Posts by Routemaster

    Natürlich haben die Autos einen Einfluss darauf. Das Problem ist nur, dass die Auswirkungen, die wir heute sehen, die Ergebnisse von seit Jahren steigenden Emissionswerten sind. Die Situation z.B. in Sibirien kommt nicht dadurch, dass irgendwer gerade in seinem Auto durch die Gegend fährt, aber wenn wir etwas dagegen tun wollen, dass die Situation sich weiter verschärft, dann muss man alles unter die Lupe nehmen, das Emissionen verursacht. Und es führt kein Weg daran vorbei, dass der Straßenverkehr EIN Verursacher von CO2-Emissionen ist. Da nur darauf zu verweisen, dass andere Bereiche auch schlimm sind, ist Augenwischerei. Ja, der Kampf gegen Klimagase kann nicht nur über den Straßenverkehr laufen - aber er muss eben auch über den Straßenverkehr laufen.

    Doch gerade bei dem "Nord-Süd-Trasse"-Problem ist der größte und wichtigste Faktor die Akzeptanz der Bevölkerung. Bei uns gibt es seit Jahren Aktionsgruppen, die Stromtrassen und Konverter juristisch zu verhindern suchen und das prägt auch lokale und Landespolitik. Da ist es nicht verwunderlich, dass Politiker nicht an einem Strang ziehen können. Sie versuchen am Ende immer auch das Beste für ihren Wahlbezirk oder für ihr Bundesland zu erreichen und mit Zukunftsprojekten kann man da bei vielen Wählern halt nicht punkten.


    Zum Thema Wasserstoff: Das ist auf dem Papier eigentlich ein schönes Konzept, weil die Umstellung in Sachen Reichweite und Nachtanken quasi wegfällt. Wenn der Tank leer ist, wird genauso nachgetankt, wie beim Benziner und es gibt nicht die gefürchteten 30 Minuten Ladezeit wie bei Elektromobilen mit Akku. Das Hauptptoblem ist allerdings der deutlich schlechtere Wirkungsgrad der Brennstoffzelle im Vergleich zum Akku-Elektromobil. Selbst wenn die energieintensive Produktion des Wasserstoffes nur mit CO2-neutralen Energiequellen bestritten wird, ist die Energiebilanz immer noch schlechter, als beim Akku-Elektromobil. Daher ist Wasserstoff inzwischen eher als Energiespeicher für sehr großen Energiebedarf interessant und die Brennstoffzelle eher ein Kunzept für Lastverkehr, ÖPNV, Schiffe oder auch für die Industrie. Für das Auto ist die Energieeffizienz eines Akku-Elektromobiles weiterhin besser.


    Im Kern denke ich so, wie es Skorpi oben schon geschrieben hat: Wir brauchen neue Verkehrskonzepte. Heute rächt sich, dass man jahrzehntelang immer nur stur auf das Auto als alleinseligmachenden Verkehrsmittelpunkt gesetzt hat. Jetzt werden Industrie und Politik nicht zuletzt durch die Maßnahmen gegen den Klimawandel zum Umdenken gezwungen und müssen schnell handeln. Das hätte man auch viel entspannter über einen längeren Zeitraum haben können, aber wer hätte es in der Politik schon gewagt, sich mit der so mächtigen Autoindustrie anzulegen? Heute weht der Autoindustrie ein anderer Wind ins Gesicht, auch deshalb, weil das Auto in der Gesellschaft nicht mehr den Status hat, den es mal hatte.

    Natürlich ist das verkürzt wie auch viele der Diskussionsbeiträge in diesem Thread oder allgemein in diesen Diskussionen verkürzen und simplifizieren. Ich würde den Satz mit der Koexistenz verschiedener Antriebskonzepte genauso unterschreiben. Ich halte nur eine Modellvorstellung nicht für den richtigen Ort, neue Antriebskonzepte und die politischen Zusammenhänge derselben, in dieser Form zu diskutieren.

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    Entweder antiquarisch als GMP-DieCast oder als dieses BBR-Resine (?)-Modell ohne zu öffnende Teile. ..

    Es gibt den P3 nicht von GMP, nur den Nachfolger P4 und die für private Teams modifizierten 412 P. Mir gefällt der P4 etwas besser, die Frontpartie ist gefälliger und ich finde auch das Heck attraktiver. Zudem steht ihm die breitere Spur besser und die klassischen Ferrari-Sternfelgen sind auch ein wenig schöner, als die P3-Felgen. Aber wie auch immer, ein schönes Auto und die Unterschiede zwischen P3 und P4 sind nur bei genauem Hinsehen auffällig. Selbst die Macher des Mulitimillionen-Hollywood-Streifens "Le Mans 66" haben schließlich nicht gesehen, dass die Ferrari, die sie im Film antreten lassen, P4 von 1967 und nicht P3 von 1966 sind...

    Das erste Modell, das von Minichamps auf den Markt gebracht wurde, war laut Minichamps der Audi V8 aus der DTM 1990. Meiner Meinung nach sind damals Audi, Mercedes und BMW gleichzeitig erschienen. Der Karmann Ghia kam 1991 und war der erste 1:43-Klassiker im Minichamps-Programm, ich meine, als Straßenautos gab es vorher schon (mehr schlecht als recht) "zivilisierte" Versionen der DTM-Rennwagen.

    Als Film-Drama fand ich ihn ok, als halbwegs akkurate Darstellung historischer Ereignisse ist er Grütze. Die Entwicklung eines Rennautos und einen Sieg in Le Mans an nur zwei Personen festzumachen, ist Unsinn und historisch gesehen grober Unfug. Abgesehen von dem dramaturgischen Quark, den Gulf_LM schon angesprochen hat, war der Film für mich endgültig unten durch, als ich gesehen habe, dass die Ford gegen die falschen Ferrari fahren. 1966 fuhr Ferrari die unzuverlässigen P3, im Film sind aber P4 zu sehen. Wie so ein grober Fehler passieren kann, ist mir unbegreiflich (offensichtlich war es ihnen aber auch völlig egal).

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    meines Wissens heißt dieses undefinierbare Teil "Chiron" (frei nach der griechischen Mythologie):

    Nach dem monegassischen Rennfahrer Louis Chiron, mehrfacher Grand-Prix-Sieger vor dem 2. Weltkrieg und Fahrer mit der größten Anzahl von Podiumsplatzierungen, die je am Steuer eines Bugatti errungen wurden. Daher hat Bugatti ihm die Ehre zukommen lassen, das Auto nach ihm zu benennen.


    Zum Modell: Wunderschöne Farbvariante. In 1:18 käme ich da schwer ins Grübeln...

    Die Aston Martin (mit denen das Werk ja nichts zu tun hatte) wurden wohl teils von R-Motorsport in Auftrag gegeben. Audi hat offensichtlich an 1:18-Modellen der DTM-Fahrzeuge kein Interesse und aus Eigeninitiative ohne Werksunterstützung wird das wohl kaum ein Hersteller in Angriff nehmen.

    Es gibt Bilder des McLaren F1 aus der frühen Rennphase, da hat er die Lampen nicht. Vermutlich wurde die gesamte Fronthaube für den Abend ausgetauscht?

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    Hierbei handelt es isch um den LM Gewinner seiner Klasse von 1995.

    Nur damit es keiner hier falsch versteht: Der McLaren hat nicht nur seine Klasse gewonnen, sondern war Gesamtsieger der 24h von Le Mans 1995.

    MR Collection gibt es seit Ende der 1980er Jahre und wurde von Egidio Reali gegründet, dem "R" unter den drei Gründern von BBR. Als günstigere Marke für Modelle in gehobener Kleinserienqualität kam das Label Looksmart hinzu, dessen Modelle in China produziert werden (das erklärt die ähnliche Webseite, MR und Looksmart gehören zum gleichen Unternehmen). Die Modelle von MR Collection entstehen in Italien. MR produziert auch die Modelle für einige Premium-Autohersteller, so werden Ferrari, Lamborghini und Bugatti unter anderem von MR beliefert.


    Zum BBR-812: Die etwas höheren Preise bei einigen BBR-Modellen erklären sich teilweise ebenfalls durch die Fertigung in Italien. Die modernen Ferrari in 1:18 kommen meist aus Italien, es gibt gelegentlich Klassiker, meist aus dem Rennsportbereich, die um die 250 EUR liegen, diese kommen immer aus China.

    Mein Exemplar ist heute angekommen. Ein tolles Modell, noch einen Hauch besser als der Divo, den ich schon sensationell gut fand. Da freue ich mich doch nochmal so sehr auf den Ferrari Monza SP1, der ja auch in Kürze kommen soll.

    Natürlich ist das CMR-Modell weniger fein als das CMC-Modell, das erkennt man auch am Preis. Wenn es eben immer das "Allerbeste" sein muss, dann führt am CMC kein Weg vorbei. Ob es das immer sein muss, ist eine individuelle Entscheidung. Mir könnte es allerdings nicht passieren, dass ein hervorragendes Modell unausgepackt in der Ecke liegt, nur weil es ein noch etwas besseres gibt. Der "Ecurie Ecosse" sah toll aus, aber ich sehe schon die eher kritischen Kommentare, wenn er ausgeliefert ist - weil nix aufgeht.


    Um auch Neuheiten zu vermelden: in der neuen Modell-Fahrzeug werden Porsche 956 Langheck und Mazda 787B von CMR als Diecast-Modelle mit öffnenden Türen angekündigt und abgebildet.

    Es hat wohl vereinzelte Kunden gegeben, die ihre Termine wegen des Virus abgesagt haben, aber ich glaube nicht, dass das der entscheidende Punkt war.


    Ich bin am Donnerstag (der bei den Modellen auch etwas voller war) durch die anderen Hallen gelaufen und da war es sehr voll, ich glaube, dass es bei Modellbau und Modellbahn wirklich eine besondere Situation ist. Gerade letzterer stirbt ja wirklich die Kundschaft weg.

    Hat das einen bestimmten Grund, daß Bausätze hier so stiefmütterlich behandelt werden?
    Es würde mich schon interessieren, was die Plastikfraktion, insbesondere die gspinnerten Amis, so im Gepäck hatten. Und natürlich auch die 1:43 Resinfritzen, ala ABC Brianza und so.
    Oder hab ich das übersehen?


    Plastikmodellbau ist hier nicht so das große Thema im Forum, da gibt es ja andere Anlaufstellen. Wir berichten auf auto&modell nur am Rande über Plastikmodellbau (so in diesem Jahr über die schönen Ebbro-Neuheiten) aber ich habe an den Messetagen auch schlicht keine Zeit, auch noch die ganzen Bausatzhersteller abzuklappern und abzulichten. Ich habe bei Tamiya gesehen, dass sie den aktuellen Ford Mustang als GT4-Rennwagen bauen. Bei Revell kommt der Jaguar E-Type als Coupé neu und bei ICM habe ich ein sensationell filigranes Benz-Dreirad in 1:24 gesehen. Von Italeri soll es den Lancia Delta Integrale HF als Rallyevariante in 1:12 geben und sie legen verschiedene alte Protar-Formen wieder auf.