Was kostet die Herstellung eines Modellautos?

  • Da diese Frage immer wieder auftaucht, zietiere ich hier einen Auszug aus dem Biante.com.au-Forum (Quelle: DXChange):

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    Edited once, last by scarface ().

  • Sehr interessant, die Sache mal aus kaufmännischer Sicht zu sehen. Wenn man bedenkt, wie groß das Sortiment bei AutoArt oder Minichamps ist, steckt ein Heidengeld dahinter...

    Ich kann gut Mitmenschen umgehen.

  • Ja, wobei ich mir denken könnte, dass manche Hersteller bereits abgemessene Daten einfach aufkaufen, statt diese selbst anzufertigen...

    Dioxin: Jetzt neu in jedem 6. Ei

  • Aber irgendwie wird diese Kalkulation von OttoMobiles komplett über den Haufen geworfen - bei einer Auflage von, sagen wir mal, 3000 Modellen (in verschiedenen Farbvarianten und Rennsportversionen) und einem Stückpreis von EUR 39 bis 49 kommt obige Berechnung hinten und vorne nicht hin...

    On the internet you can be anything you want.


    It's strange that so many people choose to be stupid.

  • Genau das frage ich mich bei den Ottos auch. Ich hab einen Bekannten, der in China H0-Modelle fertigen lässt und diese hier vertreibt.


    Das Formnehmen (nach Herstellerdokumenten) mit Entwicklung bis zur Serienreife inkl. aller Prototypen kostet, wenn ich mich richtig erinnere, über 20.000 Euro.


    Für ein 1:87er Modell wohlgemerkt! Diese Modelle sind vom Detailgrad aber wesentlich aufwendiger als bekannte H0-Modelle von Herpa oder Norev bspw.


    Das fertige Modell kostet im Fachhandel dann aber auch 20 Euro aufwärts.


    Die Auflage ist höher als bei Otto. Und das sind ja noch 1:18er...


    Wie die diese Modelle zu dem Preis anbieten können, ist mir ein Rätsel :keineahnung:


    Gruß Marcel

  • Warum soll die Rechnung nicht stimmen?


    Dies ist die Kalkulation eines Modellbauers und nicht aller.


    Warum die Otto-Modelle unter 40 EUR liegen, dürfte daran liegen, dass sie so gut wie keine beweglichen Sachen verbauen, und eine komplette Karosse (inkl. Hauben und Türen) gießen können. Sie müssen keine Rücksicht auf Mechanik und Filigranität von Motor und Innenraum nehmen.


    Und dann, von manchen Formen machen sie schon verschiedene (Farb-)Ausführungen.
    Und hier kann man ausgleichen:
    Form 1 -> 5 Farben + Form 2 -> 1 Farbe = macht durchschnittlich 3 Farbvariationen für beide Formen (kalkulatorisch ;))


    Ich finde es im Gegenzug eher Erschreckend, wenn Otto Modelle für 37 EUR anbieten kann, wie sehr man für Spark Modelle Geld rauswirft.
    Ich kann beim besten Willen keinen wirklich großen Unterschied zwischen dem SEAT Leon / Golf II von Otto und dem Porsche 911 RS von Spark sehen; ausser eine Preisdifferenz von 100+ EUR. :augenrollen:

    Wer nicht den Wert der Weisheit wahrt, kann nicht den Weg zur Wahrheit weisen.
    Für manche Leute ist ein Hirnschlag ein Schlag ins Leere.
    Moderner Satzbau: Subjekt - Prädikat - Beleidigung [,] [du Opfer|Alter]

  • Die Formbaukosten für Resinemodelle sind deutlich günstiger als bei Diecastmodellen, deshalb sind in Resine kleinere Produktionsmengen möglich, die sich in Diecast nicht rechnen. Wie groß der Kostenvorteil tatsächlich ist, kann ich leider nicht beziffern.


    Bei den Preisen von Ottomobile bin ich auch immer wieder verwundert. Einen großen Anteil hat sicher, dass man Direktvertrieb betreibt und somit keine Groß- und Einzelhändler noch ihre Margen aufschlagen. Anscheinend will Ottomobile jetzt aber auch in den Fachhandel gehen, sie haben in diesem Jahr einen Stand auf der Messe in Nürnberg. Vielleicht bekommt man da ja einen Eindruck davon, wie das Konzept funktioniert.

  • Wo Otto das Geld verdient sieht man bei einem Blick in die Versandkostentabelle. Die kassieren pro Modell 10 € Versandkosten. Wenn ein Händler dort 6 Modelle bestellt, darf er 60 € Versandkosten bezahlen. So kann man dann Modelle preiswert anbieten, wenn man die Kosten auf diese Art wieder draufschlägt.

  • Ist doch legitim und es freuen sich trotzdem alle über die günstigen Modelle. Zumal der Versand für z.B. 10 Modelle aus Frankreich nach D auch nicht gerade günstig ist.
    Weitergehend habe ich selber noch keinen Händler stöhnen hören dass er an einem OttO Modell nicht Geld verdienen, oder Modelle nicht losschlagen konnte.

  • Ich kenne die Posttarife aus Frankreich auch nicht; aber warum sollte OttO nicht eine Pauschale erheben? :hä:


    Und bevor hier die obige Rechnung weiter in Frage gestellt wird; das ist keine 'über Daumen gepeilte'-Hochrechnung was die Herstellung kosten könne - das ist eine hochoffizielle Auflistung der tatsächlichen Kosten, die Biante nach Fertigstellung eines Modells hat.

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  • Interessant an der obigen Aufstellung ist auch der Bereich Händleraufschlag von 50 %. Das ist ja sehr fern jeder Realität. Wenn Händler 50 % aufschlagen, liegen sie mittlerweile um Längen über den Hersteller-UVP. Wie man auf solche Zahlen kommt, ist mir schleierhaft. Vor allem, wenn man bedenkt wie hier schon bei den Hersteller-UVP´s aufgeschrien wird. Jeder Händler, der die Modelle zu diesen Preisen anbietet, ist als Apotheke verschrien.

  • Die Formbaukosten für Resinemodelle sind deutlich günstiger als bei Diecastmodellen, deshalb sind in Resine kleinere Produktionsmengen möglich, die sich in Diecast nicht rechnen. Wie groß der Kostenvorteil tatsächlich ist, kann ich leider nicht beziffern.

    Auf den Unterschied zwischen Resin und Zinkguss, auch auf die Kosten der Formen, ist "AUTOart" im September 2012 eingegangen (Text in Englisch). Hinweis: Sehr langsamer Seitenaufbau.


    http://www.autoartmodels.com/a…leDetails.do?articleId=56

  • Ich glaube hier spielen alle Hersteller von Autominiaturen ob in 1:87 oder in 1:8 nicht mit offenen Karten


    Fertigungskosten hin ( egal ob China / Taiwan oder Vietnam )
    Allgemeinkosten her ( Engineeringkosten, scanning , Tooling ect. pp )


    was alle gerne wissentlich verschweigen, ist der % Satz an Abgaben an den Rechteinhaber von Design und oder Marke.


    Es wird doch hoffentlich niemand auf dieser Plattform glauben, das sich ein Unternehmen nicht auch noch einen bestimmten Anteil VOR und wärend der Produktion eines Automodells überweisen lässt, wenn hier Design und Markenrechte wiedergegeben werden. Das fängt beim Design an und hört irgendwo bei bestimmten Schriftzügen und Wappen auf. Ohne Einwilligung haagelt es "Einstweilige Verfügungen " , Ware wird beschlagnahmt, Händler müssen die Ware aus dem Verkauf nehmen... blablabla..:nichtgut:


    Auch kann ich mir gut vorstellen, das es bestimmt bei jedem OEM (Original Equipment Manufacturer ) Erstausrüster oder aber im Volksmund auch Auto Hersteller genannt, Heerschaaren von Juristen gibt, die hier ein Auge darauf haben, das die Marken- und Designrechte nicht verletzt werden & :meckern:.


    Da aber keine noch so kleine Manufaktur von Automodellen OHNE die Zugpferde der Automobilindustrie ( MERCEDES BENZ / BMW / AUDI / VW / ect.pp ) oder wie Sie alle heisen überleben kann.. müssen die sich sicherlich auch arangieren und letztendlich verträge akzeptieren.


    Ergo.. der Preis regelt sich nicht nur über die Produktionskosten und Händleraufschläge.. sicherlich kassieren die OEM's auch bei den kleinen mächtig mit... :pfeifen:

    Edited once, last by Danyel_T ().

  • Bei manchen Automarken mag das stimmen und evtl. bringt das tatsächlich auch etwas Einnahmen, wenn ein Modellhersteller eine hohe Stückzahl verkauft.


    Mancher Automarke ist es jedoch auch nicht egal, in welcher Qualität ein Modell hergestellt wird. Des öfteren wird es wohl der Autmarke wichtiger sein, dass ein historisch wichtiges Modell werbewirksam als Modell produziert und verbreitet wird. Also Bindung an einen Hersteller, Renomee etc. ist wohl wichtiger.


    Wenn cmc z.B. ein Modell eines Mercedes produziert, bei einer Stückzahl von 2 tsd oder 5 tsd Stück. Wenn die Kosten für die Rechte tatsächlich hoch wären, z.b. 20 bis 50 Euro. Dann würde Mrecedes Benz, mit einem Milliardenumsatz zusätzlich zwischen 40 bis 200 tsd Euro verdienen, abzüglich der eigenen Kosten. Das wären dann tatsächlich nur Peanuts für so einen Konzern.
    Und manche Modellhersteller pfeifen ja komplett auf irgendwelche Rechte, siehe die Ferraris von Exoto.....

  • 1:12er Die Cast. 80-100.000,-€ bei 1000 Stck
    davon 40.000 Werkzeug
    ca. 40.000 Autos/Produktion


    Also 40,-€ pro Auto im Maßstab 1:12 in Die Cast

  • Also 40,-€ pro Auto im Maßstab 1:12 in Die Cast


    Ich würde mir wünschen, dass alle Hersteller von DieCast-Modellen ihre HK-Kalkulationen nach Deinen Berechnungsgrundlagen durchführen.


    Dann könnte ich mir endlich z.B. alle CMC-Modelle und sogar einige Exoto-Modelle leisten.

  • Warum schräg? Ist zwar nicht detailliert aber der Preis für ein 1:12er Die Cast in Kyosho Qualität.

  • Kyosho-Qualität. 100.000 € Kosten. 40 € Produktionskosten pro Modell. Glaubst du das ernsthaft? Und, wenn das ernsthaft ist, wie kann es sein, dass es bis heute keinen Hersteller gibt, der solche Kosten für die von dir genannte Qualität hat bieten können??

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