Posts by Alexander1

    Von Ex-Escort jetzt 2xGranni und Probe GT Fahrer…

    Du hast einen Probe GT? Genial! Ich auch. Meiner ist silbern, Baujahr 1990, ihn kaufte mein Vater fabrikneu. Ich erbte ihn und fuhr ihn bis 2005. Seither steht er unbewegt in einer Garage und staubt ein. Ich konnte und wollte mich nicht von ihm trennen und hoffe, ihn dereinst wieder flott machen zu lassen.


    Und mit zwei Granada kann ich auch dienen: 76er Limousine 2,3 GL und 76er Turnier 2,0, beide im Originallack und gut, aber mit Narben der Zeit.


    Wir haben also einen ähnlichen Fuhrpark.

    Aber eben nicht pauschal jede OVP = bester Schutz.

    Naja... so ganz richtig ist diese Verneinung der Pauschalierung auch nicht. Es geht immer darum, worum es geht: OVP = bester Schutz: ja, wenn die Transportsicherheit von China zum Endverbraucher im Vordergrund steht (also bester Schutz aus der Sicht des Herstellers). OVP = bester Schutz: nein, wenn die längerfristige Lagerung im Vordergrund steht (also bester Schutz aus der Sicht des Sammlers).


    Alles ist relativ. Das wusste schon der olle Einstein.


    Die Hersteller machen ihre Sache in Sachen Verpackung aus ihrer Sicht schon weitgehend richtig. Dass wir Sammler beim Auspacken, aber noch viel mehr beim wieder Einpacken, wüste Flüche von uns lassen, steht auf einem anderen Blatt. Das interessiert den Hersteller nicht. Aus seiner Sicht sollen verpackte Modellautos ein Mal ausgepackt und danach nie mehr eingepackt werden.


    Und genau deswegen schert sich der Hersteller auch nicht um mögliche Langzeitschäden durch die Verpackung. Die Verpackung hat für ihn genau so lange Dienstleistungspflicht, bis der Händler das letzte Exemplar verkauft hat (also, sagen wir, maximal ein Jahr oder zwei Jahre). Diese Haltung ist durchaus verständlich. Danach ist der Langzeiteigentümer = Sammler in der Pflicht.


    Heikel wird es natürlich dann, wenn immanente Schäden am Modell auftreten, also späte Schäden zu Zeiten, wenn der Hersteller nicht mehr regresspflichtig gemacht werden kann, die er aber dennoch zu verantworten hat (von Zinkpest über Kunststoffverfärbungen oder Scheibeneintrübungen bis zu durch Spannungsrisse zerstörte Reifen). Inwieweit das Schicksal ist, vom Kunden erduldet werden muss oder ob es da eine Art Langzeitgarantie gibt, weiß ich nicht. Haben wir einen Rechtsgelehrten als Forumsmitglied?

    Mir ist es eine Lehre, erst Papier und dann Plastik (Luftpolsterfolie) beim Langzeitverpacken.

    Der Weisheit letzter Schluss ist auch das nicht. Abgesehen davon, dass bestimmte Papiersorten auch säurehaltig sind, habe ich auch schon erlebt, dass Plastikweichmacher in seinem Drang nach Freiheit selbst das Papier "durchsuppt" hat.


    Es gibt meiner Meinung nach keine one-and-only-Lösung - allenfalls freier Stand in der staubdichten Vitrine im abgedunkelten Raum. Und selbst dann...: "Hilfe, meine Reifen haben Standschäden!"


    Richtig gut geeignet für Langzeitaufbewahrung sind eigentlich nur diejenigen Originalverpackungen, in denen ein Modell nur durch die Schauben mit der Bodenplatte verbunden sind - und die Schrauben benötigen Abstandhalter, damit die Reifen nicht auf der Bodenplatte stehen. Dann dürfte, abgesehen von Zinkpest und eventuellen Materialausgasungen des Zinkdruckgusses, das einzige unkalkulierbare Risiko sein, dass die Reifen mit Plastikfelgen reagieren. Ganz ohne Risiko geht es nicht.


    Aus Gründen der political correctness muss bei diesem Thema natürlich auch der Klimawandel mit einkalkuliert werden. Ohne ihn geht's nicht.


    "(...) und Chevrolet ging zu einem Frontmotor-Prinzip über, wie es - welch ein Zufall aber auch:floet: - der von Dir angesprochene Ford Econoline bereits hatte."


    Da muss ich leider widersprechen. Der Econoline, also die Ford E-Series, war ein quasi-Mittelmotor-Transporter, denn der Motor saß hinter der Vorderachse.

    Ist der Ixo ein italienischer Fiat? Ich habe vier Ixos, einer ist ein jugoslawischer Zastava 1300, der andere ein Zastava 1500 F (also Kombi), der dritte ein Concord-Fiat 1500 aus Argentinien, der vierte die argentinische Pickup-Version namens "Multicarga". Aber einen ganz normalen italienischen Fiat 1300/1500 von Ixo kenne ich nicht. Gibt's das?


    Interessant wäre, den Starline mit dem Ixo zu vergleichen, ob beide aus denselben Werkzeugen hüpften. Etliche Starline-Modelle stammen ja von Sonic/Ixo (zum Beispiel die Opel), andere von Golden Dragon.

    Tatra hatte stets deutschsprachige Propspekte im Angebot. Wenn ich einen "Bettelbrief" schrieb, was ich früher häufig tat, bekam ich immer deutschsprachige Prospekte zugeschickt. In der CSSR war Deutsch ohnehin zweite Fremdsprache an Gymnasien, nach Russisch, und die Böhmen und Mähren können schon aus historischen Gründen Deutsch. Koprivnice (= Nesselsdorf) liegt direkt an der deutsch-tschechischen Sprachgrenze, und bis zu ihrer gewaltsamen Vertreibung 1945 lebten dort viele Deutsche.


    Ich war 1988/89 sehr häufig in Prag auf der Modellautobörse im Radiopalast. In Prag kam ich mit Deutsch problemlos durch. Jeder halbwegs gebildete Tscheche kann deutsch. Englisch konnte damals aber kein Tscheche.

    Eine kleine Besserwisserei zum "0 - 2", dem zum Kanzlerwagen aufgerüsteten Revell: Helmut Schmidt fuhr keinen 450 SEL, sondern einen 350 SEL.


    Und eine ebenso kleine Anekdote zu den Minichamps-Kanzlerwagen: 2003 gab ich Sascha Voss, damals noch bei Minichamps, ein paar Fotos aus meinem Archiv, die den Willy-Brandt-Wagen (300 SEL 6.3) in München anlässlich einer Besprechungsrunde im Vorfeld der Olympischen Spiele zeigen. Mittlerweils sind diese Fotos schon in mehreren meiner Bücher veröffentlicht, damals waren sie noch völlig unbekannt. Minichamps verwendete eines der Fotos als Hintergrund-Illustration der Box. Das Thema gefiel Minichamps und daraus wurde die Kanzlerwagen-Serie entwickelt: Adenauer, Schmidt, Kohl und Schröder folgten auf den Brandt-Wagen - und, eher als Gag, das private VW 1303 Cabriolet Westerwelles mit Merkel als Beifahrerin (eine gemeinsame Spritztour der beiden fand im Mai 2001 tatsächlich statt). Daraus wurde dann später sogar eine übergeordnete Serie namens "Political Leaders" mit internationalen Staatswagen à la Kennedy, Nixon, Honecker etc..


    Die Recherche zum Schmidt-Wagen war schwierig, denn das Bundespresseamt hat zwar Fotos, rückt diese aber nur gegen sehr hohe Gebühren heraus. Das Daimler-Benz-Archiv konnte nicht helfen, denn aus welchen Gründen auch immer waren (neuzeitliche) Kanzlerwagen damals eine Art Verschlusssache. Es dauerte deshalb recht lange, bis wir herausbekamen, dass Helmut Schmidt (wider Erwarten) einen 350 SEL fuhr und keinen Vier-Fuffziger. Klarheit verschaffte letztlich Schmidts ehemaliger und damals längst pensionierter Chauffeur, den Sascha Voss ausfindig machen konnte.


    Und das ist mittlerweile 20 Jahre her... Vielleicht erinnert sich Sascha noch daran.

    Ich hatte jahrelang einen guten Draht zum DNA-Boss Nicolas Fornara. Schon vor rund acht Wochen, noch bevor die ganze Misere hier im Forum aufs Tapet kam, erkundigte ich mich bei ihm, weil ich "etwas gerochen" habe. Keine Antwort seinerseits... Normalerweise bekam ich von ihm innerhalb eines Arbeitstages Antwort.


    "Pleite" ist DNA nicht, zumindest nicht offiziell. Die Firma existiert noch, zumindest auf dem Papier. Aber die reine Existenz einer Firma hat wenig mit deren Besitz- und Eigentumsverhältnissen zu tun.


    Wer weiß, vielleicht können sich die DNA-Verantwortlichen gar nicht mehr äußern, weil es dort, wo sie sind, keinen Internetanschluss gibt.


    Haben wir keinen Mitforisten aus Lausanne, der schlichtweg mal in der Galerie Benjamin-Constant Nummer 1 vorbeischauen könnte? Das ist übrigens eine Prachtadresse, und momentan kann man dort in der sechsten Etage ein 117-m²-Büro für 4100 Franken monatlich mieten. Wer mag da wohl ausgezogen sein?

    Von den Farnham Estates wurden nicht viele gebaut. Jedenfalls nicht von Ford. Von Corgi Toys schon.

    Ford hat gar keinen Farnham Estate gebaut. Den baute das Karosseriewerk Abbott in Farnham/Surrey, das traditionell die großen, englischen Ford zu Estate Cars konvertierte. Weil Ford-GB dies ab 1972 mit dem Granada erstmals selbst am Fließband erledigte, ging Abbott noch im selben Jahr Bankrott.

    "Ätzi" ist luschtig. Wisst Ihr, warum Toyota den MR2 in Frankreich nur "Toyota Sport" nannte? Sprecht mal "MR 2" auf Französisch aus. Das klingt wie "Merde". Und was das heißt, wisst Ihr ja...


    Die Bezeichnung i-MIEV ist ein beredtes Beispiel dafür, dass man offenbar heute jenen Arbeitnehmer in der Marketingabteilung einspart, der beschlossene Typbezeichnungen auf spezielle Bedeutung in fremdländischen Sprachen untersucht. Es ist ja wirklich nicht zu fassen, dass ein Autochen, das eben nicht hinten raus stinken soll, ausgerechnet MIEV heißt, wenn im Deutschen "Mief" nichts anderes als "stickige Luft" und gar "Gestank" bedeutet.

    Um die Antenne zu platzieren, musste ich das Löchlein mit einem 2-mm-Bohrer vergrößern. Sonst hätte der Nippel nicht in die Lasche gepasst. Außerdem hatte ich erstmals an einem Auto dieser Serie Reparaturarbeiten durchzuführen: Eine Dachreling überlebte den Transport nicht. Peanuts...

    Ich wiederspreche Alexander1 nur ungern weil ich ihn sehr schätze aber ich mache es einfach mal...

    Wenn jemand etwas besser weiß als ich, bin ich wahrlich nicht beleidigt. Im Gegenteil. Dankbar bin ich für Aufklärung! Dann mache ich einen Fehler wenigstens kein zweites Mal.


    Bloß auf Widerspruch um des reinen Besserwissens wegen reagiere ich allergenisch. Denn Besserwisser wissen selten etwas besser. Dass Uwe automobilhistorisch versiert ist, habe ich mittlerweile mit großem Wohlwollen festgestellt. Bin ich zwar auch. Aber ich weiß, dass ich nicht alles weiß. (So weit will ich jetzt nicht gehen, um Sokrates zu zitieren: Ich weiß, dass ich nichts weiß.)

    Ich meine nicht Arizonagold. Das ist Inkagoldmetallic - zumal es das braune Vinyldach 1975 bis 1977 (dem Produktionszeitraum dieses Granada LS) nur in Verbindung mit drei Außenfarben gab: Inkagoldmetallic, Diamantweiß und Nevadabeige. Als Innenraumfarben zur Wahl standen damals Safari- oder Terrabraun, Schwarz und Tuaregblau. Hugh, ich habe gesprochen.