Opel Admiral 1938 BoS 1:18

  • - Maßstab: 1:18
    - Hersteller des Modellautos: BoS
    - Marke des Vorbildes: Opel Admiral 1938


    1937 kündigt die Opel AG zum Jubiläum „75 Jahre Opel“ auf einer Ausstellung, mit dem neuen Luxuswagen „Admiral“, den Versuch an, in die automobile Oberklasse einzusteigen, die Gegner heißen unter anderen:
    Hansa H 3500, Ford V8, Horch 830 u. 930, Maybach und Mercedes Bernz 320.


    Der Admiral wurde als viertürige Limousine und Cabrio angeboten, sowie wurden Fahrgestelle an die namhaften Karosseriebauer Gläser in Dresden oder Pullman geliefert, wo zweitürige Cabrios und Pullmanl-Limousinen entstanden.


    Die kurze Produktionszeit des Admirals begann im Feb. 1938 und endetet im Sept. 1939 mit dem Kriegsausbruch, es wurden ca. 6404 Stück, aller Varianten hergestellt.


    Das 5265mm lange Fahrzeug (Limousine) besaß einen 3,6 Liter Sechszylindermotor mit einer Leistung von 75 PS, der auch im Opel Blitz Verwendung fand.
    Der Admiral hatte eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 135 km/h und kostet 1938 ca. 6500 Reichsmark


    Leider wurden viele dieser Fahrzeuge zum Kriegsdienst herangezogen, vorzugsweise fanden sie als Kommandeurs-wagen Verwendung und überstanden trotz ihrer Robustheit den Krieg meist nicht.
    Weshalb der Admiral mit zu den begehrtesten Opelmodellen der Vorkriegszeit zählt.


    http://www.directupload.net[/IMG]


    OPEL Admiral ein Wagen vollendeter Präsentation.


    Über das erscheinen des Modells hab ich mich persönlich riesig gefreut, der Opel Admiral 1938 ist einer der schönsten Fahrzeuge die Opel vor Kriegsausbruch produziert hat und ist nun neben diversen 1:43ern nun auch endlich in 1:18 erhältlich.
    Form und Proportionen erscheinen stimmig und sind gut getroffen, die Verarbeitung ist sehr gut und die Lackierung war typisch für diese Fahrzeuge damals.


    Erster Schreck beim Auspacken, die Stoßstange vorn und das Nummernschild hatten sich gelöst, der Kofferraumgriff war ebenfalls abgebrochen, (fiel mir erst nach den Fotoaufnahmen auf, lag aber in der Verpackung), konnte aber schnell behoben werden.


    Schade das bei diesen Modell wieder mal nichts zu öffnen ist, wird es auch sicher nie geben, ein Blick in den Motor- und Innenraum, hätte sicher seine Reiz, bei letzteren schon wegen der „Selbstmörder-Türen“ hinten.


    Doch auf den 2. Blick, sind mal wieder diese vielen kleinen Fehler vorhanden, die das Gesamtbild doch sehr trüben und die Umsetzung dieses schönen Fahrzeuges irgendwie lieblos wirken lassen.


    Die Stoßstangen haben eine falsche Form, sie sind völlig glatt, die Längssicken fehlen, ebenfalls die Verzierungen mittig (habe zwar etliche Bilder mit Fahrzeugen ohne diese gefunden, die meisten haben diese aber, Vergleich: Werks- und Ausstellungsfotos der damaligen Zeit.)
    Und die Stoßstangenhörner gehen mal gar nicht, auch die falsche Form und unten zu kurz.


    Der Kühlergrill wüsste etwas tiefer nach unten, unter die Stoßstange gezogen sein. Ebenfalls sitzt der der Zeppelin (damals noch kein Blitz im Ring, sondern ein Zeppelin) darüber zu hoch, der sollte fast aufliegen auf der Zierleiste, die müsste einen Karosseriespalt am Ende der Motorhaube aufweisen, sonst würde die Innenraumbelüftung nicht öffnen.


    Die Scheibenrahmen sind wieder mal in Silber gehalten, Chrom wäre richtig und die charakteristischen erhabenen Mittelstege auf der zweiteiligen Front- bzw. Heckscheibe fehlen.
    Die Türklinken und Griffmulden sind zu klein geraten.


    Den hinteren Kotflügel fehlt die etwas mehr Wölbung zur Hinterachse hin, in Richtung der Trittbretter, die sind hier gerade nach unten gezogen. Vorn sind die besser getroffen, wenn auch nicht perfekt.


    An der Kofferraumklappe könnten die Scharniere nach unten länger sein, der Griff um diese zum öffnen, sitzt etwas zu hoch.
    Die Rückleuchten sind sehr einfach gestaltet, die originalen waren schöner und hatten Verzierungen, diese fehlen.


    Aber was haben sich die Macher dieses Modells bei den Tankstutzen auf dem rechten hinteren Kotflügel gedacht? Flach aufgesetzt anstatt hervorstehend. Das geht überhaupt nicht.


    Und dann noch ein ESD mit gebogenen Endrohr? Is wohl ein Diesel? Aber Neeeee.... Der Admiral war einen Benziner (vermutlich mit einer besserer Abgasnorm als mancher Diesel heute.... :kichern:) und hatte den ESD (der hier hat sogar 2 davon?) vor der Hinterachse sitzen, das Endrohr war wirklich nur eine schlichtes Rohr nach hinten heraus.


    Positiv finde ich die Verwendung eines zeitgenössischen Kennzeichens aus diesem Zeitraum (1906-1945), I A steht hier für den Landespolizeibezirk Berlin, die Schriftart stimmt leider nicht ganz, ist zu dick und die schwarze Umrahmung fehlt.


    Der Innenraum ist in schlichten, aber passenden hellbraun gehalten, die Lenkradradform, Armaturenbrett und Sitze sind stimmig wiedergegeben. Selbst das Emblem zu 75. Jahrestag der Firma Opel mittig auf dem Armaturenbrett ist mehr oder weniger vorhanden, man hat zumindest versucht es wiederzugeben, dafür fehlt die Uhr auf der Beifahrerseite des Armaturenbretts.


    Mein Fazit: Eine wunderschönes Opel Vorkriegsfahrzeug welches in jeder ernsthaften Sammlung nicht fehlen sollt, welchem jedoch wieder all zu sehr fehlerhafte Details beigefügt wurden.
    Für diesen Preis kann und sollte man mehr erwarten können!!!!


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    Grüße Sandro

    Quattro, 4WD, 4x4, Syncro..., mal ehrlich, Allrad ist doch was für Leute, die nicht Autofahren können! Heckantrieb ist die wahre Religion!

    Edited 3 times, last by SoundofThunder ().

  • Ich finde es auch ziemlich gut, dass BoS auch solche Vorkriegsexoten bringt, im Kontrast zu den Forderungen dieses Forums, wo immer diese 80er Jahre Mumpen gefordert werden.
    Aber man erinnert sich, dass der Autobahnkurier das einzige Modell aus der gesamten BoS-Palette war, das n.m.K. ausverkauft war und in einer zweiten Marge nachgelegt wurde.
    Vielleicht gibt es da draussen eine Käuferwelt jenseits des Forumsgeschmacks...:kichern:
    Inwieweit der Vorkriegs-Opel getroffen wurde, kann ich nicht beurteilen, da ich dessen Form bis vor 5 Minuten überhaupt nicht kannte.
    Mir fällt allerdings auf, dass hier neuerdings jeder, der eine verhauene Detaillierung kritisiert, das Wort "lieblos" benutzt. Neue Forumsfloskel?
    Fängt an, mir auf den Sack zu gehen, da niemand weiss, was die da wieder als Vorbild hatten, manchmal geben die sich ja mit Details richtig Mühe und dann isses erst recht falsch. Das ist blöd, aber nicht "lieblos".

  • Vielen Dank für die Vorstellung dieses Modells. :sehrgut: Ich finde es toll, dass sich BoS dieses beeindruckenden Vorkriegsfahrzeugs angenommen hat - wobei die Detailfehler nun wirklich nicht hätten sein müssen, gerade die Sicken in den Stoßstangen sind ein recht markantes Merkmal. :augenrollen:


    Kleine Anmerkung noch zum Kriegseinsatz des Admirals: Dessen Motor wurde auch im Opel Blitz 3-Tonner eingesetzt, der bei der Wehrmacht sehr beliebt war - sogar so beliebt, dass Mercedes-Benz angewiesen wurde, den Blitz in Lizenz zu bauen (das tat man dort noch bis weit nach Kriegsende unter der Typbezeichnung L 701). Der Admiral wurde übrigens nicht nur als Kommandeurswagen verwendet, man schnitt ihm auch gerne die hintere Hälfte seiner Karosserie ab und setzte dort einen Kastenaufbau auf - so entstanden Behelfskrankenwagen.

    Natürlich kannst Du das wieder so machen, aber dann ist es halt wieder falsch.

  • @ area52



    Quote

    Mir fällt allerdings auf, dass hier neuerdings jeder, der eine verhauene Detaillierung kritisiert, das Wort "lieblos" benutzt. Neue Forumsfloskel?
    Fängt an, mir auf den Sack zu gehen, da niemand weiss, was die da wieder als Vorbild hatten, manchmal geben die sich ja mit Details richtig Mühe und dann isses erst recht falsch. Das ist blöd, aber nicht "lieblos".


    Mit "lieblos" bezeichne ich die Details an Modellen, die eigentlich z.B. filigran dargestellt sein sollten, wie eben beim Original und stattdessen als eher unförmiger "Klotz", völlig falsch oder erst garnicht wiedergegeben wurden.


    Ähnliches sieht man oft an den geschwungene oder kantige Karosserieformen oder bestimmter Fahrzeugteile, wo es scheint, als ob sie nur schnell mal vereinfacht wurden, um Arbeit zu sparen, als den Aufwand zu betreiben, diese genau zu recherchieren und korrekt dazustellen.
    In Zeiten des www. sollte dies auch kein Problem darstellen und so absolut selten ist dieser Typ nun auch nicht.


    Das nenne ich lieblos!


    Dann sollte man es eher so nennen:
    Nicht in der Lage, ein Modell, seine Form bzw. seine markanten Details zu planen, genauer zu recherchieren und dann umzusetzen!


    Auf der einen Seite versuchen die Hersteller ein Modell bis in Detail das Original nachzuempfinden und dann bekommt man als Kunde solche Details.... aber wie auch wieder in diesem Fall, sollte man wohl eher seine Ansprüche zurückschrauben, der kam ja nur rund 100€.


    Quote

    Fängt an, mir auf den Sack zu gehen, da niemand weiss, was die da wieder als Vorbild hatten,


    Beim Admiral glaub ich nicht, das BoS irgendeine „Hinterhof-Bastelbude“ oder ein schlecht restauriertes Fahrzeug als Vorlage gewählt hatten, welches an mangels Originalersatzteilen, stattdessen mit irgendwelchen pseudo Fremdteile anderer Fahrzeuge restauriert wurde.
    Gerade hier wäre sicher die beste Option, Opel in Rüsselsheim zu kontaktieren, was ja nicht weit weg ist von Flörsheim, die haben mit Sicherheit, zu 99% originalgetreue Fahrzeuge.

    Quattro, 4WD, 4x4, Syncro..., mal ehrlich, Allrad ist doch was für Leute, die nicht Autofahren können! Heckantrieb ist die wahre Religion!

  • Hallo Sandro,


    Thank you very much for this detailed review and the excellent photo set.
    While preferring 1:43, I really enjoyed reading the story (with Google translate help) and looking at the pictures.
    Pre-war Opel Admiral is definitely one the most beautiful cars, irresistible in it's magnificent harmony.


    Best wishes, George

  • Zuerst einmal Danke für die schönen Modellfotos.
    Ich finde es gut, wenn ein Hersteller mal wieder ein Vorkriegsmodell herausbringt.
    In meiner kleinen Sammlung habe ich einen Horch 855 Spezial Roadster und eine Maybach SW 38 Cabriolet.
    Der Opel Admiral macht erst einmal einen guten Eindruck, auch die Innenausstattung sieht hochwertig aus.
    Dass nichts zu öffnen ist, die zahlreichen Fehler in der Modelltreue und der schlichte Fahrzeugboden gefallen mir weniger.

  • Ja, dass die so schlecht recherchieren, verstehe ich auch nicht.
    Hardy glaubt, dass die aus Zeit- und Kostengründen nur ein Original suche, dieses umsetzen und auf weitere Recherche verzichten.
    Er meint, die Projektplaner seien auch zeitlich überlastet.
    Ich hingegen denke so wie Du, nur alleine mal für 15 Minuten die Fotosuchfunktion einer Suchmaschine zu benutzen kann nicht so schwer sein.
    Oder sich mal ein Buch wie die von Werner Oswald ins Regal zu stellen, Deutsche Autos 1920-1945 oder Deutsche Autos 1945-1975, die derartige Fehler defintiv zu verhindern helfen, das dürfte man eigentlich schon erwarten.
    Dennoch, dass die keinen Bock auf ihren Job und ihre Modelle haben, das glaube ich nicht (das wäre mein Verständnis von lieblos).
    Beispiel Ford Capri RS2600 Spa Franchorchamps 1971 von Minichamps.
    Da haben die einen Spalt in die Haube gefräst, der einfach kompletter Unsinn ist.
    Dennoch hat das ja jemand extra so geplant, also eine bewusste Entscheidung getroffen, nur leider ist die total falsch.
    Und gerade bei einem 1938er Opel würde ich einiges darauf verwetten, dass kein absout originalgetreues Fahrzeug mehr existiert, die haben bestimmt irgendeine halbgare Mumpe gescannt, beim Ford P5 Modell kann ich dir sogar sagen, was das Vorbild für Reifen drauf hatte, all die Fehler des Modells zeigen die typischen Sachen, die irgendein Besitzer verbastelt hat (bis auf die verrutschte Front, das ist nochmal was anderes.)
    Den Mutterkonzern würde ich auch nicht unbedingt fragen.
    Das nervt doch nur ab, die brauchen ewig und wollen hinterher im schlimmsten Fall noch Muster sehen und absegnen, dann kriegst du niemals ein Modell fertig.
    Das zumindest wäre meine berufliche Meinung...

  • Da verstehe mal einer BoS - den Admiral werd ich mir höchstwahrscheinlich schon noch bestellen, auch wenn es mir schwer fällt. Wenn man sieht dass es andere Hersteller besser oder zumindest genauso "schlecht" hinbekommen für weitaus weniger Euros schmerzt das schon. Täten die BoS 60-80€ kosten hätte ich längst jeden Opel bestellt und wäre zufrieden.


    Alles in allem ist es dennoch ein schönes Modell und die meisten Fehlerchen fallen wie so oft ja nur im direkten Vergleich auf, drum geht das schon klar.


    Grüße

  • Die Schwächen in manchem Detail möchte ich nicht verschweigen. Auch die teilweise nicht 100%ig nachempfundenen Formen bei anderen Modellen aus dem Hause BoS, siehe den Knick in der Seitenlinie beim E3. Was mir aber gefällt, und bei der Umsetzung bestimmt eine Rolle spielt, ist die Modellpolitik. Bisher gab es von keinem BoS Modell eine weitere Farbvariante, sämtliche Entwicklungskosten müssen mit diesem einen Modell eingefahren werden. Während man sich bei OttO und GT Spirit mehr oder minder auf „gängige“ Modelle beschränkt, das zweifelsohne auch dabei vorhandene Risiko eines Flops immer gegeben bleibt, hat man dort das Risiko dennoch ziemlich minimiert.


    Die Auflage bei BoS beträgt pro Modell 1.000 Exemplare, soweit mir bekannt. Nur vom Golf 1, ohne Cross Country, Cabrio, Caddy und den silbernen Rabbit (keine Stückzahlen angegeben), hat OttO bisher 11.000 Stück verkauft. Das sind bei einem VP von durchschnittlich 45 Euro dann knapp 500.000 Euro an Umsatz. Natürlich entstanden pro Variante weitere Entwicklungskosten, die sich aufgrund der bereits vorhandenen Basis aber in Grenzen hielten. Und beim 1:12 GTI fing man auch nicht noch einmal bei Null an. Der 1:12, ebenfalls ausverkauft, brachte bei einer Auflage von 1500 und einem Preis von 120.- Euro 180.000 Euro Umsatz. Insgesamt viel Geld für einmalige Entwicklungskosten. Dass der silberne Rabbit 56.- Euro kostet, der weiße damals 44.-, sei nur am Rande erwähnt. Nicht zu vergessen das hohe Porto aus Frankreich, wenn hier schon Preise miteinander verglichen werden.


    OttO sei der Erfolg gegönnt, darum geht es mir nicht. Vielmehr darum, dass BoS ein ganz anderes Risiko fährt, bei deutlich niedrigerer Marge. Die Audi RS4 Avant von GT Spirit sind nicht ausverkauft. Ein Abverkauf bei Preisen von 80.- Euro gestaltet sich also weitaus schwieriger. An der Attraktivität der Vorlage kann es nicht liegen, auch nicht an der Umsetzung. Was mich dort auch verwundert – der rote RS5 kostet 80.- Euro, der anthrazitfarbene 20.- Euro mehr, 100.- Euro. Ein heftiger Aufpreis für Metallic.


    Und nun kommt BoS mit dem 1938er Admiral daher, den ein Teil aus dem Forum bis dato gar nicht kannte, verlangt dafür 100.- Euro. Da geht man ein noch weit höheres Risiko ein, denn Modelle von Vorkriegsfahrzeugen sammeln die wenigsten. Und wenn, dann sind es meist weltweit populäre Vorlagen wie ein Bugatti oder Mercedes SSK. Dass BoS z.B. den „Borgward Traumwagen“ aufgelegt hat ist SEHR mutig. Von OttO / GTS wäre der NIE gekommen.


    Wenn man dann bei BoS, so „unschön“ es auch ist, bei einigen Details etwas weniger Aufwand betreibt, ist das für mich akzeptabel, senkt es doch die stetig steigenden Entwicklungskosten. Dass BoS den wie ein erigiertes Periskop aussehenden Tankstutzen gekürzt hat, gefällt mir sogar besser als beim Original. Wie überhaupt das Modell, dank Deiner vorzüglichen Bilder gut zu sehen, besser rüberkommt als die Vorlage. Was auch dem tiefen und hochglänzenden Schwarz zu verdanken ist. Grill und Lufteinlässe besitzen ausreichend Dreidimensionalität, der Innenraum sieht edel aus, die Speichen des Lenkrades sind nicht plump gestaltet, er steht auf makellosen Weißwandreifen – es gibt auch eine Menge an Lob zu verteilen. Das Positive überwiegt für mich bei diesem Modell eindeutig. Das sage ich, der Modelle garantiert nicht minder kritisch beurteilt als Du.


    Der Grill ist btw. nicht zu kurz. Es ist vielmehr umgekehrt - die Stoßstange sitzt zu tief. Auf diesem Bild wird’s deutlich:
    http://www.reisenews-online.de…/12/Opel-Admiral-1938.jpg


    Behalten wirst Du ihn, trotz Deiner langen Auflistung an Detailschwächen? Etwas Freude bleibt?

  • Zu erst muss ich mal sagen, ich sammle und besitze immer noch, bis jetzt jedes der bisher erschienen BoS-Opelmodell, das sind nun in dem Maßstab schon 15 Stück, was ja ach schon einen beachtlichen Wert darstellt.


    Ich bin zu 100% begeistert, das BoS sich der vielen verschiedenen Opeltypen annimmt, schön find ich es, das es meist eher die Brot- und Buttervarianten sind, die damals hauptsächlich unterwegs waren und nicht die potenten Sportvarianten, wie es eben die Macher von OTTO tun, was zumindest die Opelmodelle angeht, die einen freuts, die anderen nicht.


    Als nächstes, warum auch nicht mal Vorkriegsvarianten herrausbringen, sicher die meisten werden hier sowas nicht sammlen, aus was für gründen auch immer, für mich ist Opel gleich Opel, egal ob Baujahr 1899 oder 2015, es ist eben Opelgeschichte für mich.


    Die Rak 2 1928 von BoS, ist ja nun noch exotischer als der Admiral (der ja immerhin in Serie gebaut wurde), es war ein Einzelstück eines raketengetriebenes Versuchfahrzeuges, siehe Vorstellung im MCF, mal ehrlich gibt es eine Markt dafür, sicher einige wenige werden ihn kaufen, der größte Teil hier wird ihn nicht mal kennen, dann schon eher die Hardcoreopelfans.


    Klar geht der Hersteller ein hohes Risiko ein, so ein Modell zu entwickeln und für den Markt Umzusetzen, wird es ein Erfolgsschlager oder ein Reinfall, bestimmt sicher liegt es auch der Wahl des Modells, ein Mercedes 300 SL oder ein Bugatti Typ 57 wird sich sicher mehr verkaufen lassen, auch wenn er von diversen Hersteller herrausgebracht wird oder auch bei mehr Farbvarianten die davon erscheinen.


    Wenn z.B. der Admiral in schwarz sich vielleicht nicht verkaufen sollte, wozu das Risiko eingehn noch einen in grau, blau oder grün bringen, dann eben nur 1000 Stück und gut ist, es wird vielleicht einmal ein sehr gesuchtes Sammlermodell mit dieser Limitierung werden oder auch nicht.


    Andere Hersteller lutschen ihre Formen, derart lange mit der Xten-Farbvariante aus, das es schon langsam nicht mehr schön ist und kündigen in regenmäßigen Abständen ihre "Neuheiten" an, "Neuheit"!? och nöööö..., nur wieder die nächte Farbvariante.
    Das wird langweilig auf dauer, klar nutzen die Hersteller das, um Kosten zu senken, für jeden wird sicher irgendwann die richtige Wunschfarbe dabei sein, aber Vielfalt schafft das nicht.


    Hier wiederrum ist BoS ein Hersteller der eine Typenvielfalt schafft, früher was das Sammlegebiet Opel recht überschaubar, es gab ein paar bestimmte Opeltypen und eben ihre Farbvarianten.
    Bei Hersteller Opel wäre der Markt in punkto Modellautos schier riesig, selbst wenn die jeden 2. Monat einen Modell herraubringen, würden die Jahrzehnte dafür brauchen.


    Vielfalt schaft eben Leben in einer Sammlung, so sehe ich das jedenfalls.


    Ich kenne viele Opelminiatursammler die auch jeweils die Farbvarianten kaufen, gerade im Maßstab 1:43 ist das schon fast eine Katastrophe.
    Diese jedes mal aufstöhnen, das nun schon wieder einer dieses Typs kommt, nur halt in der Xten Farbe.
    Es ist ja nun auch eine Geld und Platzfrage, wenn man vielleicht schon 10 Stück oder mehr des Typs Opel Manta A, des Opel Kapitän oder des Kadett C besitzt und es werden dann irgentwann immer mehr.


    Schlimmer find ich dann noch die teilweisen Doppelentwickungen des Typs X, sagen wir mal in rot, erst streng limitiert auf 500 Stück, exklusiv für den Anbieter X, später kommt die Neuauflage von 1500 Stück, was soll ma dazu noch sagen, ich nenne es Verarsche. :nichtgut:


    Ich denke mal, BoS wird sich im klaren sein, das sich seine Modellpolitik, speziell mal Opel betrachtet, mal sehr gut, aber auch vielleicht mal weniger gut verkaufen lassen, aber bei einer Gesamtprduktion von je 1000 Stück, wird sicher jedes Modell irgendwann einen Käufer finden.
    Auf dem "Gebrauchtwagenmodellmarkt" sieht man, das diese auch nicht für einen Schleuderpreis gehandelt werden.


    Eine gute Modellvorstellung find immer interessant und sollte natürlich diskutiert werden, gerade für diejenigen die eine bestimmten Typ nicht unbedingt bis ins i-Tüpfelchen kennen, Fehler am Modell sollten erörtert werden, die positiven sachen natürlich auch.
    Manchem erleichtert dies vielleicht sogar die Wahl, ob er das Modell kauft, oder nicht, dieser eventuelle abwartet, das die Preise sinken und dann zuschlägt.


    Sicher, einige werden sagen der sieht "richtig toll" aus, kauft ihn und erfreut sich vielleicht an einem Modell welches teils voller Fehler ist, wenn es ihn nicht stöhrt, so ist das sein "Bier".
    Mich stöhrt meist, das so ein Modell zwar sehr gut in Form und Detail entwickelt wird, aber der Gesamteindruck durch nachlässige Recherche, aus kostengründen oder mangels eines originalengetreuen Vorbilds falsch umgesetzt wurde.


    Zu Umsetzung der diversen Modelle, kann ich nur sagen, Fehler wird es eben immer irgentwo geben, mal mehr, mal weniger, 100% werden nicht mal die "Premiumhersteller" liefern können.
    Für 100€ kann man und sollte man schon eine gewisse Qualität bzw. auch eine Originalitätstreue des Modells, gegenüber dem Original erwarten können.


    Gerade markante Details machen eine bestimmtes Modell zu dem was er ist underhöht den wiedererkennungswert.
    Bei Vorkriegsfahrzeugen dieser Klasse zählte nun mal ein wenig
    "Protz und blink blink" zu Image und wurde stolz zur schau getragen, daher kann ich nicht verstehn, warum die Stoßstangen von der Form her eher an nen VW Käfer erinnern, als an einem Opel Admiral.


    Du hast im übrigen recht, die Frontstoßstange sitz wirklich zu tief bei dem Modell, das Bild gibt einen sehr guten Vergleich, Danke für den Hinweis.


    Ich finde deine Aussage allerdings recht befremdlich:


    Quote

    Dass BoS den wie ein erigiertes Periskop aussehenden Tankstutzen gekürzt hat, gefällt mir sogar besser als beim Original.


    Der war nun mal so beim Original und sollte auch so wiedergegeben sein, die Mecedes 300 SL Fans würden auch aufschreien, wenn ihr neues Modell nur normale Türen hätte, anstatt der Flügeltüren, dies sind Details die unverkennbar sind.

    Quattro, 4WD, 4x4, Syncro..., mal ehrlich, Allrad ist doch was für Leute, die nicht Autofahren können! Heckantrieb ist die wahre Religion!

  • Ein sehr interessantes Modell. Danke für die schönen Bilder und die vielen tollen Infos :sehrgut:


    Ich bin mit Modellen aus dieser Zeit nicht so sattelfest, also hätte ich zuerst gesagt, dass das Modell schön umgesetzt wurde.
    Aber nach kurzer Bildrecherche sind die bereits erwähnten Fehler aber recht deutlich zu erkennen.
    Warum das immer wieder passiert, verstehe ich auch nicht.
    Es kostet ja keinen Cent mehr, etwas richtig statt falsch zu recherchieren.

  • ich war auch begeistert, als ich das Modell sag, bzw bin es noch. Einfach Klasse, dass solche Modelle endlich auf den Markt kommen, mir wäre es nicht aufgefallen, dass es so an den Details krankt, mache mir aber ehrlich gesagt auch kaum mal die Mühe zu recherchieren... Bei 1:1 er gehts mir da anders...


    aber gut, wenn es mein Sammelgebiet wäre, würde ich ihn mir holen..

  • Habe inzwischen das 2. Modell des Opel Admiral zurück geschickt! Mit den gleichen Fehlern! Vordere Stoßstange und Kennzeichen ab. (Dies ja nicht ganz so schlimm.) Kofferraumgriff abgebrochen. (sehr ärgerlich!) Dicke Schmarre an der Stoßstange! :sauer::nichtgut:


    Die abgefallenen / abgebrochenen Teile scheinen alles n Verpackungsproblem zu sein wie mir scheint! Evtl durch das Papier drumrum.


    Finde das arg ärgerlich! Modelcarworld tauscht nur 1x aus. Danach Rückerstattung des Preises und man muss neu bestellen! :meckern:


  • Finde das arg ärgerlich! Modelcarworld tauscht nur 1x aus. Danach Rückerstattung des Preises und man muss neu bestellen! :meckern:


    Tja, diese Thematik haben wir beim BoS Audi V8 schon diskutiert... das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch rechtlich fragwürdig... :meckern:

  • ich trau mich garnich den auszupacken, drückt mir die Daumen!


    Doch mach mal *daumendrück* :sehrgut:


    Irgenwann musst ja reinschaun ... bleibt Dir ned erspart :kichern: ... und dann berichte.
    Überlege mir den schönen Opel nämlich auch schon die ganze Zeit, denn Vorkriegsautos habe ich fast gar keine.

  • Ich denk das Problem ist die Verpackung! Die sparen ja an der Bodenplatte! Ansonsten würd das definitiv nicht passieren. :nichtgut:


    Wenn man den woanders im Laden bekommen würde, dann würd ick da alle auspacken!
    Man kann sich ja nichtmal an "den Hersteller" wenden da es keine Kontaktadresse gibt! Wenn man die unten aufgedruckte HP eingibt, kommt man direkt zu modelcarworld.de




    Find das arg ärgerlich da ich den eigentlich unbedingt haben will.
    Aber an nem 100€ Modell mit Kleber zu handieren is auch doof. :öhm:

  • 911jp, dein Daumendrücken hat leider garnichts gebracht, dennoch Danke :D
    Natürlich ist er kaputt. BoS hatte bisher immer relativ gute Verpackungen, ich hatte nie einen Beschädigten. Der Admiral aber ist mehr als, sorry, beschissen verpackt. Das Modell kann (selbst mit intakten Stoßstangen) rund 2cm hin und herrollen - ist doch klar dass da die Stoßstangen brechen. Bei mir hat es nur die vordere erwischt und der Griff an der Heckklappe fehlt auch, konnte ihn nicht finden in der Verpackung.


    Außerdem stimmt irgendwas am Fenster hinten rechts nicht, da hat sich irgendein Fremdkörper eingeschlichen.


    ... Dann reklamiere ich mal.






    Ansonsten aber bin ich restlos begeistert vom Admiral, Fehlerchen hin oder her, ein tolles Modell. Und glücklicherweise habe ich direkt zwei BoS' bestellt, der andere ist hervorragend!


    Grüße

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