- Maßstab:
- 1:18
- Hersteller des Modellautos:
- Minichamps
- Marke des Vorbildes:
- BMW i5 M60 (G60)
So, jetzt ist er da – der nächste aktuelle BMW.
Prinzipiell ist es ja schön, dass BMW aufgewacht ist und wieder aktuelle Modelle in 1:18 nachbilden lässt. Die letzten verkleinerte Minichamps, so auch nun den i5.
Und – kaum verwunderlich – ist die Machart ähnlich, wie bei i4 und i7 zuvor: Ein ziemlich schweres Die-Cast-Modell steht auf gefederten Rädern. Auf den ersten Blick kann das Modell mit einem sauberen Lack mit viel Tiefe überzeugen.
Leider etwas einschränkt ist der Einschlagwinkel der Vorderräder. Da geht nicht so viel…
Die Shutlines der Türen finde ich gut, die Haube sieht auf den Fotos durch das schräge Licht wesentlich schlechter aus, als es tatsächlich ist.
Schön am Modell ist, dass man alles öffnen kann. Fangen wir vorne an: Die Motorhaube hat wieder die wundervollen Scharniere und keine Doglegs. Was man darunter zu sehen kriegt ist halt – nichts. Aber ehrlich: Ob ich eine Plastikabdeckung eines Mercedes-Verbrenners sehe oder hier eine plane Plastikplatte macht keinen großen Unterschied. Wenigstens haben sie ein paar Aufkleber verteilt…
Der Kofferraum ( Faultier : er lässt sich öffnen!) hat wie das Original die Doglegs.
Überraschend ist, dass sich – wie beim Original – der Kofferraumboden anheben lässt. Leider bleibt er nicht oben – auch wie beim Original.
Wo wir gerade am Heck sind. Eigentlich sind die Heckleuchten von der Form nicht so schlecht. Aber auf dem roten Lack kommen sie halt nicht so wirklich gut rüber, es fehlt an Tiefe. Dass die Rückfahrkamera einen Tropfen Farbe hätte vertragen können versteht sich von selbst. Dafür nur ein Klecks Farbe ist die Rückfahrleuchte (oder ist das die Nebelschlussleuchte? Ich bin mir da beim i5 nicht ganz sicher…) ganz unten am Stoßfänger. Das ist schade, da die Rückstrahler daneben Kunststoffteile sind.
Türen auf: Wie schon oben erwähnt sind die Spalte hier relativ gering und die Passung ist sehr gut. Umso besser, dass Minichamps bzw. BMW hier ein Opener-Tool in Form eines Saugnapfes, wie man es sonst von CMC kennt, mitliefert. Das empfinde ich als viel geeigneter, als den sonst oft verwendeten Plastik-Zahnstocker.
Die Innenseiten der Türen sind ganz gut nachgebildet. Ein bisschen silberne Deko, beim Lautsprecher jedoch deren zu viel, der sieht ziemlich zugesuppt aus und gibt die komplexe Form nicht wirklich wider. Auf dem Foto schwer zu erkennen ist die Zierleiste. Diese ist aus blauen transparentem Kunststoff, um so das Ambientelicht des Originals nachzubilden. Ist eigentlich ganz schön gemacht. Da jedoch alles drum herum schwarz ist, geht der Effekt etwas verloren. Schön sind die mit schwarzer Farbe hervorgehobenen Dichtungen an der Karosserie.
Diese Ambientelicht-Leiste zieht sich auch am Armaturenbrett weiter und wirkt dort etwas heller. Ansonsten ist der Innenraum halt schwarz.
Dafür lässt die Verarbeitung noch etwas Luft nach oben: Gussgrate und ein leicht schief aufgebrachtes Deal beim Curved-Display trüben den Eindruck etwas. Denn die silberne Farbe an Sitzverstellung und Pedalen – für mich ein tolles Detail – ist gut aufgebracht. Schön auch, dass an die rote Mittenmarkierung am Lenkrad gedacht wurde.
Nochmals ganz kurz zurück zur Front. Der Kia BMW-Grill wurde gut getroffen. Auch eine Tiefe ist bei den Öffnungen vorhanden. Das etwas heikle Thema Scheinwerfer wurde hier in meinen Augen halbwegs gut gelöst, wenngleich auch nicht berauschend. Aber man musste ja auch nicht mehr das gebogene Tagfahrlicht, wie beispielsweise beim i4 nachbilden. Das Innenleben ist hier etwas einfacher.
Gut umgesetzt finde ich die Felgen. Bei zwei Dinge bestünde jedoch Optimierungspotenzial: Ein Ventil wäre noch schön gewesen und müsste um das BMW-Logo nicht die blaue Kontur aller i-Modelle sein? Aber das betrifft alle BMW-Zeichen am ganzen Modell. Auch auf der Motorhaube und am Heck fehlt diese blaue Outline.
Also, alles gut? Naja!
Minichamps hat die Oberseite der Türen ohne Metall-Umrandung realisiert. Der Kunststoff der Seitenscheibe geht ganz nach oben und ist eben schwarz lackiert. Das sah man in dieser Form auch beim angekündigten M5-Modell von Solido. Das sieht prinzipiell nicht schlecht aus, schön fein, zumal die schwarze Farbe akkurat aufgebracht ist. Sind die Türen jedoch geschlossen, dann scheint an der B-Säule der Lack der Karosserie durch. Hier mal mit viel Licht bewusst provoziert. Ich muss mal schauen, wie das beim Original aussieht…
An der C-Säule genau das selbe, allerdings fällt es durch die abgedunkelten Scheiben nicht so stark auf. Beim Original ist dieser Bereich der Scheibe jedoch bedruckt und somit komplett undurchsichtig.
Schön, dass BMW mit den aktuellen Modellen weiter macht. Ob sie einem gefallen oder nicht, steht auf einem anderen Blatt – hier geht es um das Modell. Und dieses ist solide umgesetzt. Aber halt auch nicht mehr. Und ja, Norev kann für 150 Euro mehr – definitiv.




















