"The Big Red" : 1962 Ferrari 250 GTO (Revell, 1:12)

  • Über den Jahreswechsel habe ich mir den guten alten Revell-Klassiker des ´Ferrari 250 GTO´ in 1:12 für diverse Modifikationen vorgenommen. Ein Modell, von dem man ja schon länger nichts mehr gehört und gesehen hat. Man muss sich mal vorstellen, dass diese Miniatur von Revell inzwischen über 30 Jahre (!) alt ist. Im Jahre 2001 besaß ich schon mal die blaue Renn-Version, welche ich damals für 199,- DM neu im Laden erwarb (bzw. in einem Rasthof an der A4). Vor Wochen fiel mir der Große von Revell dann mal wieder ein und ich konnte Ende Dezember gleich ein Exemplar in OVP ergattern.
    Zum Original-Fahrzeug muss wohl nichts mehr gesagt werden - weder zur Technik noch zur Historie. Interessant, dass der 250 GTO inzwischen nicht nur der teuerste Ferrari ever geworden ist, sondern gleichzeitig auch noch das teuerste Auto ever. Allerdings verfolge ich die aktuellen Auktionspreise nicht, da ich nicht beabsichtige, in den nächsten Monaten Einen zu erwerben.... :-)

    Bei den Mods am Modell habe ich mich schwerpunktmäßig auf die Bereiche Interieur und Motorraum konzentriert. Wobei ich sagen muss, dass ich mir hier und da ein paar künstlerische Freiheiten heraus genommen und nicht strikt am Original festgehalten habe. Ins Exterieur sind auch ein paar Elemente aus dem berühmten "TransKit" von "Grassi" eingeflossen. Im wahrsten Sinne des Wortes fand ich diese ´gelaserten´ Zubehörteile aber doch etwas "flach"... :-)
    Auch noch anmerken muss ich, dass das Modell nur zu 99,3% fertiggestellt ist. Denn ich suche noch die, fast schon obligatorischen "Autograph Borrani Wheels". Diese sind heutzutage gar nicht mehr so leicht zu bekommen. Sollte ich diesen Radsatz allerdings nicht bekommen, wäre es für mich aber auch kein Beinbruch den GTO so auf seinem originalen Räderwerk stehen zu lassen - denn soo schlecht sind die auch nicht.

    So, aber nun zu den Bildern meines ersten Umbaus in diesem Jahr:


    *Sicherungskasten hinter Dashboard-Klappe:

    Typenschild gibt´s auch:


    Und noch ein bisschen ´Making Of´:

    *Sicherungs-/Schaltkasten:


    Und noch die Basis - Motor und Interieur:

  • Große Klasse !!!


    Jetzt noch die Felgen… hast Du autograph schon mal angeschrieben ?

    Ich bekomme in den nächsten Tagen den 1:18 F 40 Radsatz von denen, der jahrelang nicht lieferbar war.

    Deren Kundenservice ist wirklich sehr gut.

    ...alt genug es besser zu wissen, jung genug es trotzdem zu tun...

  • Witzig, das Wiedersehen mit diesem Modelloldie, der formal echt nicht so schlecht war.


    So einen in zerlegt, dem vielleicht 5-6 Kleinteile fehlten, hab ich jahrelang versucht hier zu verkaufen, der ist dann 2021 quasi als Beilage bei einem bulk sale verschenkt worden, naja, der Blaue ist immer noch hier.


    Den GTO mal auf fantasy Luxus GT umzustricken, da wäre ich auch nicht drauf gekommen, meist werden solche Ikonen ja hypergenau auf irgendein spezielles Rennen umgebaut, oder auf Detailmaximum optimiert.


    Hat was, muss es aber sacken lassen (wie den LB F40 grade).

    Die Modifikationen sind schön gemacht, der Motor kommt gut.

    Das Ding ist schwer, ich hatte stets die Verschraube-Pöppel dran gelassen um die Achsen zu entlasten.


    Tolle Bilder, feine Vorstellung!

  • welche ich damals für 199,- DM neu im Laden erwarb (bzw. in einem Rasthof an der A4

    Die klassische Kaufadresse, wer kennt sie nicht? :haha:


    Also ich finde ihn super. Mir fehlen zwar die Kenntnisse, wie gut die Form getroffen wurde (da gab es ja schon in 1:18 ausschweifende Diskussionen), aber 1:12 mit den ganzen Details/Deinen Verbesserungen werden diesem Klassiker natürlich mehr als gerecht. :hitze:

    Die Dummheit des Menschen ist unantastbar

  • Danke Euch! :winken:

    Der Aufschneider :
    Danke für den Tipp. Ich habe die Anfrage an Autograph schon losgeschickt. Mal schauen, was die sagen. :thumbup:

    Gulf_LM :
    "fantasy Luxus GT" - schön auf den Punkt gebracht :-):thumbup:
    Genau das war auch so in etwa mein Ansinnen. Denn das Design, besonders im klassischen Rot, finde ich so schön, dass ich es auch mal mit einem bisschen "Lusso" kombiniert sehen wollte. Denn immer nur Blech, Nieten, offensichtliche Schweißnähte und Nummern auf der Tür gibt es ja schon genug. :-)
    Teilweise sahen die Interieurs der GTOs ja noch spartanischer und rustikaler aus als das des ´Shelby Daytona Coupés´, wobei man sich dann fragt, wo denn nun das "GT" genau steckt.
    Und ja, das Modell ist wirklich gut schwer, bzw. ist der Plastikunterboden, insbesondere die Hinterachse etwas zu weich als Träger für die übergewichtige Karosse. Daher kommt es immer recht schnell zu dem "Käfer-mäßigen" negativen Sturz der Hinterräder, wenn man das Modell einfach so in der Vitrine stehen lässt. Aber hier werde ich auch noch nachhelfen.



    Hallmackenreuther :
    Ja tatsächlich am Rasthof - ganz genau an der "Raststätte Teufelstal" zwischen Hermsdorfer Kreuz und Jena. Dort stand der blaue GTO damals im Eingangsbereich in einer Vitrine ausgestellt. Bei ein paar Stopps dort ging ich an der Vitrine vorbei, irgendwann erkundigte ich mich dann in der Küche, was der Spaß denn kosten soll. 199,- DM fand ich OK und nahm den Großen mit. Das war vor ca. 22 Jahren. Alter Schwede, wie die Zeit vergeht.

  • Du hast aus diesem Uraltmodell einen Traum gemacht.

    Gerade auch in dieser Größe ist es ein wahres Schmuckstück. Ich bin wirklich begeistert. :sehrgut:

  • Danke für Dein Kompliment - freut mich sehr! :-)

    Die Größe ist wirklich recht ´ergonomisch´, sowohl fürs Handling wie auch für die Bearbeitung. Jedoch werde ich den 12er-Maßstab wohl auch weiterhin nur selten streifen, denn dieser braucht richtig viel Platz.
    Über dieses Modell hier werde ich ein kleines Aquarium als Einzelvitrine stülpen, wofür auch erstmal ein passendes Ausstellungsplätzchen gefunden werden muss.

  • Gefällt mir sehr gut :sehrgut:

    Die Revell sind sehr gut gemacht aber deine Aufwertung ist schon Mistral verdächtig :sehrgut:

    inzwischen nicht nur der teuerste Ferrari ever geworden ist, sondern gleichzeitig auch noch das teuerste Auto ever.

    Da gab‘s mal ein Auto das hieß 300 SLR der war etwas teurer :floet:

    Leider nicht mein Masstab ,aber ein tolles Modell alle mal. :sehrgut:

    Fährste quer siehste mehr. :grimasse:

  • Danke Dir :winken:

    Mit dem 300 SLR hast Du natürlich Recht. Der ist auch exorbitant wertvoll. Aber ist er heute tatsächlich immernoch teurer als ein 250 GTO?
    Schon in 2018 lagen die Spitzenpreise für bestimmte GTOs bei ~ $ 70 Mio. .

  • Naja, Mercedes hat seinen 300 SLR Uhlenhaut Coupé für 125 Millionen verkauft.

    Reden wir vom selben 300er ?

    Edit: Waren sogar 135 Millionen.

    Fährste quer siehste mehr. :grimasse:

  • Gebe doch noch ein paar Informationen über die verarbeiteten Materialen im Interieur.

    Die Sitze sind wahrscheinlich mit dem selbstklebenden Kunstleder bezogen, dass Du schon bei Deinem Cadillac de Ville genommen hast. Beim Armaturenbrett scheint mir das Material dicker zu sein. Verkleidung des Fussraumes sieht auch sehr interessant aus.

    ...alt genug es besser zu wissen, jung genug es trotzdem zu tun...

  • Gut gemerkt. :-)
    Die Materialien sind tatsächlich dieselben, die schon in das "Coupe DeVille" eingezogen sind. Die Menge auf den Rolle ist reichlich.

    Wie Du richtig sagst kommen alle ´Stöffchen´ selbstklebend von der Rolle.
    Das braune Leder ist auch rundum das Selbe - auf dem Dashboard wirkt es wahrscheinlich etwas dicker/praller, weil es da so schön glatt drüber gespannt ist.

    Der Boden ist Klebe-Velours.

  • Kleine Korrektur: Der GTO mit 3 Kiemen ist von 1964.


    Übrigens: Die ersten Versionen in 1:12 waren etwas teurer und hatten noch einen Sockel aus Holz. Erst die nachfolgenden bekamen einen Kunststoffsockel. 1994 kam dann noch das Uhlenhaut Coupé im gleichen Maßstab. Ich muss am Wochenende mal wieder die alten Kataloge rausholen...

    Life is a Chance.

  • Danke für die Infos :thumbup: Da hast Du Recht.

    Ich glaube, trotz der drei Kiemen wurden die Modelle von Revell aber alle als "1962er" GTOs deklariert.


    Der Holz-Sockel war sehr fein.

    Nach dem Holzsockel gab es in den Neunzigern noch andere kleinere Variationen. Auf einem der folgenden Plastiksockel stand das Modell mittig und und die beiden goldenen Info-Täfelchen waren links und nd rechts vom Modell angeordnet. Auf einem anderen Sockel war das Modell mehr nach rechts versetzt und die Täfelchen waren übereinander links angebracht. Allerdings weiß ich nicht, welche dieser Varianten die Neuere/Ältere war.

    Auch gab es Modelle mit Chrom-umrandeten Scheiben und welche schlicht ohne. Meiner war einer von Zweiteren.

  • Kleine Korrektur: Der GTO mit 3 Kiemen ist von 1964.

    Eher nein, wenn schon dann 1963, der 64er hatte bekanntlich eine komplett andere Karosse und andere neue Teile.

    ("GTO 64" bedeutet drei ganz neue GTOs, und vier re-karossierte alte 62er/63er.)


    Die 3 Kiemen an alten 62 & 63 GTOs waren in der Regel nachgerüstet, die Karren wurden in Grund und Boden geraced und mussten dauernd repariert werden.

    Hier ein Beispiel eines 62ers mit 3 Kiemen, 3589gt.


    Weitere Autos hier, schöne Übersicht.

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