Jaguar XKR-S von AutoArt – der Blauwal

  • Maßstab:
    1/18
    Hersteller des Modellautos:
    AutoArt
    Marke des Vorbildes:
    Jaguar

    Zeit für weitere Archivbilder.


    Nach dem Silberfisch ein Blauwal – der dicke Jag in seiner sehr atypischen (also nicht E-Type-ishen, um maximal zu kalauern) Farbe, bei dem mir als vage historische Jag Referenz nur der steinalte D-Type der französischen Equipe "Los Amigos" aus Le Mans 1957 einfällt, hat mir seinerzeit spontan sehr gut gefallen.


    Der XKR-S war wohl eher ein Pseudo-Supersportler, das letzte make-up Hurra eines inzwischen gut abgehangenen Grundmodells bevor der komplett neue straff geformte und kompaktere F-Type erfolgreich übernahm.


    Den 1:1 XK hatte ich etwas vage als Gebrauchtwagen auf meiner shopping list, aber so richtig rantrauen wollte ich mich dann doch nicht.

    War vielleicht besser so.


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    Ich glaube, das war ein Auto mit viel Licht und Schatten.


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    Nicht unähnlich, die beiden.


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    Oder auch die, aber dann ist es auch weitgehend vorbei, jenseits der grundsätzlichen Konzepte.


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    Auch hier: ein voller Kofferraum für maximale optische Langweiligkeit trotz massiver Motorisierung.

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    Bin das nur ich oder ist der hintere Kofferraum optisch interessanter als der volle vordere?


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    Eigentlich ist er gar nicht so riesig wie ich immer dachte.


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    Edited 7 times, last by Gulf_LM ().

  • Ich mag Deinen Blauwal, im Modell mehr, als im Original. Der reelle ist mir irgendwie zu groß und - ich weiß nicht… Mein Nachbar hatte einen normalen XK und der hatte irgendwie wenig sportliches an sich. Da wirkte für mich die Spoilerei wie die besagten Turnschuhe zum Anzug…

    Aber das Modell, das finde ich - immer noch - klasse. Als selbiges raus kam, hatte ich auch sofort den Wunsch das Modell haben zu wollen. Irgendwie gefällt mir die Kombination des eigentlich eleganten und mit den langen Überhängen so gar nicht sportlichen Design und den Anbauteilen. Und Autoart hatte sich damals Mühe gegeben. Das war noch die Zeit, als gefühlt jedes neue Modell einen Schritt besser, detaillierter war. Der steht auch bei mir neben dem F-Type in der Vitrine. Muss ich nach Deinem Impuls mal wieder rausholen…

    Am besten finde ich aber Deinen Kommentar zum vorderen Kofferraum :haha:

  • Danke für die Vorstellung :thumbup:

    Ich kann mich noch erinnern als der angekündigt wurde, obwohl mich der Jaguar XK dieser Generation nicht so überzeugen konnte, war ich vom XKR-S in diesem Blau recht angetan. So gesehen auch kurios, ein Auto das einem eigentlich nicht so gefällt, aber in einer für Jaguar ungewöhnlichen Farbe gefällt es dann auf einmal doch wieder. ^^


    Auch hier: ein voller Kofferraum für maximale optische Langweiligkeit trotz massiver Motorisierung

    Definitiv ein Minuspunkt, sowohl beim 1/1 als 1/18. Das war beim 1/1 wirklich eine der mit Abstand hässlichsten Motorabdeckungen ever, nur noch getoppt (im negativen Sinne) von den vollverkleideten Lexus Modellen aus der Zeit.

    Autoart hat es dann aber auch noch trister aussehen lassen (das muss man erstmal schaffen) und einfach alles schwarz gestaltet, eigentlich ist da noch viel mehr in Wagenfarbe.


    Immerhin hatte er aber einen sehr guten Klang 8):thumbup:

  • Blauwal ist gut😄

    Ansonsten habe ich zu den "Neuzeit"Jags keine richtige Meinung.

    Sind schön anzusehen ja,aber lösen bei mir keine Emotionen aus.

    Ist der eigentlich noch unter Ford entstanden,oder bereits ein Tata Sproß?!


    edit*noch unter Ford,kurz vor dem Verkauf an Tata.

    Hatte mich nie sonderlich mit ihm beschäftigt,aber was man so liest kann sich sehen lassen.

    Edited once, last by DrBob ().

  • Mir geht es so wie DrBob. Bis inkl. XK8 (und da eigentlich nur die Urversion mit den 'kleineren' Rädern) finde ich die Jags grundsätzlich sehr schön, danach kann ich mit einigen Designfeatures nicht viel anfangen. Den gefacelifteten XE und F-Type finde ich dann wieder gut.

    Irgendwie sind mir da zu viele Nähte und spitze Ecken in der sonst organischen Form, ich weiß nicht.

    Das Modell sieht aber schön gemacht aus! Das hat dann wieder was.

    Bin das nur ich oder ist der hintere Kofferraum optisch interessanter als der volle vordere?

    :haha: Tatsächlich! Schade dass kein Motor mehr zu sehen ist. Ich weiß nicht ob mehr Wagenfarbe, wie es Daniel7 sagt, geholfen hätte, irgendwie sieht es da noch leerer und billiger aus.


    Danke für die Vorstellung!

  • Was Du so Alles aus aus dem Archiv holst. Dein Lager scheint fast ein "Jahrhundert an Sportwagenminiaturen" zu umfassen! Ja, der XKRS - richtig mitreden kann ich da nicht, meine aber dieses (schicke) blau sei sogar fast typisch für den "S" gewesen ?

    Klasse Motor, Frontmotor gefällt mir grundsätzlich und (fast) immer besser als ein Mittelmotorauto. Ein recht ansehnliches Coupe und doch weder Fisch, noch Fleisch :hae: ...


    Wie findest Du das Modell hinsichtlich der Umsetzung. Irgendwelche Abweichungen zum Original, Verbesserungswünsche oder Alles

    "perfekt" ? :)


    richtig schick und ein wirklich tolles Modell finde ich Deinen 928er und apropos 1:1 Gebrauchtwagenkauf : Bei mir wäre es vor zwei Jahren fast ein blauer 928 S4 als Schalter geworden.

  • meine aber dieses (schicke) blau sei sogar fast typisch für den "S" gewesen

    Das Blau war für kurze Zeit die typische Farbe für die Sportmodelle von Jaguar. Ich hatte etwas unverhofft das Glück beim Shooting der PR-Fotos für den XF R-S am Grimselpass dabei zu sein. Und auch der hatte dieses Blau…

  • Ich mag Deinen Blauwal, im Modell mehr, als im Original.

    Geht auch mir ein bissl so.

    Oft hab ich Modelle sehr gerne, die ich in echt gar nicht so grossartig finde.

    Und umgekehrt fehlen viele meiner Realo-Favoriten weil der Funke beim Modell nicht über springt.

    Geht mir bei vielen modernen Loti oder Astons so.

    So gesehen auch kurios, ein Auto das einem eigentlich nicht so gefällt, aber in einer für Jaguar ungewöhnlichen Farbe gefällt es dann auf einmal doch wieder.

    Genau, er schüttelt diese "Tweedjacken mit Lederflicken am Ellenbogen" Nimbus lässig weg.

    Dein Lager scheint fast ein "Jahrhundert an Sportwagenminiaturen" zu umfassen!

    Fürchte das auch.

    meine aber dieses (schicke) blau sei sogar fast typisch für den "S" gewesen ?

    Für den ja, absolut-

    Launch Farbe und auch für die meisten Testwagen... aber auf was berufen die sich?

    Das kam so aus dem Nichts... aber das wars wohl, der radikale Bruch mit der Geschichte.

    Wie findest Du das Modell hinsichtlich der Umsetzung. Irgendwelche Abweichungen zum Original, Verbesserungswünsche oder Alles

    "perfekt" ?

    Ausser dem Motorraum alles gut für mich.

    richtig schick und ein wirklich tolles Modell finde ich Deinen 928er und apropos 1:1 Gebrauchtwagenkauf : Bei mir wäre es vor zwei Jahren fast ein blauer 928 S4 als Schalter geworden.

    Mitforist rx7cabrio hatte doch letzt einen echt top aussehenden 928er im Angebot. Ist der weg?

    Mein auberginiger 18er war letzt hier.

  • 2008 verkaufte Ford die zu Fords PAG („Premier Auto Group“) gehörende Marke Jaguar an Tata, der XKR-S feierte seine Premiere aber erst 2011 auf dem Genfer Salon (trotzdem kein „Salonlöwe“). Er kann damit nicht in der Zeit bei Ford entstanden sein. Einen weiteren Hinweis liefert der Motor, der jetzt über 5 Liter Hubraum verfügte. Jaguar kam 1996 mit der AJV8 Motorenfamilie raus, die auch im Aston Martin Vantage V8 verbaut wurde. Aston Martin entwickelten den Motor weiter und erhöhten den Hubraum auf 4,7 Liter. Der 5.0 Liter Basismotor von Jaguar erschien 2009 unter Tatas Regie, der Motorblock wurde dafür neu konzipiert. Bis März 2009 lag der Hubraum des XKR V8 noch bei 4,2 Litern.


    Im XKR-S werkelt zusätzlich ein Kompressor, der die Motorleistung auf 550 PS steigert. Das reicht für eine Beschleunigung von 0 auf 200 km/h in 13,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 300 km/h. Egal, welchen Test man auch liest, als klassischer GT schneidet der XKR-S grundsätzlich hervorragend ab. „Auto, Motor und Sport“ beschreiben das Fahrverhalten sogar wie folgt (Zitat): „Der Geradeauslauf ist bei aller Agilität auch im Vmax-Bereich von einer Unbeirrbarkeit geprägt, als sei das Coupé von Schienen geleitet“ (Quelle).


    Der XKR-S ist technisch definitiv ein Hochkaräter. Daran ändert auch die „hässliche“ Abdeckung nichts. Beschwert euch lieber darüber, dass man während der Fahrt nie die Felgen sieht. Da kauft man sich die teuersten und schönsten Exemplare der Welt, aber kaum ist man ins Fahrzeug eingestiegen, können sich daran nur noch die anderen erfreuen. Empfinde das als ziemlich ungerecht. Na ja, an roten Ampeln könnte ich natürlich aussteigen, oder mir ein Reserverad auf den Beifahrersitz stellen. Aber schon allein der Gedanke hört sich irgendwie unpraktisch an.


    Die vorne aufgehängte Haube haben sie vom XJS übernommen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das nicht nur Vorteile mit sich bringt. Zumindest aber kann die bei Höchstgeschwindigkeit und versehentlicher Entriegelung nicht wegfliegen, und damit die Abdeckung für jedermann sichtbar machen. Kaum auszumalen, wenn die auf größtmögliche Ästhetik bedachten Deutschen damit konfrontiert würden.


    Blau ist bei Männern der favorisierte Farbton, unabhängig von persönlichen Trinkgewohnheiten. Das Blau des XKR-S, es nennt sich „French Racing Blue“, sagt mir nur bedingt zu. Mit Unilacken ohne ausreichend Klarlacküberzug habe ich generell so meine (rein subjektiven) Probleme (als deutscher Ästhet). Dass man beim XKR-S nur zwischen 5 Farbtönen auswählen konnte, sehe ich als Nachteil an, denn bis auf das Weiß sagt mir keine Farbe so richtig zu.


    AUTOart hatten sich dem natürlich zu fügen. GT Spirit hätten da sicherlich wieder frei interpretiert, wie bei ihrem „Lister 7.0 Le Mans S/C“ (Jaguar XJS), dessen prägnante Schwellerleiste so gar nicht mit dem Original übereinstimmt. Immer noch breit grinsen muss ich allerdings über die B-Säule bei deren XJ12 Broadspeed Coupé („The New Avengers“). Da sucht die Filmcompany extra ein Auto ohne B-Säule aus – damit sich John Steed nicht die Melone stößt – und dann das. Sei’s drum, man muss das ja nicht kaufen.


    Ein wenig mehr farbliche Abwechslung hätte dem Motorraum sicherlich gutgetan, schlecht ist das Modell deshalb trotzdem nicht. Wäre das Original etwas prägnanter, wie z. B. ein Aston Martin oder Maserati GTS, und die Farbauswahl eher nach meinem Geschmack, hätte sicherlich ein weiterer Jaguar den Weg in meine Sammlung gefunden. So aber schaue ich ihn mir zwar gerne an, nur kaufen werde ich ihn mir nicht.



    Danke für die Präsentation.

  • Viel Input, objektiver und subjektiver Natur.

    Danke.

    Das mit den Motoren war mir neu, habe es aber auch nie verfolgt.


    Die Felgen, naja, die finde ich eher so Mittelfeld vom Design her, die Farbe mag ich aber, gunmetal für die toughness.

    Das Blau war mein Kaufgrund, ansonsten hätte ich den ausgelassen wie die meisten hier.


    Ich fahr ja auch in 1:1 so ne Unilackkiste mit Klarlack drauf (wahrscheinlich wenig davon).

    Ich bin kein grosser Metallicfanboy – klar, sehen schon oft gut aus, aber wenns fehlt entstellt es ein schönes Auto nicht, und ein langweiliges oder gar hässliches wird von tollen Lacken nicht gerettet.

    Was mich an Metalliclacken stört: der Farbsprung innen, das sieht so nachlackiert aus, nur mein M Coupé hatte bisher Metallic mangels Alternativen.

    Der "aus einem Guss" Look ist eher meins.

  • Ich fahr ja auch in 1:1 so ne Unilackkiste mit Klarlack drauf (wahrscheinlich wenig davon).

    Ob dein Uni-Lack mit Klarlack überzogen ist, merkst du spätestens dann, wenn du das Wildpferd polierst. Ob Polieraufsatz oder Tuch, es sollten keine Farbpigmente zu sehen sein. Der Klarlack verleiht dem Lack nicht nur mehr Tiefe, seine Hauptaufgabe besteht darin, den Uni-Lack zu schützen. Deshalb erhalten mittlerweile alle Neuwagen eine „Klarlackdusche“, ob Uni oder Metallic spielt heutzutage keine Rolle mehr.


    Was der Klarlack alles verhindert, kann man hier nachlesen. Im Artikel ist von „Verkreidung“, von „Grauschleier“ und „Oberflächenoxidation“ zu lesen. Schaut man sich alte und nicht polierte Autos an, sieht deren Uni-Lack schon leicht „stumpf“ aus. Genau das mag ich überhaupt nicht.


    Bei der im letzten Jahr vorgenommenen Zweifarblackierung meines Amis ist das leicht cremige Weiß auch ein Uni-Lack, das dunkle Rot ein Metallic. Über beides kam dann Klarlack. Mehr werde ich zu dieser Lackierung, die „richtig“ gekostet hat, nicht sagen.


    Außer vielleicht, dass Wasserlack in Verbindung mit mangelndem Vorschliff (fürs Auftragen der zweiten Farbe) zu Lackabplatzern führte. Das Auto stand lange genug rum, damit der Lack aushärten konnte. Hat alles nichts genützt, der Lackierer wird nachbessern müssen. Ein Freund von mir, professioneller Autohändler und schon lange im Geschäft, hat über Lackierbetriebe mittlerweile seine ganz eigenen Ansichten. Ohne die Branche auch nur irgendwie in Verruf bringen zu wollen – aber sein Fazit lautet „der Lackierer ist nie schuld“. Mein Lackierer hatte wenigstens ein Einsehen, es gibt da aber auch ganz andere Fälle, z. B. die der Kategorie „komplett auf stur gestellt“.


    Lackierer genießen trotzdem meinen vollen Respekt, insbesondere die, die noch mit lösemittelhaltigen Lacken arbeiten mussten. Ob Schleifstaub oder Lösemittel, die Schädigung der Gesundheit ist vorgezeichnet. Weshalb Lackierer auch nicht unbedingt so alt werden. Dieses Risiko lassen sie sich dementsprechend hoch bezahlen. Es sei ihnen gegönnt, nur die Arbeit, die sie leisten, sollte dann adäquat ausfallen. Einer aus unserer „Truppe“ erhielt für die Lackierung seines Dickschiffs gerade einen Kostenvoranschlag in Höhe von 10.000 Euro. Zum Glück verfügt er über eine gute Verdauung :kichern: .

  • Ob dein Uni-Lack mit Klarlack überzogen ist, merkst du spätestens dann, wenn du das Wildpferd polierst.

    Ich poliere keine Autos, ich finde sowas unfassbar langweilig, ich kann das einfach nicht.

    Der Reifenhändler reinigt die Felgen bei jedem Jahreszeitenwechsel, der Fordladen die Karre bei der Inspektion, ich mit Wasser wenn Vogelschiss und alltagsdreckpaniert, und nach ein paar Jahren würde ich eher einmal eine professionelle Aufbereitung angehen lassen als da jahrelang dran rumzuputzen.

    Ist ja keine Hobbykarre sondern mein Alltagsauto. :floet:


    Die Farbe (deutsch in bestem Denglish "California Gelb") heisst "Triple Yellow" und ist dreischichtig: weisse Grundierung, Gelb und Klarlack.

    Die Lackstifte hatte ich mir auch sicherheithalber mal besorgt, ist eigentlich aus der Lincoln Palette (aber ob ich je einen Gelblioncoln gesehen habe?).

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