Modelcarforum
Alt 11.10.2017, 20:51   #1   nach oben
Oldtimer
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Fotoätzteil löst sich

Hallo zusammen

Ich habe auch mal ein "Problem".....bei einem meiner Modelle löst sich der Mercedes-Stern hinten am Kofferraum. Es ist ein Fotoätzteil und das Modell ziemlich....teuer und selten, ich möchte daher echt nichts riskieren.
Im Moment ist der Stern etwa noch zur Hälfte dran, die andere Hälfte steht aber ab resp. hält nicht mehr.

Wie kann das Ätzteil wieder ohne Spuren zu hinterlassen festmachen resp. gibt es adäquaten Ersatz?

Vielen Dank für eure Hilfe
Erwin
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Alt 11.10.2017, 20:55   #2   nach oben
Hessebembel
Hmmm, ja, ja...
 
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Hallo Erwin,

versuch´s doch mal mit ein wenig Klarlack. Vorsichtig mit einem Pinsel, einem Zahnstocher o.ä. ein wenig auf den sich lösenden Teil des Sterns aufbringen, mit einem Zahnstocher (natürlich nicht mit dem, der ggf. zum Auftragen des Klarlacks verwendet wurde) vorsichtig andrücken, trocknen lassen - und schon sollte das Teil wieder halten.
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Natürlich kannst Du das wieder so machen, aber dann ist es halt wieder falsch.
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Alt 11.10.2017, 22:11   #3   nach oben
area52
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Ich schließe mich diesem Rat an, es sollte aber kein Acrylklarlack sein, nimm am besten Revell oder Humbrol Enamel.
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Alt 11.10.2017, 23:12   #4   nach oben
raidou
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Lenn, diesen Ratschlag lese ich immer wieder von dir. Mich würde mal der Hintergrund interessieren. Was hast du bloß gegen Acryllack?
Das ist für Modellbau der beste und am einfachsten zu verarbeitende Lack, während Kunstharzlack einen eklig hohen Lösungsmittelanteil hat, der nicht nur ewig lange zum Trocknen/Ausdünsten braucht, sondern im dümmsten Fall auch den Werkslack anlöst und beschädigt.
Ich habe sämtliche Email Color Bestände schon lange entsorgt und fahre bestens mit Revell Aqua oder Tamiya.
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Ich habe genug eigene "Probleme"... ;)
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Alt 12.10.2017, 00:40   #5   nach oben
area52
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Ist ein bischen vereinfacht gesagt.
Tamiya X wollte ich erst tatsächlich ausklammern, war mir dann aber zu kompliziert als Ratschlag. Wasist mit Tamiya PS Lexan, da hätte ich dann auch wieder dazu schreiben müssen: den dann aber nicht.
Ich meine den stark lösungsmittelhaltigen Autoacryllack aus der Spraydose. Motip, AutoK. Den würde ich nun wirklich nicht nehmen. Auch der aus dem Bastelshop von Marabu (Spraydose). Sehr viel Lösungsmittel, aggressives Zeug.(Wobei es von Marabu auch Aqua und ich glaube auch Enamel gibt, das schien mir zu verwirrend.)
Oder Dupli Color. Gibt es als Enamel und Acryl, Dosen sehen sich ähnlich.
Da schienen mir die Enameltöpfchen von Revell am verwechslungssichersten, wenn er Aqua erwischt, wäre das ja auch überhaupt kein Problem, im Gegenteil. Aqua ist auch perfekt.

Die Enameltöpfchen haben ja eher kaum Lösungsmittelanteil.
Wieso hast du da andere Erfahrungen, das kann doch nicht sein?
Desto langsamer das Zeug auftrocknet, desto weniger Lösungsmittel ist drin.
Sind wir da einer Meinung?
Ich selbst würde Tamiya X nehmen, nachdem ich das Zeug nun eine Weile auf allem möglichen getestet habe. Und ja, das ist Acryl, das stimmt.
Gutes, harmloses Zeug, aber wie gesagt:
Ich wollte die Formulierung einfach halten und mit Revell Enamel kann man nach meiner Erfahrung nix falsch machen, ist halt nur leicht bräunlich, zu dick auf weißen Modellen fällt dann unangenehm auf.
Löst aber nie irgendetwas an, und ich habe das wirklich schon auf alles gepinselt, außer auf mein Nutellabrot.
Doch, halt. Edding. Edding wird auch durch Revell Enamel angelöst.
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Alt 12.10.2017, 00:59   #6   nach oben
raidou
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Zitat:
Zitat von area52 Beitrag anzeigen
Die Enameltöpfchen haben ja eher kaum Lösungsmittelanteil.
Wieso hast du da andere Erfahrungen, das kann doch nicht sein?
Desto langsamer das Zeug auftrocknet, desto weniger Lösungsmittel ist drin.
Sind wir da einer Meinung?
Ähm, nein!
Je länger ein Lack zum Trocknen braucht, desto mehr Lösungsmittel ist drin und benötigt Zeit zum Verflüchtigen. Deshalb sind wasserbasierte Lacke ja eben in Minuten trocken, Revell Enamel aber teils nach Tagen noch nicht. Die triefen geradezu vor Lösungsmitteln. Macht sich ja auch schon durch den intensiven Geruch bemerkbar.

Gerade weil Acryl aber meistens wasserbasiert ist und nur einen verschwindend geringen Anteil an Lösungsmitteln (Propanol) hat, der leicht flüchtig ist, hat mich diese pauschale Aussage immer irritiert.
Wenn sich das nur auf spezielle Autolacke bezog, bin ich beruhigt.
Wobei die meiner Meinung nach heute auch bedenkenlos sind, weil auch da inzwischen deutlich schärfere Umweltschutz-Richtlinien zum Tragen kommen.
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Alt 12.10.2017, 01:11   #7   nach oben
area52
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ja, natürlich, heutige wasserbasierte Autolacke sollten auch harmlos(er) sein, bislnag habe ich aber damit keine Erfahrung.
Dann ist das einzige, wo wir nicht ganz zusammenkommen, die Sache mit den Trocknungszeiten und dem Lösungsmittelanteil.
Bin kein Chemiker, aber ein erhöhter Lösungsmittelanteil bei langsam trocknenden Farben widerspräche alle meinen Erfahrungen.
Wenn mir jemals der Untergrund hochkam, dann war das immer unter schnelltrockenden Deckschichten (wasserbasierte Lacke natürlich ausgenommen!). Marabu Sprayklarlack zum Beispiel.
Und ich meine nicht, dass der Decklack (noch nach Jahren) reisst, wenn der Untergrund weicher ist als der Decklack, das ist nochmal etwas anderes. Ich meine das blutdruckerhöhende Phänomen, wenn der Decklack diesen herrlichen Wattboden erzeugt, wenn er alles anlöst und abhebt.
Hatte ich wirklich nie bei Langsamtrocknern.
Der einzige Kunstharz, der mir wirklich mal durch Lösungsmittelanteile den Untergrund angehoben hat, war Duplicolor Enamel aus der Spraydose und der trocknet für Kunstharzverhältnisse auch sehr schnell auf.
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Geändert von area52 (12.10.2017 um 01:34 Uhr)
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Alt 12.10.2017, 01:30   #8   nach oben
raidou
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Zitat:
Zitat von area52 Beitrag anzeigen
Wenn mir jemals der Untergrund hochkam, dann war das immer unter schnelltrockenden Deckschichten
Aber genau das bestätigt es doch!
Lösungsmittel müssen entweichen. Je höher der Anteil, desto länger dauert der Ausgasungs- und Härtungsprozess, desto länger bleibt der Lack weich und klebrig.
"Deckelt" man diesen Prozess dann mit einem schnelltrocknenden Lack, bricht dieser auf, weil die Gase darunter ihn hochtreiben.
Es ist also in dem Fall nicht etwa Lösungsmittel im Decklack, der den Untergrund anlöst, sondern genau umgekehrt.
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Alt 12.10.2017, 01:34   #9   nach oben
area52
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Nein.
Dann muss ich das Beispiel konkreter erläutern.
Es war schnelltrocknender (Motip)Acryluntergrund, der mir bei meinem Porsche 914 durch mehrfaches Auflackieren mit (relativ) schnelltrocknendem Kunstharz hochkam. Das offenbar noch enthaltene Lösungsmittel im tagelang ausgehärteten Acryl kann also gar nicht zu einem Aufbrechen der Kunstharzdeckschicht geführt haben, weil jene trotz für Kunstharz erstaunlich schnell trocknender Zusammensetzung wesentlich, aber wesentlich langsamer aushärtet als das Acryl darunter.
Offensichtlich hatte der Lösungsmittelanteil im Kunstharz von Duplicolor den Untergrund wieder aufgeweicht.


Es gibt eine Erklärung:
Ich habe jetzt mal nachgelesen, die Trocknungszeiten bei Kunstharzfarben wird durch Ölsäuren (Oleate) oder Naphthenate gesteuert, die Verdünnung mittels Lösungsmitteln wirkt sich eher auf die Konsistenz, also die Dünnflüssigkeit der frischen Farbe aus.
Das erklärt für mich vieles, z.B. wieso Spraydosenlack so oft aggressiver daherkommt als zu pinselnder Lack.
Es sind also die dünnflüssigen (Spraydosen-)Alkydharz-Lacke und vor allem superdünnflüssigen 1K-Acryl-Autolacke, die es bei strittigem Untergrund zu meiden gilt, nicht die langsamtrocknenden.
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Geändert von area52 (12.10.2017 um 01:46 Uhr)
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Alt 12.10.2017, 05:46   #10   nach oben
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Für PE Teile (vor allem die ganz kleinen) nehme ich Holzleim. Trocknet transparent aus und schrumpft immer noch ein wenig. Sollte doch was seitlich rausquellen, kann man es sehr einfach entfernen - ohne Rückstände auf dem Lack.
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Alt 12.10.2017, 08:44   #11   nach oben
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Aus der Lack Diskussion halte ich mich jetzt lieber raus. Um zum eigentlichen Problem mit dem Stern zurück zu kommen:

Solche Sterne für den Kofferraumdeckel gibt es bei AUTOart als Ersatzteil. Diese sind selbstklebend oder genau wie ein Decal als Wasserschieber zu verarbeiten. In der Bucht gibt es auch einige Anbieter die solche Chromsterne im Programm haben, sogar in verschiedenen Größen.

Ich würde den alten Stern nicht erst, mit welchen Lacken auch immer, versuchen zu befestigen, sondern gleich gegen einen neuen tauschen.
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Alt 12.10.2017, 08:51   #12   nach oben
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Auf ein Stück Papier etwas Kleber von einem Pritt Stift aufrubbeln. Das Papier dann unter den gelösten Teil des Sternes schieben und den Stern andrücken. Das ein paar Mal wiederholen damit der Stern etwas Kleber aufnimmt. Dann das Papier entfernen und den Stern für 3 - 5 Minuten andrücken. Fertig. So habe ich einen Typenschriftzug schon mal gerettet.
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Gruß, Markus
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