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Alt 25.12.2017, 15:33   #461   nach oben
Wieder einsteiger
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Daimler Chrysler existiert als solches seit 2007 nicht mehr.
Chrysler wurde damals verkauft und firmiert seit 2014 unter der Führung von FCA (Fiat Chrysler Automotive oder sowas).

Das Label Maybach ist mittlerweile nur noch zu einer Azsstattungsoption geworden.

Eigentlich echt schade, aber was will man machen.
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Alt 25.12.2017, 15:48   #462   nach oben
Techniker
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Genau, das meinte ich u.a. mit "diverse Umfirmierungen" im Laufe der Zeit.
Auch die Mutterkonzerne haben sich während der Jahre ja immer wieder neu firmiert bzw. wurden fusioniert etc. pp.
Maybach gehörte zwischendurch auch mal irgendeiner "Turbinen- und Motorfabrik" in Friedrichshafen ("MTU" oder so), aber wohl auch nicht allzu lange.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hatte Daimler diese Marke als Label irgendwann wieder "zurückgekauft" oder sich wie auch immer angeeignet... jedefalls ist es schon ewig lange nicht mehr die "Nobelmarke" von Mercedes - und auch kein Tuner oder so.
Für meine Begriffe einfach nur hoffnungslos überbewertet.
Der "klassische" Maybach der letzten Generationen (also nicht gerade die von Anfang des letzten Jahrhunderts) sah für mich noch völlig anders aus. Das stellte noch was dar, auch optisch. "Heute", wie Erwin schon schrieb, kannste den 12-Zyl. im Inneren (oder überhaupt irgendwas "Gehobenes") bestenfalls noch grob erahnen. Ansonsten muss man das Fahrzeug schon näher kennen, um dessen "Besonderheit" überhaupt zu schätzen bzw. zu erkennen.
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Alt 25.12.2017, 18:47   #463   nach oben
audeamus2009
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Heute ein Porsche 911 GT3 RS. Leider hatte ich nur mein iphone dabei.
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Alt 25.12.2017, 19:14   #464   nach oben
E_Goldmann
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Hab gestern einen Sierra Fließheck in sehr gutem Zustand gesehen, der äußerst zügig im Weihnachtsvekehr auf der A9 unterwegs war:



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Alt 26.12.2017, 01:06   #465   nach oben
e39
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Ist es schon so weit? Ich habe dieses "Fahrzeug mit dem geschlossenen Grill" von 89 bis 95 gefahren und meinen Neu Gebohrenen Sohn damit abgeholt. Ich habe diese Gummikuhe (2.0 GL) zuletzt gehasst wie die Pest. In der Sonne ist alles mögliche an Plastik in diesem Fahrzeug gerissen.
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Gruß
Reinhold
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Alt 26.12.2017, 01:39   #466   nach oben
E_Goldmann
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("Gummikuhe" ??)

Ich habe so einen 'mit geschlossenem Grill' und Stufenheck heute immer noch.
Den Effekt "einreissender Plastikteil" kenne ich allerdings mehr vom (Nachfolger) Mondeo als vom Sierra, und da dann insbesondere bei der Heckschürze.....

So ganz viel Plastik war ja am Sierra noch nicht Verbaut -> Schürzen, Stossleisten, Türgriffe, Spiegel.
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Alt 26.12.2017, 10:27   #467   nach oben
Hessebembel
Hmmm, ja, ja...
 
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Ich habe einen nicht geringen Teil meiner Kindheit auf der Rückbank eines Sierras verbracht und freue mich immer, wenn ich einen sehe.
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Natürlich kannst Du das wieder so machen, aber dann ist es halt wieder falsch.
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Alt 26.12.2017, 21:58   #468   nach oben
e39
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Zitat:
Zitat von E_Goldmann Beitrag anzeigen
("Gummikuhe" ??)
Ich hatte das Gefühl, dieses Fahrzeug hatte die Spritzigkeit und Dynamik einer Solchen.

Zitat:
Zitat von E_Goldmann Beitrag anzeigen
Den Effekt "einreissender Plastikteil" kenne ich allerdings mehr vom (Nachfolger) Mondeo als vom Sierra, und da dann insbesondere bei der Heckschürze.....
Das Armaturenbrett hat oben mehrere Risse.
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Gruß
Reinhold
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Alt 26.12.2017, 22:30   #469   nach oben
Techniker
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Ich glaube, diese Probleme hatte Ford nicht erst seit dem Sierra...
Ich kann mich gut erinnern, als der Mann meiner Ausbildungs-Chefin (und privater Bekannter) entgegen meinem Rat ENde der 70er einen Ford Taunus-Kombi als Firmen- und Privatwagen kaufte. Unsere Familie hatte kurz vorher einen Opel Rekord aus selben Gründen angeschafft und den hatte ich ihm auch empfohlen.

Sein Ford war einiges günstiger und das gab den Ausschlag, aber ruckzuck "schrottreif". Es fing nach kurzer ZEit damit an, dass die linke Fensterkurbel einfach abbrach! Billisgstes, dünnes Plastik! Danach der erste Kombihebel..... nur noch ein kurzer Stummel-
Nach kanpp 2 Jahren mussten die ersten neuen Kerzengewinde eingedreht werden, weil die Kerzen nicht mehr hielten! Die Schrauber meinten, das sei bei diesen Motoren fast normal. Ford hatte zu der Zeit eh schon den Ruf, dass die Motoren selten länger als das erste Jahr ohne Probleme überstehen....

Anspringen tat die Schüssel eh nur, wenn es raußen trocken war. Wenn es regnete, fragte er mich schon on ich mit meinem fqahren könne (K70), da der For nie ansprang sobald es feucht war bzw. regnete! Das bestärkte mich damals noch in meiner Ford-Apathie. Auch ich furh den Wagen dann irgendwann öfter und hatte mich vorher gewundert, warum der Halter damit immer so "ruckelig" bzw. "hart" fuhr. Eigentlich wusste ich, dass er Autofahren kann.

Nach meiner ersten Runde damit war es mir dann klar: Die Kupplung (des nagelneuen Wagens!) war knallhart, kam erst kurz vor dem oberen "Totpunkt" des Pedals und hatte irre Federkräfte. Sowas dürfte man eigentlich gar nicht bauen und kein anderes bekanntes Auto dieser Zeit fuhr annähernd so. Wir hatten dort sogar einen asbach-uralten Renault R-16 und selbst der lief mit seiner Lenkrad-Schaltung 100x besser als der neue Ford. Wenn auch die Franzosen eine extrem weiche Federung mit langen Wegen haben, aber das ist Gewöhnungssache.
Der Ford war einfach in allem "knallhart".

Nach etwas über 3 Jahren verkaufte er die Schüssel zum minimalen "Restwert", völlig entnervt. Keiner wollte mehr eine annähernd annehmbare Summe dafür zahlen, nicht mal Ford bei Neukauf. Bis dahin hatte die Karre NUR Probleme gemacht, das Nicht-Anspringen bei Regen war fast noch das geringste Problem....

Wenn ich heute mal in einem FOrd der letzten Jahre (oder auch selber) fahre, habe ich den Eindruck, dass sie sich um den Faktor 3000 oder mehr verbessert haben.
Inzwischen macht auch die Innenausstattung einen recht wertigen Eindruck (auch wenn mir deren Optik nach wie vor nicht gefällt, aber das ist eine andere Sache...).

Den Sierra habe ich auch einige Male gefahren den fand ich eigentlich noch ganz OK. Zumindest für "Ford-Verhältnisse..."
Mit vernünftiger Motorisierung geht der sogar ganz ordentlich vorwärts, ich war echt überrascht! Nahm zügig Gas an und dreht freudig hoch.
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Alt 27.12.2017, 00:31   #470   nach oben
E_Goldmann
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Wow.
Das sind ja lauter erschreckende Ford-Erfahrungen. Natürlich kenne ich auch Sprüche wie "Wer Ford fährt, kommt mit dem Zug nach Hause." usw.... Solche Phrasen rühren dann sicherlich von derartigen Geschichten her.
Bis in Zeiten, in denen der Taunus ins Alltagsbild gehörte reichen meine persönlichen Erfahrungen allerdings nicht zurück. Von Ford fahrenden Verwandten und Bekannten habe ich seit etwa 1990 noch keine gravierenden Enttäuschungen erzählt bekommen.
Vom Mondeo (Kombi) kenne ich, wie gesagt, das Phänomen einreissender Heckschürzen, was ich schon sehr oft gesehen und selbst erfahren habe.
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Alt 27.12.2017, 00:54   #471   nach oben
Techniker
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Zitat:
Zitat von E_Goldmann Beitrag anzeigen
Sprüche wie "Wer Ford fährt, kommt mit dem Zug nach Hause." usw....
Da kenne ich noch schlimmere: "Er fuhr Ford und kam nie wieder..."
Böse Zungen erzählen sogar, dass Ford die weitaus älteste Automarke ist und bereits in der Bibel erwähnt wurde: "Und siehe. sie sündigten in einem Ford".

Derartige Sprüche gibt es natürlich über alle nahezu alle Automarken und sie sagen zum Glück nichts über die Qualität aus. Selbst Fiat "rostet nicht schon im Katalog".
Das fängt erst auf dem Endmontage-Band an....

Bei BMW passt vielleicht noch das berühmte "Bring Mich Werkstatt", aber alle anderen sind glaube ich weit hergeholt. Und selbst die sind zum Glück nicht alle gleich anfällig. Bei Ford fand ich das aber ehrlich gesagt in den 70er Jahren schon erschreckend. Da war im Umfeld praktisch kein Fahrzeug, egal ob Capri, Taunus oder sonstwas, das nicht uinnerhalb relativ kurzer Zeit massive Probleme machte.
Das Harmloseste waren noch diese deckgefärbeten, billigen Blinker- und Bremslicht-Abdeckungen, die innerhalb kurzer Zeit regelrecht "weiß" leuchteten, oder hellrosa.
Wenn Dich vor einer Ampel irgendwas blendete, war es garantiert zu der Zeit ein Ford mit aktiven Bremsleuchten!

Die M-Serie davor fand ich dagegen klasse, die konnte man kaum kaputt fahren.
Ich hatte damals einem Kollegen mal einen alten 12M restauriert bevor er Führerschein machte, bis auf die völlig defekte Kupplung lief der echt klasse. Die rutschte beim Anfahren oder am Berg durch weil sie schlicht runter war und dazu kann natürlich Ford nichts.
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Alt 27.12.2017, 01:23   #472   nach oben
area52
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Kleiner Rat zu Weihnachten, Herr Goldmann.
Wenn du valide Informationen über alte Ford oder irgendein anderes Fahrzeug möchtest, dann empfehle ich die Kaufberatungen der Oldtimer Markt/Oldtimer Praxis zum jeweiligen Modell. Da fliessen breitgestreute, fundierte Erfahrungen ein, keine Einzelschicksale.
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Alt 27.12.2017, 15:53   #473   nach oben
Gulf_LM
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Na, dann bin ich ja mal gespannt, was so passiert... und frage mich bis dahin, wie Ford über die Jahrzehnte so überleben konnte, wenn die nur Mulch produzieren.

Apropos "Gummikuh".
Hab ich was verpasst?
Bisher - also seit Anbeginn der Zeiten - war das doch nur die inoffizielle Bezeichnung für alte BMW Boxer-Mopeds.
Wusste nicht, dass dieses Wort für irgendwas anderens nutzbar ist.
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Alt 27.12.2017, 16:05   #474   nach oben
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Au weia, was habe ich da angerichtet?

Das sind doch meine persönlichen Erfahrungen. Ich habe ursprünglich den Sierra geliebt weil sportlich und so. Leider war das dann doch nicht so der Bringer. Und ja: die Qualität fand ich 80er Jahre Plaste.

Übrigens: Mein Vater hat ein paar Jahre ein 17M gefahren (sein erstes Auto war ein Buckeltaunus) war ein tolles Auto. Danach kaufte er sich ein Consul Fließheck (neu). Geschlagene 9 Monate hat es gedauert, bis sie das Fahrzeug trocken legen konnten, da immer wieder Wasser ins Innere des Autos drang und man nicht herausfinden konnten, woran das lag.

Mit dem folgenden Escort hatte er dann wieder mehr Glück.
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Gruß
Reinhold
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Alt 27.12.2017, 16:08   #475   nach oben
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Ich auch nochmal.
Nachdem der Kollege Techniker uns erneut an seiner sehr reichen und für andere nicht zwingend nachvollziehbaren Lebenserfahrung hat teilhaben lassen, habe ich auch nochmal nachgeschaut, wie lange eigentlich die legendär robusten Köln V6 verbaut wurden. Und siehe da, das Internetz behauptet: bis 2011.
Dann sollten E Goldmann und ich in etwa das gleiche Aggregat haben, Betonung liegt allerdings auf in etwa, bereits die Granada hatten eine völlig andersartige Peripherie, auch der Kurbelwellendurchmesser ist anders, also passt das kleine Stirnrad nicht, die Kolbendurchmesser, die Wasserkanäle und und und... alles immer wieder geändert worden.
Dennoch... das ist meiner, V6, 90PS, 1966:


Hier noch eine Perle, die ich mal vor einiger Zeit geknipst hatte:
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Alt 27.12.2017, 16:29   #476   nach oben
Techniker
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Natürlich sind die Erfahrungen von Einzelnen nicht immer "für alle" nachvollziehbar. Das sind Deine ja umgekehrt auch nicht. Behauptet ja auch niemand.
Dennoch sind diese Erfahrungen halt da und man kann sie nicht einfach "wegdiskutieren".

Irgendwo hat doch jeder Hersteller so seine Probleme und trotzdem "überleben" sie alle, weil sie dennoch ihre persönliche Anhängerschaft und "Fans" finden. Und nicht jede Serie ist gleich gut oder gleich schlecht, das haben wir sicher auch schon alle mal erlebt.
Der Eine hat vielleicht mehr Probleme im technischen Bereich (da vielleicht nochmal unterteilt in Antrieb, Elektrik usw.), der Nächste eher im Bereich Karosserie, erhöhte Rostanfälligkeit oder ähnliches.
Ich finde schon, dass da manche Hersteller herausstechen (negativ wie positiv) und man nicht alle über einen Kamm scheren kann.

Und dass es durchaus positive Erfahrungen auch aus meiner Sicht gab, schrieb ich ja z.B. mit der M-Serie oder auch später mit den 6-Zylindern, die teils Bekannte und Arbeitskollegen fuhren und die durchaus damit zufrieden waren (hatte ich mal in einem anderen Thread beiläufig erwähnt).
Mein Ding war der Hersteller zwar nie, das heißt aber nicht dass er nicht trotzdem seine Fans hat. Und wie ich erwähnte finde ich schon, dass sich die Qualität der letzten Jahre dort wieder (spürbar) verbessert hat.
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Alt 29.12.2017, 11:49   #477   nach oben
E_Goldmann
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@area52:
Beeindruckender Anblick, Dein 51-jähriger V6!
Solche Fahrzeuge sind im Privateinsatz inzwischen sehr rar geworden. Und auch vom Zustand her hast Du ihn offensichtlich fitter gehalten als manchen Hollywood Darsteller aus dieser Zeit

Ich muss ja sagen, dass ich schon immer sehr auf die Marke Ford gestanden habe. Die Hecktriebler-Ära endete bei Ford im Wesentlichen 1993 mit dem Produktionsende des Sierra, dessen Plattform aber noch im Scorpio bis 1998 weiterverwendet wurde. Und auch wenn es die letzte Facelift-Stufe des Scorpio objektiv in die "Top 10 der unattraktivsten Autos" geschafft hat, mag ich den Scorpio dennoch auch sehr....

Bezüglich der Aggregate ist noch zu sagen, dass der sehr kultivierte und robuste V6 aus Deinem Taunus 20M auch noch aus einer 'besseren Zeit' stammt. Denn bis in die Achtziger Jahre deckte Ford die Hubraumgrössen von 1.3 bis 2.3 Litern immer mehr mit Vierzylindern ab, und verzichtete schrittweise auf die hochwertigeren V6 Motoren.
Etwa Mitte der Siebziger kam der "Pinto Motor" neu in die Ford(D) Motorenpalette und löste den "Kent Motor" in der Vierzylinder-Klasse ab. Der Pinto wurde dann bis in die Neunziger Jahre universell in fast allen Modellen von Capri, Taunus bis hin zum Transit und Scorpio verbaut und bewährte sich sehr gut (die Sechszylinder wurden dadurch noch exklusiver). Den Pinto gab es zuerst bei Ford (US) im "Ford Pinto", welchen Ford als Vierzylinder-Modell als Antwort auf die aufkommende Import-Kleinwagenschwemme" heraus brachte. Als nächstes kam der Pinto-Motor dann 1973 mit Turbolader im Ford Mustang (II) 2.3 unter, und kam dann auch zu Ford Europa.
Mein 87er Sierra 2.0i hat auch den Pinto Motor drin, und zwar schon in einem ziemlich fortschrittlichen Setup mit elektronischer Einzeleinspritzung, G-Kat, Lambda-Sonde und Luftmengenmesser, wodurch er bereits die EURO-1 Abgasnorm erfüllt.

Der Pinto wurde dann in den Neunzigern von den bekannten 16-Ventil Vierzylindern abgelöst.
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Alt 29.12.2017, 13:32   #478   nach oben
area52
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Danke, ja, der Wagen ist weitgehend original, lediglich an den hinteren Seitenteilen waren umfangreiche Schweißarbeiten und ein wenig davon auch an den C-Säulen, sowie eine anschließende Teillackierung erforderlich.
Sind leider tatsächlich alle verheizt worden, von den P5 Coupés gibt es keine 100 Stück mehr weltweit, P7a dürften noch weitaus seltener sein und P7b Coupés sicherlich auch weniger als 200 Überlebende.
Die Coupés sind alle in 3.-5. Hand verblasen worden, irgendein Jungspund ohne Geld und Ahnung musste dann auch mal mit dem V6 auf dicke Hose machen, waren ja selbst Anfang der 80er noch vergleichsweise potente Aggregate, wie man so hört, ich habe zu der Zeit noch mit Lego gespielt.
P7b-Limousinen sterben bis heute, weniger durch schneuzbärtige, muskelbehemdete Dorfjugend, heute eher durch vollbärtige Hipsterclowns.
Wenn so einer was von Alltagsklassiker nuschelt, dann weisst du Bescheid. Und die Mistkäfer klauen dir dann auch noch die allerletzten verfügbaren Ersatzteile, es gibt ja wirklich nichts mehr, Motomobil kümmert sich um Infos, was aus Fremdfabrikaten passen könnte und verkauft dann das und ansonsten braucht man Freunde und gute Kontakte, irgendwann kennst du die Leute ja auch fast alle.
Ab wann ein US Pinto vebaut wurde und wie das überhaupt alles hiess, weiss ich nicht. Ich weiss nur: der ursprüngliche V4 war nahezu identisch mit dem ersten Cologne V6.
Im Zuge meiner Recherche vorgestern las ich, der V6 sei aus dem V4 entwickelt worden, mit der Begründung, das dritte Zylinderpaar sei seitenverkehrt eingesetzt, um Abgasführung einzusparen, was Leistung kostet, da sich jetzt pro Bank jeweils zwei Zylinder ein Rohr teilen müssen.
Stimmt wohl, dennoch war der Entwicklungszusammenhang wohl eher andersherum:
Der V4 wurde aus dem V6 entwickelt und brauchte eine Ausgleichwelle, weil er ansonsten wohl doch allzu unruhig gewesen wäre. Dreht deswegen auch andersherum, da ist Obacht in Bezug auf Lichtmaschinenrotor, Wasserpumpe, und Lüfterrad geboten, die bis auf die Drehrichtung ansonsten identisch wären.
Der V4 ist aufgrund der Ausgleichswelle dem V6 auch leicht unterlegen, was die Stabilität angeht. Die V6 gehörten ja zu den Aggregaten, die von Honks ohne jede Wartung durch die Jahrzehnte geprügelt wurden, Stirnräder oftmals erst gewechselt, nachdem das große Novotex-Rad brach oder aufgrund massiven Zahnausfalls den Dienst quittierte.
Das geht ja, weil diese Motoren zu den ganz seltenen Exemplaren gehören, bei denen die Kolben nicht anschließend die Ventile zerkloppen; der ist so kurzhubig, dass die Kolben nicht hoch genug wandern und er dann bei Stirnradbruch einfach nur stehen bleibt.
Die V4 kranken aber daran, dass bei ausgenudelten Stirnrädern auch die Lager der Ausgleichwelle langsam aber sicher den Geist aufgeben, so dass ein V4, so er denn langlebig sein soll, vernünftiger behandelt und vor allem dauerhaft mit guterhaltenen Stirnrädern bestückt sein muss.
Ich hatte immer Angst vor den V6-Vergasern, muss ich sagen.
Diese Doppelvergaser sind ja ungewöhnlich konstruiert, weil sich beide Gas-Systeme einen Lufteingang teilen, so dass diese Hilfsmittel mit Colaflaschen und all diesen Dingen nicht zur Anwendung gebracht werden können, den musst du wirklich nach Gefühl einstellen.
Igendwann musste ich es dann doch und ich weiss nicht, ob ich das Glück des Trottels hatte, wahrscheinlich wirklich nur zufällig irgendwas richtig gemacht, jedenfalls hat es geklappt und ich bin in Bezug auf diesen robusten Bauernmotor auch relativ angstfrei mittlerweile, wenn der wirklich schlecht läuft, dann muss er schon richtig Aua haben.
Was wirklich nervt, ist die 6-Volt-Elektrik.
Zu einer Zeit, als wirklich alle auf 12 Volt umgestellt hatten, ich glaube, sogar auch VW war ein oder gar zwei Jahre früher dran, gurkte man bei Ford noch mit 6-Volt-Anlage und all den damit verbundenen, wirklich ernsthaften Problemen. Während man jedoch einen Käfer in wenigen Stunden umbauen kann, brauchst du für den Wischermotor eines Ford leider einen Schlangenmenschen... und natürlich die raren 12-Volt-Teile eines P7a...

Hier noch ein Bild eines 1966er Coupés, ist nicht meiner, das wäre der falsche Thread hier, aber in Silber hätte ich ihn auch wahnsinnig gern gehabt.
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Geändert von area52 (29.12.2017 um 13:37 Uhr)
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Alt 29.12.2017, 21:34   #479   nach oben
E_Goldmann
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Oh ja, das silberne Coupé ist wunderbar! Hätte ich natürlich auch gern

Mit "der Angst" gegenüber der alten Technik bzw. gegenüber Oldtimern im Allgemeinen sagst Du ´was... Wenn man so ein altes Fahrzeug zugelassen betreibt muss man über die Zeit ingesamt erstmal ruhiger werden. Denn man fährt schließlich keinen sorgenfreien Leihwagen, Baujahr 2017...
Das fängt schon damit an, dass man nach dem Einkaufen oder wenn man aus der Eisdiele kommt und wieder auf das geparkte Fahrzeug zuläuft, erstmal den Boden unterm Auto ´abscannt´, ob es Flecken gibt; als nächstes muss man dann jedesmal in Erwägung ziehen, dass er möglicher Weise nicht oder nicht ganz reibungslos anspringt. Während der Fahrt achtet man viel aufmerksamer auf Geräusche und Gerüche als in einem modernen Alltagsauto, in welchem man einfach so dahin rollt. Somit ist der Umgang mit Oldtimern rundum ein emotional intensives Unterfangen...
Aber wenn Einem die Lust daran nicht vergeht, ist es eigentlich unumgänglich, dass man über die Zeit so durchsteigt wie Du, und nahezu alle mechanischen Abläufe im Fahrzeug vor Augen hat, was dann auch immer mehr Entspannung beim Fahren bringt.

Ein echtes Highlight in der Sierra Modellpalette ist/war auch der "Sierra XR8", der Anfang der Achtziger nur in Südafrika zu haben war.
Denn über den "Köln V6" und den "Pinto" hinaus, kam dieser mit einem 5 Liter V8 und 204 PS daher. Allerdings gab´s von dieser Version nur unter 300 Exemplaren, was ihn unglaublich rar macht:





Im "Merkur Sierra XR4Ti" (wie der Sierra in den USA und in Kanada vertrieben wurde) gab´s auch einen 2.3 Pinto Turbo mit noch mehr Leistung als im 5.0L V8 des XR8.


Quellenangaben zu den Fotos des XR8:
1. Foto: aufgenommen am 24.08.2014; Download bei "flickr.com"
https://www.flickr.com/photos/dgk_88/15210191365

2. Foto: Motor-Foto aus Verkaufsanzeige
http://car-from-uk.com/sale.php?id=91397&country=uk

Geändert von E_Goldmann (30.12.2017 um 13:13 Uhr)
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Alt 31.12.2017, 00:49   #480   nach oben
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Uih, da ist das Abteil dann ja voll.
Gibt ja auch wilde Privatumbauten, ich habe mal einen P5 mit Mustang-V8-Block gesehen, der war auch....voll...
Habe aber kein Foto davon, Auto existiert auch nicht mehr.

Aber ein Eichberg turbobeatmeter V6 in einem Capri ist mir mal vor das Telefon geraten.


Und noch ein Capri mit irgendwas, keine Ahnung, was das ist, 6 Zylinder und Verteiler vorne... jemand ne Ahnung?
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