Posts by armiku

    Sorry, "auf der Stelle" hat nicht geklappt, aber lieber spät als nie. :zwinkern::kichern: Jaja... ich weiß Rainer... wir müssen reden! :schäm:


    Ich hab mit 3M Maskierband die Schnittstellen exakt abgeklebt. Logischerweise muss das Band auf der verbleibenden Seite der Stoßfängerteile geklebt werden. Dann hab ich eine feine Sägescheibe in den Dremel gespannt und vorsichtig, mit leichtem Abstand zum Maskierband, den inneren Teil heraus gesägt. Hierbei halfen auch die im Stoßfänger befindlichen Hohlblöcke, mit denen der Bumper in der Karosserie befestigt war und die zur Orientierung beim Heraustrennen dienten.


    Die beiden Hälften wurden dann mit 800er Schleifpapier bis exakt ans Maskierband glatt geschliffen und die nun offenen Blöcke mit Polystyrolplättchen verschlossen. Dann alles mit Sekundenkleber versiegeln, nochmals glattschleifen und mit einem 2mm Molotowstift neu verchromen. Der Stift macht es möglich, bis genau an die Kante zum originalen Chrom zu gehen. Feddich... :cool:


    Hab leider keine Bilder gemacht, aber bei solch heiklen, nicht ungefährliche Eingriffen, denke ich an vieles, nur nicht ans Fotografieren... :kichern:

    Und ob das Überzeugung brauchte... :ditsch::haha:


    Nee, sowas ist normalerweise gar nicht mein Style. Aus technischer Sicht völliger Blödsinn und optisch... nunja, was solls. :kichern: Es freut mich, wenn es dir gefällt, das reicht ja auch. Spaß gemacht hat es trotzdem, an einem so sauteuren Modell wie diesem, mal eben den Stoßfänger runterzureißen, das Mittelstück sauber rauszutrennen, den Spoiler schwarz zu pinseln und den Scheinwerfer rauszuporkeln. Auch der Bau des Ölkühler aus Polystyrol Platten, Silikonschläuchen und Druckanschlüssen aus dem Zubehör ging mir recht leicht von der Hand. Am Ende fand ich das Ergebnis sogar selbst ziemlich cool... :oehm: Huch... was ist denn mit mir los?

    Nun, dann muss ich wohl noch mal ran und unserem Gnorf, als auch den anderen geneigten Zuschauern (so viele sind es ja leider bei 1:12 nicht...:wein:) einen kleinen Überblick über die diversen Veränderungen am 934 RSR auflisten.


    Zunächst ein Link, wie das Modell ursprünglich von Minichamps ausgeliefert wurde:


    https://www.carmodel.com/de/mi…911-934-coupe-1976/107707


    Jetzt kann man schon auf den ersten Blick sehen, dass nicht viel davon übrig geblieben ist. Hier die Änderungen im Einzelnen:


    Karosserie

    • Haubenschnellverschlüsse durch fotogeäzte, dreiteilige Exemplare getauscht
    • vordere Gitter schwarz lackiert und dahinter fotogeäzte Kühler verbaut
    • Scheinwerfer von innen mattiert und die Rahmen schwarz lackiert
    • Öffnungen der Bremsenkühlung von hochkant auf rund reduziert und Blenden in Wagenfarbe lackiert
    • Not Aus und Feuerlöscher Decals unter Frontscheibe ausgedruckt und platziert
    • Dachantenne aus Akupunkturnadel gebaut
    • Karosseriefugen und Keder geschwärzt
    • Rückleuchtenband komplett entfärbt, realistisch coloriert, Chrom hinterlegt und Mittelteil schwarz foliert, mit rotem Porsche Schriftzug
    • Turbo RSR Schriftzug als Decal erstellt
    • Endrohre titanfaben lackiert
    • Zentralverschlüsse der Felgen verchromt, Goodyear Schriftzüge als Decal auf Reifen aufgebracht und mit mattem Klarlack fixiert
    • Rote Nummer erstellt

    Interieur

    • Zwei Sitze als Resinabguss aus einem Tamiya RSR Bausatz montiert. Rückseite in Wagenfarbe und Polster schwarz seidenmatt lackiert
    • Renngurte montiert, Käfig verstärkt
    • Feuerlöscher aus Kugelschreibermine gebaut und mit selbsterstelltem Decal versehen
    • Instrumente mit Rahmen versehen und mit Klarlack Gläser nachgebildet
    • "Dampfrad" neu gebaut
    • Oberflächen des Dashboard, hintere Ablage und Lenkrad mit blendfreiem, bzw. griffestem Wildleder bezogen
    • Diverse Steuergeräte und Kabelage ergänzt
    • Käfig eisenfarbig lackiert und Löschanlage mit Kabelbindern aus Nähgarn fixiert
    • Türverkleidungen von E-Fenster auf Kurbeln umgerüstet und Verschraubung nachgebildet

    Ob das wirklich alles war, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht mehr, aber gehen wir mal davon aus, dass noch einiges in der Aufzählung fehlt.


    Zur Veranschaulichung noch ein paar Bilder vom traurigen Urzustand des Innenraums und vom "Nachher"...


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    Übrigens groupracer : Die Form des 1:12ers ist ehrlich gesagt alles andere als korrekt! Auf den 1:1 bezogen, wäre das Auto gut 8cm zu flach und über 10cm zu breit. Die komplette Dachwölbung ist kaum vorhanden und der Verlauf des oberen Windschutzscheibenrahmens läuft viel zu waagerecht. AAABER... genau das lässt das Modell viel bulliger und moderner ausschauen. Bei dem Effekt kann ich damit leben... :cool:

    Mittlerweile bin ich aber auch wieder von Tamiya Acryl zu Revell oder Humbrol Enamel Lacken übergegangen. Die zuletzt gekauften transparenten Tamiya rot und orange sind nämlich ebenfalls extrem hell und brauchen einige Schichten, bis sie den gewünschten Farbgrad erreicht haben.


    Wenn hingegen die Enamel Farben zu dickflüssig sind, verdünne ich sie ganz leicht mit Waschbenzin oder noch besser den herstellerseitigen Verdünnungen und erziele damit einen sehr glatten und deckenden Farbauftrag schon beim ersten Durchgang.

    Weniger verbessert, als eher repariert...


    Da der 3.6 Turbo zu den früheren Modellen von GT Spirit zählt, schienen sie damals noch nicht wirklich den Bogen bei den Lackierungen raus gehabt zu haben. Hauptproblem ist die Haftung des Lacks. Speziell vorne am Übergang von den Kotflügeln zur Haube, löst sich der Lack und blättert ab. Bei einigen Modellen, egal ob blau oder rot, geschieht das großflächig, so dass das Modell entweder Schrott ist oder umständlich neu lackiert werden muss. Nicht ohne Grund sind die 3.6 so teuer... es werden immer weniger!


    Als ich das Modell im Netz entdeckt hatte, habe ich mir Makroaufnahmen von den neuralgischen Stellen schicken lassen. Wir hatten Glück, bei diesem hier waren nur ganz leichte Risse an der Haubenfuge zu sehen, aber auch hier hob sich der Lack schon leicht an. Das konnte ich mit sehr flüssigem Sekundenkleber und anschließender Politur retten.

    Leider war aber auch die Farbe des Armaturenbretts komplett rissig, wie ein altes Rubens Gemälde. Hier half nur komplett zerlegen, schleifen und mit selbst angemischtem Originalfarbton neu lackieren. Irgendwas musste ich auch noch an den Gurten richten.


    Selbst der mattierte Chrom der Felgen war rissig und musste mit speziellem Chromlack ausgebessert werden.


    Da ich den Porsche eh zerlegt hatte, konnte ich auch gleich den Boden richten und neu kleben. Ich habe bisher 4 von den 1:12ern hier gehabt, bei allen ist die Bodenplatte krumm wie eine Achterbahn. Deswegen brechen die gerne, weil sie sich beim Festschrauben verspannen.


    Zu guter Letzt habe ich dann noch, quasi als Kür, die vorderen Seiten- und Frontblinker entfärbt, teilweise die Gläser mit Cromfolie hinterlegt und die Blinkerbirnen orange eingefärbt.


    Dass niemand die Arbeiten wahrnimmt, zeigt mir, dass ich sauber gearbeitet habe... :kichern:

    Doch, der ist mir bekannt. Hatte schon einen 964 RWB hier zur Reparatur... aber das muss ich mir nicht noch mal geben... :floet:Ohne Lupe und Beruhigungsmitteln ging da gar nichts. :kichern:

    Die Details gemessen an dem Maßstab sind schon beeindruckend und recht gut verarbeitet. :sehrgut:

    Was mich noch beschäftigt:


    Hatte das Teil gar keinen Aufsteller für die Motorhaube? Habe ich bei den Fotos des Roten auch nicht gesehen. :keineahnung:

    Oder muss man die Querstrebe (im vorletzten Bild zu sehen) dazu irgendwie rausfrickeln?

    :nichtgut: Stopp... nicht machen! Du rupfst bei einem Skyline ja auch nicht die Domstrebe raus und hälst damit die Haube offen, oder? Die Querstrebe ist wichtiger Bestandteil des Chassis und des Aufbaus und dient der Stabilität. Quasi ein Überrollbügel.


    Ich hatte neulich einen gelben F40 eines Forumskollegen zur Aufbereitung hier und da war auch kein Hauben Aufsteller dabei. Scheint von Kyosho eingespart worden zu sein. :traurig:

    :kichern: Hihi... schwieriges Thema. Hier arbeite ich auf Wunsch des Kunden! :zwinkern: Sebastian steht einfach auf die Fugen. Wenn es nach mir ginge, würde ich definitv nur Spalte schwärzen, also an Türen, Hauben und Tankdeckel. Fugen, speziell "Nullfugen", wo Karosserieteile an Anbauteile und Stoßfänger stoßen, lasse ich an meinen Modellen normalerweise unberührt.


    Zudem benutze ich generell kein Schwarz, sondern Anthrazit matt. Das wirkt auf den Fotos deutlich dunkler, als es ist. Und noch was... bei diesem M3 sind sämtliche Fugen dermaßen tief graviert... ich brauchte lediglich an Türen und Hauben nachlegen. Die Stoßleisten und Abdeckungen für Abschlepphaken und SRA sind völlig original.... :zwinkern:

    Tolle Bilder, tolles Modell, perfekt passende Räder und wunderschöne Kulisse.


    Darf ich fragen, wo das ist? Kommt mir irgendwie bekannt vor, aber wenn man wie ich in den Alpen wohnt, kommt einem vieles mit der Zeit gleich vor... :kichern:


    Und was beneide ich dich um die Drehbank. Sowas muss unbedingt her... genau wie eine Hobbyplotter... und eigentlich gleich auch ein 3D Drucker... :floet:

    Respekt! Wirklich gut gemacht :sehrgut: Ich arbeite jetzt schon sehr lange mit den Molotow Stiften, aber bei den Felgen hätte ich Klarlack oder BMF vorgezogen. Zum einen, weil der Flüssigchrom nicht wirklich abriebfest ist und zum anderen, weil man immer die Minenspuren sehen wird. Wirklich glatt wird es nur, wenn man ein paar Tropfen in eine Airbrush Pistole gibt und damit dünn lackiert. Das geht natürlich nur ohne Reifen und die nachher wieder zu montieren, ohne auf den Chrom zu fassen, ist fast unmöglich.

    Definitiv ein tolles Modell. Norev schafft, mit Unterstützung der Industrie, hervorragende Nachbildungen. Mir geht es übrigens genau wie dir: Der Vormopf Grill gefällt mir auch deutlich besser, als der neue. Ähnlich wie bei den neuen Panamericana Grills von AMG... ein Motor hinter Gittern! :traurig:


    Und besonders schlimm... unzählige C-Klasse Fahrer schrauben sich jetzt diesen Grill an ihre Classic oder Avantgarde. Furchtbar! Ich bin so froh, dass unser W205 die seltene Exclusive Line innen und außen trägt. Klassischer Mercedes Grill mit Stern auf der Haube! :cool:


    Wegen der Felgen: Ich würde wetten, die Felgen sind verchromt und mit seidenmattem Klarlack überzogen. Eventuell würde eine zusätzliche Schicht glänzender Klarlack den Effekt zum Teil umkehren und dem Glanz der Originalräder deutlich näher kommen. Dann noch die Reflektoren der Rückleuchten schwärzen und das Modell steht nochmals besser da! :sehrgut: