Der zivile Breitbacken Ascona A

  • Naja, offenbar gibt es ja doch einen Grund, glaube nicht, dass das Absicht ist.

    Die können es einfach nicht. Wie gesagt: Ähnlich scheint dann auf die Grafiker gleich zu wirken.

    Die denken ganz sicher auch, eine Helvetica ist eine Arial ist eine Roboto ist eine Inter.

    Spationierung klappt dann halt auch nicht, es wird genommen, was automatisch vorgeneriert ist.

    Und bumm....

    Bevor einer fragt, ich sehe es kommen: Das waren nur Beispiele.

    Alte deutsche Kennzeichen sind ausschließlich DIN 1451 Mittelschrift.

    Musst du aber per Hand spationieren, weil die damals auch per Hand gesetzt wurden.

    Seltsame Abstände, mit Autoprogramm kommst du da nicht weiter.

    Und genau da liegt der Fehler, oder einer der Fehler.

  • Oh, doch nicht ganz gleich. Anders proportionierter Kühlergrill.

    Auch die Fensterecken sind leicht anders. Verrückt.


    Endlich mal jemand, der wie ich zuerst auf die Tit Fensterecken schaut.

    In der Tat waren die leicht zu spitz auslaufenden unteren hinteren Fensterecken beim BoS-Ascona damals der Grund, mir dieses Automodell aus meiner Jugenderinnerung nicht zu kaufen. Heute stelle ich fest, daß der BoS-Ascona bis auf diese minimal versemmelte Ecke besser gelungen ist als der von MCG und mir irgendwie fehlt. Beim MCG stören mich nicht etwa die Backen, sondern der neben den quadratischen Scheinwerfergehäusen zu schmale Grill und die Rücklichter mit viel zu massiven Umrandungen.

  • Manchmal sind solche "Fallen" auch einfach einem Rechner- (oder mindestens Software-) Wechsel geschuldet und dann nicht korrigiert worden. Einfach weil die installierten Schriftarten immer mal wechseln.
    Ich hatte in meiner langen Computer-Karriere auch schon mehrfach den Fall, dass ich von Standards wie "Arial" und "Times New Roman" für bestimmte Situationen abgewichen war, später die Datensätze dann auf einen neuen PC transferiert habe und dann feststellen musste, dass dort dieselbe Schriftart völlig anders aussieht!
    Einfach weil dort die entspr. Schrift nicht standardmäßig installiert ist und somit "zwangsgewandelt" wird, in die nächst passende.

    Krasses Beispiel ist "QUARTZ": Fehlt die später, wird sie automatisch in "Quartz MS" konvertiert, die ist aber eine serifenlose Schrift der Firma Microsoft (und heute Standard für diese Darstellungen). Während z.B. "ES Quartz" eine Serifenschrift in völlig anderer Darstellung und für andere Anwendungen gedacht ist - und das alte Letraset "QUARTZ" alte Digi-Displays simuliert und NUR Großbuchstaben unterstützt.
    Fällt einem das a) nicht auf und b) installiert man die gewünschte Schriftart dann nicht nach, kann man schnell darauf hereinfallen.

    Bei Kennzeichen (und "werkseitig" falsch) ist das natürlich besonders ärgerlich, wenn man sich dann nicht selber neue drucken (oder gar prägen) kann. Das kann ich schon verstehen.
    Dann vielleicht doch lieber das typische "Opel" oder "Ascona" in die Vitrine stellen, statt verhunztem Pseudo-Kennzeichen. Das simuliert dann wenigstens einen "Showroom" und Neuwagen.

    { if $ahnung == '0' read FAQ; use SEARCH; ask GOOGLE; } else { use brain; make post; } or { give up }

    echo "No match: 'Brain'!"

    echo "Nichts geht schneller, als wenn man es sofort richtig macht!"

    { /if }


    Aus technischen Gründen befindet sich der Rest der Signatur auf der Rückseite dieses Beitrags.


  • Endlich mal jemand, der wie ich zuerst auf die Tit Fensterecken schaut.

    Das ist ein Mißverständnis.

    Ich habe es nur der Vollständigkeit halber erwähnt, ist nicht das, worauf ich primär achte.

    Ich achte immer als erstes und Ausschlaggebendes auf Front und Heck, also Beleuchtungseinheiten.

    Und ich sagte ja schon, den im Vergleich zum BoS etwas schmaleren Grill finde ich gar nicht so schlecht.

    Am Original ist der Grill exakt so hoch wie die Scheinwerfergläser.

    Wenn ich mir hier nun also mein MCG-Modell schnappe, dann stelle ich fest, dass die Scheinwerfergläser einen halben Millimeter mehr Durchmesser haben als der Grill hoch ist.

    Da ist also ein Stilelement um einen halben Millimeter überbetont.
    Die Heckleuchten sind das, was mich in der Tat ein wenig gestört hat, aber dieser gedoppelte Chromrahmen ist leicht entfernbar und wenn nur der tatsächliche Chromrahmen stehen bleibt, dann sieht das schon deutlich besser aus. Jedenfalls kein Fauxpas wie an den 1/43 Rekord D von Minichamps, wo sie einfach mal vergessen haben, die Rückleuchten ums Eck zu ziehen. Diese Modelle musste ich mir tatsächlich verkneifen.

    Wenn man übrigens einen 1/43 Minichamps Ascona A hat, dann sieht der Schuco daneben plötzlich auch nicht mehr optimal aus. Ist immer alles relativ. Stellt man Kadett B KK Limousine neben Revell Kadett B Coupé, dann sind die Fronten beider Modelle nicht perfekt. Alles in allem verbuche ich diesen MCG-Ascona als eines der bestgetroffenen Modelle der letzten Jahre, wirklich auffällig in ihrer Originalabweichung sind für mich nur die doppelt gerahmten Rückleuchten.


    Einfach weil die installierten Schriftarten immer mal wechseln.

    Und genau das ist das, was bei professionellen Grafikprogrammen eben nicht passiert.

    Quark ist für mein Gedächtnis zu lange her, aber bspw. InDesign lädt nicht einfach den Krempel, den der aktuelle Rechner gerade so anbietet. InDesign lädt genau die Typo, die du in deinem Package mit verstaut hast.

    Und wenn die Verknüpfung fehlt, dann kriegst du die Aufforderung, das zu reparieren oder bewußt die Typo zu ersetzen, sonst macht der die Datei gar nicht erst auf.

    Das wäre ja sonst irre, wenn dir irgendein Rechner das Dokument versaut. Ist ungefähr so, als würde die Tankstelle autonom entscheiden , ob da jetzt Diesel oder Superplus bei dir reinläuft, je nachdem, was gerade so zur Hand ist. :oehm: :haha:

  • dann kriegst du die Aufforderung, das zu reparieren oder bewußt die Typo zu ersetzen,

    So sollte es im Idealfall auch sein (macht ein Teil meiner Programme auch). In der reinen Text - oder Datenverarbeitung aber leider nicht immer der Fall, einfach weil dort i.d.R. die Prüfroutine dazu fehlt. In diesen Fällen wird dann gnadenlos ersetzt.

    Manche Sammler drucken Kennzeichenschilder über Office- Anwendungen etc. (warum hat sich mir auch nie ganz erschlossen), dort müsste man dann ggf. darauf achten oder explizit den korrekten Font nachinstallieren. Ebenso bei vielen Freeware-Grafikprogrammen.
    Aber es stimmt schon, bei professionellen/kostenpflichtigen Grafikprogrammen sollte so etwas kein Thema sein.

    { if $ahnung == '0' read FAQ; use SEARCH; ask GOOGLE; } else { use brain; make post; } or { give up }

    echo "No match: 'Brain'!"

    echo "Nichts geht schneller, als wenn man es sofort richtig macht!"

    { /if }


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  • Das ist ein Mißverständnis.

    Ich habe es nur der Vollständigkeit halber erwähnt, ist nicht das, worauf ich primär achte.

    Ich achte immer als erstes und Ausschlaggebendes auf Front und Heck, also Beleuchtungseinheiten.


    ;) Natürlich sind die stets am markantesten. Und da bevorzuge ich den ockerfarbenen BoS - das Original scheint mir bzgl. des Verhältnisses Scheinwerferhöhe zu Grillhöhe in etwa zwischen den beiden 1:18-Modellen zu liegen. Ist aber schwer zu beurteilen auch angesichts der drei Varianten - silber, schwarz mit Silberspange und schwarz - die hier auf Bild 1 bis 3 zu sehen sind:

    Opel Ascona 50 Jahre
    Vor einem halben Jahrhundert wirbelte der Opel Ascona die Mittelklasse durcheinander.
    www.autohaus.de

  • Ist ja irre, vielen Dank für den Vergleich. Da erscheint mir tatsächlich die Front des MCG realistischer und besser gelungen. Ich habe schon einige Ascona A in echt gesehen, und dachte bisher immer, der BOS passt. Aber im direkten Vergleich...


    Dafür stimmen beim BOS die Heckleuchten, die wurden beim MCG irgendwie versemmelt.


    Insgesamt beides sehr schöne Modelle, wie gesagt, bei einem schmalen Ascona A von MCG für rund 60 Euro wär ich dabei. Und Vinyldach wär auch was Schönes.


    Thema Kennzeichen: Ich bin da auch allergisch. Für mich ist das ein Detail, was die realistische Optik eines 1:18 - Modells rund macht. Wenn man es denn hinbekommt, und unverständlicherweise haben fast alle Hersteller Probleme damit. Mal stimmen die Abstände nicht, dann sind Schriftarten falsch oder vermischt, dann passt Verhältnis Länge/Höhe nicht (Wie z.B. hier beim BoS) Das kann doch nicht so schwer sein...

    Leider fehlen mir die Fertigkeiten, realistische Kennzeichen selbst zu fertigen, daher bin ich da auf Anbieter angewiesen...

  • Das kann doch nicht so schwer sein..

    Wie schon gesagt: Wenn du die richtige Typo hast (DIN 1451 Mittelschrift) und es schaffst (und das sollte wirklich nicht so schwer sein) die in der richtigen Größe im Verhältnis zur Kennzeichengrundplatte reinzupflanzen, dann müssen die Abstände (Spationierung) von Hand gesetzt werden, weil die unterschiedlich sind, damals auch von Hand gesetzt in diesen Kennzeichenprägehäuschen vor den Zulassungsstellen, je nach Gefühl der jeweilig ausführenden Person in Abhängigkeit der Form und Anzahl der Buchstaben und Zahlen. Vorne hast du je nach Ort ein bis drei Buchstaben, hinten zwei bis vier Zahlen und eine 1 ist eben keine 4, sondern schmaler. Das haben die damals nach Gefühl ausgemittelt. Mal so und mal so und das spürt man.

    Und das machen die Modellgrafiker offenbar eben oftmals nicht, hier am BOS haben die stumpf das Programm machen lassen, alle Abstände automatisiert gleich und das sieht eben so falsch aus. Beim Rallye-Ascona hat MCG das schon besser gemacht, die Abstände zwischen 808 sind schmaler als zwischen GG bzw. DS und die Abstände zwischen den Blöcken sowieso nochmals deutlich größer. Sogar letzteres haben die bei dem BoS stumpf versemmelt.


    Heckleuchten....MCG irgendwie versemmelt.

    Der Rahmen ist eben doppelt. Wenn du den auf die Gläser gedruckten inneren Rahmen wegkratzt, dann sieht das gleich viel, viel richtiger aus, obwohl der äußere Chromrahmen auch mächtiger ausgefallen ist als am BoS, aber das geht noch.

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