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Alt 02.06.2017, 12:30   #541   nach oben
Benji
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Tolle Infos zum Footwork Team! Das Modell naja, ONYX halt. Leider gibt's den ja auch nicht von anderen! Vielleicht macht sich (hoffentlich!) mal Spark daran?
Zitat:
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Völlig orientierungslos kreiselt er um seinen havarierten Wagen und prompt nimmt ihn kurze Zeit später
ein Wagen der Strecken-Marshalls auf den Kühler !
Benommen bricht der Japaner vor dem Auto zusammen...
Mach ich nicht gern bei Dir @Engineer, aber da muss ich Dir Widersprechen! Taki wollte, dass der Streckenposten den Brand am Motor löscht. Da der aber kein Löschmittel hatte, rannte Taki zu einem und holte sich ein Feuerlöscher. Den Rest sieht man ja!

Danke Dir Engineer dafür, das Du dir immer so viel Zeit nimmst, um uns so ein Augenschmaus zu bereiten!
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Alt 03.06.2017, 17:36   #542   nach oben
Oldtimer
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Und wieder eine tolle Rückschau mit super Infos und schönen Modellen
Immer wieder interessant zu lesen was damals so abging

Ich hatte kürzlich Gelegenheit, ein paar sehr schöne 1:18 der Formel 1-Geschichte in den Händen zu halten (Exoto.....) und muss sagen, dass mich Dein Thread dadurch zusätzlich auf den... "Geschmack" gebracht hat.

Danke für die immer wieder umfangreiche Vorstellung

Grüsse
Erwin
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Alt 03.06.2017, 19:18   #543   nach oben
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SPARK liegt nach -
der legendäre Matra MS 11 aus dem Jahr 1968 jetzt in der Version
"Henri Pescarolo - Großer Preis von Mexiko"







und nun Bilder, Bilder, Bilder....


















Der Vergleich:
Jean Pierre Beltoise - Monaco 1968 vs.
Henri Pescarolo - Mexico City 1968






I Like It...





https://www.youtube.com/watch?v=ybolc7vcV38

MATRA IN MOTION !!!

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Alt 03.06.2017, 19:38   #544   nach oben
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Zeit zum "Spielen" gehabt...

Der Fight des Jahrhunderts:
Gilles Villeneuve vs. Rene' Arnoux - GP Frankreich / Dijon 1979




Ferrari 312 T4 - MINICHAMPS
Renault RS10 - QUARTZO



Der Beginn des Bruderkrieges:
Didier Pironi vs. Gilles Villeneuve - GP San Marino / Imola 1982



Ferrari 126 C2 - BRUMM


Die letzte Fahrt:
Gilles Villeneuve - Training GP Belgien / Zolder 1982




Ferrari 126 C2 - MINICHAMPS


Brothers In Arms:
Die Ferrari-Ersatzfahrer Mario Andretti und Patrick Tambay -
GP Italien / Monza 1982



Ferrari 126 C2 - BRUMM

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Alt 04.06.2017, 22:23   #545   nach oben
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Der Letzte seiner Art:
04. März 1978 - das Finalrennen für den Hesketh 308E



SPARK-Modell / Eddie Cheever / Hesketh 308E / GP Südafrika 1978





Lord Alexander Fermor-Hesketh betritt 1972 die Rennbühne, gründet ein Formel III-Team
und wechselt dann ein Jahr später mit James Hunt zur Formel 1 über.
(siehe auch meinen Beitrag auf
http://www.modelcarforum.de/showthre...308#post596530 )

Dem offenbar sorglosen Einstieg in die Königsklasse des Motorsports folgt dann Ende der Rennsaison 1975 ein Kassensturz -
am Ende des Jahres muss das "Hesketh Racing Team" aufgeben, nachdem die Suche nach einem Sponsor vergeblich war...
oder weil dem Team noch immer ein gewisser Playboy-Charakter anheftet.



SPARK-Modell / Hesketh 308C / James Hunt / GP Italien 1975


Die letzten Wagen des Typs 308C werden schon zum Jahresende 1975 an Frank Williams' Rennstall verkauft.
Dort führen sie 1976 gewissermaßen ein "zweites Leben" unter der Bezeichnung Williams FW05 ....
bis der austro-kanadischer Unternehmer Walter Wolf das Team aufkauft,
es in "Walter Wolf Racing" umbenennt und 1977 dann einen eigenen Rennstall gründet.



SPARK-Modell / Wolf-Williams FW05 / Masami Kuwashima / Training GP Japan 1976

Der ehemalige Team-Manager Anthony "Bubbles" Horsley macht dagegen auch 1976 für zahlende Fahrer im Grand-Prix-Zirkus weiter
und sorgt somit dafür, dass der Name HESKETH der Formel 1 erhalten bleibt.
Für die Konstruktion neuer Rennwagen fehlt jedoch nach wie vor das Geld- das Team überarbeitet kurzerhand zwei 1974
aufgebaute 308-Chassis und gibt ihnen die Bezeichnung 308D.

1976 starten für das "neue" Hesketh-Team der Deutsch-Österreicher Harald Ertl und für
"Penthouse Rizla Racing with Hesketh" Guy Edwards, Rolf Stommelen und Alex Ribeiro..
WM-Punkte können nicht eingefahren werden.

1977 tauchen dann endlich neue Heskeths auf...



SPARK-Modell / Hesketh 308E / Rupert Keegan / GP Belgien 1977


SPARK-Modell / Hesketh 308E / Harald Ertl / GP Belgien 1977

Frank Dernie und Nigel Strond entwerfen den 308E aufgrund der angespannten Finanzlage nach vernünftigen wirtschaftlichen Gesichtspunkten
und schaffen damit eine sehr konventionelle Konstruktion-
die Karosserie verläuft konisch und von der Seite sieht der Hesketh elegant und glatt aus.
Angetrieben wird der Wagen vom bewährten Ford-Cosworth DFV V8,welcher 1977 eine Leistung von 485 PS aufweist..
ein Ferrari-V12 leistet 1977 ca.500 PS, Alfa Romeo schafft 525 PS.

Das eingesetzte Hewland-Getriebe besitzt sechs Gänge (plus Rückwärtsgang) und das gesamte Auto kommt auf ein Gewicht von 602 Kilogramm..
Ferrari's 312T2 bringt es auf 590 kg.

Harald Ertl fährt fünf Rennen in einen selbstgekauften Hesketh und erzielt mit einem 9. Rang beim "Großen Preis von Belgien" einen Achtungserfolg,
aber keine WM-Zähler.
Seine Teamkollegen Ian Ashley und Hector Rebaque bringen es dagegen fertig,
sich bei sechs GP-Versuchen nur einmal zu qualifizieren -
als Privatkunden zahlen sie zwar gut, haben aber am Ende der Saison fast alle Autos "aufgearbeitet" (sprich zerstört).

Rupert Keegan im "Penthouse Rizla Racingteam" startet 1977 bei zwölf Grand Prix und
"schrammt" mit einem 7.Platz auf dem Österreichring knapp an den Punkten vorbei.


Mein Original-Autogramm von Harald Ertl...



...und von Rupert Keegan


Der legendäre "Penthouse-Hesketh" beim Oldtimer-Grand Prix
in der "Grünen Hölle"












SPARK-Modell / Hesketh 308E / Eddie Cheever / GP Südafrika 1978



Für die Rennsaison 1978 meldet "Bubbles" Horsley seinen 308E zu sieben Läufen und tritt zum Debütrennen
in Argentinien mit der Britin Divina Galica an.

Die 33jährige Divina ist eigentlich eine ehemalige Sportlerin,
welche Ende der 1960er und Anfang der 1970er die erfolgreichste Skirennläuferin Großbritanniens ist.
Kurz nach dem Rücktritt aus der britischen Skinationalmannschaft im Jahr 1972 wird sie zu einem Prominenten-Autorennen eingeladen.
Ihr offenkundiges Talent führt sie zum Aufbau einer zweiten Karriere als Motorsportlerin und Galica geht bei verschiedenen
Kart-, Sportwagen- und Truck-Rennen an den Start.

1976 gibt sie dann als vierte Fahrerin des britischen Surtees-Ford-Teams beim "Großen Preis von Großbritannien" ihr Debüt in der Formel 1,
scheiterte jedoch schon in der Qualifikation.

Zwei Jahre später sieht es in Buenos Aires nicht viel besser aus -
mit über zehn Sekunden Rückstand mit Trainingsschnellsten Mario Andretti auf Lotus muss sie das Rennen von der Boxengasse aus beobachten.


Originalautogramm von Divina Galica


Auch vierzehn Tage später in Rio de Janeiro schafft Divina es nicht, sich zu qualifizieren.

Die Hesketh-Mechaniker sind verständlicherweise gefrustet über die völlig überforderte Pilotin
und rächen sich auf ihre Art.
Als die "Göttin" während des Abschlusstrainings in der Box den ersten Gang einlegen will,
hält sie statt des Schaltknüppels einen Dildo in der Hand...

"Bubbles" Horsley entlässt die Rennamazone fristlos und beim nächsten Rennen fast drei Monate später
sitzt dann ein junger Amerikaner im Cockpit des Hesketh 308E.
Eddie McKay Cheever Junior ist zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 20 Jahre alt,
und hat schon in Argentinien im Team THEODORE RACING die rauhe Luft im Formel 1-Zirkus kennengelernt.

Der US-Boy tritt in den ersten beiden Rennen des Jahres im Theodore TR1 an, kann sich aber in beiden Fällen nicht qualifizieren.
Danach wird er durch Keke Rosberg ersetzt und Cheever wechselt zu Hesketh.











In Kyalami fährt er schon beim Donnerstag-Training am 1.März 1978 seine beste Zeit -
in Südafrika findet der Grand Prix traditionell an einem Samstag statt und das Qualifying beginnt somit fast mitten in der Woche.

Mit drei Sekunden Rückstand zum Pole-Man Niki Lauda im Brabham schafft Cheever den 26. und letzten Startplatz.


Mein Autogramm von Eddie -
1984 ist er dann im Alfa Romeo unterwegs


Leider stellt sein Arbeitsgerät schon in der neunten Runde des Rennens seine Tätigkeit ein -
ein Ölleck beendet vorzeitig den ersten "echten" Grand Prix von Eddie Cheever.

Damit endet auch der eigentliche Renneinsatz des
OLYMPUS CAMERAS WITH HESKETH TEAM um Anthony Horsley.

Trotz der guten Leistung in Südafrika muss auch Cheever den Platz räumen und der irische Fahrer
Derek Daly greift für die nächsten drei Rennen in's Steuer des "308E".
Jedoch scheitert er in Long Beach, Monte Carlo und Zolder schon an der Vor-Qualifikation
und "Bubbles" verliert die letzten Sponsoren.

Im Mai 1978 gibt der Rennstall seinen Rücktritt bekannt;
der Name HESKETH hält jedoch seine Verbindung zum Motorsport -
als Spezialist für Teile-Lieferung, Motortuning und sündhaft teure Motorräder.
















Der Hesketh 308E von Derek Daly im Original beim
Oldtimer- Grand Prix 2015












Geändert von Engineer (09.08.2018 um 21:27 Uhr)
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Alt 15.06.2017, 18:53   #546   nach oben
Engineer
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Die "wilden Siebziger" ...
Team Brabham 1970 - 1979



1. 1970 - Jack Brabham / Brabham BT33



SPARK-Modell / Jack Brabham / Brabham BT33 / GP Südafrika 1970











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2. 1971 - Tim Schenken / Brabham BT33



SPARK-Modell / Tim Schenken / Brabham BT33 / GP Österreich 1971










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3. 1972 - Graham Hill / Brabham BT33



SPARK-Modell / Graham Hill / Brabham BT33 / GP Südafrika 1972










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4. 1973 - Wilson Fittipaldi / Brabham BT42



SPARK-Modell / Wilson Fittipaldi / Brabham BT42 / GP Monaco 1973











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5. 1974 - Carlos Reutemann & Carlos Pace / Brabham BT44



MINICHAMPS-Modell / Carlos Reutemann / Brabham BT44 / GP Belgien 1974










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MINICHAMPS-Modell / Carlos Pace / Brabham BT44 / GP USA 1974










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6. 1975 - Carlos Pace / Brabham BT44B



MINICHAMPS-Modell / Carlos Pace / Brabham BT44B / GP Brasilien 1975










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7. 1976 - Carlos Pace & Rolf Stommelen / Brabham BT45




TSM-Modell / Carlos Pace / Brabham BT45 / GP USA-West 1976











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TSM-Modell / Rolf Stommelen / Brabham BT45 / GP Deutschland 1976











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8. 1977 - Hans Joachim Stuck / Brabham BT45C




MINICHAMPS-Modell / Hans-Joachim Stuck / Brabham BT45B / GP Deutschland 1977










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9. 1978 - Niki Lauda / Brabham BT 45C



MINICHAMPS-Modell / Niki Lauda / Brabham BT45C / GP Argentinien 1978











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10. 1978 - Niki Lauda / Brabham BT46



TSM-Modell / Niki Lauda / Brabham BT 46 / GP Südafrika 1978











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MINICHAMPS-Modell / Niki Lauda / Brabham BT46 / GP Monaco 1978











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11. 1978 - John Watson / Brabham BT46B ("fancar")



TSM-Modell / John Watson / Brabham BT46B / GP Schweden 1978










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12. 1979 - Niki Lauda / Brabham BT 49



SPARK-Modell / Niki Lauda / Brabham BT49 / Training GP Kanada 1979















Der Brabham BT44B von 1975 im Original beim Oldtimer-GP













Geändert von Engineer (16.06.2017 um 00:08 Uhr)
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Alt 15.06.2017, 19:40   #547   nach oben
MalpasoMan
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Die Modelle zusammen mit den historischen Plakaten/Programmheften präsentiert, ist immer wieder schön anzusehen!
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Alt 04.07.2017, 19:59   #548   nach oben
Engineer
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GRAND PRIX HEROES:
Bengt Ronald „Ronnie“ Peterson - the Super Swede


* 14. Februar 1944 in Örebro / Schweden
† 11. September 1978 in Mailand / Italien




Part 1 : Rennsaison 1970

Ronnie debütiert in dem von Colin Crabbe gegründeten Antique Automobiles Racing Team beim "Großen Preis von Monaco",
wo er einen überraschenden 7. Platz belegt.
Die neun absolvierten Rennen bleiben jedoch punktelos.

Seine Fahrweise überzeugt jedoch den Rennwagen-Konstrukteur und Mitgründer des Rennstalls March Engineering, Robin Herd,
welcher ihn für 1971 für das March-Werksteam verpflichtet.



QUARTZO-Modell / March 701 / GP Monaco 1970





Part 2 : Rennsaison 1971

March setzt 1971 auf den Typ "711".
Petersons Teamkollegen sind Àlex Soler-Roig, Andrea de Adamich,
Niki Lauda und Mike Beuttler.
Nach zunächst punktlosen Rennen in Kyalami/Südafrika und Montjuïc/Spanien fährt Peterson
im weiteren Verlauf der Saison mit diesem Wagen regelmäßig WM-Zähler ein und belegt viermal einen zweiten Platz.

Mit seinem 3. Platz beim Saisonfinale in Watkins Glen/USA wird er hinter Weltmeister Jackie Stewart
mit 33 Punkten Zweiter in der F1-Fahrerwertung.






QUARTZO-Modell / March 711 / GP Südafrika 1971



SPARK-Modell / March 711 / GP Italien 1971

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1:43-Modelle von Ronnie Peterson's March 721G der Rennsaison 1972 sind noch nicht erschienen.



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Part 3 : Rennsaison 1973


1973 fährt Ronnie neben dem amtierenden Weltmeister Emerson Fittipaldi im Team von Colin Chapman.
Der eingesetzte Lotus 72E gilt zwar von Anfang an als schnelles Fahrzeug,
jedoch kann Peterson im ersten Saisondrittel nicht von diesen "Vorschuss-Lorbeeren" profitieren.

In den ersten fünf Rennen (davon sogar drei aus der Pole-Position) fällt er viermal aus den unterschiedlichsten Gründen aus:
So streikt z. Bsp. in Argentinien die Ölpumpe, in Spanien stellt das Getriebe seinen Dienst ein
und in Belgien ist nach einem Unfall nach 42 Runden das Rennen für Ronnie zu Ende..

Erst in Monte Carlo holt er mit Platz drei die ersten vier WM-Punkte.
Beim Heim-Grand Prix in Anderstorp erreicht er seine vierte Pole-Position und belegt im Rennen einen zweiten Platz.

Nach vierzig absolvierten Grand Prix gewinnt er in Paul Ricard/Frankreich
am 1.Juli 1973 sein erstes Rennen....

Vierzehn Tage später fährt er in Silverstone hinter Peter Revson und vor Denis Hulme im Mc Laren einen zweiten Platz ein,
nachdem er lange Zeit das Feld angeführt hat.
Bei den folgenden Rennen in Zandvoort und auf dem Nürburgring versagt wieder die Technik:
Zündverteiler und Getriebe quittieren ihren Dienst im Lotus.

Dann folgen aber erneut zwei Siege:
Auf dem Österreichring und in Monza steht Ronnie wieder ganz oben auf dem Treppchen !

In den letzten beiden Rennen in Kanada (Ausfall durch "schleichenden Plattfuß" nach Unfall) und den USA startet Peterson erneut aus der Pole-Position,
wobei ihm in Watkins Glen dann sogar ein Start-Ziel-Sieg gelingt.

Der Weltmeister 1973 heißt jedoch Jackie Stewart auf Tyrrell,
denn in der Endwertung unterliegt Ronnie knapp seinem Teamkollegen Fittipaldi mit 52 zu 55 Punkten und belegt somit Platz 3.




QUARTZO-Modell / Lotus 72E / GP Italien 1973


[SIZE="4"]Part 4 : Rennsaison 1974[/SIZE


1974 wird der Belgier Jacky Ickx Teamkollege von Ronnie Peterson.
Das Team startet die Weltmeisterschaft im Januar mit einem modifizierten Lotus 72E,
der ab dem "Grossen Preis von Südafrika" in Kyalami vom Lotus 76 abgelöst wird.


SPARK-Modell / Lotus 76 / GP Südafrika 1974






Der Lotus 76 beim Oldtimer-Grand Prix in der "Green Hell"

Die große Innovation dieses John Player Special MK I ist die neue elektronische Kupplung, die mittels eines Getriebeschaltknopfs bedient werden kann -
nur beim Start muss der Fahrer das Pedal treten.
Allerdings ist dieses Konzept wieder seiner Zeit voraus bzw. noch nicht völlig ausgereift und das System wird im Rennen nicht eingesetzt.
Teamchef Colin Chapman greift nach wenigen Grand Prix wieder auf den bewährten Lotus 72E zurück.

So kann Peterson aus den ersten fünf Rennen nur einen Weltmeisterschaftspunkt vorweisen, den er sich in Brasilien mit Platz sechs geholt hat.
Den sechsten Lauf in Monaco gewinnt er jedoch, bevor er in Anderstorp ausfällt und in Zandvoort erneut kein Ergebnis in den Punkterängen einfahren kann (Platz 8).


SPARK-Modell / Lotus 72E / GP Monaco 1974

Im Juli 1974 gewinnt Ronnie mit einem spurverbreiterten Lotus 72E vor Niki Lauda auf Ferrari das Rennen in Dijon/Frankreich und wiederholt somit seinen Vorjahreserfolg -
im letzten Drittel der Saison sind magere 19 Zähler durch zwei Siege und einem sechsten Platz auf Petersons Punktekonto.




SPARK-Modell / Lotus 76 / GP Deutschland 1974

Abgesehen von Rang vier in der "Grünen Hölle" bringen die Weltmeisterschaftsläufe in Großbritannien (Platz 10)
und Österreich (Ausfall) erneut keine Punkte.
Sein dritter Saisonsieg gelingt ihm im "königlichen Park" in Monza, nachdem die beiden vor ihm fahrenden Ferrari
von Lauda und Regazzoni mit Motorproblemen ausgeschieden sind.
Damit geht auch eine Ära zu Ende, denn dies ist zugleich der letzte Sieg eines Lotus 72,
welcher seit 1970 die Rennstrecken der Welt mehr oder weniger beherrscht.



SPARK-Modell / Lotus 76 / GP Spanien 1974

Nach einem dritten Rang in Kanada fällt Peterson beim Saisonfinale in Watkins Glen aufgrund eines Kraftstofflecks wieder aus.....

Weltmeister 1974 wird sein Ex-Teamkollege Emerson Fittipaldi auf einem Mc Laren M23.
In der Fahrerwertung belegt der "Superschwede" mit 35 Punkten den fünften Rang,
während Lotus den vierten Rang der Konstrukteure erreicht.
Jacky Ickx landet abgeschlagen mit nur 12 WM-Zählern auf Platz 10.






Fortsetzung folgt....

Geändert von Engineer (09.08.2018 um 21:28 Uhr)
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Alt 04.07.2017, 21:56   #549   nach oben
Amabugo
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vielen Dank für die HammerVorstellung eines meiner all time favorite racing driver.
Wünschte ich hätte ihn irgendwann einmal getroffen....es sollte nicht sein
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Alt 05.07.2017, 11:48   #550   nach oben
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Und wieder mal............. sensationell schöne und interessante Impressionen
Deine ganzen Infos sind wirklich einzigartig und sehr eindrucksvoll

Danke für Deine ganzen Vorstellungen und Grüsse
Erwin
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Alt 07.07.2017, 15:23   #551   nach oben
Gulf_LM
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Ganz tolles Sammelsurium an Infos und Modellen, wie hier gewohnt.... beeindruckende Kompetenz und Enthusiasmus, super.
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Alt 15.07.2017, 16:15   #552   nach oben
Engineer
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So, Freunde - weiter geht's mit dem "Super-Schweden"...



Part 5 : Rennsaison 1975



QUARTZO-Modell / Lotus 72E / GP Schweden 1975

Die technische Krise ist im Team Chapman während der Rennsaison 1975 noch ausgeprägter:
der "76"er aus dem Vorjahr wird "in die Ecke" gestellt und der alte Lotus 72E wieder aus dem Museum geholt...
Aussichtslos bemühen sich die Stammpiloten Ronnie Peterson und Jacky Ickx mit dem betagten Material ab -
der im Laufe der Saison modifizierte "72E" mit wesentlich verlängertem Radstand ist der Konkurrenz trotz alledem hoffnungslos unterlegen.
Jacky verlässt frustriert und mit nur drei WM-Punkten auf seinem Konto nach dem Frankreich-GP (9.Lauf) das Team
und verfolgt den Rest der Saison nur noch als Zuschauer.

Ronnie dagegen hat neben den technischen Problemen an seinem Arbeitsgerät (7 Ausfälle in 14 WM-Läufen) noch ganz andere Sorgen:
Die "Imperial Tobacco Group" (mit "John Player" als Lotus-Hauptsponsor) hat schon zu Beginn der GP-Saison eine erhebliche Kürzung des F1-Etats vollzogen,
was logischerweise auch zu einer Kürzung von Petersons Gage geführt hat.

Gleichzeitig entbrennt hinter den Kulissen ein Machtkampf zwischen Lotus und dem vom Mineralöl-Konzern "Universal Oil Products" (UOP)
gesponserten Shadow Racing Team um die Dienste Petersons.
Teamchef Don Nichols kann Peterson davon überzeugen, dass seine Gehaltskürzung einen Vertragsbruch darstellt, der ihm einen Wechsel zu Shadow ermöglichen könnte !

Peterson kann jedoch noch im Verlauf der Saison bei Colin Chapman seine volle Gehaltszahlung durchsetzen
und bleibt damit dem Lotus-Team treu.


Die Bilanz 1975 von Ronnie ist überschaubar:
ein vierter Platz in Monaco, die fünfte Position in den USA und Platz 6 in Österreich bringen insgesamt 6 WM-Zähler
und die 12. Position in der F1-Gesamtwertung.



Mein wohlbehüteter JPS-Sticker...




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Part 6: Rennsaison 1976



SPARK-Modell / Lotus 77 / GP Brasilien 1976




Lotus-Cosworth.... Oldtimer Grand Prix 2014

Schon im September 1975 stellt Colin Chapman den neuen Lotus 77 vor,
welcher einen ungewöhnlich engen Fahrzeugkörper mit zugespitzer Front besitzt.
Das besondere Merkmal des Typ 77 ist jedoch dessen Aufhängung:
Die Bremssattel werden hinten und vorn direkt am Chassis befestigt
und an diesen Gussgehäusen sind die Querlenker angebracht.
Von dieser Konstruktionsweise verspricht man sich einen Vorteil durch die Möglichkeiten der Verstellung von Radstand und Spur -
was auch in der Theorie wunderbar zu funktionieren scheint...

Schon beim ersten Rennen 1976 in Brasilien kommt die Ernüchterung:
Stammfahrer Mario Andretti bezeichnet den neuen Wagen drastisch als "Missgeburt" -
er steht nach einem völlig verkorksten Training auf Platz 16 der Startaufstellung.
Aber Teamkollege Ronnie Peterson kommt mit dem neuen Wagen nicht so richtig in die Gänge:
ein Platz 18 in der drittvorletzten Startreihe spricht eine deutliche Sprache.

Im Rennen dreht sich Peterson mit seinem Wagen in Runde 6 und torpediert anschließend damit
ausgerechnet auch noch den nachfolgenden Lotus von Andretti.
Beide Fahrer sind somit schon zu Beginn des Rennens in Interlagos ausgeschieden...Lotus scheint am Nullpunkt angekommen.




Ronnie lebt jedoch mit Lotus längst in Scheidung und der Schwede steht bereits mit einem Fuß bei March.
Nach den Vorfällen in Interlagos weiß dies jedoch die gesamte "Vollgasbranche"
und Colin Chapman wird mit Sicherheit dieser Scheidung nicht zustimmen -
mehr noch..er droht mit einer Sperrung von Peterson !


Wie es 1976 mit Ronnie weitergeht-
ein früherer Beitrag von mir hat es euch schon einmal erzählt...


http://www.modelcarforum.de/showthre...+77#post561068




MINICHAMPS-Modell / March 761 / GP Südafrika 1976



TSM-Modell / March 761 / GP Holland 1976



TSM-Modell / March 761 / GP Italien 1976


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Part 7 : Rennsaison 1977


Ronnie wechselt 1977 in das Team von "Uncle Ken",
denn der sechsrädrige Tyrrell P34 hat nach ausgezeichneten Rennen in seiner ersten Saison im Vorjahr fast eine Revolution ausgelöst.
Derek Gardners Konstruktion sprach 1976 für sich:
Die vier Zehnzöller brachten mehr Gummi auf die Piste als zwei Dreizehnzöller und erzeugten weniger Turbulenzen.
Der stärkeren Adhäsion ( = Straßenhaftung), der kleineren Stirnfläche und dem nach Gardners Meinung insgesamt verringerten Luftwiderstand
stehen jedoch mehr Gewicht, ein kompliziertes Aufhängungs-und Lenksystem, hohe Lenkkräfte und kleine Federwege gegenüber.

Dazu kommen noch diverse Schwierigkeiten bei Entwicklung und Modifikation der kleinen Reifen beim Hersteller GOODYEAR hinzu -
weder Konstrukteur Gardner noch ein bei Tyrrell Grundlagenforschung treibender Physiker namens Kempf
können den P34 während der Rennsaison 1977 wieder zum Siegen bringen...

In den ersten sechs Rennen fällt Peterson aus oder erreicht das Ziel außerhalb von Punkterängen.


TSM-Modell / Tyrrell P34 / GP Brasilien 1977

Erst in Zolder beim "Großen Preis von Belgien" erreicht er mit Platz 3 die ersten vier Weltmeisterschaftspunkte.
Beim anschließenden "Großen Preis von Schweden", Petersons 100. Grand-Prix, fällt er wieder aus:
Zündschaden am neuen Ford-DFV-Motor aus Magnesium.

In Frankreich erreicht Ronnie mit einem schwer zu beherrschenden Fahrzeug Rang zwölf, nachdem er im Rennen sechs Vorderreifen aufgebraucht hat.

Nach Ausfällen in Großbritannien und Deutschland holt er in Zeltweg/Österreich mit Rang 5 zwei weitere Punkte.
In Monza kann sich Peterson mit Rang sechs den letzten Punkt der Saison holen,
denn bei den Grand Prix in den USA, in Kanada und in Japan bleibt er ohne Punkte.



QUARTZO-Modell / Tyrrell P34 / GP Belgien 1977
...typisch für den Modellhersteller:
Petersons Auto, aber falscher Namenszug am Cockpit !





Bei der Monaco-Version des P34 von QUARTZO stimmt dann wieder alles....


Am Fuße den Mont Fuji ereignet sich beim Saisonabschluss 1977 noch ein tragischer Unfall:
Newcomer Gilles Villeneuve versucht mit dem Ex-Lauda-Ferrari den Tyrrell Petersons vor einer Kurve auszubremsen -
dies geht gründlich schief und beide Fahrzeuge berühren sich.
Villeneuves Wagen hebt ab, wird durch die Luft gewirbelt und erschlägt beim finalen Bodenkontakt zwei Zuschauer
(...welche sich allerdings verbotenerweise in dieser Zone aufgehalten hatten).

Mit mageren sieben WM-Punkten und Platz 14 in der F1-Gesamtwertung ist Ronnies Tyrrell-Abenteuer 1977 damit zu Ende.



Der Tyrrell P34 in der Lackierung von 1976 im Technikmuseum Sinsheim








In Kürze dann das letzte Kapitel
der viel zu kurzen F1-Karriere des Ronnie Peterson...

Geändert von Engineer (09.08.2018 um 20:24 Uhr)
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Alt 23.07.2017, 15:45   #553   nach oben
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Part 8: Rennsaison 1978






Nach drei schlecht verlaufenden Jahren kann sich Ronnie eigentlich keine weitere schlechte Saison mehr leisten.

Daher beauftragt Peterson seinen langjährigen Förderer, den italienischer Millionär Count "Guggi" Zanon
sich für die Formel-1-Saison 1978 nach Alternativen umzuschauen.
Dieser tritt daraufhin in zunächst erfolglose Verhandlungen mit Colin Chapman und Bernie Ecclestone.

Ronnie erfährt inzwischen während des Rennwochenendes zum "Großen Preis von Italien" in Monza 1977,
dass sein Landsmann Gunnar Nilsson Lotus zum Saisonende verlassen wird !
Für die Saison 1978 hat dieser nämlich bereits einen Vertrag mit dem damals neu gegründeten Arrows-Team unterzeichnet.

Sofort sucht Peterson das Gespräch mit Colin Chapman und akzeptiert einen sogenannten "Paydriver-Vertrag"....
bezahlt wird dann mit den Zanon-Millionen.

Einen Haken hat der Vertrag allerdings:
Peterson muss einen klaren Nummer-2-Status hinter dem Lotus-Stammfahrer Mario Andretti akzeptieren...



Quartzo-Modell / Lotus 78 / GP USA-West (Long Beach)





Nach diversen ersten Runden im Training zum "Großen Preis von Argentinien" -dem Saisonstart 1978 -
bezeichnet Peterson seinen Lotus 78 gegenüber Journalisten schon als das beste Rennauto, mit dem er je gefahren sei.
Trotz der hinderlichen Lotus-Vertragsklausel sieht Ronnie sogar reelle Titelchancen.


Die Leistungsfähigkeit der Lotus-Rennwagen schlägt sich am zweiten Januarwochenende 1978
in den Qualifikationsergebnissen beider Piloten nieder.
Während Mario Andretti in Buenos Aires die Pole-Position und später den Sieg einfährt,
erreicht Teamkollege Peterson hinter Carlos Reutemann auf Ferrari
den dritten Startplatz und wird Fünfter.



Zwei Wochen später steht Peterson in Rio de Janeiro/Brasilien dann auf Pole,
fällt im Rennen jedoch nach einer Kollision mit dem zweiten Ferrari-Piloten Gilles Villeneuve schon in Runde 15 aus.

Aber schon im dritten WM-Lauf in Kyalami/Südafrika siegt der "Superschwede" und belegt mit nur einem Punkt Rückstand
auf seinen Teamkollegen Rang zwei der Fahrerwertung.


Nach Platz vier beim Rennen in Long Beach/USA und einem Getriebeschaden beim prestigeträchtigen Monaco-GP
gibt im Mai im belgischen Zolder der Lotus 79 sein Debüt.
Noch ist dieses "Ground Effect"-Auto nur für Mario Andretti vorgesehen,
welcher dann in Zolder einen "geschenkten" Sieg einfährt.....
Ronnie liegt mit seinem Lotus 78 lange Zeit überlegen in Führung,
wird aber durch die Teamorder eingebremst und muss sich mit Platz 2 zufrieden geben.


Der neue Wagen erweist sich in den Folgerennen als nahezu konkurrenzlos.
Die Rennen in Schweden und Frankreich beendet Peterson im Lotus 79 als Dritter und Zweiter,
ehe er sowohl in Brands Hatch (Ölverlust) und Hockenheim (Getriebeschaden) ausfällt.

Der Punkterückstand gegenüber seinem Teamkollegen beträgt nun nach elf von sechzehn WM-Läufen 18 Zähler-
aber noch bestehen auch für Ronnie Chancen auf den Titel.



SPARK-Modell / Lotus 79 / GP Österreich 1978



Die Trainingssitzungen zum Rennen in Österreich beherrschen wieder die beiden Lotus-Fahrer.
Peterson sichert sich die Pole-Position und gewinnt anschließend das Rennen.
Andretti verspielt schon in der ersten Runde nach zweieinhalb Kilometern seine Chancen:
Er berührt nach einem Überholversuch das linke Hinterrad von Reutemanns Ferrari und knallt anschließend in die Leitplanken...








Auf dem Dünenkurs in Zandvoort setzt sich die Überlegenheit der Lotus-Rennwagen erwartungsgemäß fort.
Andretti siegt wieder einmal dank Stallorder mit 0,3 Sekunden Vorsprung vor Peterson-
Lauda im Brabham hat als Drittplazierter 12 Sekunden Rückstand zum Führungs-Duo.
Es ist der 7. und letzte Doppelsieg für Lotus und mit haushohen WM-Chancen reist das Team nach Monza....




Wikipedia.de aktualisiert die Geschehnisse am 10.September in Monza:


"Peterson war während des Unfalls bei Bewusstsein. Es gelang ihm, sein Gurtschloss zu öffnen.
Doch durch die erlittenen Beinfrakturen sowie die Deformation des Cockpits im Fußbereich konnte er sich nicht aus dem Wrack befreien.
Die herbeieilenden Streckenmarschalls begannen augenblicklich mit Löscharbeiten.
Hunt eilte zu dem Verunglückten und befreite ihn unterstützt von Regazzoni und Depailler binnen weniger Sekunden aus dem brennenden Wrack.

Sid Watkins – seit dem Großen Preis von Frankreich von Ecclestone als Arzt für die Weltmeisterschaftsläufe verpflichtet –
wurde von Carabinieri daran gehindert, sich des auf dem Asphalt liegenden Verunglückten anzunehmen.
Dies gelang ihm erst mit der Hilfe von Lauda. Zehn Minuten nach dem Unfall traf ein Krankenwagen am Unfallort ein
und 40 Minuten später wurde Peterson mit einem Hubschrauber in die Niguarda Klinik gebracht.

Einer ersten Diagnose zufolge hatte sich Peterson beide Beine gebrochen sowie oberflächliche Verbrennungen
der linken Hand, des Armes und der Schulter erlitten.
Eine Lebensgefahr bestand nach Aussagen der Ärzte nicht.

Da die Blutversorgung des rechten Beins eine Zeit lang kritisch blieb, wurde eine Amputation in Betracht gezogen,
jedoch auf ausdrücklichen Wunsch Petersons verworfen.
Nach Prognose der Ärzte sollte Peterson in fünf oder sechs Monaten wieder Rennen fahren können.
Um 23:00 Uhr entschloss sich das Ärzteteam zum Eingriff. Peterson wurde sechs Stunden lang operiert.

Am 11. September 1978 um 04:00 Uhr morgens verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide.
Im Rahmen des chirurgischen Eingriffs trat eine Fettembolie auf, deren Folgen nicht beherrscht werden konnten,
sodass Peterson fünf Stunden später starb.


"Patrese und Rennleiter Restelli wurden in der juristischen Nachbearbeitung des Falles von einem italienischen Gericht wegen Totschlages angeklagt
und am 28. Oktober 1978 wegen unterschiedlicher Zeugenaussagen freigesprochen.

Dagegen wurde Patrese vom Sicherheitskomitee der Formel 1 für das Rennen Watkins Glen gesperrt.
Petersons Platz bei Lotus übernahm Jean-Pierre Jarier. Mit 51 Punkten wurde Peterson postum Zweiter in der Fahrerweltmeisterschaft.


MINICHAMPS-Modell / Jean-Pierre Jarier / Lotus 79 / GP Kanada 1978

Insgesamt hatte er in diesem Jahr 298,9 Führungskilometer zurückgelegt.
Peterson war nach Tom Pryce, der 1977 tödlich verunglückt war, der bis dahin 27. Fahrer,
der im Rahmen eines Formel-1-Rennens – beim Training oder dem Rennen selbst – ums Leben kam.
Petersons Tod hatte für einige Jahre nachhaltige Auswirkungen auf den schwedischen Motorsport.
Insbesondere der Rückzug eines Großteils der heimischen Sponsoren brachte aufstrebende Talente wie Stefan Johansson in finanzielle Bedrängnis.
Auch Chapman zog die Konsequenzen aus diesem Vorfall und entließ einen Großteil seiner Ingenieure."
(Quelle: Wikipedia.de)



Mein JPS-Sticker..

Die F1-Statistik vom "Superschweden" 1970 bis 1978:

- zweimal Vize-Weltmeister (1971 & 1978)
- 10 Siege bei 123 Starts
- 14 Pole positions und 26 Podestplätze
- 9 schnellste und 707 Führungs-Runden

1979 widmete George Harrison sein Lied "Faster" seinem Idol Ronnie Peterson -
das Video auf "YouTube" ist durchaus sehenswert....

https://www.youtube.com/watch?v=tSN04eFX2to



Mario Andretti & Ronnie Peterson / Lotus 79 - Rennsaison 1978
SPARK-Modelle in 1:43

Geändert von Engineer (09.08.2018 um 20:25 Uhr)
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Alt 23.07.2017, 17:19   #554   nach oben
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SPARK-Update:
Eifelland March E21 / Rolf Stommelen 1972




SPARK-Modell / Eifelland E21 / Rolf Stommelen / GP Deutschland 1972



Der Sieger des Deutschland-GP
MATTELL-Modell / Jacky Ickx / Ferrari 312 B2 / Nürburgring 1972



Endlich -
der Modell-Hersteller SPARK hat endlich die angekündigte und auch farbenfrohere Version
des kultigen Renners von Günther Hennerici und Luigi Colani auf den Markt gebracht.

"Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters"
Thukydides (um 455 - 396 v. Chr.)
griechischer Flottenkommandant im Peloponnesischen Krieg und Historiker

















Nach nur acht Einsätzen war die F1-Saison für Rolf Stommelen 1972 zu Ende -
der "Große Preis von Deutschland" war der vorletzte Lauf mit seinem Arbeitsgerät.
Nach nur sechs Runden streikte die Elektrik in der "Grünen Hölle"....








Eine Ausgabe später meldete die "Auto Motor und Sport":

"EIFELLAND-TEAM WIRD AUFGELÖST !

Die Kalkulation, die Hennerici-Nachfolger Meeth nach Übernahme der Firma Eifelland
vom Formel 1-Teamchef Koblitschek als erste Amtshandlung verlangt hatte, ergab,
daß das Formel 1-Team für die Firma finanziell nicht tragbar sein kann und deshalb aufgelöst wird...."



Das Original....
gesichtet im Museum am Nürburgring



















Mein erster Beitrag zu diesem F1-Rennwagen hier im Forum....
guckst du hier:


http://www.modelcarforum.de/showthre...and#post616116[/B]

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Alt 26.07.2017, 22:19   #555   nach oben
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Endlich komplett in der Vitrine -
das Fahrertrio 1972 von Colin Chapman:
Emerson Fittipaldi, Reine Wisell und Dave Walker im Lotus 72....

Ohne große Worte - my all time favorite !







SPARK-Modell / Emerson Fittipaldi / Lotus 72D / GP Spanien 1972



MINICHAMPS-Modell / Reine Wisell / Lotus 72D / GP Kanada 1972



SPARK-Modell / Dave Walker / Lotus 72D / GP Monaco 1972


"Black Beauties"...einfach nur schön.....












Mein wohlbehüteter Sticker - nun auch schon 45 Jahre alt




Mehr passten nicht mehr auf's Bild...
Ein paar Varianten des 72'er aus 1972 fehlen sogar noch
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Alt 26.07.2017, 23:11   #556   nach oben
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Wieder ein wunderbarer Rückblick auf vergangene Zeiten
Damals als kleiner Junge waren die schwarzen JP's meine absoluten Favoriten (ich hatte zwar keine Ahnung von Motorleistung usw....aber die Farbe fand ich genial )
Wie es der Zufall will. habe ich in meinem Sammlungsthread grad den kleinen Lotus Elan von Chapman vorgestellt

Danke Dir für die tollen Fotos
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Alt 30.07.2017, 09:29   #557   nach oben
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Beeindruckende Sammlung!!! Mich würde ja mal interessieren, wie du deine sammlung lagerst / präsentierst? Gibts eine chance auf ein Foto deiner Vitrine/n?

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Alt 30.07.2017, 17:29   #558   nach oben
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An die 1000 Modelle müssten da schon zusammenkommen...
Meine "Sahnehäubchen" sind in fünf Vitrinen im "Männerzimmer" etwas thematisch in Szene gesetzt -
alles 1:43er und nur Formel 1 mit Schwerpunkt 70er und 80er Jahre.



Das wäre eine Vitrine von fünf...


Ein paar Details aus den Vitrinen




Lotus - fast eine ganze Vitrine für mein "favorite team"


Meine erste "favorite season" - 1976


Forza Ferrari - von jeder Rennsaison zwei Modelle...bis 2015
99 Euronen für die aktuellen Modelle sind mir zu heftig




Alle Weltmeister sei 1950


Meine zweite "favorite season" - 1966
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Alt 30.07.2017, 19:36   #559   nach oben
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Der Vergleich - Tyrrell 006 / Jackie Stewart 1973
MINICHAMPS vs. Panini



Bestimmt ist euch die Formel 1-Modellautosammlung von Panini beim Zeitschriftenhändler eures Vertrauens aufgefallen -
obwohl auch ich meine Zweifel bezüglich Qualität und Detailtreue hatte,
habe ich mir die letzte Ausgabe mal geholt.

Hier der bildliche Vergleich mit dem Referenz-Modell von MINICHAMPS.

By the way-
preislich wären wir da bei 14,99 Euro/ Panini zu (mindestens) 65 Euro/PMA...







Die Panini-Version ist optisch im Vergleich zu MINICHAMPS etwas anders:
die Außenspiegel am Cockpitrand sind ohne Verstrebungen,
die Motorverkleidung ist wesentlich kürzer und der Pilot fehlt
(..wahrscheinlich aus Lizenzgründen).




Die MINICHAMPS-Version ist Anfang des Jahres noch einmal frisch aufgelegt worden...
natürlich preislich recht weit oben,
aber ohne Veränderung zur ersten Modellversion aus dem vorigen Jahrhundert.
Ich besitze ein Modell der Originalausgabe von damals..




Entsprechend der Detailtreue zum originalem Fahrzeug ist die Panini-Version des Tyrrell 003
zum Beispiel der Version des "Großen Preis von Italien" am 9.September 1973 in Monza zuzuordnen.
Jackie belegte damals im "Königlichen Park" nur den vierten Platz...






Das MINICHAMPS-Modell entspricht zum Beispiel der Monaco-Version.
Stewart siegte in Monte Carlo am 3.Juni 1973 überlegen vor Emerson Fittipaldi auf Lotus 72E...


Hier nun die beiden Modelle im direkten Fotovergleich -
ich finde das Preis-Leistungsverhältnis von Panini super
und der Renner hat ein Platz in meiner Vitrine gefunden.
Aber urteilt selber..









Bei diesem Panini-Modell wäre meiner Meinung nach die Bezeichnung "Spielzeug-Auto"
vielleicht doch mit etwas Vorurteilen behaftet -
für knappe 15 Euro und einem super Begleitheft mit tollen Infos bin ich eigentlich positiv überrascht worden.

Zumindest diese Panini-Ausgabe bekommt von mir das Prädikat
KAUFEMPFEHLUNG !!!




Der Vollständigkeit halber hier mal beide MINICHAMPS-Ausgaben vom Tyrrell 006 (Cevert & Stewart)

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Alt 30.07.2017, 20:04   #560   nach oben
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Ich sammle ja auch die weltmeister-autos, aber deine sammlung ist echt der hammer!!! Danke fürs Zeigen deiner vitrinen!
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