KK Scale E38 - Verfeinerungsmaßnahmen

  • Hier zeige ich nach und nach, welche Veränderungen ich am Siebener vornehme und wie erfolgreich sich das auf die Gesamtoptik auswirkt...oder eben auch nicht.


    Zunächst die nicht modelltypische Maßnahme, die vordere Dachkante zu begradigen.


    Vorher:






    Nachher (Scheibe ausgebaut, Lack mit dickem Tuch geschützt, Kante behutsam mit der Kombizange zurückgebogen):






    Türgriffe von innen herausgedrückt, Rückseite ca. 1mm abgefeilt, bündig wieder eingeklebt:







    Rückleuchtengläser schwarz eingefasst, Einfärbung der Blinker/Rückfahrleuchten korrigiert (mit Zahnstocher in DLE getränkt), Reflektor von innen silbern hinterlegt:







    Die schrecklichen Nieren ausgebaut und allein der dann korrekt dimensionierte Ausschnitt lässt die Front schon stimmiger aussehen.






    Da keine andere BMW-Niere so nahezu rechteckig geformt ist, ist passender Ersatz aussichtslos (die OttO-Nieren sahen ja auch nicht viel besser aus und wurden von mir damals ebenfalls modifiziert).
    Hier werde ich mich also an Eigenbau aus dünnen Profilleisten versuchen.
    Sollte das optisch vertretbar gelingen, werde ich versuchen, die Öffnungen von innen aufzufräsen.

    Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen!

    ~

    Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.

    ~Oscar Wilde~

  • Nächster Eingriff am Fahrwerk:


    Vorne wie hinten wurden Distanzringe (geschnitten aus PS-Rohr) in die Federbeine eingesetzt - jederzeit variabel und reversibel.






    Ausserdem habe ich die hinteren Achsschenkel mit Profilstäbchen so verkeilt, dass sie sich nicht mehr verdrehen können.





    Damit sieht der Stand schon deutlich passabler aus:





    Dann habe ich die Scheinwerfergläser ebenfalls schwarz umrandet. Schon besser, reicht aber noch nicht. Da ist auch noch Feinarbeit an den Linsen nötig.
    Zum Abschluss für diese Schicht hat er noch Kennzeichen bekommen. :winken:





    Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen!

    ~

    Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.

    ~Oscar Wilde~

  • Deine Änderungen haben schon echt viel rausgeholt. Die Rückleuchten sehen aber noch der Facelift mäßig aus. Ich habe bei meinem M1 die Innenseiten mit mattem Klarlack lackiert und die Reflektorseite verchromt. So gab es eine echt realistische Optik. An den vorderen Blinkern würde ich das gleiche machen.


    Und er braucht M Parallel Speichen!:sehrgut:

  • Hammer, so schnell so viel besser! :sehrgut:


    Das Schlimmste scheint die Niere, sowas kann nur ein geübter Umbauer ändern.
    Den Fahrwerkskram, der echt viel bringt, und auch Griffe, das wäre auch was für den Amateurschrauber. :schämen:


    Dachkante... wow... das sah aus auf dem Bild, als fehlte da Material... der war umgebogen?? Reversibel? :öhm:


    Ich hab nur an einem Modell jemals ein Karosserieteil gebogen, am Welly DB9 die Motorhaube.
    Irgendwie hab ich da Muffe.


    Die Bondräder sind schicker und massiv sportlicher, andererseits ist er jetzt so wie man ihn von der Strasse eher kenn.

  • Vorher wirkte der auf mich wie ein BMW-Phantasiemodell im Stil der 90er, jetzt sieht er aus wie ein 7er :sehrgut:
    Bin mal auf die Nieren gespannt.

  • Die Rückleuchten sehen aber noch der Facelift mäßig aus. Ich habe bei meinem M1 die Innenseiten mit mattem Klarlack lackiert...


    Die Idee kam mir im Nachgang auch, da hatte ich die Gläser aber schon voreilig wieder eingeklebt. :fp: Wenn ich die nochmal sauber gelöst bekomme, hole ich das noch nach. :sehrgut:



    Dachkante... wow... das sah aus auf dem Bild, als fehlte da Material... der war umgebogen?? Reversibel? :öhm:


    Ich hab nur an einem Modell jemals ein Karosserieteil gebogen, am Welly DB9 die Motorhaube.
    Irgendwie hab ich da Muffe.


    Nein nein, da fehlte nichts, es war eine Welle in der Kante, wobei die Fahrerseite mehr hochgebogen war als die Beifahrerseite eingedrückt. Es kann also kein Impact von oben gewesen sein. Keine Ahnung, wie man sowas hinbekommt. :keineahnung:
    Jedenfalls lässt sich Zamac schon biegen, solange es die passende Materialstärke hat. Zu dick geht natürlich nicht und zu dünn kann reissen. Und man darf es nur laaaangsam Stück für Stück biegen.
    Ich hatte eher Angst um den Lack aber geschützt mit einem mehrlagigen Brillenputztuch funktionierte das problemlos und ohne Spuren. :)



    Unglaublich, welch eine Veränderung. Gerade der Eingriff bei den Türgriffen.


    Ich hoffe, dass bekomme ich auch mit meinen zwei linken Händen hin :keineahnung:


    Als Tipp: Die Teile sitzen gut 2mm tief in den Türen, haben (glücklicherweise) zusätzlich einen Montagestift bis innen, allerdings lassen sie sich damit nicht einfach rausdrücken, weil sie zudem auch noch verklebt sind, sitzen also ziemlich bombig drin.
    Ich habe es zunächst mit einem Dorn von innen probiert, da tat sich gar nichts. :nein:
    Darüber hinaus ist der Lack dünn und blättert rund um Klebestellen sehr leicht ab.
    Deshalb: Türen von aussen mit Malerkrepp bekleben und Türgriffe randgenau mit dem Skalpell freilegen. Damit minimiert man das Risiko von Lackplatzern.
    Dann habe ich die Führungsstifte von innen vorsichtig ausgebohrt (die Gefahr, die Türgriffe durchzubohren, ist angesichts der Dicke gering).
    Das hat die Adhäsion soweit verringert, dass sich nun die Griffe durch die Löcher herausdrücken ließen.

    Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen!

    ~

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    ~Oscar Wilde~

  • Vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Hatte gehofft, dass sie sich von innen einfach herausdrücken lassen würden. Dann etwas abschleifen und wieder einkleben.


    Dem ist wohl leider nicht so. Für den Aufwand fehlt mir dann leider der Mut.

    Nicht ärgern, nur wundern

  • Hut ab!


    Insbesondere das Einsetzen der Türgriffe überzeugt mich.
    Fraglich warum der Hersteller nicht von vornherein flachere Griffe verbaut hat.

  • Ich hatte mir das mit den Griffen auch einfacher vorgestellt.
    Aber was ich mir in den Kopf gesetzt habe... :grimasse:


    Japp, Manuel, das Resultat bestätigt wieder mein Credo: "it's all about the details"
    Feine Veränderungen, die aber eine riesige Wirkung haben und zeigen, dass das Grundmodell gar nicht so übel ist wie es auf den ersten Blick scheint.


    Und es ärgert mich immer wieder, dass eben die Hersteller/Konstrukteure diesen Blick nicht haben.
    Vielleicht muss ich doch noch ein Crowdfunding für mein eigenes Label starten. :D



    An der Front bin ich auch einen entscheidenden Schritt weiter. War mir zunächst nicht sicher, ob das so funktioniert aber bis hierhin finde ich es schon gar nicht übel.


    Erstmal "Abstandshalter" eingeklebt:





    Dann aus einem Profilstreifen (0,75 x 1,5) einen Nierenrahmen eingeklebt. Gar nicht so einfach, da man direkt am Objekt gleichzeitig festhalten, biegen, Kleber aufbringen, ausrichten, warten bis es anzieht, nächste Ecke biegen und andrücken,...muss - eigentlich bräuchte man 5 Hände... :grimasse:
    Aber es hat dann irgendwie doch geklappt! :winken:





    Das sieht natürlich noch sehr kantig und grob aus:






    Die nächste Aufgabe besteht also im Abkleben der gesamten Maske, um dann beim feinsten Brechen und Abrunden der Kanten mittels Schleifpapier den Lack nicht zu beschädigen.
    Wenn das zur Zufriedenheit vollbracht ist, folgt die nächste Zitterpartie: jede Strebe aus 0,4 x 0,75 feinen Stäbchen einzeln gerade einkleben. :grimasse:





    Ich hatte ja erst überlegt, die Rückwand zu öffnen aber von innen habe ich nicht genug Platz, um mit dem Dremel überall hin zu kommen und von aussen ist mir die Gefahr zu groß, einmal abzurutschen und mir damit alles zu ruinieren.
    Bei dem wird es also nur eine schwarze Rückwand geben (Löcher natürlich verschlossen), beim nächsten (ALPINA-Umbau) mache ich es dann richtig, da der sowieso neu lackiert wird.

    Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen!

    ~

    Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.

    ~Oscar Wilde~

  • Na dann viel Spaß... :erstaunt:
    Ich kenne das Geduldsspiel, wenn ich mir meine Ladeluftkühler selber baue...
    Das ist zum Irre-werden... :öhm::grimasse:

    --------------------------------~ ~--------------------------
    Wenn alle Stricke reißen... dann ist der Strick zu dünn...

  • Sieht schon um einiges besser aus.
    Felgen würde ich eher mal BBS RC09 nehmen oder mal was anderes als Paralellspeiche,
    die habe ich schon zu oft an BMW Modellen gesehen ;-)


    Gruß Andre

  • Uih, jetzt bin ich aber beeindruckt. Und muss mal fragen, wie du das gemacht hast.
    So enge Radien biegen, ohne dass das Polystyrol bricht?
    Und dann direkt eingeklebt ohne Sekundenkleberüberstände, die irgendwas versauen? Ich meine, direkt am lebenden Objekt konntest du doch auch nicht erhitzen, oder? Wieso ist der Polystreifen dann ganz geblieben?

  • Zum einen spielt da, so bilde ich es mir zumindest ein, der Hersteller eine Rolle.
    Ich verwende seit einiger Zeit ausschließlich die Evergreen-Profile und habe den Eindruck, die sind gegenüber den früher benutzten Plastruct weicher, nicht so spröde. Keine Ahnung, ob die eine andere Zusammensetzung haben, beide sind als Polystyrol bezeichnet. :keineahnung:


    Ansonsten wende ich nur den "Trick" an, dass ich die betreffende Stelle erst zwischen den Fingerspitzen reibe und somit zumindest leicht erwärme, bevor ich sie dann behutsam recht großflächig in den benötigten Radius biege.
    Hilfreich ist auch, sie um einen runden Gegenstand herumzubiegen. Das kann der Schaft von einem dünnen Schraubendreher oder Dremel-Tool aber auch mal ein Zahnstocher sein, je nach Radius.
    Die brechen eigentlich nur, wenn man sie wirklich zu punktuell knickt.



    Beim Kleber vertraue ich nachwievor auf das Pattex Easy Gel. Mit dem Zahnstocher dünn aufgebracht bleibt das in der Regel da wo es hin soll, erlaubt aber auch noch die Zeit, die man zur Ausrichtung/Korrektur braucht.


    In diesem Fall waren dann wirklich noch die zuvor eingesetzten Abstandshalter hilfreich. Somit konnte ich mich rein auf die Biegungen konzentrieren ohne Gefahr zu laufen, in der Tiefe zu verrutschen.

    Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen!

    ~

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    ~Oscar Wilde~

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