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Alt 18.09.2018, 14:17   #21   nach oben
area52
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Danke Euch.
Bin eigentlich auch ganz zufrieden, der Lack liegt momentan noch sehr dick drauf, aber das verändert sich noch.
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Alt 18.09.2018, 17:05   #22   nach oben
E_Goldmann
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Sehr interessante Langzeitstudie und eine sehr feine Modellaufbereitung, die Da durchführst.
Finde ich auch krass, dass Du den Klarlack schon vor über zwei Jahren aufgetragen hast, aber nun heute noch ein weiteres Jahr warten willst bis Du die Abschluss Politur durchführst... so sieht wohl ein Langzeitprojekt aus!

Allgemein muss ich noch sagen, dass ich es mich wohl nie getraut hätte, einen Lack mit dem Pinsel aufzutragen...noch dazu nicht, auf einem vollständigen, unzerlegten AUTOart Modell .... Gut, dass das so schön geklappt hat.

Den nachgedruckte Klassik-Motorhaube finde ich auch super ...passt wunderbar zur Ausgangsqualität des Modell und den Grauton hast Du beim Nachlackieren richtig getroffen.

Noch eine Frage zu den Lack-Qualitäten:
War es nicht so, dass die Acryl-Lacke die wasserbasierten, lösungsmittelfreien Lacke sind?? Und die Kunstharz-Lacke, die lösungsmittelhaltigen Lacke?

Und, dass man Kunstharz nicht über Acryl lackieren kann, weil sich der Acryl-Lack sonst direkt auflöst? Acryl auf Kunstharz ist hingegen unkritisch (?).

Meine Erfahrung ist eher die, dass Acryl-Lacke nicht recht glänzen, schwerer decken, sich aber aufgrund ihrer Wässrigkeit ganz komfortabel auftragen lassen (Sprühauftrag).
Kunstharzlacke sind hingegen satt deckend, werden richtig kratzfest hart und glänzen super. Dafür können aber auch leicht Fehler passieren wie "Nasen/Tränen", runzelige Orangen-Effekte oder sehr rauhe Stellen, wenn der Auftrag unbemerkt zu dünn war.

Wie gesagt halte ich Kunstharz für die bessere Technik und vermeide Acryl...
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Alt 18.09.2018, 19:10   #23   nach oben
area52
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Oh Gott nein!!! Genau andersherum.
Die modernen wasserbasierten Lacke sind tatsächlich wohl relativ unaggressiv, und ich glaube, die sind wohl auch irgendwie auf Acrylbasis, ja.
Aber mit dem alten Zeug kenne ich mich aus.
So richtig aggressiv und schwerst lösungsmittelhaltig sind die alten Acryl-Autolacke, die man bis vor zirka 10 Jahren überall kaufen konnte.
Du weisst schon, AutoK, Motip, wie auch immer die Dosen hiessen:
Die hatten mit vielen Untergründen Probleme und bei Kunstharz erst recht, wenn du die auf Kunstharz gesprüht hast, dann kam das innerhalb von wenigen Sekunden hoch. Andersherum überhaupt kein Problem, wenn das Acryl mindestens 8 Wochen durchgehärtet war, konntest du da Kunstharz draufpinseln, wie du wolltest, auch wenn das aus anderen Gründen gar keine gute Idee ist.
Auch mit der Durchhärtung. Der Acryllack wird härter, selbst wenn die Kunstharzbasis jahrzehntealt ist, Lösungsmittel-Acryl drüber ist heikel.
Das gibt oft diese spinnennetzartigen Risse, gern erst nach ein paar Jahren.
Oder Plastikmodellbau. Die kleinen Revell und Humbrol Enamel (=Kunstharz) Töpfchen sind ja extra für Plastikmodellbau gedacht. Generationen von Kindern haben damit ihre Modelle angepinselt. Versuch mal, so ein Polystyrolmodell mit ner alten Dose Acryl zu lackieren. Ich habe noch eine mittlerweile ultrarare Tamiya 1/10 RC Ford 150 Ranger Karosserie. Die habe ich mal sehr günstig bekommen, weil da jemand genau das gemacht hatte. Sogar die Scheiben war alle blind, obwohl er die gar nicht angesprüht hatte, die Dämpfe haben schon gereicht. Oder die US-Thermolacke. Geh da mal mit lösungsmittelbasiertem Acryl drüber. Karre ist dann reif für einmal komplett abbeizen.
Mit Enamel hingegen müsste es gehen. Habe ich aber noch nie versucht.
Übrigens sollen sich die neuen Wasserbasislacke und alte Kunstharzlackierungen angeblich ganz gut vertragen. Habe ich mal gehört und kann ich mir auch vorstellen. Das könnte nochmal auf mich zukommen irgendwann.
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Alt 18.09.2018, 22:47   #24   nach oben
E_Goldmann
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Das ist auf jeden Fall eine Wissenschaft für sich, für die man mit der Zeit auch ein wenig Feingefühl entwickeln muss, ....wie Du es ja auch darstellst. Vollends auf "molekularer Ebene" kann ich das auch nicht erklären, dazu fehlt mir das Chemie-Studium

Auf jeden Fall bin ich aus Überzeugung kein Fan dieser wasserbasierten, "ablösegefährdeten" Lacke - weil man, wie gesagt keinen richtig satten und tiefen Glanz damit erreichen kann, so sehr man sich beim Auftragen der Schichten auch anstrengt.


Hier mal zwei Beispiele:
Nummer 1) Eine satte Kunstharz-Lackierung mit glatter, tief glänzender Oberfläche, die einfach sehr befriedigend aussieht:


Und hier Nummer 2) Eine Lackierung mit wasserbasiertem Farblack und zwei Schichten wasserbasiertem Klarlack.... da fehlt mir einfach die "Glätte und die Tiefe" -> man sieht es an den nicht so scharfen Spiegelungen im Lack


Ich hoffe, man sieht was ich meine. Beide Lackierungen wurden gleichartig verarbeitet, aber bei der wasserbasierten Geschichte gehts eben nicht klarer, deswegen möchte ich solche Farben erst gar nicht mehr her nehmen, außer vielleicht, dass mir ein Farbton mal so gut gefällt, dass ich es noch mal versuchen würde.
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Alt 19.09.2018, 10:15   #25   nach oben
area52
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Wie gesagt, ich habe mit dem Wasserbasiszeugs bislnag keine oder kaum Erfahrung. Pinseln kann man das auf jeden Fall nicht sonderlich gut. Oder ich jedenfalls nicht.
Habe versucht, damit Ventildeckel zu lackieren, das war ein Desaster, auch früher schonmal Blattfedern, sind auch richtig scheisse geworden.
Man muss wohl mindestens drei dünne Schichten lackieren, ähnlich wie man die alten lösungsmittelhaltigen Acryllacke spritzen musste, das wurde ja auch richtig schlecht, wenn man nur da ein bis zwei dicke Schichten spritzen wollte.
Leider bleiben die Pinselschlieren und Striche stehen, wenn man dünne Wasserlackschichten versucht und die Hoffnung, dass die nachfolgenden Schichten sich dann damit verbinden und alles egalisieren, was ja bei Tamiya X so toll funktioniert, hat sich auch nicht erfüllt. Ist auch extrem temperaturempfindlich, das Wasserbasiszeugs, unter 20° darf man das wohl gar nicht erst versuchen, habe ich gelesen. Irgendwann muss ich mich da mal ransetzen und das lernen.
Und dann aber spritzen.
Leider greife ich am liebsten auf Erfahrungswerte zurück und mache es so, dass ich weiss, was gut werden wird. Mit Kunstharz kannst du eine dicke Schicht lackieren, mit Pinseln auch, und es wird perfekt aussehen, wie Tauchbadlackierung, man muss nur gut im Gefühl haben, ab wann Läufer entstehen und immer ganz kurz unterhalb dieser Grenze bleiben. Und einen hochwertigen Pinsel verwenden. Und die Farbe gut einstellen, Trocknungszeiten. Ein Freund von mir hat einen kompletten Ford Transit gepinselt, da hätte jeder geschworen, der sei vom Profi mit der Pistole gemacht. Ist aber speziell und schwierig, die Farbe muss gut eingestellt sein, es gab ja früher in den 90ern diese Leute, die es mit Rolle versucht haben, die Autos sahen immer richtig schlimm aus.
Du musst auch da immer darauf schauen, dass die Frabe nicht zu schnell anzieht, je langsamer die trocknet, desto besser wird das Ergebnis. Wenn die Man hat hat nur Probleme mit Staub dann. Aber wenn die Farbe zu schnell anzieht, dann bleibt eben alles in der Oberfläche stehen, die Strukturen des Werkzeugs, Pinselspuren usw.

Dennoch, dieses Wasserbasiszeugs muss ich mal verstehen lernen. Irgendwann.
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Alt 19.09.2018, 11:28   #26   nach oben
E_Goldmann
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Zitat:
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..., dieses Wasserbasiszeugs muss ich mal verstehen lernen. Irgendwann.

Ja, ich auch. Vielleicht gibt es ja doch noch Qualitäten, die uns bisher verborgen geblieben sind.
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Alt 27.09.2018, 16:39   #27   nach oben
Gulf_LM
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Matt, keine Deko, die moderne Haube, das Ding hat einige Fragezeichen, die viele Käufer abhalten - du hast jetzt das meiste aussortiert, klasse!

Die Haube sieht spitze aus.
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Alt 27.09.2018, 19:34   #28   nach oben
carloabarth
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Zitat von Gulf_LM Beitrag anzeigen
Matt, keine Deko, die moderne Haube, das Ding hat einige Fragezeichen, die viele Käufer abhalten
Die Haube entspricht halt der Gruppe 5, also kein Problem. ( Auch auf vielen früheren Vorbildfotos zu sehen )
Außerdem sollte man(n) bedenken, das in so einer Qualität, alles zu öffnen usw. dieser Giftzwerg so wahrscheinlich nicht mehr kommen wird.
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