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Alt 01.08.2018, 09:17   #1041   nach oben
area52
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Moin,
was ich so lese, scheint die Hälfte von euch im Urlaub (gewesen) zu sein.
Ich war in der Hölle. Deutsche Bahn.
Die Rückfahrt war ok, da hatte man zwar auch gemerkt, dass der ICE kaputt ist, konnte den aber innerhalb von 55 Minuten flicken, fuhr dann entsprechend mit nur 55 Minuten Verspätung los und mein Anschlußzug war weg. Die Anschlußzüge warten nur bei Personalwechsel 30 Minuten lang auf ihre eigenen Leute, nicht auf Fahrgastdummies, selbst dann nicht, wenn du mit 55 Minuten Verspätung in genau der Minute einrollst, in der dein Anschlußzug losfährt. Soweit, so normal.
Beeindruckender war die Hinfahrt. Da hatte die ICE-Möhre innerhalb vierer Stationen bereits 64 Minuten Verspätung eingesackt, unter anderem deswegen, weil man eben auf das zu wechselnde Personal aus einem anderen stark verspäteten Zug warten musste/wollte.
Leider ist unser ICE dann nachts in Diepholz endgültig verreckt. Aus und vorbei.
Bis Bremen konnte die Bahn dann wundersamerweise noch einen Regionalzug auftreiben, ab Bremen sollte es dann mit Bussen weitergehen, wohl weil man erkannt hat, dass es auf der Strasse nun mal einfach besser klappt.
Das einzige, was bei der Bahn wirklich funktioniert, wirklich gut ist, ist das Personal. Die machen da einen Job, der sehr viel, sagen wir mal, vielseitiger ist, als man so denken würde. Unter anderem flicken die offenbar ihre Züge selber, sofern das noch möglich ist, bei diesem war es nicht möglich.
Allerdings ist auch deren Arbeitgeber nicht an allem schuld.
Z.B. legt sich offenbar neuerdings jeder Selbstmörder vor einen Zug, springt nicht mehr vom Dach oder sowas. Nochmal schön mit Aufmerksamkeit abtreten, paar Fahrgäste ärgern. Und den Lokführer traumatisieren.
Ich muss sagen, ich bin ein typischer Vertreter unserer kalten, herzlosen Zeit:
Gedenkminute könnt ihr haben, meinetwegen, Gedenkstunde, bis man euch von den Gleisen geklaubt hat, eher nicht.
Darüber hinaus hatte ich mich allerdings für einen ganz durchschnittlichen Trottel gehalten und war auch ganz zufrieden damit.
Jetzt muss ich feststellen: Offenbar bin ich doch der allergeilste.
Modellsammeln und -basteln müllt einem nicht nur übelst das Wohnzimmer mit Vitrinen und vor allem den Keller mit OVPs voll. Es bringt auch was.
Ich hatte ja schon seit längerem keine Lust mehr auf diesen ganzen Irrsinn mit Abbeizen und sonstigen Lackiervorbereitungen und habe stattdessen nach Möglichkeit Modelle gekauft und umgebaut, die schon die richtige Farbe hatten, stattdessen mich darauf konzentriert, den richtigen Frabton anzumischen und die Modelle dann nur teilzulackieren. Nachdem das ein paar Male ganz gut geklappt hatte, habe ich mich jetzt an den höllischen Farbton meines Autos gewagt, weil es zwei kleine Stellen auszubessern galt. Für alte 60er Jahre Ford gibt es ja nicht nur keine Ersatzteile, sondern auch keine Farbcodes.
Nach 10 Jahren der Verzweiflung fand ich dann allerdings eine Schweizer Website, auf der ein Sammler den originalen Glasurit-Code online gestellt hatte; wofür der Mann einen Orden verdient hat.
Ich hatte hier also im Gegensatz zu meinen Modellen eine Vorabhilfe, weil ich wusste, dass sich das aus irgendeinem Goldton, irgendeinem Silber-Anthrazitton und einem Tröpchen irgendeines Orange zusammensetzt.
Ich hab dann mal pi mal Daumen entsprechende Humbroltöpfchen gekauft, pi mal Daumen zusammenmischt und bumm: Passt. Auch die Feinheit der Flakes kommt ziemlich gut hin.
Könnte natürlich noch sein, dass es nachdunkelt, dann muss ich die Rezeptur nochmal minimal anpassen. Aber für's erste bin ich glücklich und auch ein bischen stolz.
Ich sehe schon die Lackierprofis reihenweise tot umfallen, daher sei noch gesagt: Der Wagen ist so alt und so weitgehend original, dass er noch eine Kunstharzlackierung trägt. Also ist das nicht so richtig Pfusch, wenn man dann mit Kunstharz nachbessert.


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Alt 01.08.2018, 11:44   #1042   nach oben
Recycler
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Hallo ,

Da hast du den Farbton mal nicht schlecht getroffen würd ich sagen ? Schön sieht dein Ford allemal aus

Finds echt krass dass es für die 60 Jahre Ford keine Codes gibt

Gruss Mirco
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Alt 01.08.2018, 13:49   #1043   nach oben
Hessebembel
Hmmm, ja, ja...
 
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Sehr geil!

Ich muss ja sagen, auf derartigen Ersatzteilstress hätte ich gar keinen Bock. Ich bin ja schon von dieser Mopedruine genervt, mit der ich mich aktuell (immer noch) rumschlage. Jetzt habe ich den Rahmen mit der widerborstigen Schwingenlagerung zu einer auf Oldtimer spezialisierten Werkstatt gebracht - vielleicht kriegen die die Brocken ja auseinander.

Ach ja, am Auto habe ich auch was gemacht: Die total ausgeblichenen Nadeln der Anzeigeinstrumente in RAL 2007 "Tagesleuchtorange" nachgepinselt. Wenigstens etwas.
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Natürlich kannst Du das wieder so machen, aber dann ist es halt wieder falsch.
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Alt 02.08.2018, 09:48   #1044   nach oben
area52
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Nanü, aber zum Lackieren der Zeiger muss doch vorher die Abdeckscheibe weg.
Dazu muss man doch oftmals das ganze Armaturenbrett auseinandernehmen, verdeckte Schrauben überall und all dieses Zeugs?
Ich finde, das klingt nach Stress.

Schwingenlagerung klingt jedenfalls auch übel. Bei den P5 sind die vorderen Augen der hinteren Blattfederung mit einem Stift befestigt, der nur auf einer Seite gegengeschraubt ist, auf der anderen ist eine Platte einteilig fest verbunden mit dem Stift.
D.h. du musst diesen Stift von innen rausschlagen, wenn du die Schraube runter hast, und zwar so, dass das Gewinde nicht krumm wird.
Und das alles sitzt nach 35 Jahren (ist 15 Jahre her, dass ich das gemacht habe) prima fest. Einfach alles zerstören und neu einbauen ist nicht, wenn es diese Teile nicht gibt. Habe ich mittlerweile als Ersatzteil aufgetrieben, damals aber nicht.
Das sind so die Sachen, weswegen ich auf Schrauben eigentlich keine Lust habe, Motorsachen schon mal gar nicht.
Selbst harmlose Thermostaten lassen sich nicht gut tauschen, wenn der Thermostatdeckel mit Stahlschrauben in eine Aluminiumansaugspinne eingeschraubt ist. Habe ich auch schon mal gemacht, ohne das zu wissen und zu beachten und es hat einwadnfrei geklappt. Hinterher haben mir alle erzählt, dass diese Schrauben eigentlich immer abreissen.
Deswegen mag ich eigentlich nur Blecharbeiten. Rausschneiden, reinbraten, fertig.
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Geändert von area52 (02.08.2018 um 10:10 Uhr)
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Alt 02.08.2018, 13:17   #1045   nach oben
Techniker
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Das hat mich zum Beispiel damals auch maßlos geärgert, als u. a. Opel in den 90ern mit diesen Vielzahnimbus im Cockpit anfing. Wenn man dort z.B. die Beleuchtung der Gebläse/Heizungsgruppe austauschen wollte (geht ja doch oft als erstes in Innenräumen kaputt und dann auch häufiger mal), musste man ebenfalls von rechts angefangen das halbe Cockpit zerlegen.
Gut, wenn man es das erste Mal gemacht hat, weiß man wie es geht und es klappt recht schnell. Aber total nervig!
Etwa 5 bis 10 Minuten drauf rechnen, wenn man weiter nach links bis zur Anzeigentafel muss.

Wie schön und einfach war das doch vorher bei den Ascona B und Mantas gelöst: Da da gab es zwei Leuchtenklemmen mit indirekter Instrumentenbeleuchtung unterhalb der Hutze, optisch schön versteckt, aber sehr gut mit den Fingern erreichbar. Die hatte ich in 2 Minuten gewechselt und ohne Werkzeug. Das war genau so einfach wie eben irgendwo ne Leuchtstoffröhre zu wechseln und bekam wahrscheinlich auch jede Hausfrau hin.

Bei der Heizungsgruppe konnte man einen Teil einfach nach vorne heraus ziehen (war nur leicht arretiert) und die Schalter waren ohnehin in sich selber beleuchtet, dort kam man ebenfalls gut dran. Der Rest war an der Stelle dann auch kein Problem mehr.

An andere Stellen kam man ggf. mit etwas gelenkigem rechten Arm durch das Handschuhfach, dieses hatte innen links eine erreichbare Öffnung, durch die man beispielsweise an die Kabelbäume für Radio, Bord-Uhr, etc. sehr gut heran kam und so gut mir 2 Händen arbeiten konnte, wenn man z.B. ein Radio wechselte/einbaute.
Mit anderen Worten: Man musste praktisch für NICHTS das Cockpit wirklich öffnen und das hatte ich geliebt.

Grund dafür wäre normalerweise vielleicht höchstens mal eine defekte Tachowelle oder Kontrollleuchte gewesen, aber das passiert ja (zumindest bei mir) eigentlich nie. Ich hatte es links aber trotzdem einige Male offen, aber nur aus "Tuninggründen" der jeweiligen Fahrzeuge für meine Modifikationen und Drehzahlmesser etc., aber das fällt ja normal nicht an. Und selbst das war bei diesen Serien überhaupt kein Problem und immer Ruckzuck erledigt.
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Die Leute erzählen mir immer, sie könnten nicht schlafen, wenn sie Kaffee trinken.
Hm, ist bei mir genau umgekehrt: Ich kann keinen Kaffee trinken, wenn ich schlafe...
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Alt 02.08.2018, 15:07   #1046   nach oben
V8Master
¯\_(ツ)_/¯
 
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Zitat von area52 Beitrag anzeigen
Moin,
was ich so lese, scheint die Hälfte von euch im Urlaub (gewesen) zu sein.
Ich war in der Hölle. Deutsche Bahn.
Die Rückfahrt war ok, da hatte man zwar auch gemerkt, dass der ICE kaputt ist, konnte den aber innerhalb von 55 Minuten flicken, fuhr dann entsprechend mit nur 55 Minuten Verspätung los und mein Anschlußzug war weg. Die Anschlußzüge warten nur bei Personalwechsel 30 Minuten lang auf ihre eigenen Leute, nicht auf Fahrgastdummies, selbst dann nicht, wenn du mit 55 Minuten Verspätung in genau der Minute einrollst, in der dein Anschlußzug losfährt. Soweit, so normal.
Beeindruckender war die Hinfahrt. Da hatte die ICE-Möhre innerhalb vierer Stationen bereits 64 Minuten Verspätung eingesackt, unter anderem deswegen, weil man eben auf das zu wechselnde Personal aus einem anderen stark verspäteten Zug warten musste/wollte.
Leider ist unser ICE dann nachts in Diepholz endgültig verreckt. Aus und vorbei.
Bis Bremen konnte die Bahn dann wundersamerweise noch einen Regionalzug auftreiben, ab Bremen sollte es dann mit Bussen weitergehen, wohl weil man erkannt hat, dass es auf der Strasse nun mal einfach besser klappt.
Das einzige, was bei der Bahn wirklich funktioniert, wirklich gut ist, ist das Personal. Die machen da einen Job, der sehr viel, sagen wir mal, vielseitiger ist, als man so denken würde. Unter anderem flicken die offenbar ihre Züge selber, sofern das noch möglich ist, bei diesem war es nicht möglich.
Allerdings ist auch deren Arbeitgeber nicht an allem schuld.
Z.B. legt sich offenbar neuerdings jeder Selbstmörder vor einen Zug, springt nicht mehr vom Dach oder sowas. Nochmal schön mit Aufmerksamkeit abtreten, paar Fahrgäste ärgern. Und den Lokführer traumatisieren.
Ich muss sagen, ich bin ein typischer Vertreter unserer kalten, herzlosen Zeit:
Gedenkminute könnt ihr haben, meinetwegen, Gedenkstunde, bis man euch von den Gleisen geklaubt hat, eher nicht.
Darüber hinaus hatte ich mich allerdings für einen ganz durchschnittlichen Trottel gehalten und war auch ganz zufrieden damit.
Jetzt muss ich feststellen: Offenbar bin ich doch der allergeilste.
Modellsammeln und -basteln müllt einem nicht nur übelst das Wohnzimmer mit Vitrinen und vor allem den Keller mit OVPs voll. Es bringt auch was.
Ich hatte ja schon seit längerem keine Lust mehr auf diesen ganzen Irrsinn mit Abbeizen und sonstigen Lackiervorbereitungen und habe stattdessen nach Möglichkeit Modelle gekauft und umgebaut, die schon die richtige Farbe hatten, stattdessen mich darauf konzentriert, den richtigen Frabton anzumischen und die Modelle dann nur teilzulackieren. Nachdem das ein paar Male ganz gut geklappt hatte, habe ich mich jetzt an den höllischen Farbton meines Autos gewagt, weil es zwei kleine Stellen auszubessern galt. Für alte 60er Jahre Ford gibt es ja nicht nur keine Ersatzteile, sondern auch keine Farbcodes.
Nach 10 Jahren der Verzweiflung fand ich dann allerdings eine Schweizer Website, auf der ein Sammler den originalen Glasurit-Code online gestellt hatte; wofür der Mann einen Orden verdient hat.
Ich hatte hier also im Gegensatz zu meinen Modellen eine Vorabhilfe, weil ich wusste, dass sich das aus irgendeinem Goldton, irgendeinem Silber-Anthrazitton und einem Tröpchen irgendeines Orange zusammensetzt.
Ich hab dann mal pi mal Daumen entsprechende Humbroltöpfchen gekauft, pi mal Daumen zusammenmischt und bumm: Passt. Auch die Feinheit der Flakes kommt ziemlich gut hin.
Könnte natürlich noch sein, dass es nachdunkelt, dann muss ich die Rezeptur nochmal minimal anpassen. Aber für's erste bin ich glücklich und auch ein bischen stolz.
Ich sehe schon die Lackierprofis reihenweise tot umfallen, daher sei noch gesagt: Der Wagen ist so alt und so weitgehend original, dass er noch eine Kunstharzlackierung trägt. Also ist das nicht so richtig Pfusch, wenn man dann mit Kunstharz nachbessert.



Mein Tag hat auch nur 24h, wer soll das lesen

Aber scheint ja gut geklappt zu haben, dein Experiment
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Wer Opels in der Kurve brät, hat ein Honda Heizgerät
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Alt 02.08.2018, 20:19   #1047   nach oben
Hessebembel
Hmmm, ja, ja...
 
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Zitat:
Zitat von area52 Beitrag anzeigen
Nanü, aber zum Lackieren der Zeiger muss doch vorher die Abdeckscheibe weg.
Dazu muss man doch oftmals das ganze Armaturenbrett auseinandernehmen, verdeckte Schrauben überall und all dieses Zeugs?
Ich finde, das klingt nach Stress.
Man kann beim W201 (und ich vermute, bei Deinem Auto wird das nicht viel anders sein) nach dem (extrem fummeligen) Lösen der Tachowelle das Kontrollinstrument nach vorne rausdrücken. Dann noch ein paar Stecker abziehen, und Du kannst das Ding nach vorne rausnehmen.



Die Instrumente lassen sich dann von hinten rausschrauben:





Der "Instrumentenkasten" samt der Scheibe bleibt übrig:


(Die Chromringe habe ich im Zuge der Neulackierung der Zeiger angebracht. Original ist das nicht, es gefällt mir aber gut).

Mit neuer Farbe auf den Zeigern (und einem neuen Display in der Außentemperaturanzeige) sieht das Ganze dann so aus:



Edit: Ja, die Temperaturanzeige zeigt falsche Werte an, vermutlich ist der Meßfühler hin. Um den durchzumessen müsste aber das Kontrollinstrument wieder raus - und da habe ich im Moment echt keinen Nerv für.
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Natürlich kannst Du das wieder so machen, aber dann ist es halt wieder falsch.
Hessebembel ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 02.08.2018, 21:15   #1048   nach oben
area52
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Siehste, das meinte ich.
Dann hast du doch den stressigeren Job gehabt, ich habe nur ein bischen geschliffen und gepinselt.
Ist bei meinem tatsächlich ähnlich, allerdings ist das größere Problem, den Kombistecker abzuziehen, ohne die Pins abzubrechen, die Tachowelle geht eigentlich. Finde ich dann aber gut gelöst von Mercedes, es gibt moderne Autos, da ist das alles viiiiel schlimmer.
Toll war es bei Käfer und Karmann in den 60ern.
Kofferklappe öffnen, Sichtpappe entfernen und alles liegt offen da. So mag ich es.

Zitat:
Zitat von V8Master Beitrag anzeigen
Mein Tag hat auch nur 24h, wer soll das lesen

Ja, ich weiss auch nicht, muss an der Hitze liegen, dass dieses Traktat, diese Ode in die Tastatur geflossen ist. Flasche is jetz auch leer.
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Alt 03.08.2018, 07:29   #1049   nach oben
Sebastian
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Zitat:
Ich war in der Hölle. Deutsche Bahn.
Off-Topic: Warum bekommen es die Deutschen nicht hin, einen funktionierenden Schnellzug zu bauen und zu betreiben? Ich fahre in Japan recht oft mit dem Shinkansen umher. Keine Minute Verspätung, keine Ausfälle, kein Warten auf irgendwas. Nicht ein einziges Mal. Fährt in der angezeigten Minute los, kommt in der angezeigten Minute an. Scheint also machbar zu sein...

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Alt 03.08.2018, 15:10   #1050   nach oben
Techniker
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Es liegt ja längst nicht immer am Triebfahrzeug bzw. Zug, wenn Verspätungen (oder Ausfälle) auftreten. Sehr oft ist doch eher die gesamte Infrastruktur schuld oder dass eine Blockstelle bzw. der Zugfolgeabschnitt (noch) nicht frei ist, jemand etwas auf die Gleise geschmissen hat bzw. Äste durch Stürme runter kamen und derartige Dinge.

Dann gibt es immer mal auch Baustellen (gerade in meiner Gegend seit Langem ganz extrem und laufend an neuen Stellen), defekte Signalanlagen, Oberleitungen usw usw usw....
Das wird sicher in Japan nicht viel anders sein als in Europa. Schienenfahrzeuge unterliegen nun mal gewissen Einschränkungen und können bekanntlich nicht so flexibel reagieren, wie es ein Auto (allerdings auch nur ohne Stau und Stillstand) könnte.
Allerdings haben sie mal im TV gezeigt, dass die Struktur dort eine völlig andere ist und ein extremer "Drill" der Angestellten herrscht! Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit gilt bei den Unternehmen gerade im Bahnverkehr demnach als oberstes Gebot und wird scharf überwacht. Wie die Menschen darunter zu leiden haben und welch straffen Zeitplan, haben sie mal anhand einzelner Bahnangestellter dort gezeigt.

Beschämend finde ich bei den ganzen "IC-xyz"-Triebköpfen vor allem den Umstand, dass man seit Jahren nicht diese alljährlich wiederkehrenden Probleme mit den Klimaanlagen in den Griff bekommt. Und dass es deshalb zu Ausfällen und Stillstand kommt, weil man den Gästen nicht die Temperaturen zumuten kann und will. Das mutiert ja langsam wirklich zur Lachnummer.
Ich weiß nicht, wie es dieses Jahr damit aussieht, bisher hört man da ja relativ wenig, aber in den vergangen Jahren war das ja stets Dauerthema bei der Bahn AG.

Gut, ob es derzeit mit Auto im Rückreisestau bei abgestelltem Motor ohne Klimaanlage, dafür mit quengelnden Kindern (und entnervten Erwachsenen) auf der Autobahn aber viel angenehmer ist, wage ich allerdings eher zu bezweifeln...
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Alt 03.08.2018, 20:18   #1051   nach oben
raidou
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Gerade die Bahn ist aber schon irgendwie 'ne Lachnummer. Es gibt ja quasi keine Jahreszeit, wo die nicht irgendwelche Probleme haben.
Im Winter frieren die Weichen ein, im Herbst machen die Stürme und runterfallende Äste Schwierigkeiten (man fragt sich, warum überhaupt Bäume so nah an Bahntrassen stehen dürfen, dass Äste auf die Öberleitung fallen können) und im Sommer ist es dann die Hitze, die Gleise verformt und Klimaanlagen ausfallen lässt. Kann man so einer Klimaanlage ja auch nicht zumuten, bei Hitze zu arbeiten...
Da fragt man sich doch zurecht, in welchem technologisch unterentwickelten Land wir leben? Wie kriegen das denn die Länder hin, in denen klimatisch viel extremere Bedingungen herrschen? Da fahren auch Züge.

"Alle reden vom Wetter - die Bahn fährt!" Haha...NICHT!
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Alt 03.08.2018, 21:32   #1052   nach oben
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UND.... wie zur Bestätigung und nach meinem Eindruck, dass man dieses Jahr (erstaunlicherweise) erstmalig noch nichts von den Klimaanlagenproblemen der Fernzüge gehört hat, kam es eben in den Nachrichten: AB kommendem Wochenede rechnet ein Bahnmitarbeiter mit erneut massiven Problemen durch ausfallende Technik samt Klimaanlagen der Fernzüge! Zuletzt wären 64% aller Verbindungen UNPÜNKTLICH angekommen und der Trend solle ab sofort weiter zunehmen.

Die Bahn dementiert das Ausmaß offiziell in der Form, die "Passagiere sind davon nicht betroffen" und würden es kaum bemerken (haha, natürlich nicht... die kommen natürlich trotzdem pünktlich und kühl an, selbst wenn Züge stehen bleiben und es innen kocht...). Man würde nun die Klimaanlagen mit zusätzlichem Wasser auffüllen (aha!) damit sie durchhalten.

Der besagte Mitarbeiter ist davon aber nicht überzeugt, er rät den Reisenden, ausreichend Flüssigkeit mitzunehmen und sich auf lange Verspätungszeiten einzustellen! Offenbar wenigstens einer bei dem Verein mit zigtausend Mitarbeitern, der ehrlich ist. Auch wenns ihn den Job kosten kann....
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Alt 03.08.2018, 22:04   #1053   nach oben
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Man würde nun die Klimaanlagen mit zusätzlichem Wasser auffüllen (aha!) damit sie durchhalten.
Ja JETZT wundert mich gar nichts mehr, warum die laufend ausfallen. Klimaanlagen mit Wasser auffüllen...riesige Idee!

Ich hatte gestern und heute auch mal wieder das zweifelhafte "Vergnügen", mit Öffis fahren zu müssen. Natürlich funktionierte auch im Bus die Klima nicht bzw. brachte keine nennenswerte Leistung aber WEIL die Anlage läuft, verhindert die Elektronik, dass der Fahrer wenigstens Fenster und Dachluken öffnen kann. Technik die begeistert...
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Alt 03.08.2018, 22:52   #1054   nach oben
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Off-Topic: Warum bekommen es die Deutschen nicht hin, einen funktionierenden Schnellzug zu bauen und zu betreiben? Ich fahre in Japan recht oft mit dem Shinkansen umher. Keine Minute Verspätung, keine Ausfälle, kein Warten auf irgendwas. Nicht ein einziges Mal. Fährt in der angezeigten Minute los, kommt in der angezeigten Minute an. Scheint also machbar zu sein...

Zumindest für den Shinkansen lässt es sich relativ einfach erklären.
Der fährt im Regelfall auf einer eigenen, von Nah- und Güterverkehr getrennten Trasse (ich meine, einmal gehört zu haben, das diese auch über weite Strecken eingezäunt sein soll). Anders wäre es bei den erreichten Geschwindigkeiten auch gar nicht möglich.
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Wie heisst trabbi auf französisch?

carton' d blamgé
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Alt 04.08.2018, 00:12   #1055   nach oben
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Jepp, genau so. Das haben sie im Filmbericht auch erwähnt. Überhaupt ist die gesamte Bahnstruktur dort völlig anders als hier.
Dafür müssen die Angestellten, z.B. die TF extrem hetzen und leiden. Teils nur schnell ins Zimmer, kurzer Schlaf und danach sofort wieder los zum nächsten Einsatz. Fertig uniformiert, streng gescheitelt und möglichst mit guter Laune, da sind gerade die Japaner sehr streng. Und die benötigte Zeit dazu wird exakt protokolliert und dokumentiert (und wehe da passt was nicht!).

Das mit den deutschen nicht funktionierenden Klimaanlagen in Bussen habe ich auch mehrfach erlebt. Kein Wunder, wenn gefühlt alle 20 Meter angehalten und sämtliche Türen geöffnet werden! Gerade über die original Mercedesse haben die Fahrer da immer geflucht, die sich dann gegen sonstige "Öffnungen" wehren. Nicht mal ein Anfahren mit offener Vordertür ist dort noch möglich, die Automatik verweigert den "Fahrdienst" schlichtweg. Also selbst ohne Paxe kann der Fahrer nicht mal mehr mit offener Tür zum Ruheplatz fahren.
Das ist bei der MAN Billigserie (Neoplan), von denen wir auch einige haben, offenbar etwas besser gelöst. Auch beim polnischen Solaris. Da lassen sich zumindest gleichzeitig die hinteren Luken öffnen.

Bei der "Wasserauffüllung" der Klimaanlagen musste ich auch lachen. Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass die Medien-Fuzzis der Nachrichtenredaktionen da irgendwas falsch verstanden hatten. Ich glaube kaum, dass die Fachleute bei der Bahn das wirklich ernsthaft vorhaben.
Bestenfalls eine "externe Kühlung" der Anlagen durch Wasser könnte ich mir noch halbwegs vorstellen, wobei selbst das kaum Sinn macht. Das klappt nur bei Dach-Kompressoren stationärer Klimaanlagen in Gebäuden und auch nur sehr kurzfristig.
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Alt 04.08.2018, 11:42   #1056   nach oben
area52
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Tja, wieso die die ICE nicht so richtig unter Kontrolle bringen, ist für unsereins schwer zu verstehen. Siemens baut die ja schon in dritter Generation.
Und ich schätze, es ist bei der Bahn nicht wie beim Militär, das Lastenheft verändert sich nicht radikal. All die Kriegsschiffe und Flugzeuge heutzutage haben ja das Problem, dass sich während der Entwicklungs-/Bauzeit plötzlich alles immer ändert, und das Gerät mit jeder Menge Radar-/Waffen-/Tarnkappenzeugs zugemüllt wird, wofür die Grundkonzeption gar nicht vorgesehen war. Da gibt es doch jetzt diese Fregatte, die plötzlich Schlagseite hat und schon Basisübergewicht, da die nachträglich derartig mit Technik zugemüllt wurde, weil der doofe Feind sich leider komplett weiterentwickelt hat oder der Einsatzzweck geändert wurde oder was weiss ich.
Da gab es ja auch schon früher.
Die schwedische Wasa, das Prunkstück der schwedischen Marine, ist 1628 nach einem Kilometer Jungfernfahrt mehr oder weniger noch im Hafenbecken abgesoffen, weil der schwedische König nachträglich den Einbau eines zweiten Kanonendecks befahl und keiner den Mumm hatte, dem König zu sagen, geht nicht, zu schwer, können wir nicht machen.
Bei Wikipedia steht schon wieder Geblubber, das sei ja nur Legende, sei nicht bewiesen, aber wenn es nicht wahr wäre, dann würde man dem Konstrukteur Hybertsson unterstellen, er sei tatsächlich unfähig gewesen. Letzteres scheint mir die unwahscheinlichere Theorie.
Auch so ein Zeichen der Zeit: Irgendjemand findet mal wieder keine Quellenbelege oder führt Studien mangelhaft durch und zack... kann dein Ruf auch noch nach 390 Jahren in Zweifel gezogen werden.
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Alt 04.08.2018, 14:05   #1057   nach oben
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Diese totale Überfrachtung ist eh so ein Phänomen unserer Zeit. Niemals zuvor hatten wir so viele Elektromotoren und Elektronik jeglicher Art in einem ganz normalen Auto, wie heutzutage. Und damit natürlich ein Mehrgewicht, das die bis hierhin durch bessere Antriiebstechniken und optimierte cw-Werte verringerten Spritverbräuche wieder nahezu zunichte macht...
Von den Panzern wie SUV mal ganz zu schweigen.

Und dann wundert man sich anschließend, warum die Karren plötzlich selbst bei kleineren Defekten komplett stehen bleiben oder sonstigen Murks machen, obwohl nur ein Sensor nicht mehr mitspielt und falsche (oder keine) Werte übermittelt. Oder ein Hersteller erzählt dir selbst beim Neuwagen, der müsse mindestens x Kilometer Autobahn mit hoher Drehzahl pro Woche gefahren werden, damit nichts zu rußt und die Elektronik auf 40 km/h abriegelt (kein Scherz, alles schon da gewesen!).
Da fasst man sich doch echt manchmal nur noch an den Kopf.

Bei der deutschen Bahn (ich schreibs bewusst klein, nicht auf den Firmennamen bezogen) hat das ganze Chaos für mich in dem Moment richtig angefangen, als die Schienen privatisiert wurden. Ab da war es eigentlich nur noch eine einzige Lachnummer, unabhängig von der Person, die da gerade an der Spitze saß.
Vorher gab es auch hier und da Probleme, natürlich. Aber niemals in dem Ausmaß wie seitdem.

Früher hat man viele Vorgänge mit sehr viel Personal manuell durchgeführt, bis hin zum Blockwärter und Schrankenwärter im Kuhdorf. Da funktionierte es im Regelfall wunderbar.
Heute ist fast alles weitgehend automatisiert, digitalisiert und selbst ein modernes Stellwerk besteht längst nicht mehr aus Tafeln mit riesigen mechanischen "Hebeln", sondern wird über Computer und Displays gesteuert.
Man sollte eigentlich meinen, dass es dann NOCH besser funktioniert, aber das genaue Gegenteil ist der Fall. Viel weniger Personal, und das spielt dann teilweise noch am Handy statt einen Gleisabschnitt auf richtige Weichen- und Signalstellung zu überwachen (siehe z.B. der bekannte Fahrdienstleiter in dem katastrophalen Fall).

Oder eine versagende LZB-Steuerung in einem Millionen teuren, modernen Hochgeschwindigkeits-Triebkopf.
In einem Flugzeug würde der Ausfall solch unterstützender Systeme sofort mit lauten Warntönen plus optischen Anzeigen gemeldet (die ebenso quittiert werden müssen wie bei einer Lok im Normalbetrieb) und automatische Steuerungen würden deaktiviert, in einem Triebkopf neuerer Bauart offensichtlich nicht. Oberhalb 160 km/ MUSS in Deutschland mit aktivem LZB gefahren werden, da ein Mensch bei diesen Geschwindigkeiten überfordert wäre und kaum noch Signale und Hektometersteine (rechtzeitig) erkennen könnte - und zudem eine PZB nicht mehr ausreichend funktioniert bei diesen Speeds.
Darunter wird immerhin üblicherweise zumindest mit PZB/Indusi und Sifa gefahren. Inklusive Wachseimkeitsfunktion für (Vor-)Signale usw.

"Eigentlich" dürfte da kaum noch etwas passieren, außer bei falsch gestellten Signalen und somit inaktiven Schienenmagneten. Und natürlich Sabotage von außen. Das kann ein TF dann nicht unbedingt rechtzeitig erkennen. Es gibt Länder, da fahren inzwischen sogar vollautomatisierte Züge mit Paxen (ATO/MTO) und selbst das funktioniert (nach ausreichenden Tests) klaglos und weitgehend störungsfrei. Warum bekommen wir sowas nicht hin, im Land der weltweit anerkannten Ingenieure?
Nee, bei uns funktionieren nicht mal die Klimaanlagen, weiter mag man da noch gar nicht schauen....
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Die Leute erzählen mir immer, sie könnten nicht schlafen, wenn sie Kaffee trinken.
Hm, ist bei mir genau umgekehrt: Ich kann keinen Kaffee trinken, wenn ich schlafe...
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Alt 04.08.2018, 14:18   #1058   nach oben
marueg
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Das Verhältnis zw. Arbeitgeber und -nehmer ist in Japan ohnehin ein anderes und kaum mit dem Rest der Welt vergleichbar.

Aber auch in Europa ist es durchaus möglich ein funktionierendes Bahnnetz zu betreiben, einfach mal einen Blick in die Schweiz riskieren.

Aber jahrzehntelang vernachlässigte Infrastruktur (das ist im Strassenwesen auch kaum besser) macht sich irgendwann eben doch bemerkbar und ist auch nicht auf die Schnelle zu sanieren. Wie zuträglich es war den Mutterkonzern in div. Tochterunternehmen aufzuteilen ist wohl auch recht umstritten.

Das Thema Klimaanlagen lässt sich damit natürlich nicht erklären - ob das nun als Running Gag, Guerilla-Marketing oder schlicht als Konstruktionsfehler anzusehen ist. Ich bin sicher damit wird man uns auch im nächsten Jahr wieder erheitern....



Ach ja, wie war noch gleich das Thema dieses Threads?
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Das ist nicht falsch, das sind alternative Fakten.
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Alt 04.08.2018, 14:58   #1059   nach oben
Techniker
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Irgendwas mit "fahren" glaub ich...

Ja, die Schweizer lachen sich in dem Punkt wirklich kaputt über uns. Das Thema hatten wir vor Jahren auch mal in einem anderen Forum. Dort macht man vor, wie es auch "privat" gut laufen kann.
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Alt 05.08.2018, 16:59   #1060   nach oben
T.S.
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12 Jahre nachdem ich das Letzte Mal mit ihm in Eisenach war.... und natürlich...er musste auf die Burg...



Ausserdem...schriftlich... Weltkulturerbe...

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Gibt es keinen, dann bau dir einen.... !

Wer Niveau mit Limbo vergleicht, sollte die Latte nicht zu niedrig legen ;-)
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