Hans-Jörgs Modelle 1:43 und Suche nach den Modellen seiner Kraftfahrzeughistorie mit Erzählungen des alten weißen Mannes


  • Guten Morgen Forum, vielen Dank für die nette Begrüßung!

    Nachdem ich gestern mit meinem computeraffinen Schwager versucht habe mit dem Pic-Uploader zu arbeiten und auch er gescheitert ist, habe ich heute morgen es mit ibb versucht und sehe jetzt tatsächlich meine ersten Bilder :-) .

    Wie ich in meiner Vorstellung geschrieben habe, bin ich mittlerweile 67 Jahre alt, besitze einige Modellautos und habe seit ein paar Jahren begonnen, meine Kraftfahrzeughistorie in 1:43 in die Vitrine zu stellen. Dabei bin ich tendenziell im Vergleich zu den hier im Forum präsentierten Modellen eher als anspruchslos und einfach einzustufen.


    Beginnen möchte ich gleich mit einer schwierigen Anfrage:

    Die beiden Fotos zeigen meine hellgrüne 1976 erworbene Mofa Kreidler MF 2 [Fahrrad mit Hilfsmotor]. Außerdem für den interessierten Betrachter auf Foto 1 mein Freund Eckardt der auf SOLO aus dem Neckermannkatalog unterwegs ist, auf Foto 2 eine weitere MF 2 in orange nach vorübergehender Reinigung an örtlichen kleinen Gewässen.

    Meine 1. Frage lautet: Gibt es so ein Modell überhaupt, vielleicht auch in hellgrün, meine Suche danach bleib erfolglos?

    Mit finanziellen Restbeiträgen der Konfirmation, meinen Eltern und einem Ferienjob in einem Auto-und Motorradgeschäft [Einsortieren von Kawasaki-Ersatzteilen] war es möglich, dieses Teil sogar neu zu erwerben [ca. 1100 DM]. Natürlich wurden schon nach kurzer Zeit Manipulationen mit Hilfe der Mitbewerber vorgenommen, um im täglichen Wettkampf dabei sein zu können. Vorne die Anzahl der Zähne geringfügig erhöht [mehr passte auch nicht rein], hinten gnadenlos kleiner. Am Vergaser wurde auch gearbeitet. Führte in der Beschleunigung zwar zu Rückständen beim Start, aber dann kam sie ganz gewaltig. Auf der Geraden waren locker 40 km/h drin, leichte Sollingabfahrten, fast liegend mit Füßen auf dem Gepäckträger weit über 60 Km/h - kam natürlich auch auf die klimatischen Bedingungen an. Ich erinnere strenge kalte, trockene Winter in Panzerkombi und persönlicher Schutzausrüstung, natürlich aber ohne Helm und es wurde die Strecke vom Solling nach Göttingen mit einem über 40 er Schnitt zurückgelegt.

    Lange ging das nicht gut. Einer Zivilstreife fiel der rasante Lockenkopf auf, dann kam die Kelle und der Kugelschreiber zum Einsatz. Damit wurde am hinteren Kettenrad die Markierung gemacht und Zähne gezählt.

    Ergebnis: Fahren ohne Versicherungsschutz, Betriebserlaubnis erloschen, Mängelmeldung incl. vorübergehender Stilllegung [ich habe sie wirklich schieben müssen, was für eine Schmach], Wiedervorführung und ich meine an die 200 DM Strafe. Den Eltern wurde das nicht mitgeteilt und zumindest wurde hinten wieder betriebserlaubniskonform umgerüstet, vorgeführt [Kugelschreiber] und man durfte wieder fahren. Da war ich aber schon 17, Moped oder Kleinkraftrad waren nicht dringewesen und man zählte die Tage, bis man sich zum Auto- und Motorradführerschein anmelden durfte.IMG-0678.jpgIMG-0686.jpgtpRX6R4K

    Nach bestandener Führerscheinprüfung auf Golf 1 und 200 er Kawasaki kurz nachdem 18. Geburtstag im Frühjahr 1978 für in der Summe knapp 1000 DM mit schon damals erforderlichen Pflichtstunden [Nachtfahrt und Autobahn] kam das 1. Auto. Die Mama hatte signalisiert für den Kauf eines 127 er Fiats ihren 1971 er 500 er Fiat nicht in Zahlung zu geben. Der war zwar karosseriemäßig schon fast am Ende, seine 18 PS hatten sich aber auch bei Fahrten mit 3 Personen, ordentlich Gepäck, Hundekorb und Dackel in den Schwarzwald bewährt. Selbstverständlich hatte ich in Vorbereitung auf den Führerschein schon einige unerlaubte Fahrten gemacht, meist Käfer und Renault R4 von Freunden. Mama hatte auf abgelenen Feldwegen nur den 1. Gang zugelassen und fürchtete um ihr Leben. Auf dem Verkehrsübungsplatz an der Hannover Messe konnte ich den BMW 525 vom Vater auch mal testen.

    Das Foto zeigt den 500er Fiat mit meinem Bruder ca. 1974. Ein Modell in 1:43 in der korrekten Farbe und Sonnendach habe ich.

    Schon am ersten Tag hätte ich bei einer Abfahrt im Solling die Bakanntschaft mit einem großen Holzlaster gemacht, die Bekanntschaft des kräftigen Fahrers hingegen war sehr freundlich. Er hat meiner kleine Murmel durch heftiges seitliches Drücken aus dem Straßengraben geholfen. Ich war auf jeden Fall vollkommen schwach auf den Beinen, hatte ich doch dem Tod in die Augen geblickt.

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    Für nähere Erkundung des anderen Geschlechts wurde der Vordersitz öfters entfernt und das Polster der Rückbank mit weiteren Polstern und Kissen dort positioniert. Dafür saß die Liebste :love: dann während der Fahrt hinten unbequem. Davon gibt es keine Fotos.


    1978 hingen in Deutschland überall RAF Fahndungsplakate. An einem Nachmittag standen wir mit der Murmel, besetzt mit 4 Personen [2 langhaarige Männer in Damenbegleitung], in auffälliger Weise vor einer Volksbankfilialie. So zumindest der Tenor des Polizisten, der meine Mama aufsuchte und sie fragte, ob sie die Halterin des Fahrzeugs sei. Sie dachte natürlich sofort an einen Unfall, konnte aber den Umstand dann nach kurzer Fassungslosigkeit sofort erklären. Ja da arbeitet der Fredi, desssen Eltern haben eine Werkstatt, die werden sich zu einer Reparatur verabredet haben.

    Mit Einbruch des Winters 1978 waren es nur noch wenige Monate bis zur fälligen TÜV-Untersuchung, der schweißkundige Fredi legte sich an den seitlichen Schwellern ins Zeug und dann gab es dort ordentliche "schwarze Rallyestreifen aus Unterbodenschutz".

    Alles vergebens, denn kurz vor Weihnachten gab es auf den Fahrten zum Schleudern auf einem größeren vereisten Parkplatz in den Solling einen Kolbenfresser. Das Motorchen musste dort immer Höchstleistung zeigen, bei ca. 60 km wurde vom 4. Gang mit Zwischengas runtergeschaltet. Je nach Beladung durch weitere Anwesende reichte das nicht und auch der 2. Gang, bei etwa 40 km kam zum Einsatz.

    Damit war der 500 er eigentlich Geschichte, aber er stand noch gut 4 Monate, ich hatte die Hoffnung ihn in einer Scheune zu parken und wieder flott zu kriegen, was dann aber ausblieb.

    Ein Blick in die Vitrine zeigt wie es weitergeht wenn es gefällt.


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  • Allgaeuer

    Approved the thread.
  • Nach dem Cinquecento also der Lademeister aus Billaincourt - der Kombi mit besonderem Lifestyle, immerhin eine Etage über der Ente ! Den hätte ich gerne mit dem 1968-1973 verwendeten Kühlergrill, ähnlich dem seinerzeitigen Kühlergrill des Toyota LandCruiser. Mit der 200er Kawa fuhrst Du den Vorgänger von meiner Z250C - was bei mir erst um 1985 war. Mofamodelle gibt es von "50cc Legends" in 1:10, da fallen mir aber nur das Solo, Puch Maxi und die Hercules Prima ein; vom Flory weiß ich leider keins. Das Flory habe ich so wie Deins mit Speichenrädern, aber mit größerem Tank in Erinnerung :


    Kreidler Florett Museum : www.kreidler-museum.de : Die unabhängige Informationsseite im Norden


    Kreidler Flory MF 21, mit Ausweis | oldtimermofa.ch


    1978 Kreidler Flory MF 12


    Kawasaki Z 200 – Es lebe die Enthaltsamkeit!
    Das „Zettchen“ findet seine Freunde Zwischen den sonst so potenten Zweirädern nahm sich die Kawasaki Z 200, im Herbst 1976 auf der IFMA vorgestellt, von…
    nippon-classic.de

  • /Hallo Erhard, danke für deinen Kommentar. Habe das soeben gecheckt und du liegst richtig, MF 2 [nicht die Flory, das war ja die Edelausführung, MF 2 hatte 2 Gang Automatik] da gibt es wohl nichts zu kaufen. Der von dir abgefragte Kühlergrill wäre auch für meinen ersten R4 der richtige, ich habe so ein Modell aber auch nicht gefunden.


    Ja tatsächlich jetzt kam der Lademeister, zu dieser Zeit gab es die Fraktionen der Käfer, Enten und R4-Fahrer. Die Jungs, die mit Mittlerer Reife die Schule verlassen hatten und beim BGS oder der Polizei eingestiegen waren, fuhren BMW 02 oder frisierte Kadetts. Das war natürlich nicht drin, aber mein Vater öffnete die Geldbörse. Eigentlich war angesagt 1000 DM und 2 Jahre TÜV - dass passte bei diesem vom Lack und Motor noch guten Renault R4 nicht ganz. Über die Rostprobleme im unteren Bereich schweige ich. Die mehrtägige Sylvesterfeier 1978/79 verbrachten wir mit einigen Leuten in einem Ferienhaus im Mittelgebirge und glücklicherweise nicht ganz im Norden Deutschlands. Die Schneekatastrophe des Winter 1978/79 begann am 30. Dezember, der R4 ein souveränes Winterauto, Motor und Getriebe auf der Antriebsachse, manchmal 8 Schlitten dahintergehängt und die ganze Mannschaft über verschneite kleine Straßen gezogen. Das Foto zeigt den jungen Mann kurz vor der Abiturprüfung 1979.

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    Das Modell von Vitesse dazu passt zumindest von der Farbe, der Kühlergrill und Stoßstangen nicht.

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    Der kriegsversehrte Geografie- und Geschichtslehrer schenkt meinem auch R4 fahrenden Freund Jürgen und mir seinen vollkommen ausgelutschten Renault R4 in hellblau ohne TÜV. Wir beschließen den auf dem Grundstück von Jürgens Tante, die aber nördlich Hamburg wohnt, in einem Schuppen, neben einem Pferdereitplatz einzulagern. Rote Nummern besorgt, einmal von der Rennleitung wegen seltsamer Sitzhaltung [die Sitzbank vorn war gebrochen] und nicht gut sichtbaren roten Kennzeichen nur verwarnt, schaffen wir das, drehen noch ein paar Runden auf der Sandpiste und das wars dann auch schon. Jürgens Tante hat das Teil dann 1 Jahr später entsorgen lassen. Ein Foto ist nicht vorhanden, ein entsprechendes Modell erwarte ich.


    Nach bestandener Abiturprüfung entscheide ich mich für Haare ab und als Wehrpflichtiger W15 er ab Juli 1979 bei der Bundeswehr in Braunschweig. Zum Fahren von BW-Fahrzeugen reicht es nicht, ich werde Richtschütze auf dem Kampfpanzer Leopard. Habe das Ding nie bewegt, kann aber ganz gut vor allem aus dem fahrenden Panzer Ziele treffen. Richtig Ernst wird es auf dem Übungsplatz in Shiloh Kanada im Mai 1980, ich habe das Vergnügen dort gut 3 Wochen im Verband rumballern zu dürfen und versenke so nach meinen Brechnungen für 400000 DM 105mm Panzermunition. Die Gefechtsübung bei der die Artellerie mit scharfer Munition über uns hinwegschießt ist eine bleibende Erinnerung. Für die glücklicherweise nicht knapp bemessene Freizeit mieten wir uns einen Chevrolet Malibu Station Wagon, mit dem wir sogar nur mit Truppenausweis nach North Dakota in die USA auf Versprechen am Grenzübergang Peace Garden kurz einreisen dürfen. Die Baureihe wurde nach meiner Recherche zwischen 1977 und 1981 so gebaut. Die Suche nach einem Modell dieser Baujahre in 1:43 blieb bisher erfolglos. Für Hinweise bin ich dankbar.

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    Kaum zurückgekehrt werden Pläne für eine Auto-Fernreise gemacht. Mit einem zu dritt für kanpp 1000 DM erworbenen Ford Transit Kastenwagen, der innen auf die Schnelle ein paar Einbauten erhält, soll es nach Marokko gehen. Unser Kompaniefeldwebel, stolzer Besitzer eines mit Porsche-Motor ausgestatteten Ovali-Käfers Baujahr 1957 hat in einem "Versteck" 20 l Motoröl abgebunkert. Kaum ist die Kompanie im Urlaub, fahren wir mit unserem Camper in die Kaserne, laden 3 Matratzen aus unseren Betten ein und finden zufällig einen Kanister mit Motoröl. Wir fahren 3 Tage Tag- und Nacht im Schichtdienst, in Frankreich und Spanien nur Landstraßen, unterbrochen durch eine größere Auspuffreparatur. In Marokko läuft es nicht gut für uns, vor allem meine Mitfahrer haben zu leiden, da sie sich nicht verständlich machen können. Mit meinem Schulfranzösisch kann ich größeren Schaden abwenden, einmal flüchten wir und das Fahrzeug wird mit großen Steinen beworfen. Zudem sollen wir bewußtseinserweiternde Substanzen in großen Mengen einkaufen und über die Grenze bringen. Man blockiert unser Auto und misst schon das Dach aus, wir flüchten wieder. Nach gut einer Woche sind wir in Portugal, verbringen noch schöne Tage, auch wenn es eventuell mit kleinen Mengen der Substanzen noch lustiger gewesen wäre. Aber Alkohol war damals billig in Portugal.

    Das Minichamps Modell ist m.E. hochwertig, die Farbe etwas dunkler als das Original.

    Der eine Kamerad behält das Fahrzeug, nach der Bundeswehrzeit verleieren wir uns schnell aus den Augen, über den weiteren Verbleib weiß ich nichts.



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    Die Bundeswehrzeit endet September 1980. Das Foto zeigt mich nach der Zwischenübernachtung im R4 wohl im Altmühltal auf der Fahrt zum Oktoberfest nach München. In dieser Nacht kam es dort zum Bombenanschlag. Wir haben davon aber erst nach unserer Ankunft in München erfahren, da wir nur Cassette gehört haben.

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    Edited once, last by Jörg: Schriftgröße auf ein verträgliches Maß reduziert ().

  • Moin!


    Den R4 in der 68er Version gibt's (oder gab's) von Norev, hab ich selbst in jaune citron, genau wie mein erstes Auto 1976...

    Ein Bild kann ich leider nicht liefern, ob es den auch in orange gab, weiß ich leider auch nicht.


    Freundliche Grüße, HP

  • Eine sehr unterhaltsame Vorstellung der einzelnen Modelle. :sehrgut:

    Ob man glaubt, die Zeit würde schnell oder langsam vergehen, hängt immer davon ab, ob man vor oder hinter der Klotür steht.


    Ohne Orientierungssinn sieht man mehr von der Welt.

  • Die Geschichten zu den Modellen sind interessant, mal eine ganz andere Art der Vorstellung.

    Du kannst Deinen Modellen noch die Kennzeichen Deiner Originale damals verpassen, dann wirken die noch authentischer.

  • Den R4 in der 68er Version gibt's (oder gab's) von Norev, hab ich selbst in jaune citron, genau wie mein erstes Auto 1976...

    Da war ich jetzt beim falschen Maßstab - genau, in 1:43 hat Norev vor 2 oder 3 Jahren den "richtigen" R4 herausgebracht :


    Miniature Renault 4 1972 1/43
    Miniature officielle de Renault 4 de 1972. Première "voiture à vivre", la Renault 4L naît d'une idée de génie: à l'heure où les loisirs et la consommation se…
    theoriginals-store.renault.com


    Renault 4 1/43 Norev Plein Air orange 1968
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    Zum Transit schreibe ich später noch ..

  • Danke für die nette Geschichte mit den schönen Bildern aus der guten alten Zeit.

    Schöne Autos in schönen Farben, Jungs mit langen Haaren, das erste Auto, Freiheit, Abenteuer und die Welt erkunden und heute geile Erinnerungen an eine unbeschwerte Zeit, Ihr habt es genossen und alles richtig gemacht :zwinkern:

    Ich freue mich auf das nächste Kapitel mit den 80er Jahren :hopp:


    Den R4 gab es übrigens von Norev mit der richtigen Front auch in orange


    Renault - R4 1974 - Norev - 1/43 - Modellautos Tacot
    Tacot, seit 1979 Spezialist für Modellautos. Renault - R4 1974 - Norev - 1/43.
    www.tacot.com

  • Prima - Pierre hat die richtige Farbe gefunden !


    Hallo Hans-Jörg !

    Beim Transit habe ich wieder hauptsächlich 1:18 im Kopf und somit die Modelle von KK-Scale, wobei eines ziemlich genau gepaßt hätte :


    Ford Transit 1/18 KK Scale Mk1 Kasten türkis 1965
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    www.voiture-miniature.com


    Hanomag und Opel wären auch toll - und da gäbe es beides in 1:43, so etwa den Blitz A von Starline und den F55 von Norev. VW T2a und Ford Transit I wären aber die realistischeren Möglichkeiten gewesen, und so habe ich diese beiden in 1:18. Der in England als "Rotkäppchen" marktreif entwickelte und als Linkslenker im belgischen Genk gefertigte Transit erhielt dann noch weitere Spitznamen wie "Türkspeed" und mit seinem Markenkollegen Granada Turnier als "Bosporusexpress" und avancierte schließlich mit dem 85 PS 2.0 V4 zum Gangstervan, bis für Scotland Yard nachgelegt wurde und in der als "Schweineschnauze" vorverlängerten Motorhaube anstelle des Dieselmotor dann auch noch der 3.0 V6 Essexmotor zum Einsatz kam :


    5.0 Liter V8 Sleeper! A Modified 1975 Ford Transit Van
    This is a 1975 Ford Transit Mk1 that benefits from a series of major upgrades, the most notable of which is the 5.0 liter V8 that now sits under the hood.
    silodrome.com


    Der Ford-Transit als Freizeitmobil: 60 Jahre Konkurrent
    Irgendwie sind die Mitarbeiter von Ford ja zu bedauern. Da bauen die Kölner nun seit mehr als sechs Jahrzehnten ein Fahrzeug, das seither im direkten…
    www.auto-medienportal.net


    Einfach genial: ’65 Ford Transit von KK Scale in 1:18
    Very british, aber erfolgreich: KK Scale bringt den Transit „Schweineschnauze“ von 1965 in 1:18.
    www.modell-fahrzeug.com


    Tradition: 50 Jahre Ford Transit - Rotkäppchen auf Rekordkurs - Magazin
    Er zählt zum Urgestein der Transporterbewegung und ist ewiger Rivale des VW "Bulli". Kein Wunder, hat der Ford Transit mit dem genialen Konstrukteur Alfred…
    www.auto.de

  • Gulf_LM

    Genau, hier bin ich gut beschäftigt :D und habe schon wieder was gefunden zum Transit :

    Ford Transit Mk1 Modelle


    Ford Transit Diesel (1975 - 1977)
    Erfahre mehr über das Ford Nutzfahrzeug-Modell.
    www.fordfan.de


    .. und nochmal der R4 mit dem "richtigen" Kühlergrill sowie der 1:8-Baubericht von den Wettringern :


    60 Jahre Renault 4: in jeder Hinsicht revolutionär - Renault
    Frankfurt, 21. September 1961. Die Autowelt pilgert zur Internationalen Automobil-Ausstellung an den Main. Ausgerechnet hier, wo man Kompaktklasse mit Käfer…
    presse.renault.de


    Fertiger Baubericht: Renault 4L - R4 - aus dem Jahre 1968 im Maßstab 1:8 von Altaya - Seite 4 - Abo-Bausätze - Das Wettringer Modellbauforum


    Nun bin ich aber auch gespannt, wie es weitergeht !

  • Vielen Dank für eure Hinweise, bzgl. des R4 Kühlergrills werde ich Norev-Modelle suchen. Dafür habe ich ein blaues Modell mit dem gesuchten Kühlergrill. Der orangenfarbene war unten komplett durch. Ford Transits, hier allerdings die späteren Modelle werden in meinem späteren Leben noch eine große Rolle spielen. Die habe ich vorerst aber noch nicht für die Vitrine vorgesehen. Und ja, wir haben quasi alles richtig gemacht. Die Boomergeneration, die heute m.E. verunglimpft wird, hat bisher wirklich gut gelebt. Feriheit und Möglichkeiten waren enorm, Bafög, Jobs und eine Generation der Erben - sicherlich verklärt sich da einiges und selbstverständlich gab es schon damals Themen, die einem etwas Sorgen bereiteten. AKWs war so ein Thema für mich und die bis heute nicht gelöste Frage der Endlagerung. Damit habe ich mich im Studium auch etwas intensiver beschäftigt und durch das Engagement für den Umweltbereich und ein selbst entworfenes Diplomarbeitsthema sofort eine Arbeitsstelle gefunden. Dazu vielleicht später mehr.

    Das Studium der Geologie wird im Oktober 1980 in Göttingen aufgenommen. Beweggründe sind Naturwissenschaften und eine Mischung aus Büro- und Feldarbeit, sowie ggfs. die Möglichkeit ferne Länder zu besuchen. Die Berufsaussichten waren zu diesem Zeitpunkt zwar sehr schlecht, aber ich besuchte auch andere Fachbereiche, um über den Tellerrand zu schauen. Das wurde dann aber rasch eingestellt, denn die Vielfalt des Geologiestudiums reitz, fordert aber auch.

    Für 150 DM kann ich einen dunkelblauen R4 mit 3-Gangschaltung übernehmen, der sieht zwar auch von unten nicht besser aus, hat aber noch TÜV. Wie er die Plakette bekommen hat, ist schon ein Rätsel, aber der sogenannten "Ätzer" in einer Landkommune im Westen von Göttingen, legt das Ding einfach seitlich auf mehrere Matratzen und schweißt massiv an der Hinterachse, ich meine es waren die "Schwingen". Machte sich durch furchtbares Poltern vor allem in Kurven bemerkbar. Das schränkt die Nutzung etwas ein, aber man ist jung und vertraut. Das passt auch für mich, bis ich im Winter 1980 beim freizeitlichen Theaterspielen und Herumtreiben in besetzten Häusern eine Herzdame finde und gewisse Umstände nicht nur für ein Poltern an der Hinterachse sondern auch im Bauch der Dame sorgen. Es muss gehandelt werden, das Leben ändert sich radikal. Aber erstmal zum blauen R4.

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    Wohl auf der mittlerweile rückgebauten Autobahnraststätte Seesen Ostseite aufgenommen. Wie bereits erwähnt der R4 ist und bleibt ein vorzügliches Winterauto.


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    Der richtige Kühlergrill und sonst passt das für mich auch - bzgl. des Hinweises mit den damaligen Kennzeichen - gute Idee - mal schauen ob die Feinmotorik dafür reicht.


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    Ist wohl direkt von Renault - ich meine ich hätte es in Bremen vor vielen Jahren auf der Bremen Classic Motorshow erworben.

  • In den ersten Semesterferien von Mitte Februar bis Mitte April helfe ich der Herzdame, wir wissen noch nichts von der Überraschung, beim Umzug in eine Land-WG ca. 18 km östlich von Göttingen entfernt und verbringe viel Zeit dort. Außerdem gilt es Geld zu verdienen, denn ein Ende des blauen R4 scheint nahe. In einer Kunststofffabrik produziere ich Getränkekisten, entlade und belade LKWs damit und balanciere 7-8 Kisten. Die Herzdame gehört zur Käferfraktion und nachdem wir zu Beginn des Semesters die freudige Nachricht erhalten, mache ich den den Personenbeförderungsschein [ich fahr Taxi Tag und Nacht] und ziehe ebenfalls aufs Land. Die kommenden längeren Semesterferien von Juli bis Oktober sitze ich 4-5 mal die Woche häufig 12 Stunden im Taxi. Damals noch ein ertragsreicher Job. Mit Trinkgeld verdiene ich häufig 150 DM pro Schicht und kann parallel noch in die Bücher schauen. In der Nacht lernt man plötzlich die kleine Großstadt ganz anders kennen. In einigen Etablissements wird in den Hinterzimmern hart gepokert, ich sehe auch einmal ein Messer aufblitzen und werde körperlich angegriffen. Am liebsten sind mir die Damen des horizontalen Gewerbes [Funkansage: Zimmer 13 will nach Hause]. Hier wird grundsätzlich auf eigene Kasse gefahren und auch für kurze Strecken gibt es einen Blauen oder 2 Heiermänner [10 DM]. Mein Fazit aus dieser Zeit: Jeder Psychologiestudent sollte Taxifahren. Die Leute steigen ein und wissen, sie sehen dich wahrscheinlich nie wieder und lassen alles raus, manchmal leider auch Körpersäfte. Zuerst ist es ein Mercedes 200 Diesel/8 [ich nehm den Stricher], dann gibt es einen 240er Diesel W 123 mit Automatik, Klima und Sitzheizung und Audi 80 B2 - so richtige Fickelkisten, zudem haben sie elektronische Taxameter und Sensoren in den Sitzen, auf eigene Kassefahren ist dort nicht so einfach. Der Citroen CX wird mir nicht angeboten. Auf der Suche nach einem familientauglichen zuverlässigen Wagen, eigentlich ist natürlich ein Passat Kombi der Favorit, stoße ich auf einen sehr günstigen, nur 2 Jahre alten Peugeot 304 Break, der uns einige Jahre begleiten wird. Gerade 28000km auf der Uhr und ich kann den Preis auf glatt 5000 DM runterhandeln.

    Die Fotos zeigen Käfer und Peugeot vor der Land-WG bzw. die Modelle. Den Peugeot auch noch 3 Jahre später beim Einsatz geologischer Kartierbohrungen am Südharzrand. Das Modell leider nur in blau und nicht im grasgrün. Vom Stricher gibt es kein Foto, dafür aber ein Modell. Das Foto vom W 123 in der Nacht [naja muss wohl meins gewesen sein], ein Modell gibt es von Minichamps. Ein Minichamps aus Japan, würde

    120 € incl. Versand kosten. Audi B2 habe ich schon bei einem Audi 80 Spezi abgefragt. Als Taxi-Modell gab es den wohl nicht, einen Weißen kaufen und bearbeiten wäre wohl eine Möglichkeit.


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    Peugeot 304 Break von Metosul Portugal

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    Ein schönes Käfer Modell von Minichamps


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    Mir gefällt dieses Fallermodell. Den W123 gibt es als Taxi-Kombi häufig und günstig. Wenn eine W123 Taxi-Limousine in 1:43 irgenwo rumliegt...


    Die letzte Anekdote als bemerkenswertes Ereignis zu meiner Taxifahrer-Zeit die ich bis 1984 anhielt. Meist dann allerdings nur eine oder zwei Nächte die Woche. Es taucht immer die Frage nach der bestbezahlten Fahrt auf. Manchmal sind es Sturztrukene, die mit Geld beeindrucken wollen oder tatsächliche Fernfahrten, das hatte ich 2x von Göttingen nach Hannover [je 175 DM] oder zu den Liebesdamen nach Braunschweig. Auch gab es ein ähnliches Etablissement im weiteren Umfeld von Göttingen, dass den Chauffeuren einen Heiermann pro Gast zahlte. Gerade am 10. des Monats lief das gut. Die Soldaten wurden dort abgeliefert, was schon mal 35 DM kostete, die Fuhre war natürlich voll, gab also für 4 Herren 20 DM obendrauf. Dann warten bis die Herren fertig waren [dauerte nicht lange] und ab zurück in die Stadt. Meine Story geht so: Unsere Tochter hatte einen Geburtsfehler, der mehrfach korrigiert wurde. Nach mehrtägigen Besuch der medizinischen Fachbliothek wusste ich, wer der aktuell beste Operateur in Deutschland ist. Zufall war, der Herr Professor hatte einen Ruf an die Uniklinik Göttingen angenommen. Nachteil nur privat, das hieß 3000 DM im Frühjahr 1982. Das haben Uroma, und die Großeltern übernommen. Die nächste OP stand im Frühjahr 1983 an. Auch dafür wurde Taxi gefahren. Der Zufall wollte es, dass ich nachts um 2 Uhr zum Haus des Operatuers geordert wurde. Er stand mit Gepäck und Skiausrüstung bereit sich zum Bahnhof kutschieren zu lassen um dann einen Fachkongress in der Schweiz zu besuchen. Sonst war diese Koryphäe bei Sprechstunden immer von einem Schwarm Ärzten und Assistenten umringt, ein persönliches Gespräch nicht möglich und jetzt hatte ich ihn allein im Benz sitzen. Nach kurzer Ansprache konnte er mich zuordnen und ich habe ihm unsere Situation erklärt [das Geld, das sie mir geben, kriegen sie demnächst zurück]. Noch im Taxi hat er mir zugesagt die nächste OP für die Hälfte auszuführen. Ein sehr edler Zug und er hat sein Versprechen gehalten. An ihm habe ich mich im Berufsleben manchmal orientiert und ähnlich gehandelt.

  • Nach gut einem Jahr in der Land-WG mit reger Beteiligung am politischen Dorfleben, aber auch teilweise Unverständnis der lokalen Bevölkerung [was machen die da, nicht verheiratet, keine Kindstaufe, weitere Mitbewohner mit nicht erkennbaren Beziehungsstatus] und der Tatsache, dass die Herzdame dort kontaktmäßig weitgehend isoliert ist, suchen wir Ende 1982 in der Konstellation, nicht verheiratet, Studenten, uneheliches Kind, Hund und nichts auf Tasche eine Wohnung in der Stadt. Dann könnte auch der Käfer verkauft werden. Das in der Zeit der Wohnungsnot, Hausbesetzungen sind fast schon an der Tagesordnung. Durch einen glücklichen Zufall und das Engagement einer gut verheirateten Freundin gelingt das tatsächlich [4,5 Zimmer unrenoviert, unmittelbar am grünen Innenstadtring, Ofenheizung Kohle und Gas, Mini-Duschbad, Toilette auf halber Treppe]. Der Käfer ist verkauft, der Peugeot fährt prima und dient auch in Urlauben an der See auf Parkplätzen als Übernachtungsquartier, sicherlich sehr eng und wenn dann morgens vor dem Auto gefrühstückt wird, sind Zuschauer immer dabei. Ich tausche ein altes Möbelstück gegen einen alten, bunten 50 er Moped-Vesparoller aus den 1960er. Bei Freunden auf dem Dorf gibt es einen stärkeren Motor, der nur mit großen Kennzeichen gefahren werden darf und zudem Unsummen für die Versicherung ksotet. Ich kann nicht widerstehen - ein Freund fummelt das Ding darein und statt der zulässigen 40km/h sind 70km/h drin. Ich nutze das nicht häufig, aber auf dem Professorenhighway [vierspurig, ca 2 km lang] nutze ich das schon. Und es passiert, ich gerate in eine gut getarnte Kontrolle. "Fährt ja flott das Ding - ja ist schon älter - schalten sie mal das Licht ein" da gibt es das 1. Problem, auch die Vorderadbremse ist nicht so toll, den großen Motor entdecken sie aber nicht. Mängelkarte und Wiedervorführung. Kannte ich ja schon vom Mofa. Diesmal hilft ein Schulfreund, der bereits seit ein paar Jahren bei der Polizei arbeitet. Die Mängelkarte im Polizeirevier ist nicht mehr auffindbar, digitale Spuren Fehlanzeige, gab es noch nicht. 1985, ich habe seit einem Jahr einen gut bezahlten, verantwortungsvollen Job und führe chemische Analysen in einem 3er Team 24/7 durch. Die Anforderungen sind hoch, aber in einem guten Team passt das schon, dann ist da die in der Geologie seinerzeit langwierige Diplomarbeit mit Kartierung, Forschung und Schreiben. Für den Sommerurlaub in Frankreich wird ein gebrauchter VW-Bus T2 erworben. Hat einen einfachen Einbau, gekocht wird draußen. Er trägt das Ersatzrad vorne unter einer Abdeckung. So ein ähnliches T 2 Modell gibt es schon, aber nur mit Campingdach, das gab es bei uns nicht. Vom Vesparoller ist kein Foto vorhanden, Spuren finden sich in einem nur sehr wenigen Exemplaren nicht veröffentlichten Praktikumsbericht. Ein Modell habe ich noch nicht. Gibt es dazu vielleicht Hinweise.

    Zwischendurch stand mir immer wieder der 127 Fiat meiner Mama zur Verfügung. Den habe ich in der Zeit des mehrwöchigen Industriepraktikums im Westen der Republik 1983 durchgehend genutzt. Ein Modell habe ich davon, die Farbe passt auch, ein Hersteller steht nicht drunter.


    Mamas Fiat 127 vor dem Aachener Klinikum

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    Modell


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    VW-Bus T2 im Geländeeinsatz mit der Reserveradabdeckung vorn: Wir haben fast das vollständieg Bohrgestänge der Institutsabteilung im Boden stecken , Beim Ziehen reisst eine Bohrstange in ca. 2 m Tiefe, dort gilt es neu anzusetzen, das heißt ein tiefes Loch schaufeln, in dem man das Ziehgerät neu ansetzen kann. Wir schaufeln 2 Tage in Bodenklasse 4 bis 5, teilweise mit Wasserzutritt. Retten tut uns das hiesige Kiesabbauunternehmen mit einem großen Radlader, und zieht die 12 m aus Boden. Die örtlichen Bauern mit ihrer Hydraulik schaffen es nicht.


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    Das VW T2-Bus Modell mit Reserveradabdeckung aber mit Camperdach


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    Spur des Vespa-Rollers


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    Hier Vespa-Roller 1:43 zum Selbstgestalten auf Ebay - meiner hatte eine Sitzbank - gibt es sowas?


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  • Auch da kann ich jetzt meinen Senf dazugeben, wenn auch nur indirekt hinsichtlich des Taxifahrens - und auch da sind mir die von Dir genannten 5 Fahrzeuge gut bekannt : VW 1302, Peugeot 304 Break, beim Audi zwar eher das Vormodell B1-Facelift (wie aber auch der dann zeitgleiche Passat B32) und natürlich die beiden Mercedes 200D/8 und 240D W123 - denn gerade erst am Sonntag erzählte mein Onkel mir, warum er den 240D mit dem OM 616 Vierzylinder nahm und nicht den fünfzylindrigen 300D.

    Mein Mercedes war allerdings ein chinablauer 200 Benziner W123 : Reinsetzen und losfahren, Viergangschaltung und Kupplung 1a ! Ein Freund von mir hat den 230TE und nun auch noch den 230CE - als Modelle in 1:18 habe ich mir von KK-Scale den 230E und den 280E sowie von Norev den Kombi als chinablauen 200T zugelegt. Ebenso fiele mir zu allen anderen im größeren Maßstab etwas ein : Der Käfer als 1303 von Solido oder Norev, der Peugeot 304 S als Kombicoupé von OttOmobile und der Audi 80 B2 von MCG - da wäre es geradezu spannend, ob davon noch eine Taxiversion käme. An den Audi 100 als Taxi, sogar schon als C1 kann ich mich erinnern, aber einen Audi 80 B1 und B2 habe ich als Taxi nie gesehen. Einen orangen Käfer als 1302 mit Stahlschiebedach in 1:24 von GAMA schenkte meine Tante mir vor nun über 50 Jahren. Den /8 als Taxi stelle ich mir immer noch schwarz vor, was natürlich nur beim Schmalkühler funktioniert, und so habe ich den in 1:18 von Norev. Wenn es um "all open" geht, überzeugt mich allerdings das Facelift mit dem breiteren Kühlergrill und den geriffelten Heckleuchten mehr. Vom 123er könnte ich mir die Langversion, also den V123 als Taxi gut vorstellen - aber da entpuppt sich der scheinbar gelungene Fund aus einer Kioskserie als sehr merkwürdig konfigurierter /8 : Schmalkühler vorn, aber die großen Außenspiegel ohne Dreiecksfenster und am Heck die kleinen glatten Rückleuchten - also doch kein V123, der aber auf Gran Canaria als Laufleistungskönig unterwegs ist :


    Mercedes-Taxi hat sieben Millionen Kilometer auf dem Buckel
    Dieser Mercedes W 123 ist ein wahrer Kilometerkönig! Seit 1988 hat das Taxi über sieben Millionen Kilometer gesammelt – und fährt immer noch!
    www.autobild.de


    Den T2b habe ich "doppelt" in merinogelb - ebenso von IXO mit der schön geformten Reserveradabdeckung und dann eben noch in 1:18 von KK-Scale. Was den FIAT 127 betrifft, mag ich genau das mittlere Facelift mit den Rechteckscheinwerfern, aber ohne hochgesetzte Blinker - und dazu fand ich nun das :


    Fiat 127 Sport 1/43 Neo Sport black/orange 1979
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  • Es ist wieder sehr spannend wie es hier weitergeht !

    Überrasched fand ich in deiner Erzählung, dass Anfang der 80er Jahren Wohnungsnot in Grossstädten schon ein Thema war. Ich dachte, dass sei erst seit den 2000ern nach und nach problematisch geworden.


    Chief-of-the-Sixes hat bei den Modellautos wahnsinnig gut recherchiert :sehrgut:


    Als ich noch ein Knirps war hatten meine Eltern auch einen schönen Peugeot 304 als Limousine in elfenbeinweiss aus 1976. Ich erinnere mich noch an die schönen Türgriffe aus Chrom wie ich gerne auf dessen Knopf drückte, und sehe noch wie mein Vater beim Fahren schaltete, es war ja eine Lenkradschaltung wie im Kombi übrigens auch, nur der S, Coupé und Cabrio hatten den Schalthebel am Boden.

    Von Minichamps gibt es in 1/43 ein schöner Kombi, allerdings nicht in hellgrünmetallic, ich bin gerade erschrocken als ich gesehen habe was dafür mittlerweile verlangt wird.

    Im 1/18 hat Norev eine Peugeot 304 S Limousine in moosgrün, ein Coupé in maisgelb und ein Cabrio in rot (eine sehr beliebte Farbe, auch bei Restaurierungen im Massstab 1, die es aber leider nie im Katalog gab beim Cabrio) zum Jahresende angekündigt, vielleicht folgt dann irgendwann noch ein Kombi :winken:


    Einen Audi B2 als Taxi kenne ich auch nicht, da müsste man umbauen. Ich habe höchstens einen B3 gesehen von Gama aber der ist hier nicht gewünscht. Zu den anderen Autos fällt mir nichts ein.

  • Nette Geschichten und so manches ruft auch Erinnerungen wach. Ich war kurze Zeit damals während meiner Zivi-Zeit in Norddeutschland auch kurz (manchmal) nachts Taxi gefahren, wenn Not am Mann war.
    Da hatte man wirklich schon seine bekannten Stammkunden aus den örtlichen Kneipen und einer etwas entfernteren Dorf-Disco (die für die Zeit aber schon recht groß und modern war).

    Ja, damals waren Sitzkontakte und digitale Taxameter noch nicht so das Thema, da hätte man theoretisch wirklich "Plattmoos" (wie der Norddeutsche gerne sagt) machen können. Aber sowas machen wir natürlich nicht. ;)
    Ortskunde war nach der Zeit in dem kleinen Städtchen vorhanden - und wenn es wirklich mal etwas weiter raus ging in andere Orte, haben die Fahrgäste auch immer gerne geholfen mit Straßennamen und Wegen. Navis gab es ja damals noch lange nicht, bzw. GPS kam gerade mal ein paar Jahre danach in der Fliegerei auf, aber noch ewig lange nicht für Autos. :)

    Vorteil für mich war auch: Wenn ich dann alle paar Wochen mal wieder Sonntags vom "Heimaturlaub" spät nachts nach stundenlanger Zugfahrerei (die Bummelzüge in Norddeutschland sind einfach grausam (!), der IC ging nur bis Hannover und ab da mit Vmax 60 km/h über die Dörfer, mit mehrmaligem Umsteigen und langen Wartezeiten) endlich wieder da oben angekommen war und schon 5 bis 6 Stunden kein Bus mehr fuhr, hatte ich ab da die Taxifahrt bei dem Unternehmen frei (oder zumindest vergünstigt, weiß nicht mehr genau).
    Auch an die Tätigkeit war ich überhaupt nur durch einen Taxifahrer gekommen, der mich inzwischen schon kannte.




    Überrasched fand ich in deiner Erzählung, dass Anfang der 80er Jahren Wohnungsnot in Grossstädten schon ein Thema war. Ich dachte, dass sei erst seit den 2000ern nach und nach problematisch geworden.

    Oh absolut, als ich Mitte der 80er im (halbwegs) Nahbereich eine Wohnung suchte, war das nahezu unmöglich und ich hatte ziemlich lange gesucht - und mich dann mit einem Kompromiss abgefunden. Das war alles andere als einfach in Großstädten...

    { if $ahnung == '0' read FAQ; use SEARCH; ask GOOGLE; } else { use brain; make post; } or { give up }

    echo "No match: 'Brain'!"

    echo "Nichts geht schneller, als wenn man es sofort richtig macht!"

    { /if }


    Aus technischen Gründen befindet sich der Rest der Signatur auf der Rückseite dieses Beitrags.


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