Posts by Routemaster

    Allerdings hat HWE auch nicht Unmengen von Neuheiten gebracht. Da gab es drei, vielleicht auch mal vier Formneuheiten pro Jahr, das verteilt sich in der May Cheong Group auf Maisto und Bburago - und ist eben nicht nur exklusiv auf Ferrari beschränkt. Aber Ferrari bringt inzwischen auch mehr neue Autos, HWE hatte seinerzeit noch die Zeit um inmitten der aktuellen Typen auch noch Klassiker zu machen, das würden sie heute nicht mehr so ohne weiteres schaffen.


    Mal ganz abgesehen davon, dass HWE ja auch erst da für die Sammler-Community so richtig interessant und akzeptabel wurde, also die Lizenz weg war.

    Wer hat denn hier von vielen 1:18-Ferrari-Neuheiten gesprochen? Natürlich haben sie nicht viele gemacht. Sie haben recht umfangreich losgelegt und dann wurde es immer weniger. In deiner Liste fehlt allerdings noch der 458 Speciale. Ich habe nur geschrieben, dass es Neuheiten gab, diese aber in der Sammler-Community nicht auf so große Resonanz gestoßen sind. Ich denke, da hat man sich mehr versprochen (beim Start hörte sich das jedenfalls so an). Vielleicht hat man bei Bburago auch einfach nicht so den richtigen Draht zu den Sammlern, anders lassen sich solche Sachen wie die idiotischen Neuauflagen schwerlich erklären.

    Ich habe mir mein Modell gerade nochmal genau angeschaut, auch, weil ich mich gewundert habe, dass mir der Fehler mit der Schaltkulisse durchgegangen ist. Diese ist tatsächlich geändert und auch der Schalthebel ist jetzt feiner und trägt oben sogar ein Schaltschema als Druck (oder Decal?). Die Luftauslässe an den Seiten hinten sind natürlich nicht durchbrochen, aber sie sind schon schräg geschnitten. Allerdings ist auch der schräge Bereich schwarz eingefärbt, was so natürlich nicht korrekt ist.


    Die Rückleuchten sind einen Tick zu klein, was aber auf den Bildern hier dramatischer aussieht, als "in echt". Ich finde es an meinem Modell weniger störend, als die falsch positionierten Rückleuchten am Ur-Kyosho-Diecast, wo sie ja zu weit nach innen sitzen, was mir das Modell (zusammen mit der etwas misslungenen Nase) damals verhagelt hat. Auch die Krümmung der oberen Kante des Hecks ist beim GT-Spirit-Modell zu ausgeprägt, die ist mathematisch bestimmt richtig, aber optisch nicht - ein Phänomen, das es ja bei vielen Otto-/GT-Spirit-Modellen gibt. Die Heckscheibe finde ich hingegen ziemlich gut, die trifft den etwas groben Look der dünnen Scheibe des Vorbildes ganz gut. Die Rahmen der Seitenscheiben sind nur aufgedruckt, aber das ist ja selbst bei teuren Resinemodellen nicht ungewöhnlich. Immerhin gibt es eine gute Andeutung der Abgrenzung von Tür und Seitenfenster, das hat man auch schon anders gesehen. Natürlich wäre ein aufgesetzter Rahmen hier schöner, aber diese ganzen Kleinigkeiten im Detail bilden eben den immer wieder diskutierten Unterschied zwischen einem GT-Spirit für 100 EUR und den Modellen der Resineoberklasse für den dreifachen Preis.


    Mir wäre es das nicht wert. Ich bin kein großer Fan des F40, ich habe den HW Elite und jetzt den insgesamt ganz hübschen, aber eben ein wenig unausgegorenenen GT Spirit, das reicht dann auch. Ich hoffe, dass sie den GTO besser hinbekommen, habe da aber meine Zweifel.

    Ich habe ihn auch hier stehen und finde ihn, wie alle bisherigen GT-Spirit-Ferrari in 1:18, ein bisschen unausgegoren. Der Motorraum ist seltsam, die Heckansicht finde ich gar nicht sooo schlimm, aber es wäre viellecht gut gewesen, wenn man ihm hier ein Nummernschild verpasst hätte.

    Sehr schön. Da bin ich mal auf erste Modellbilder gespannt. Ein Ur-Panda muss auf jeden Fall her!


    Passend zu der hier im Forum vor Kurzem vorgestellten Alfa Romeo Giulietta Sprint Zagato kommt von Cult Scale auch noch die spätere "Coda Tronca"-Variante in rot und weiß. Diese hat eine etwas gestrecktere Karosserielinie und ein "abgeschnittenes" Kamm-Heck.

    Kunststück, wenn es von denen nichts gibt über das man reden kann. :prost:

    Das stimmt ja nicht, es gab da schon einige Neuheiten in der Zwischenzeit, aber die haben hier halt keinen interessiert. Verkauft haben sie sich trotzdem gut.

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    Ich habe den 488 Signature jetzt erstmals in der Hand gehabt, echt nicht schlecht – wenn es da wie früher mal die ganzen Neuheiten in der Qualität gäbe, dann wären sie keine Aussenseiter- bzw Spielzeugmarke mehr.

    Siehe oben: Die Neuheiten gab es ja, nur eben nicht die, auf die man hier offensichtlich gewartet hat.

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    Klar will man gerne was Besseres, aber da es nichts gibt ausser ein paar wenigen BBR diecasts bleibt das Segment scheunentoroffen.

    Ich will nichts Besseres. Diese Modellqualität für 60 EUR (Signature) reicht mir voll und ganz. Wenn sie nur mehr machen würden, aber das hatten wir ja schon.


    Ob Bburago eine Sublizenz vergeben dürfte, halte ich für fraglich. Mattel hat das eine Zeit lang gemacht, durfte es dann aber nicht mehr. Ferrari will da wohl die Kontrolle über die Lizenzen (und das entsprechende Geld) behalten, so hat es mir jedenfalls seinerzeit meine Ansprechpartnerin bei Mattel erklärt. Ich sehe allerdings auch nicht so wirklich, welcher Hersteller an einer solchen Lizenz interessiert sein könnte. Minichamps und Almost Real stecken ja in gewisser Weise hinter den BBR-Diecasts, Kyoshos Neuheiten entstehen bei Z-Models, die auf Ferrari nicht so gut zu sprechen sind, daher wird es da vermutlich auch schwierig, bei AUTOart ist Ferrari in Ungnade gefallen und Norev hat auf Nachfrage auch kein großes Interesse gezeigt. Ich habe da schon den Eindruck, dass die Lizenzpolitik von Ferrari da einige Tischtücher zerschnitten hat.

    Für einen 1:18er muss man neue Werkzeuge entwickeln? Der fällt nicht gleich mit ab., erst recht nicht, weil die 1:24er ja weniger Funktionen haben (bei denen gehen meist nur die Türen auf). Ich hoffel, dass diese bisher bekannten Neuheiten noch nicht alles sind, aber den Roma wird es wohl nicht in 1:18 geben. In jedem Fall wird es zusätzlich noch den aktuellen F1-Wagen geben. Ich finde es sehr schade, dass man für die Signature-Variante des Monza SP1 so eine unattraktive Version nimmt. Aber einmal mehr lässt sich daran erkennen, dass 1:18 für Bburago keine wesentliche Rolle spielt. Das darf man sicherlich doof finden (geht mir ja auch so), aber es wird ebenso sicherlich auf entsprechenden Entscheidungen im Unternehmen basieren - und dafür wird es wirtschaftliche Gründe geben.


    Und nochmal: Wenn ich hier ins Forum schaue und auch in die Facebook-Gruppen etc. dann spielt Bburago da überall nur eine sehr untergeordnete Rolle. Der 488 war in der Tat etwas öfter zu sehen, aber ansonsten sind die Bburago-Ferrari eine Randerscheinung (Divo und besonders Sián gab es da schon öfter zu sehen) - und das hat nichts mit den Vorbildern zu tun, denn FXX-K und FXX-K Evo von BBR oder anderen gab es da oft genug. Den meisten Sammlern sind sie als Lückenfüller ok, aber eigentlich wollen die meisten was Besseres.

    bisher bekannte Bburago-Neuheiten für 2021

    - Ferrari Monza SP1 rot mit Längsstreifen in italienischen Farben | Signature Edition

    Ferrari Roma kommt nur in 1:24 und 1:43


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    CMR

    - Ferrari 158 F1 1964 1:18
    war mal als Triple 9 Modell angekündigt, kommt jetzt von CMR als Resine-Modell mit abnehmbarer Motorabdeckung

    Aston Martin war für die WM eingeschrieben, verpasste aber den ersten Lauf nach einem schweren Testunfall und verzichtete auf den dritten Lauf, der kurz nach Le Mans stattfand (Le Mans zählte nicht zur WM). Für beide Rennen musste man entsprechend happige Strafen zahlen. Der Wagen hatte einen Leistungsnachteil gegenüber der Konkurrenz, daher sind die Ergebnisse für ein komplett neues Auto schon nicht so schlecht gewesen. Da für 1990 lange nicht sicher war, ob die 24 Stunden von Le Mans stattfinden würden und für 1991 das Reglement eine andere Hubraumgröße vorschreiben würde, die man nicht erfüllen konnte, wurde das ganze Projekt schon nach einer Saison wieder eingestellt.

    Mir ist auch nur bekannt, dass die Exklusivlizenz eine Preisschranke hat, bis zu der sie gilt. Ich vermute, dass die schon zu Mattel-Zeiten eingebaut wurde, um die langjährigen Lizenzpartner BBR und MR halten zu können, die ja auch immer wieder für Ferrari arbeiten (BBR nicht mehr, aber offensichtlich immer noch wichtig genug für Ferrari).

    Die Diecasts kommen von Sums Model und werden sicher im gewohnt schleppenden Tempo fortgeführt, da stehen neben dem LaFerrari Aperta auch noch 430 Scuderia und 430 16M aus. Darüber hinaus sind (außer den aktuellen F1-Ferrari) keine weiteren Ankündigungen bekannt.

    Die geschlossenen Resinemodelle sind quasi das Herzstück des BBR-Programmes und werden sicher weiter erscheinen. Das Programm ist ja zusätzlich auch noch in verschiedene Linien unterteilt, darunter die etwas günstigere "Concept 18"-Serie, in der allerdings keine aktuellen Ferrari erscheinen.


    Die öffnenden Resinemodelle sind ein Versuch, ob diese wirtschaftlich sinnvoll zu produzieren sind und wie die Preise akzeptiert werden. Da gibt es keinerlei Informationen, ob es da noch jemals neue Modelle geben wird. Im Gespräch auf der Messe klang es nicht so, als würde man sich so ein Modell nochmals antun wollen.

    Stimmt, aber wenn man den relativ guten aus der Signature Serie (oder wie die heisst) in Erwägung zieht: Pustekuchen, kaum ein Händler hat ihn, es gibt so gut wie nix an Farben, und es kann doch nicht sein, dass man einen massenproduzierten Maistobburago zum Liebhaberpreis im Ausland bestellen soll.

    Wofür also die ganze Mühe mit gutem Modellbau und erschwinglichen Preisen, der Lizenz an sich?

    Von einer guten Pflege des Signature-Bestandsprogrammes kann tatsächlich keine Rede sein, die älteren Signature-Modelle sind in der Tat sehr schlecht verfügbar. Ein weiterer Hinweis darauf, dass dieser auf Sammler ausgerichtete Programmbereich keine echte Priorität bei Bburago hat.


    Wofür die Lizenz? Für die günstigen Spielwarenmarkt-kompatiblen Geschichten, die sich ansonsten im Programm finden.

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    Und gleichzeitig belästigen sie den Markt mit uralten seit bald 40 Jahren ausgenudelten Formen, die fehlerhaft, grobmotorisch und im falschen Maßstab sind, wie dem 250 GTO, den es dazu noch um ein vielfaches besser von der Konkurrenz gibt.

    Marketing straight outta hell.

    Das haben sie probiert und schnell wieder gelassen. Das war in der Tat kompletter Schwachsinn, exorbitante Preise und qualitativ kein Vergleich zu den aktuellen Produkten. Damit haben sie sich keinen Gefallen getan.

    Quote from raidou

    Das widerspricht sich aber doch. Gerade bei den Vertriebswegen über Spielwaren-Ketten und Großmärkte machen die bekannten Traumwagen doch erheblich mehr Sinn als die absoluten Exoten, die nur eingefleischte Interessierte und Sammler überhaupt kennen und reizen

    Ich glaube, dass du da ein falsches Bild davon hast, wo sich interessierte Kids heute über solche Autos informieren. Bei den einschlägigen und massiv von jüngeren Zuschauern verfolgten Youtubern spielen solche Exoten eine deutlich größere Rolle, als die "Standardtypen". Nochmal, ich würde mich auch über mehr "normale" Ferrari freuen, aber ganz offensichtlich ist man bei Bburago hier eher am umsatzstarken (und insbesondere in den Supermärkten der USA stark gefragten) Maßstab 1:24 und den einfachen und billigen 1:43ern interessiert. Ich frage mich dabei auch, inwiefern Ferrari da auch etwas mitredet. So ist der aktuelle F1-Ferrari in verschiedenen Ausführungen für Bburago verpflichtend, möglicherweise möchte Maranello dann in 1:18 daneben dann auch lieber die außergewöhnlichen Stars des Programmes in 1:18 sehen?

    Was sie aber jahrelang selbst so herbeigeführt haben durch verschlafene Trends/Innovationen, "falsche" Maßstäbe usw.

    Mit den neuzeitlichen Modellen wie Chiron, Sian und Monza SP haben sie allerdings ordentlich abgeliefert und die wurden auch überaus positiv angenommen.

    Der 488 GTB kam 2016 von Bburago auf den Markt, spätestens seit dem Modell sollte wirklich bekannt sein, dass man dort richtig gute Modelle machen kannn (und ich fand California T und 458 Speciale auch nicht so schlecht, wenn auch noch ausbaufähig).


    Quote

    Für die gängigen Straßenmodelle in 1:18 gäbe es weltweit wohl sicherlich mehr Abnehmer als für so ziemlich jedes andere Modell. Wenn da kein Marktpotential gesehen wird, dann weiß ich ehrlich nicht, warum sie den Maßstab überhaupt noch bedienen. :keineahnung:

    Ein Showcar mit vergleichsweise niedrigem Bekanntheitsgrad, das kaum jemand je live zu Gesicht bekommen wird, das wird produziert, die Volumenmodelle hingegen werden über Jahre sträflich verpennt? Diese Produktstrategie ist mit Logik nicht nachvollziehbar.

    Ich fänd es grundsätzlich auch nett, wenn sie mehr aus dem "normalen" Ferrari-Programm bringen würden, aber dann habe ich halt z.B. keinen 812 in 1:18. Offensichtlich ist man bei den Vertriebswegen, über die man die Modelle anbietet, in 1:18 mit den Ferrari-Raritäten wie FXX-K oder Monza SP1 besser beraten und da der Sammlermarkt den Hersteller ja ohnehin eher nur am Rande wahrnimmt, ist es ja auch nachvollziehbar, dass man sich am Spielwaren-Massenmarkt orientiert. Der Monza SP1 ist kein gängiges Straßenmodell, aber ein "Poster-Car", das zu Exoten wie den Bugattis oder dem Sian perfekt passt. Denn die Frage "ob jemand ein Fahrzeug jemals live zu Gesicht bekommt", interessiert ja Firmen wie AUTOart auch nicht - aber verkaufen lassen sich die Sachen.

    Es ist die May Cheong Group und vielleicht liegt es ja einfach daran, dass die 1;18er sich nicht so breit verkaufen, wie die 1;24er? Ich finde es ja auch schade (der SF90 Stradale in 1:24 ist ein schickes Modell für kleines Geld) aber letztendlich werden sowohl hier als auch in internationalen Gruppen Bburagos immer etwas "von oben herab" behandelt und eher ignoriert. Offensichtlich sind 300+ BBR Diecast-Modelle da eher angesagt.

    Das Modell hat, als es kurzzeitig verfügbar war, meines Wissens nach 240 EUR gekostet. Der AA wird zwischen 330 und 350 EUR liegen, bei Almost Real könnte es noch darüber liegen. Der LCD ist also schon ein signifikant günstigeres Modell und vermutlich auch deshalb bereits überall ausverkauft. Dabei ist der Pagani das teuerste Modell im LCD-Programm aufgrund der vielen aufwändigen Details, der McLaren wird wieder deutlich günstiger werden (so hat man sich auf der Messe geäußert). Ich finde die Detaillierung des Modelles wirklich gelungen, auch mit den etwas dickeren Aufhängungsteilen. Die sind bei AA feiner, dafür sitzen da fette Schrauben drin, die mich immer etwas gestört haben. Aber, ganz klar, die Verarbeitung muss passen!


    Bedauerlich ist, dass LCD so viele Doppelentwicklungen bringt. Das müssen sie besser machen. Wenn ich sehe, dass sie demnächst den dritten Land Rover Defender in 1:18 bringen, dann packe ich mich schon an den Kopf (wobei das Modell wirklich gut aussieht).

    Die Verarbeitungsmängel sind unschön, keine Frage, das muss LCD verbessern. Den Pagani habe ich nicht, aber ich habe zwei andere LCD-Modelle (RR Velar und Suzuki Jimny) und beide sind tadellos verarbeitet. Sie können es also auch besser.


    Womit ich allerdings nicht so recht klar komme, ist das hier:

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    Die Details wirken im Vergleich zu AutoArt alle etwas klobig: Ob Spiegel, Motornachbildung oder Interieur. Alles ist ein wenig zu "derb" geraten, jedenfalls im Vergleich zu den AutoArt- Nachbildungen. Und da spreche ich sowohl von den alten Diecasts, als auch den neuen Composit. Ich habe beide zum Vergleich hier.

    Ich habe mir die Bilder jetzt mehrmals angesehen und versuche immer noch herauszufinden, was an diesem Modell bitte klobig sein soll. Ich sehe da schöne Details und absoliut ordentliche Arbeit für's Geld. Warum muss ein neuer Hersteller immer unfassbare neue Leistungen erbringen? Reicht es nicht, wenn er sehr gut und ein bisschen günstiger ist, als die etablierten Namen, denen dauernd vorgeworfen wird, sie seien zu teuer? (Wohlgemerkt, die Verarbeitung muss schon stimmen, das setze ich voraus)