Auch hier mal wieder ein Lebenszeichen von mir. 
Wie im letzten Teil angedeutet, lief Mitte der Nullerjahre wieder alles auf eine GT1-Klasse hinaus. Die Autos der GT-Klasse wurden weiterentwickelt, neue Spieler betraten das Feld und unterhalb der GT-Klasse wuchs die N-GT heran. Ab 2005 wurde daher die GT-Klasse wieder zur GT1 und die N-GT zur GT2.
Geschichte wiederholt sich, auch im Motorsport... Wie einst der Porsche GT1, so stellte diesmal eine Neuentwicklung von Maserati die Funktionäre vor die knifflige Frage: wie umgehen mit einem Auto, das auf dem Papier allen Konkurrenten überlegen ist? Bei Maserati hatte man auf Basis des Ferrari Enzo einen Motorsportler entwickelt, der auch einen Straßenableger bekommen sollte – den Marerati MC12. Zehn Jahre früher, als Porsche mit dem GT1 noch die gleiche Strategie verfolgte, hat man in der SRO bzw. bei der FIA noch dahingehend reagiert, dass man den technischen Wettbewerb freigegeben hat. Wie ein paar Seiten weiter vorne zu lesen, führte das dazu, dass die GT1 innerhalb von nur 2 Jahren zusammenbrach, weil der Wettbewerbsdruck und damit die Kosten in astronomische Höhen schnellten. Diesen Fehler galt es also zu vermeiden. Und hier sind wir bei einem Meilenstein der Motorsportgeschichte –
der Einführung der sog. BOP, der Balance of Performance.
Dieses System hat sich bis heute erhalten und ist inzwischen in nahezu allen GT-, Tourenwagen- und sogar Prototypen-Klassen Standard. Damit sollen Fahrzeuge mit unterschiedlichen Konzepten auf eines ähnliches Niveau gebracht werden. Das erreicht man über eine Vielzahl von Parametern, die je Fahrzeug individuell angepasst werden – Gewicht, Leistung, Gewichtsverteilung, Tankvolumen, etc. Über die Jahre wurde das natürlich auch kontinuierlich weiterentwickelt. (Die GT3-Klasse, die 2006 eingeführt wurde, hatte von Anfang an eine BOP zur Grundlage und ist bis heute die mit Abstand langlebigste und erfolgreichste Motorsportklasse überhaupt).
Natürlich wird das Thema kontrovers diskutiert und führt auch immer wieder dazu, dass sich jemand benachteiligt fühlt (und auch manchmal ist), aber aus dem modernen Motorsport ist die BOP nicht mehr wegzudenken (Formel- und Cup-Rennen ausgenommen).
Aber zurück zum Thema, den GT1.
Bei Ferrari hat man den Erfolg des privat von Prodrive eingesetzten 550 Maranelle zum Anlass genommen, auf Basis des Nachfolgers einen offiziellen Ferrari-GT1 zu entwickeln, den 575 GTC. Die Erfolge des Vorgängers konnte dieser allerdings nie erreichen.
Corvette war ja schon seit Jahren mit einem Werkseinsatz unterwegs. Hier gab es zur Saison 2005 einen Umstieg auf das neue Modell, die C6.R.
Auch Aston Martin wollte in der neue Klasse ein Wörtchen mitreden und gab hierzu einen Rennwagen auf Basis des DB9 in Auftrag. Als Partner hat man sich Prodrive ausgesucht. Die hatten ja Luft, nachdem Ferrari fortan mit seiner Eigenentwicklung am Start war. Der Aston Martin DBR9 wurde auch von privaten Teams eingesetzt.
Der gezeigte Murciélago R-GT wurde nicht von Lamborghini entwickelt sondern bei Reiter Engineering, die auch schon mit dem Diablo Erfahrungen gesammelt hatten. Audi hat den Ingenieuren von Reiter unter die Arme gegriffen. Der Murciélago musste reglementbedingt erstmal von Allrad- auf Heckantrieb umgerüstet und der Hubraum auf 6 Liter verkleinert werden.
Falls jemand bis hierher gelesen hat: danke für's Dranbleiben. 
Folgende Modelle hab ich heute für euch:
Ferrari 575 GTC, #17, Kyosho
Fahrer: Karl Wendlinger
Ferrari 575 GTC, #11, Kyosho
Fahrer: Fabio Babini, Philipp Peter, Vincent Vosse, Mika Salo
Chevrolet Corvette C6-R, #3, AUTOart
Fahrer: Johnny O´Connell, Ron Fellows
Chevrolet Corvette C6-R, #4, AUTOart
Fahrer: Olivier Beretta, Oliver Gavin
Aston Martin DBR9, #58, AUTOart
Fahrer: Peter Kox, Pedro Lamy, Stéphane Sarrazin
Maserati MC12, #33, BBR
Fahrer: Andrea Bertolini, Mika Salo
Lamborghini Murcielago R-GT, #53, GT Spirit
Fahrer: Marco Apicella, Koji Yamanishi, Atushi Yogo
Und hier die Bilder:













































Ich hoffe ihr hattet wieder mal Spaß.
Ein Teil kommt noch....
To be continued...