"Tach, Post!" Jetzt spielen wir Kinderpost.

  • Maßstab:
    Diverse
    Hersteller des Modellautos:
    Diverse
    Marke des Vorbildes:
    Diverse

    Als ich neulich in einem anderen Thread zwei Postmodelle vorstellte, schlug Junkman vor, wir sollten doch eine Runde Kinderpost spielen. Also gut...


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    Na ja, gemeint war wohl was anderes - ein Sammelthread für Postfahrzeuge. Aber gerne doch! Ich fange mal mit denen an, die ich anderweitig schon vorgestellt habe:


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    Der Mercedes-Benz L 408 D von Siku, auch bekannt als "Düsseldorfer Transporter" - oder kurz "DüDo".


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    Der Hansa-Lloyd Elektro-Paketwagen, hergestellt von PremiumClassixx im Maßstab 1:43. Bis zum Ende der Weimarer Republik war Gelb die Farbe der Deutschen Reichspost , die Nazis änderten das dann in Rot (dafür wurden die Feuerwehren dunkelgrün, aber das ist eine andere Geschichte). Nach Kriegsende wurden Postfahrzeuge wieder gelb (bis auf den Fernmeldedienst, aber dazu später). Da die Hansa-Lloyds in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts beschafft und bis in die 60er Jahre hinein eingesetzt wurden, waren schließlich entsprechend viele Farbschichten drauf.


    Dann die beiden Opels, die schließlich zur Eröffnung dieses Threads führten:


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    Opel Caravan 1953 von Schuco, Opel Blitz 1952 Landkraftpostwagen von PremiumClassixx.


    Dann kommen wir nun zu ein paar Modellen, die ich noch nicht (oder lange nicht) gezeigt habe:


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    kinderpost1-4326oxjm1.jpg


    VW Transporter "Bulli" (T3) als Hochdach-Kastenwagen, hergestellt von PremiumClassixx im Maßstab 1:43.


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    kinderpost1-43281nj4z.jpg


    kinderpost1-432952kv9.jpg


    kinderpost1-43309akta.jpg


    Eine frühe luftgekühlte Version, erkennbar am fehlenden zweiten Kühlergrill. Leider fehlt ein für die Postbullis typisches Detail: Die Halterung für ein zusätzliches Vorhängeschloss an der Schiebetür.


    Noch´n luftgekühlter VW:


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    kinderpost1-431929jpt.jpg


    VW Käfer, Modelljahr 1951 (erkennbar an den "Rheumaklappen" vor den Türen), von Minichamps im Maßstab 1:43 - mit einer Besonderheit für diesen Maßstab:


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    Die Motorhaube lässt sich öffnen. :oehm:


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    Käfer gab´s ja recht häufig im Postdienst, allerdings eher die spartanischen Standard-Modelle. Ob solche Export-Käfer wie hier tatsächlich eingesetzt wurden? Und dann noch mit sündteurem Radio? :keineahnung:


    So, nachher geht´s weiter. Falls in der Zwischenzeit schon mal jemand anderes ein paar Postmodelle zeigen möchte: Bitte sehr!

    Natürlich kannst Du das wieder so machen, aber dann ist es halt wieder falsch.

    Edited once, last by Hessebembel ().

  • Postmodelle kann ich nicht beitragen aber eine Frage zum Käfermodell hätte ich:

    Soll das vor der Frontscheibe etwa die Radioantenne sein? :oehm: Und falls ja, gibt es irgendeinen sinnvollen Hintergrund, die derart dämlich zu platzieren? :hae:

    Hab ich noch NIE zuvor gesehen.

    Muss ich eigentlich alles selbermachen?

    Zum Glück habe ich keine Lackdoseintoleranz...

  • Ja, das ist die Radio-Antenne, WISI Pontix 358, gern beim Brezel und Ovali verwendet, bei der Montage vor der Scheibe war wohl der kürzeste Kabelweg entscheidend.


    Die Postmodelle sind klasse, hab da auch n paar :winken:

    PS: Bei dem T3 von Premium Classixxs ist noch eine weitere Ungenauigkeit, die Posthochdach-Versionen hatten eine hohe Schiebetür, die bis ins Dach hinein reichte, beim 1:18er haben sie es korrekt umgesetzt.

  • bei der Montage vor der Scheibe war wohl der kürzeste Kabelweg entscheidend.

    Genau so ist es. Zwar war das auch die leichteste Art der Verlegung direkt zum Radio, aber damals war auch die Abschirmung der HF-Kabel noch nicht so fortgeschritten wie später und Koax-Kabel für hochfrequente Signale sind extrem empfindlich gegen Einstrahlungen und wirken auch selbst wie eine Antenne. Deshalb so kurze Wege wie irgend möglich.

    { if $ahnung == '0' read FAQ; use SEARCH; ask GOOGLE; } else { use brain; make post; } or { give up }

    echo "No match: 'Brain'!"

    echo "Nichts geht schneller, als wenn man es sofort richtig macht!"

    { /if }


    Aus technischen Gründen befindet sich der Rest der Signatur auf der Rückseite dieses Beitrags.


  • Die VW und Opel-Pkw gefallen mir besonders gut. Ich mag aber auch den Hochdach-T3.


    VW T2 und T3 kommen mir als erstes in den Sinn, wenn ich an Postfahrzeuge denke. Man erkannte sie sofort am lauten Boxer-Rasseln, wenn sie in unserer Einfahrt wendeten, nachdem sie den Briefkasten in unserer Straße geleert hatten.


    Ich habe selbst ein paar Modelle. Nicht so sehr, weil ich Postfan bin, sondern zur Vervollständigung meiner Siku-Sammlung. Den Unimog-Hubwagen finde ich bis heute als besonders schönes Modell aus dieser Siku-Epoche. Der hat mich mit seinem Mechanismus schon als kleines Kind begeistert.


  • Genau so ist es. Zwar war das auch die leichteste Art der Verlegung direkt zum Radio, aber damals war auch die Abschirmung der HF-Kabel noch nicht so fortgeschritten wie später und Koax-Kabel für hochfrequente Signale sind extrem empfindlich gegen Einstrahlungen und wirken auch selbst wie eine Antenne. Deshalb so kurze Wege wie irgend möglich.

    Und die Antenne konnte auch beim Cabrio und beim Hebmüller verwendet werden, die gab es im Übrigen auch von Hirschmann.

  • Stimmt, das mit der Höhe der Schiebetür ist mir bislang nicht aufgefallen. :oehm:


    Aber weiter mit den postgehörnten Modellen:


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    Mercedes-Benz LA 911 als mobile Fernsprechvermittlung im modischen Grau des Fernmeldedienstes, hergestellt von PremiumClassixx.


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    "LA 911" steht für "Lastwagen, Allradantrieb, 9 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht, 110 PS". Ein ähnliches Grau kostet heute bei Audi und Co. Aufpreis, bei den Fernmeldern war´s Serie. Das Telefonnetz galt als kritische Infrastruktur, die im Falle eines Kriegsfalles ein Ziel dargestellt hätte, also hat man die Fernmeldefahrzeuge ein wenig getarnt. Später wurden auch diese Fahrzeuge gelb, vermutlich, weil die Lackierung im Falle eines Atomkrieges auch keinen Unterschied gemacht hätte - vermute ich zumindest. :keineahnung:


    Noch was Schweres:


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    Hanomag ST 100 "Gigant" mit Kofferanhänger der "gelben" Post, hergestellt von Schuco.


    Diese Zugmaschinen gab es schon vor und während des Krieges, damals unter der Bezeichnung "SS 100". Ähnlich wie bei Jaguar, die ja zuvor als "Swallow Sidecar" (abgekürzt SS) firmierten, zog man es nach Kriegsende vor, diese Bezeichnung zu ändern. Während des Krieges zogen derartige Zugmaschinen z.B. den "Meillerwagen", auf dem die V2-Rakete transportiert wurde. Bei der Post waren´s Anhänger mit Briefen und Paketen, meist mehrere auf einmal, oder eben Kabelrollen o.ä. beim Fernmeldedienst.


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    Schönes Detail am Heck: Die Seilwinde unterhalb der Anhängerkupplung.


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    Und - ja, den Spiegel muss ich wieder ankleben. :schäm:


    Noch ein Bild vom Anhänger:


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    Mehr Schwermetall:


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    Büssing S 8000 des Fernmeldedienstes, ebenfalls von Schuco.


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    Die Front mit dem "Spinne" genannten Kühlergitter. Das Markenemblem, der Braunschweiger Löwe, findet sich heute übrigens noch bei MAN, die Büssing (und deren Unterflurmotorenkonzept) später übernahmen.


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    Noch ein Blick auf Details wie die Trittstufe und die Trilexfelgen, und dann wäre ich mit den 1:43ern durch. :)

    Natürlich kannst Du das wieder so machen, aber dann ist es halt wieder falsch.

    Edited once, last by Hessebembel ().

  • Also, nun der Maßstab 1:18, und der ist schnell durchgezählt: 1, 2, 3!


    Der Typ 1 - bekannter als Käfer, umgesetzt von Minichamps:




    Das Vorbild steht in der "Stiftung AutoMuseum Wolfsburg" (nicht zu verwechseln mit dem "Zeithaus"). Schaut Euch die Sammlung mal an, sie ist sehenswert. Und wie oben schon geschrieben ist jetzt auch der Fernmeldedienst gelb.


    Gute alte Zeit - alles geht auf:







    Dann der Typ 2 - der Bulli, hier als T1, meisterlich umgesetzt von Schuco:




    Schlüssel steckt, Sitzbank lässt sich vorklappen und gibt den Weg zum Reserverad frei, Schiebefenster und Ausstellfenster beweglich,...



    ...Motorklappe beweglich,...



    ...Motor fein detailliert,...




    ...Laderaum gut zugänglich,...



    ...und der Tankdeckel geht auch auf. :sehrgut:


    Weiter geht´s zum Typ 3 - 1600 Variant von Minichamps:




    Der Tankdeckel bleibt zwar zu, aber sonst geht alles auf:



    Der hintere Gepäckraum inkl. Zugang zum Motor,...



    ...der vordere Gepäckraum und...



    ...die Türen.


    Damit wäre ich mit 1:18 durch, steigern wir uns auf 1:12 - mit der...




    ...BMW Isetta von PremiumClassixx.


    Die Deutsche Bundespost erprobte die Isetta tatsächlich für die Postzustellung. Als Besonderheit bekamen die Postversionen...



    ...eine ausgebeulte Heckscheibe, die das Ladevolumen erhöhte.


    Das Alleinstellungsmerkmal der Isetta, die zu öffnende Fronttür mit der wegklappenden Lenksäule, hat PremiumClassixx funktionstüchtig nachgebildet:




    Türgriff drücken...



    ...Tür öffnen, Lenksäule, Lenkrad und "Armaturentafel" schwingen mit zur Seite. Vorbildgetreu hat die Post-Isetta nur einen Einzelsitz, im Gegensatz zur Sitzbank bei der normalen Isetta.


    Nun wird´s noch größer: 1:10! Mit der...



    ...Zündapp Bella von Schuco. Dieser Roller wurde bei der Post zur Telegrammzustellung eingesetzt und war gegenüber der "Zivilversion" entfeinert. Kein Blümchen am Typenschriftzug und nur ein Einzelsitz. Es gab übrigens auch Bellas mit einem riesigen Kastenaufbau am Heck zur Briefkastenleerung - das Fahrverhalten soll abenteuerlich gewesen sein...:erstaunt:



    Das Modell ist lenkbar, gefedert, die Wartungsklappen lassen sich öffnen und...



    ...neben dem Seitenständer gibt´s noch...



    ...einen Hauptständer.


    Damit wäre ich mit meinen Postmodellen durch, zumindest mit denen größer als 1:87. Die sind aber im Moment ausgelagert, so dass ich sie aktuell nicht zeigen kann. Also, jetzt bitte Ihr! :hopp:

    Natürlich kannst Du das wieder so machen, aber dann ist es halt wieder falsch.

  • Freut mich, wenn ich Dich von dem Modell überzeugen konnte. Da hast Du sicher nichts falsch gemacht.

    Natürlich kannst Du das wieder so machen, aber dann ist es halt wieder falsch.

  • Nette Idee, kann da leider nichts zu beitragen, werden aber interessiert mitlesen.


    Wenn das Walter Spahrbier noch erleben könnte...^^

    Die Dummheit des Menschen ist unantastbar

  • 44CMN :


    Ja, ich weiß, der würde mich auch reizen, aber der Platzmangel ist schon akut. Es war schon nicht ganz unproblematisch, den Pontiac GTO, der mir neulich zulief, unterzubringen.

    Natürlich kannst Du das wieder so machen, aber dann ist es halt wieder falsch.

  • Bei Postautos denke ich auch sofort an den Fridolin, die Kombination aus den schlechtesten Teilen im hinteren Lager :haha:

    Wäre der Fridolin von Schuco ein all open Modell :love:

    Liebe Grüße aus Nordhessen vom Klaus


    Also wenn das die Lösung sein sollte, dann hätte ich gerne mein Problem zurück.

  • Fridolin, da habe ich auch noch was... ^^


    20201030_201513xwjuk.jpg


    3 Sammlermodelle von Brekina. Als Kind mal bekommen, aber da war ich noch viel zu klein dafür, daher sind sie nie so wirklich aus ihrer Verpackung herausgekommen. Als ich dann groß genug war, hatte ich kein sonderliches Interesse mehr sie auszupacken ^^

    Dazu noch zwei gute alte Sikus


    20201030_201606jkjw3.jpg

    Suche tatsächlich immer noch eine Autoart Maybach Styropor Umverpackung der Kurzversion (Maybach 57). Wenn jemand etwas hat, freue ich mich über eine Nachricht.

    Edited once, last by Daniel 7 ().

  • die Kombination aus den schlechtesten Teilen im hinteren Lager

    Der Fridolin hatte nicht umsonst in Postlerkreisen noch einen ganz anderen Spitznamen. Der war aber schon nach damaligen Maßstäben geschmacklos, weshalb ich ihn hier nicht wiedergebe.

    Hat eigentlich CHH damals seinen Scratch-Fridolin fertiggestellt? Den Reichspost-Kasten-Käfer doch schon, aber den Typ 147? :hae:

    Natürlich kannst Du das wieder so machen, aber dann ist es halt wieder falsch.

  • Einfach geil. Das sind alles Fahrzeuge, die ich zum Großteil auch noch im 1:1 Original kannte und erlebt hatte. :thumbup: Schöne Erinnerung mit solchen Modellen.

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  • Mit der Isetta hatte man sich aber auch wirklich DAS geeignetste Fahrzeug für die Paketzustellung ausgesucht. :haha:

    Kaum zu verstehen, warum sich das nicht durchgesetzt hat. :grimasse:

    Muss ich eigentlich alles selbermachen?

    Zum Glück habe ich keine Lackdoseintoleranz...

  • Wieso, wurde die nicht immer im Ganzen beim Kunden abgegeben? :haha::haha:

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