne" bei ihrer Präsentation machte, ist mit dem vergleichbar, den etwas mehr als 20 Jahre später der Sierra auf unsere Generation (ich bin 41 und vermute uns im annähernd gleichen Alter) machte.


    Ich bin froh, das Modell in meiner Sammlung zu haben, es gefällt mir bis heute. Die Farbkombination hat einst meine Frau ausgesucht. Hat sie gut gemacht.

    Nach dem E21 hier das zweite Drittel meiner 1:43-BMWs - der 2002 turbo von Minichamps:


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    Vor vielen Jahren beim BMW-Händler gekauft und erst später bemerkt, dass das Abziehbild, das eigentlich an die Mittelkonsole gehört, vor dem Beifahrer am Armaturenbrett bappt...:oehm:


    Beim heutigen Fotoshooting fiel dann auf, dass sich langsam die Decals verabschieden.


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    Na gut, dann habe ich eben irgendwann einen reinweißen 2002 turbo. Dann können diese Bilder immerhin zur Dokumentation dienen, dass das mal anders war. Jetzt aber erstmal zurück in die Vitrine. :winken:

    Nachdem er im Thread zum Vorgängermodell Ford Taunus 17m P2 mehrfach angesprochen wurde, hier nun also der "Badewannen-Taunus" 17m P3:


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    Der Spitzname "Badewanne" geht auf die Formgebung des Autos zurück, die sich radikal von der des Vorgängers unterschied. Dieser wirkte - obwohl bei der Markteinführung des P3 maximal 3 Jahre alt - auf einen Schlag veraltet. Ford selbst sprach von der "Linie der Vernunft". Da war schon was dran, erreichte der Wagen doch mit dem 1,5-Liter-Motor (55 PS) aus dem kleineren 15m die gleichen Fahrleistungen wie der Vorgänger mit 1,7 Litern und 60 PS. Mit dem 1,7-Liter- bzw. dem 1,7-Liter-TS-Motor (75 PS) war die "Badewanne" entsprechend flotter unterwegs.


    Die "Badewanne" wurde von 1960 bis 1964 gebaut und dann von der Baureihe P5 ("große Wanne" oder "Rasierer") abgelöst.


    Revell hat ein sehr schönes Modell auf die Räder gestellt. Türen...


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    ...und Motorhaube...


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    ...lassen sich öffnen, und es gibt beim Betrachten einige nette Details zu entdecken.


    Noch der obligatorische Rundgang,...


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    ...zur Abwechslung noch ein Weblink: www.wannenglueck.de


    ...und dann hätten wir auch diese Wegmarke in der Geschichte von Ford Deutschland behandelt.


    Lust auf weitere Alt-Fords?

    as Kopieren von riesigen V8 Blechgebirgen in europäsche Mittelklasseformate mit braven Motörchen

    Das war hier tatsächlich ein Problem: Der P2 war ursprünglich als Nachfolger der Weltkugel-15m gedacht. Aufgrund der größeren und schwereren Karosserie wären allerdings seine Fahrleistungen mit dem 1,5-Liter-Motor hinter denen des 15m zurückgeblieben, was die Kundschaft keinesfalls akzeptiert hätte. So kam es zur Hubraumerhöhung auf 1,7 Liter (und eine Leistung von 60 PS) und zur Begründung einer neuen Modellreihe.


    Der strömungsgünstige Nachfolger P3 war - wie schon geschrieben - auch mit dem 1,5-Liter-Motor erhältlich und erreichte damit die gleichen Fahrleistungen wie der P2 mit dem 1,7 Liter. Mit dem 1,7-Liter-Motor mit 60 PS war der P3 schon deutlich flotter, und mit dem 1,7-Liter-TS-Motor (75 PS) fast schon sportlich - nach damaligen Maßstäben...


    Ich sehe schon, wir brauchen hier mehr Alt-Ford-Threads. Ich mache mich mal an die Arbeit. :)