Blinkergläser färben

  • Ich habe heute versucht, mit „Marabu“ Glasfarbe Blinkergläser orange zu färben. Das ist gründlich in die Hose gegangen.

    Das Zeug ist dünner wie Wasser und deckt auch nach dem gefühlten 100 Male nicht und läuft auch noch unter das Abklebeband.

    Zum Glück bekomme ich die Farbe ohne Probleme wieder runter. Null Haftung....


    Womit färbt ihr ?


    Habe auch schon überlegt, die Gläser von hinten mit gut deckender Revell o.ä. Farbe anzumalen.


    Danke für Tip‘s und Gruß aus Hamburg, Lars


  • Ich verwende seit Jahrzehnten die Tamiya klar orange (X-26) und klar rot (X-27) für Leuchten.

    Die Deckkraft und Haftung ist sehr gut.

    Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen!

    ~

    Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.

    ~Oscar Wilde~

  • Ich verwende fürs Blinker einfärben die Farbe "Orange transparent" von Revell. Gibt's entweder als Email-Lack oder Aqua Color. Erfahrungen habe ich persönlich bei diesem Farbton nur mit der Email-Version. Damit bin ich sehr zufrieden, einfache Anwendung/Auftrag und gutes Ergebnis.

    Beispielhaft hier an einem Norev Mercedes S600 an den hinteren Blinkern umgesetzt, die Blinker in weiß sind zum Vergleich auch mit Bildern dabei (an dem schwarzen S600).

    Die Intensität des Orange lässt sich durch Auftrag mehrerer Schichten steigern. Dort auf den Bildern war es 1-facher Auftrag, bei anderen Modellen habe ich es auch schon 2-lagig gemacht, dann wird das Orange dunkler, aber das Blinkerglas auch tendenziell milchiger.



    W140 - Vormopf und Mopf, Serie und Brabus


    P. S.: Mit Tamiya habe ich keinerlei Erfahrungen, sieh meinen Tipp daher als "ohne Wertung" gegenüber Rainers Empfehlung an ;)

  • Danke Daniel, habe mir die S-Klassen gerade angesehen. Sieht richtig gut aus ( ...nicht nur die Färbung der Blinkergläser :zwinkern: ) Den Revell - Lack hatte ich heute schon in der Hand bei unserem Karstadt und dann doch leider umentschieden.

    Hast Du die Farbe von innen oder außen auf die Rücklichter aufgetragen ?

  • Als Emaillack sind die Revell noch ganz brauchbar, allerdings im Verlauf etwas zähflüssiger als Tamiya, weshalb man da nur schwer eine homogene Oberfläche hinbekommt.

    Von den transparenten AquaColor kann ich dagegen nur abraten! :nichtgut:

    Zum einen ist deren Deckkraft auch nach mehrmaligem Auftrag äusserst bescheiden (die sind im Gegensatz zu den Email wieder zu dünn), dazu ist die Farbnuance auch jeweils unbrauchbar.

    Das "Orange" ist eher gelb und kommt auch mit mehreren Schichten nicht an ein gängiges "Blinkerorange" heran.

    Das Rot sieht für mein Empfinden auch furchtbar hell und fast floureszent aus.||


    Deshalb schwöre ich auf Tamiya, die sind in Verarbeitung und Eigenschaften perfekt.

    Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen!

    ~

    Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.

    ~Oscar Wilde~

  • Hallo zusammen, oh das ist gut zu wissen das es mit der Glasfarbe nicht so hinhaut, ich habe mir letztens genau die gleiche geholt und wollte dies so machen 😊


    Lieben Gruß

    ...Ich möchte Singen, ein Lied vom Mond wo keiner wohnt....ich möchte Springen...und dabei Singen..über das Sternenzelt und die gute Welt

  • Danke Daniel, habe mir die S-Klassen gerade angesehen. Sieht richtig gut aus ( ...nicht nur die Färbung der Blinkergläser :zwinkern: ) Den Revell - Lack hatte ich heute schon in der Hand bei unserem Karstadt und dann doch leider umentschieden.

    Hast Du die Farbe von innen oder außen auf die Rücklichter aufgetragen ?

    Habe es von außen aufgetragen. Von innen sieht bei den W140 Rückleuchten mit Kanten nicht so überzeugend aus.


    Kann Rainer da aber zustimmen, der Revell-Email-Lack ist schon recht dickflüssig und zäh. Je größer die Fläche die du färben möchtest, desto schwieriger ist damit ein sauberer Auftrag.

  • Mittlerweile bin ich aber auch wieder von Tamiya Acryl zu Revell oder Humbrol Enamel Lacken übergegangen. Die zuletzt gekauften transparenten Tamiya rot und orange sind nämlich ebenfalls extrem hell und brauchen einige Schichten, bis sie den gewünschten Farbgrad erreicht haben.


    Wenn hingegen die Enamel Farben zu dickflüssig sind, verdünne ich sie ganz leicht mit Waschbenzin oder noch besser den herstellerseitigen Verdünnungen und erziele damit einen sehr glatten und deckenden Farbauftrag schon beim ersten Durchgang.

    Eine gute Basis ist die beste Grundlage für ein solides Fundament.

  • Conrad Electronic in Hamburg hatte das Tamiya X 26 vorrätig und ich wollte eine kurze Rückmeldung geben. Auf der Vorderseite der Blinkergläser eine ähnlich schlechte Haftung wie bei meinem ersten Versuch mit der Marabu Farbe. Das muß an den kleinen Noppen ( der Bburago Testarossa Gläser ) liegen.

    Auf der glatten Rückseite war die Haftung dann gut. Habe zweimal aufgetragen und meinen Wunschfarbton erzielt. Dahinter kommen fotogeätze Reflektoren und mit dem Ergebnis bin ich hochzufrieden !


    Nochmals vielen Dank für die Tips !



  • Tamiya hatte wohl kurzfristig eine geänderte Rezeptur, bei Rot hatte ich da auch mal eine dünnere Version erwischt.

    Die letzten beiden Chargen, die ich bekommen habe (bei mir hält so ein Gläschen max. ein halbes Jahr), hatten wieder die gewohnte Konsistenz und Tönung.

    Die Farbe zieht auch relativ schnell an. Wenn sie wirklich zu dünn ist, um beim ersten Anstrich die gewünschte Haftung zu bieten, habe ich die Farbe aus dem Deckel (die dort nach dem Schütteln anhaftet) verwendet. Den Deckel 2-3 Minuten offen liegen lassen, bis sich eine feine Haut bildet, einmal mit dem Pinsel durchrühren, spätestens dann deckt sie hervorragend.

    Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen!

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    Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.

    ~Oscar Wilde~

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