- Maßstab:
- 1:18
- Hersteller des Modellautos:
- Noreev
- Marke des Vorbildes:
- Mercedes 230 SL
Norev hat sich das eigene Modell des Mercedes SL (W113), also der Pagode, vorgenommen und dieses überarbeitet. Wie auch hier schon im Forum zu lesen war, war Norev mit der bisherigen Karosserieform nicht zufrieden und folglich "spendierten [wir] unserem erfolgreichen Modell eine neue Karosserie und einen überarbeiteten Scheibenrahmen, die das Modell deutlich aufwerten", so auf der Norev-Internetseite zu lesen.
Da trifft es sich gut, dass es eine Online-exklusive Version gibt, die mein Interesse weckt. Auf 300 Stück limitiert, kommt das Modell mit einem schönen schokoladenbraunen Lack und einem hellbeigefarbenen Innenraum. Der Lack ist bei meinem Modell in Ordnung, auch sonst sieht – auf den ersten Blick – alles gut verarbeitetet aus.
Dem Modell liegt eine Nachbildung des Softtop bei, deshalb die beiden Löcher am oberen Rahmen der Windschutzscheiben. Ja, kann man machen, aber bei einer Pagode hätte mir das namensgebenden Hardtop wesentlich besser gefallen.
Vorne fallen die gut gemachten Scheinwerfer auf. Nicht durchbrochen sind die Gitter im Kühlergrill.
Auch hinten sind die Rückleuchten gut umgesetzt.
Falls sich jemand fragt, warum die Räder auf den Fotos immer gerade stehen: Die lenken nicht! Man kann diese zwar minimal einschlagen, der Widerstand ist jedoch so groß , dass diese gleich wieder in die Geradeaus-Position zurück gehen.
Schön ist, dass man alles öffnen kann.
Bei einem offenen Modell fällt der Blick gleich in den Innenraum: Teppich ist vorhanden und ein schönes Armaturenbrett ebenso.
Einfach, aber wohl dem Original geschuldet, sind die einfachen Türtafeln.
Schön nachgebildet ist die Mechanik der Sitzverstellung. weniger schön ist die Verarbeitung der Rückseiten der Sitze.
Das Armaturenbrett gefällt mir richtig gut, der Knauf des Schalthebels hat eine Fehlstelle bei der Farbe.
Dann mal schauen, wie es unter der Motorhaube aussieht: Auf den ersten Blick eine solide Nachbildung des Motorraums mit ein paar Aufklebern.
Schaut man allerdings direkt von oben auf den Motorraum, so fällt die Plastikplatte auf, die einen Blick am Motorblock vorbei verhindert.
Ich schrieb es oben, es ist eine Weiterentwicklung eines bestehenden Modells. Wobei scheinbar eben die Karosserie neu geformt wurde. Was bietet sich also mehr an, als ein Vergleich mit dem "alten" SL (hier in blau)? Erst mal fällt die Antenne auf: beim alten ein dünner – bei meinem Modell verbogener – Kunststoffstengel, beim neuen viel massiver, für meinen Eindruck zu massiv.
Hatte der alte zwei Außenspiegel, so ist beim neuen nur ein fahrerseitiger verbaut. Auch der Innenspiegel in der Beifahrersonnenblende fehlt beim neuen.
Bereits beim alten ging alles auf.
Vorne fallen die wesentlich besseren Scheinwerfer des neuen auf. Auch stehen diese nicht so schief in der Front, wie beim alten. Was aber auch auffällt ist der Stern im Kühlergrill. Dieser ist beim alten feiner, graziler, als beim neuen Modell.
Von der Seite betrachtet fällt auf, dass die Front im Bereich der Scheinwerfer und des Kühlergrills dezent anders geformt ist.
Im Bereich des hinteren Radhauses ist der Radausschnitt beim neuen anders geformt. Viel besser wirkt der Bereich um die Rücklichter beim neuen Modell.
Die beiden Chromleisten zwischen den Achsen wirken am neuen etwas graziler.
Am Heck fällt der kleinere Mercedes-Stern und die korrekte Platzierung des Griffs beim neuen auf. Die besseren Rückleuchten sprach ich schon weiter oben an. In meinen Augen besser war der Tankdeckel beim alten – war dort das Schloss nachgebildet, ist dieser beim neuen einfach nur glatt. Beim neuen besser sind die Auspuffendrohre und natürlich das Kennzeichen.
Was mir hier allerdings auffiel ist, dass der neue schlechtere Spaltmaße hat – das kann der alte präziser.
Neben den beiden Norevs steht noch eine Schuco-Pagode bei mir. Also, jetzt zu dritt, der grüne ist jener von Schuco. Dieser wirkt (viel) breiter, die Scheinwerfer hängen ebenfalls schräg in der Front und sind um einiges schmaler, als bei den Norev-Modellen. Dafür ist der Kühlergrill durchbrochen.
Unentschieden bei den Scheibenwischern: Beim Schuco etwas filigraner als bei den Norev-Modellen, die dafür die originalgetreuere Form haben.
Auch von hinten wirkt der Schuco breiter, liegt tiefer und hat flachere Rückleuchten. Schon deutlich sichtbar sind die größeren Spalte am Kofferraum des braunen Norev-Modells.
Betrachtet man die Modelle weiter von oben, fällt natürlich auf, dass der Schuco als einziger Seitenscheiben verbaut hat. Auch sind bei diesem die Sonnenblenden klappbar – oha, sind diese beim alten Norev noch am Scheibenrahmen durchbrochen, stellen sie beim neuen Modell ein Element dar. Keine Verbesserung in meinen Augen. Überhaupt ist der Innenraum die Domäne des Schuco, wenngleich dieser keinen Teppich hat: Der Hupring am Lenkrad ist viel graziler, als bei den Norev-Modellen. Dazu ein Handschuhfach, das sich offen lässt oder ein Schlüssel im Zündschloss sind die sinnlosen Dinge, die das Herz erfreuen…
Zum Schluss noch ein Blick auf den Stern auf der Motorhaube: Hatte der alte Norev (und auch der Schuco) hier noch ein separates Emblem, so ist es beim neuen nur ein Aufkleber – schade.
Auch an der Motorhaube sieht man die größeren Spaltmaße des neuen (braunen) Norev-Modells.
Die von Norev angekündigte Verbesserung sehe ich etwas zweigespalten. Einerseits mag die Form der Karosserie verbessert worden sein. Ebenso deutlich originalgetreuer wirken die Leuchten. Allerdings kritisch sehe ich die größeren Shutlines sowie solche Details, wie das Mercedes-Emblem auf der Motorhaube, den Tankdeckel oder die Sonnenblenden.
Ob das jetzt eine große Verbesserung des Modells war, muss jeder für sich entscheiden. Nach den letzten Modellen von Norev hätte ich für meinen Teil mehr erwartet…




























