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Alt 03.09.2016, 17:38   #421   nach oben
Benji
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@groupracer! Hättest Du diesen Wundervollen Thread,mal aufmerksam durchgelesen dann wäre Dir bestimmt der Beitrag von ``Engineer´´ #172 auf Seite.9 aufgefallen. Ich sehe mich als Unterstützer von ``Engineer´´! Ich werd ein Sch... tun um hier das Kommando zu übernehmen. Schau Dir mal``Engineers´´ Beiträge und meine an! Seine sind beispielhaft 1A,und meine sind nicht gerade informativ nur mit Bilder. Sorry das ich die Bilder aneinander gehängt habe! Hätte wohl für jedes Einzelne ein Beitrag machen sollen? Oder noch besser ich lass es in Zukunft sein,noch irgendetwas in diesem``Thread´´ zu schreiben!

Geändert von Benji (03.09.2016 um 23:22 Uhr)
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Alt 03.09.2016, 18:03   #422   nach oben
audeamus2009
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Tief durchatmen und habt euch wieder lieb. Genießt den Thread hier einfach.
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Alt 03.09.2016, 19:04   #423   nach oben
groupracer
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@Benji: ich find es derzeit mit der 3 Liter-Formel der Sechziger recht spannnend, weil ich halt auf diese Zeit stehe und bislang noch keiner Engineers letzten Post kommentiert hatte. Da bin ich wohl etwas vorgeprescht, wollte Dir nichts Böses Sorry,sorry Hab den Post, wo er dich bittet, ihn mit Bildern von Modellen ab 94 zu unterstützen, nun auch gelesen. Jeder Beitrag und Kommentar ist sicher gern gesehen, davon lebt schliesslich das Forum ! also BITTE poste Du weiter und wie es Dir passt. Es wäre echt übel und Engineer würde mir das zu Recht übel nehmen, wenn "wir" treue Unterstützer uns da streten. Ich hoffe, Du siehst mir das nach. Entschuldigung und schönes Wochenende Dir
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Alt 03.09.2016, 23:04   #424   nach oben
Benji
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@groupracer! Ich nehme Deine Entschuldigung an! Und wünsche uns Allen hier in diesem Thread,noch viel Spaß und viel Wissensdurst,der durch unserem Engineer,gewohnt in bestem Können gestillt wird. Nur könnt er mal so langsam wieder was von sich hören lassen!

Geändert von Benji (03.09.2016 um 23:22 Uhr)
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Alt 04.09.2016, 12:16   #425   nach oben
Engineer
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Uups..hier schlagen die Wellen ja recht hoch...

Alles gut, Benji hat schon recht...
ich möchte hier wirklich nicht den "Alleinunterhalter" spielen und jedes Bild und jeder Beitrag ist willkommen !!

Danke für die lobenden Worte für diesen thread,
bin aber in letzter Zeit wenig zum posten gekommen - sorry.
Da so eine "Abhandlung" mit Modellfotos und scans doch mehrere Stunden in Anspruch nimmt, brauche ich doch ein wenig Zeit,
(....und manchmal auch die Lust und Laune ) um loszulegen.
Da bin ich dankbar über jeden Kommentar "zwischendurch".....
Also, alles was 'reinpasst, posten !

Wie jetzt die Bilder von benji...danke !
Den Williams von Nigel hab' ich wirklich nicht im Bestand...

Geändert von Engineer (04.09.2016 um 14:44 Uhr)
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Alt 04.09.2016, 12:45   #426   nach oben
Engineer
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Rennsaison 1994 / Team Sauber

Heute möchte ich nun endlich die WM-Saison 1994 abschließen -
von 14 Teams konnte ich zwölf in einer 1:43er Modellversion vorstellen.
Nur MINARDI und ARROWS fehlen noch,
aber da gibt es meines Wissens noch keine Modelle vom "M194" und "FA 15"...


Als letztes Team der Saison 1994 hier nun das Team Sauber -
auch hier bietet der 1:43-Modellmarkt eine Vielzahl an Ausführungen.
Ich konzentriere mich auf einige MINICHAMPS-Versionen...

--------------------------------------------------------------------------


MINICHAMPS-Modell / Andrea de Cesaris / Sauber C 13 / GP Kanada 1994

Nach einem recht guten Einstieg des SAUBER-Teams im Vorjahr (insgesamt 12 WM-Punkte) erhoffen sich die Eidgenossen
für 1994 einen entscheidenden Schritt nach vorn -
schließlich kann man Mercedes als Motorenlieferant weiterhin voll nutzen.
Deutlich sichtbar bekennt sich die deutsche Firma nun zu dem Formel 1-Projekt -
auf den Ventildeckeln der Motoren prangt jetzt stolz der Schriftzug MERCEDES-BENZ.



Das V10-Aggregat ist bei der zu Mercedes gehörenden englischen Firma Ilmor weiterentwickelt worden
und holt aus den 3498,3 ccm Hubraum eine Leistung von ca. 730 PS -
für die Qualifikationsrunden können sogar kurzfristig fünfzehn Pferdchen mehr zur Verfügung gestellt werden.
Um den Anschluß an die Spitze des F1-Feldes zu finden,wird sogar ein separates Test-Team gegründet....

Als Stammfahrer agiert zunächst weiterhin der bisherige Sauber-Pilot Karl Wendlinger -
unterstützt wird dieser vom neu in der Formel 1 auftauchenden Heinz-Harald Frentzen.
Der 27jährige Deutsche ist schon einige Jahre zuvor in der Gruppe C mit den Sauber-Mercedes-Rennsportwagen gefahren und
seit 1991 in der Formel 3000 unterwegs - zu dieser Zeit das "Sprungbrett" in die Königsklasse...



Die hochgesteckten Ziele Peter Saubers können jedoch zunächst nicht erfüllt werden
und dem Team droht schon am Anfang der WM-Saison 1994 der totale Absturz:
Ein von Mercedes klug eingefädeltes Dreiecksgeschäft, welches Konzerngelder über einen Schein-Sponsor in die Teamkasse lenken soll,
scheitert und der Schriftzug "BROKER" ist ab Mitte der Saison plötzlich von der Motorabdeckung verschwunden !.
Die Stuttgarter vermitteln zwar sehr schnell neue Geldgeber,
aber die Trennung der Partner Sauber und Mercedes beginnt sich abzuzeichnen..

Der Todessturz Ayrton Sennas im Imola liegt nur zwei Wochen zurück,
da ereignet sich in den Schlußminuten des ersten freien Trainings in Monte Carlo der nächste Horror-Unfall:

https://www.youtube.com/watch?v=dmzHGhaRBoc

Karl Wendlinger überfährt den Bremspunkt der Hafenschikane und prallt
seitlich gegen die Plastikpolster, welche die Piste vom dort befindlichen "Notausgang" trennen.
Der Tiroler ist schwer verletzt und wird in tiefer Bewußtlosigkeit geborgen -
sogar dem Teamchef wird der kritische Gesundheitszustand Wendlingers verschwiegen...
Die Unfallursache bleibt ungeklärt und es tauchen die unmöglichsten Theorien auf -
angeblich ist die Unfallstelle immer naß,
weil die ortsansässigen Fischer nach der Landung im Hafen von Monte Carlo ihre Netze über den Asphalt schleifen !!

Erst nach zwölf Tagen erlangt der 26jährige Österreicher wieder das Bewußtsein
und überlebt den Unfall ohne dauerhafte körperliche Schäden -
die Formel 1-Saison 1994 ist für "Karli" jedoch gelaufen.


Mein Autogramm von Karl Wendlinger

Der Monaco-Schock sitzt auch beim nächsten Rennen in Spanien noch tief beim Sauber-Team
und der C13 von Heinz-Harald Frentzen wird als erstes Fahrzeug im Starterfeld
umgehend mit einem seitlichen Cockpit-Schutz versehen.
Der "hohe Kragen" wird ab 1995 Vorschrift und wird sich im Verlauf der nächsten Jahre
als sinnvolle Sicherheitseinrichtung erweisen....

Von den bisher sechs erreichten WM-Punkten hat Wendlinger allein schon vier geholt -
nun muß "HH" in Barcelona das Team im Alleingang vertreten.

Von Startplatz 12 startend, fällt Frentzen jedoch schon in der 22.Runde aus -
das halbautomatische Getriebe des Sauber C13 bleibt zunächst im Leerlauf stecken
und legt danach in wildem Durcheinander die sechs Gänge ein....

Beim nächsten Lauf in Kanada - Sponsor BROKER hat übrigens noch immer nicht gezahlt - tritt Sauber wieder im Doppelpack an:
Formel 1-Urgestein Andrea de Cesaris übernimmt das Fahrzeug mit der Startnummer "29".



Der Italiener ist seit 1980 in der Formel 1, hat aber zu Beginn der Saison erstmals seit seinem Debüt kein Cockpit
und muss 1994 mehrmals "Lückenfüller" spielen.
Im Frühjahr kehrt er zunächst für zwei Rennen zu seinem alten Rennstall Jordan zurück, wo er Eddie Irvine ersetzt,
der ja bekanntlicherweise wegen der Auslösung der Kollision in Interlagos vorübergehend gesperrt ist.
Den "Großen Preis von Monaco" beendet Andrea im Jordan 194 auf Rang vier-dann ergreift "Crazy Eddie" wieder das Steuer.

De Cesaris muss kurzfristig wieder pausieren,
absolviert seinen 200.Grand Prix dann aber im Sauber C13 auf dem "Circuit Gilles Villeneuve" in Montreal.




Andrea de Cesaris - 31. Mai 1959 ; † 5. Oktober 2014 ; R.I.P.

Der Neuling im "200er-Club" startet in Kanada von Platz 14 und schon im ersten Drittel des Rennens
gibt es Probleme mit dem Öldruck des Mercedes-Motors.



In der 25.Runde rollt de Cesaris dann endgültig kraftlos aus und auch
Teamkollege Heinz-Harald ist schon seit Turn 6 aufgrund eines Unfalls nicht mehr dabei -
damit ist Team Sauber nun schon seit drei Rennen punktelos...





Anfang Juli ist der Formel 1-Zirkus zu Gast in Magny-Cours und bei der Truppe aus Hinwill hängt der "Haussegen" mächtig schief -
alle Embleme vom Hauptsponsor BROKER sind von den Rennwagen,Transportern und Team-Uniformen verschwunden.
Die Gelder des Börsenmagazins sind weiterhin ausgeblieben und
für Tage stand die Zukunft des Rennstalls auf der Kippe.
Die Partner aus Stuttgart verhindern jedoch rechtzeitig, dass bei den Eidgenossen die Lichter ausgehen -
nun ist der schweizer Uhrengigant TISSOT Hauptgeldgeber für die Truppe um Peter Sauber.

In der Motorsport-Führungsetage von Mercedes ist man jedoch richtig sauer
und Sauber wird für das ganze Sponsorendebakel verantwortlich gemacht.
Man hat anscheinend ganz vergessen,
das die "Broker-Posse" im Zeichen des Sterns ausgebrütet wurde...
Mercedes-Sportchef Norbert Haug verkündet jedoch noch im Sommer 1994 mit energischen Worten,
das "niemand sein Haus und Sauber auseinanderdividieren könne"-
in aller Stille bereitet er aber selbst die Trennung vor.

Beim Frankreich-Grand Prix hat Peter Sauber jedoch nach den durchlebten schweren Wochen Freudentränen in den Augen -
Newcomer Frentzen kann mit einem verdienten vierten Platz endlich drei weitere WM-Punkte einfahren
und auch Andrea de Cesaris holt mit Platz 6 einen wertvollen Zähler für das Team.

Als "gemütlich" kann man im Nachhinein die 72 Runden in der französische Gemeinde im Département Nièvre
für den Mönchengladbacher Frenntzen keinesfalls bezeichnen:
weil der Pumpmechanismus für seine Trinkflasche nicht funktioniert,
ist Frentzen während des Rennens "knapp vor dem Verdursten" und
durch ein Mißverständnis stehen bei Halbzeit des Grand Prix plötzlich beide Boliden des Teams
gleichzeitig zum Service vor der Sauber-Box in Magny-Cours....



Der Aufschwung kommt ziemlich am Ende der Saison und nicht von ungefähr:
trotz aller interen Spannungen können an den beiden "C13" Modifikationen vorgenommen werden-
die Motorleistung wird gesteigert und das Chassis wird so verändert,
dass Front-und Heckflügel sowie der Unterboden aerodynamisch effektiver arbeiten.

Beim Europa-Grand Prix im spanischen Jerez im Oktober gibt es dann eine kleine Sensation:
Heinz-Harald Frentzen steht nach dem letzten gezeiteten Training
neben dem Williams-Rückkehrer Nigel Mansell in der zweiten Startreihe !

Dabei steht Frentzen's Teilnahme am Qualifying noch bis zur letzten Minute auf der Kippe...
Drei Tage vor dem ersten Zeittraining verzehrt der Sohn eines Deutschen und einer Spanierin ein Tintenfisch-Gericht,
bei dem das Verfallsdatum wahrscheinlich längst überschritten ist-
danach hat Heinz-Harald eigentlich gute Gründe, die Toiletten seines Hotelzimmers als zweiten Wohnsitz anerkennen zu lassen !

Ein mütterlicher Zaubertrank aus lauwarmen Zitronenwasser mit einer Prise Zucker und Salz
lässt ihn jedoch rechtzeitig zum Freitags-Training wieder auferstehen...


Mein Original-Autogramm aus 1994

In der Schlußphase des sonntäglichen Rennens rutscht Frentzen nach rundenlangem Kampf um Position vier dann auf den sechsten Platz ab:
"Wegen der Folgen der Fischvergiftung war ich nach 50 Runden groggy.."
Beim Teamkollegen de Cesaris bereitet der Gaszug während des Rennens mehr und mehr Probleme
und der Italiener muss in Jerez de la Frontera schon nach 38 von 69 Runden aufgeben.

Andrea hat jedoch ganz andere Sorgen und nach seinem soeben absolvierten
208. Grand Prix prophezeit er:
"Ich glaube, es ist vorbei.
Nächste Woche testet Karl und dann werde ich bei Sauber wohl
nicht mehr gebraucht. An einem Vertrag mit einem kleinen Team bin ich nicht interessiert..."

Zwei Rennen vor Ende der Saison gibt de Cesaris dann auch wirklich nach vierzehn Jahren Formel 1 seinen Rücktritt bekannt.

Auch beim nächsten Rennen in Japan steht Frentzen nach dem Training wieder
sensationell in der zweiten Startreihe -
diesmal zeitmässig sogar einen Platz vor Nigel Mansell !
Platz 6 bringt 1994 den letzten Punkt für das Sauber-Team ...

Wendlinger's geplantes Comeback muss jedoch wegen aktuter Nacken und Kopfschmerzen beim Österreicher schon
nach wenigen Testrunden am 27.Oktober in Le Castellet ausfallen und das freie Cockpit
übernimmt Sauber's ehemaliger Stammfahrer Jyrki Juhani Järvilehto; auch JJ Lehto genannt.

Um Schumacher besser im Kampf um die WM unterstützen zu können, entlässt Benetton-Teamchef Flavio Briatore zwei Rennen
vor Saisonende den Finnen, um stattdessen Johnny Herbert einzustellen.
"JJ" beendet im Sauber-Cockpit die Saison jedoch punktelos -
für 1995 wird Lehto keinen Vertrag in der Formel 1 mehr finden...

Peter Sauber's Team gelingt am Ende der Saison 1994 nach den zahlreihen "up & downs" mit 12 Punkten
noch der achte Platz in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft;
bester Sauber-Pilot wird erwartungsgemäß Heinz-Harald Frentzen auf Platz 13 in der Fahrerwertung.

MERCEDES versüsst seinen Abschied vom Team Sauber zwar mit einer durchaus großzügigen Abfindung für die Jungs aus Hinwil,
aber der Teamchef hat große Probleme, Ende 1994 noch einen neuen Motorenlieferanten für die anstehende neue Saison zu finden.

Dank des guten Images von Heinz-Harald Frentzen, der neuen Nr.1 im Team,
kann Peter Sauber mit FORD nach kurzen Verhandlungen buchstäblich in letzter Minute einen neuen Partner finden.
Das Zetec-V8 Aggregat ist der auf drei Liter Hubraum reduzierte Weltmeister-Motor des Jahres 1994 und wird dem schweizer Team
für die kommende Saison sogar exklusiv zur Verfügung gestellt....

Damit auf in die WM-Saison des Jahres 1995 !

Geändert von Engineer (09.08.2018 um 21:42 Uhr)
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Alt 05.09.2016, 11:02   #427   nach oben
Benji
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@Engineer! Tolles Modell des Saubers C13. Allerdings in 1:1 nach Monaco mit den eilig,montierten Cockpitwänden sah der Bolide von vorne (meine Meinung!) doch schon Pott hässlich aus! Aber es sollte ja der Sicherheit des Piloten dienen. Der Satz mit der Toilette von Frentzen als 2.Wohnsitz ist der Hammer!
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Alt 05.09.2016, 12:15   #428   nach oben
mb-tuner 1:43
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Die Sauber sind echt gut gelungen.
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Alt 06.09.2016, 22:25   #429   nach oben
Engineer
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Flashback - the golden era of motorsport:
Shadow Racing Cars / Advanced Vehicle Systems 1973 - 1975



Part 1: Shadow DN1 - Rennsaison 1973


Der US-Amerikaner Don Nichols ist schon fast 50 Jahre alt, als er 1973 mit seinem Shadow-Rennstall
den nächsten "echten amerikanischen Versuch" wagt, etwas in der Formel 1 zu erreichen -
Landsmann Dan Gurney mit seinem Eagle-Team ist ja vor knapp fünf Jahren erfolglos gescheitert...

Nichols, Weltkriegs-Veteran und Korea-Kämpfer, ist Anfang der sechziger Jahre als
Beauftragter des amerikanischen Reifengiganten GOODYEAR in vielen Ländern der Welt unterwegs
und hat damit automatisch auch mit dem Rennsport zu tun -
so ist er unter anderem auch am Bau der japanischen Rennstrecke am Mount Fuji beteiligt...

Als er 1968 in die USA zurückgeht, gründet er seine Firma Advanced Vehicle Systems,
deren erklärtes Ziel ist, eigene Rennwagen zu bauen.
Er wird dabei vom 33jährigen britischen Ingenieur und Rennwagen-Designer Tony Southgate unterstützt,
der zuvor bei Lola, Eagle und BRM reichlich "Formel 1-Luft" geschnuppert hat.

Partner und Sponsor für den Bau der ersten eigenen Formel 1-Autos wird der amerikanische Konzern
Universal Oil Products (UOP) aus Illinois.
Die Ölgesellschaft verfolgt dabei auch ganz eigene Ziele:
ihr bleifreies Benzin soll nun nach jahrelanger Forschungsarbeit auch im Rennsport angewendet werden
und der junge Shadow-Rennstall eignet sich hervorragend als "Versuchskaninchen"...


SPARK-Modell / Jackie Oliver / Shadow DN1 / GP Spanien 1973

Anfang der siebziger Jahre wird die Fabrik nach Northampton in Großbritannien verlegt,
um den Sprung in die Königsklasse gerade bei den europäischen Rennen problemloser absolvieren zu können.
Southgate konstruiert 1972 den ersten Shadow-Formel 1- Rennwagen und tauft ihn nach dessen Besitzer: Don Nichols 1 / DN 1.

Der Wagen ist mit dem bewährten Ford Cosworth DFV-Achtylinder-Motor bestückt und
fällt bei seinem Debüt im Folgejahr beim dritten WM-Lauf im südafrikanischen Kyalami
vor allem aufgrund seiner ungewöhnlichen Lackierung auf:
auf den beiden mattschwarz lackierten Wagen prangt das Logo des Geldgebers UOP zusammen
mit der Silhouette eines Mannes mit Hut und langem schwarzen Mantel.

Sofort machen Gerüchte im Fahrerlager die Runde -
Don Nichols soll in den 50er und 60er Jahren ein CIA-Spion gewesen sein !
Der Teamchef und seine Mitarbeiter tun künftig wenig daran, um an diesem Image zu rütteln...



Das Chassis der Wagens ist ein offenes Aluminium-Monocoque in der frisch in Mode gekommenen Cola-Flaschenform
und wird in den kommenden Rennen noch diverse Probleme mit sich bringen:
der 460 PS starke V8-Motor dreht dermaßen hoch, dass die daraus resultierenden Eigenschwingungen Schäden am gesamten Fahrzeug verursachen...

Hier ein kurzer technischer Steckbrief des Shadow DN1:

Motor: Ford Cosworth DFV, 2990 ccm Hubraum, V8, 168 kg Gewicht
Getriebe: Hewland FG 400, 5-Gang
Kraftstoffeinspritzung: Lucas
Trockengewicht des gesamten Wagens: 575 kg
Radstand: 2540 mm
Bereifung: Goodyear vorn 9.6/20 x 13, hinten 14/26 x 15
Kraftstoff: UOP




Der Amerikaner George Follmer, CanAm-Meister 1972 auf Porsche 917 und der Brite Jackie Oliver,
seit 1967 in der Formel 1 und zuletzt bei BRM, werden von Nichols als Fahrer verpflichtet.

Der fast vierzigjährige Follmer steigt 1973 in Kyalami zum ersten Male in's Cockpit eines Formel 1-Boliden und
hat bisher nur Erfahrungen in der Sportwagen-Interserie und im amerikanischen Canadian-American Challenge Cup (CanAm).

Beim Debütrennen in Südafrika im März nimmt Follmer nur am Mittwochs- und Freitagstraining teil und beim samstäglichen Rennen
steht sein Shadow DN1/2A dementsprechend in der vorletzten Startreihe.
Der Grand Prix läuft dann für den Amerikaner durch den Ausfall des halben Fahrerfeldes perfekt:
sein sechster Platz bringt gleich beim ersten Rennen wertvolle Punkte !

Teamkollege Oliver hat dagegen Pech in Kyalami:
aus der sechsten Reihe startend, quittiert der Ford-Motor schon nach 15 Runden seinen Dienst...




Mein Follmer-Autogramm..


...und das von Oliver

Das nächsten Rennen ist am 29. April der "Große Preis von Spanien" auf dem "Circuito del Parque de Montjuich" in Barcelona.
Für alle Fahrer heißt das fünfundsiebzig mörderische Runden in einem Kurvenlabyrinth ähnlich der Strecke von Monte Carlo -
schon der kleinste Fahrfehler bedeutet Radwechsel oder das Aus im Rennen.

Nicht nur George Follmer und Jackie Oliver treten schon am zusätzlichen Training am Donnerstag an,
auch ein Formel 1-Urgestein versucht sich mit einem Shadow-Rennwagen erstmals "privat" und als Einzelkämpfer-Team.
Der 42jährige Graham Hill legt sich mit Unterstützung der Tabakmarke "Embassy" und nicht geringen eigenen Geldern
einen Shadow DN1/3A zu.....
....und wird prompt Letzter im Starterfeld !

Auch diesmal läuft es im Rennen für George Follmer,
wieder liquidiert sich fast das halbe Fahrerfeld und freudestrahlend steht der Amerikaner nach den fünfundsiebzig Runden auf dem Podium -
ein verdienter dritter Platz hinter Cevert auf Tyrrell und Fittipaldi im Lotus ist das Ergebnis des ersten Rennens in Europa !

Für Jackie Oliver wiederholt sich das Szenario von Südafrika -
nach 24 Runden quittiert das Antriebsaggregat erneut seinen Dienst aufgrund chronischer Überhitzung...


Das SPARK-Modell von Oliver's Shadow in der Version vom Spanien-GP '73

Zur Halbzeit der Weltmeisterschaft hat das Team Dank George Follmers somit fünf Punkte gesammelt und
liegt damit auf Platz 6 im Mittelfeld der Konstrukteurswertung.

Für den Rest der WM-Saison sind diese schönen Ergebnisse leider schnell vorbei.
Fahrfehler der Piloten und verstärkte technische Probleme lassen kaum noch eines der Autos in's Ziel kommen
und wenn der Shadow durchhält,dann erfolgt dessen Durchfahrt ausserhalb jeglicher WM-Punkte....

Tony Southgate ist viel zu sehr damit beschäftigt,
ein neues CanAm-Auto zu konstruieren und nimmt sich deshalb sehr wenig Zeit,
sich um die Weiterentwicklung des Formel 1-Projekts zu kümmern.

Es dauert bis zum vorletzten Lauf in Kanada,
bis wieder ein Shadow ein Rennen in den Punkten beendet -
in Mosport steht nun endlich Jackie Oliver auf dem Treppchen und feiert einen dritten Platz.
Damit belegt das Team um Don Nichols am Ende der Saison den achten von elf Plätzen beim "Pokal für Formel 1-Konstrukteure 1973".

George Follmer steigt wieder aus der Formel 1 aus und geht zurück in die CanAm-Serie.
Jackie Oliver bleibt der Mannschaft treu und wird einer der Geschäftsführer im Team.
Als Pilot bewegt er aber nur noch ein einziges Mal den Shadow -
1977 beim Grand Prix von Schweden fährt er auf Platz 9.

Oliver verlässt zusammen mit Konstrukteur Southgate am Ende der Saison 1977 den Rennstall um Don Nichols,
um gemeinsam mit dem italienischen Financier Ambrosio ein eigenes Team zu gründen -
doch das ist eine andere Geschichte
und diese neue Truppe namens ARROWS werde ich bestimmt hier auch noch einmal speziell "rezensieren"...


Kurze Pause -
demnächst dann der Shadow DN 3 aus dem Jahr 1974 !

Geändert von Engineer (09.08.2018 um 21:42 Uhr)
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Alt 07.09.2016, 19:53   #430   nach oben
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"The Class of 1966" - Part III


Hier noch zwei Versionen von Mike Spence und Bob Bondurant-
Details siehe "Part 2" !


SPARK-Modell / Mike Spence / Lotus 25 / GP Holland 1966


SPARK-Modell / Bob Bodurant / BRM P261 / GP Monaco 1966


SPARK-Modell / Peter Arundell / Lotus 43 / GP Frankreich 1966

Arundell war mir bisher auch relativ unbekannt,
deshalb hilft auch hier wieder wikipedia.de:

"Peter Arundell startete seine Rennkarriere in der britischen Formel Junior, die er 1962 gewinnen konnte.
1963 fuhr er in der Formel 2 und in der britischen Formel-3-Meisterschaft, in der er im selben Jahr Meister wurde.
Danach wechselte er in die Automobil-Weltmeisterschaft und absolvierte
insgesamt elf Grand Prix in den Saisons 1964 und 1966 für das Lotus-Team.

Seine besten Platzierungen waren zwei dritte Plätze,
die er direkt in seinen ersten beiden Rennen 1964 beim Großen Preis von Monaco
und dem Großen Preis der Niederlande erreichte.
Diese Leistung wurde erst im Jahre 2007 von Lewis Hamilton gebrochen,
welcher die ersten neun Grand-Prix-Rennen auf dem Podest beendete.

Bis zu seinem letzten Rennen im Rahmen der Automobil-Weltmeisterschaft beim
Großen Preis von Mexiko 1966 erhielt Peter Arundell insgesamt zwölf WM-Punkte."


EBBRO-Modell / Richie Ginther / Honda RA273 / GP Mexiko 1966

Der neue F1-Rennwagen vom größten Motorradproduzenten weltweit wird mit großer Spannung erwartet,
erscheint aber erst drei WM-Läufe vor Saisonende beim Italien-GP in Monza.

Der Honda V12 im Heck erweckt für alle zunächst den Eindruck einer außerordentlich komplizierter Mechanik -
das 3-Liter-Aggregat ist von einem nur 25jährigen Ingenieur konstruiert worden und
soll auf der Rennstrecke den RA273 mit ca.400 PS bei 10.500 U/min. antreiben.

Fast alle Nebenaggregate des Motors wurden von Honda selbst entwickelt bzw.gebaut und
auch das Fünfgang-Getriebe mit Sperrdifferential stammt vom japanischen Traditionshersteller.

Die gesamte selbsttragende Fahrgastzelle besteht aus Aluminiumblech und
unterhalb des Fahrersitzes befinden sich 9 (!!) Tanks aus synthetischen Gummi mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 200 Litern.

Das Debütrennen in Italien am 4.September ist schon nach siebzehn Runden für Paul Richard „Richie“ Ginther beendet-
und zwar nicht durch einen kleinen technischen Defekt,
sondern durch einen haarsträubenden Unfall,
beim dem der sommersprossige Amerikaner fast sein Leben verliert...

Ein gelöster Protektor bringt den Honda im schnellen Streckenabschnitt vor der "Curva Grande" vom Kurs
und lässt ihn an einer Leitplanke brutal zerschellen.
Der extrem harte Aufprall erfolgt bei Tempo 250 und hinterlässt einen Totalschaden -
Richie überlebt leicht verletzt und kann gewissermaßen erneut seinen "Geburtstag feiern"...


https://www.youtube.com/watch?v=8LMwgXijWUU

Monza 1966 - Szenen aus dem Film "Grand Prix"...
die Steilkurve ist schon der Hammer...


Für die letzten beiden Rennen wird neben Richie Ginther noch Honda-Werksfahrer Ronnie Bucknum aus Kalifornien eingesetzt -
nach einem Ausfall in Watkins Glen endete seine Karriere in der Automobil-Weltmeisterschaft mit Platz 8 beim Mexiko-Grand Prix.

Ginther wird in Mexico-City Vierter und fährt 1966 für Honda noch drei WM-Punkte ein.
1967 wird Honda dann mit John Surtees als "1-Mann-Team" starten....

-------------------------------------------------------------------------

Speziell für groupracer habe ich noch ein paar Detailfotos vom 1966er Honda-Modell in 1:43 von EBBRO!










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Relativ neu im Bestand,
mal ausser der Wertung und ohne große Worte ...
nun ist meine Ferrari-Sammlung für 1979 und 1980 auch komplett !

Gilles Villeneuve und Jody Scheckter im Ferrari 313 T4 und T5 -
einfach nur schön...





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ja, die sind wirlich sehr schön die beiden. Glückwunsch ! t4 und t5 gehören für mich zu den coolsten ferrari F1 überhaupt

und DANKE für den deinen speziellen Nachschlag in Sachen Honda
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Alt 10.09.2016, 17:53   #433   nach oben
audeamus2009
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Macht immer wieder Spaß, hier reinzuschauen.
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Alt 14.09.2016, 20:39   #434   nach oben
Engineer
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Rennsaison 1995 / Team Benetton

Mit der 46. Fahrer-WM der Formel 1 treten wieder einmal neue Vorschriften der FIA in Kraft:
Um den Abtrieb der Fahrzeuge in den Kurven und damit auch das Kurventempo zu vermindern,
müssen nun die Rennwagen einen Unterboden mit einem 50 mm hohen Absatz unter dem Monocoque haben.
Durch diesen Absatz - welcher durch eine 10 mm starke Sperrholzplatte realisiert wird-
nimmt der Bodeneffekt ab, indem der Abstand zwischen der Fahrbahn und der Seitenkästen größer wird.

Die Leistung der Motoren wird durch eine Limitierung des Hubraums auf 3000 ccm reduziert-
dadurch kommen die besten Aggregate im Feld auf maximal 730 PS.

All diese Maßnahmen bewirken eine Abnahme des Abriebs um ca. 15 Prozent, die Querbeschleunigung sinkt auf etwa 3g
und alles in allem werden dadurch die Rundenzeiten bis zu zwei Sekunden erhöht....

Modellversion:
Großer Preis von Frankreich - 7. Lauf der WM
Magny-Cours , 2. Juli 1995



MINICHAMPS-Modell / Michael Schumacher / Benetton B195 / GP Frankreich 1995

Das Team des Weltmeisters überzeugt auch 1995 erneut auf ganzer Linie
und der Erfolg des Vorjahres kann auch in der aktuellen Saison fast problemlos wiederholt werden.

Benetton-Konkurrent Williams hat mit seinem "FW17" zwar die beste Konstruktion mit perfekter Aerodynamik und exzellentem Fahrgestell,
aber Flavio Briatore kann auf die herausragende Klasse eines Michael Schumachers und der besseren Strategie von Ross Brawn zurückgreifen.
Dadurch zeigt die Benetton-Crew mehr als einmal, dass nicht das schnellste Auto den Sieg davonträgt,
sondern Taktik und ein überdurchschnittlicher Pilot den Erfolg während der Saison 1995 bestimmen...

Entscheidenden Anteil an den Erfolgen Benettons und Williams' hat natürlich Renault
mit dem starken und zuverlässigen V10-Motor vom Typ RS7.
Beide Teams erhalten identisches Material -
die Höchstdrehzahl wird im Verlauf der Saison mehrmals angehoben und die Motoren
geben in der höchsten Entwicklungsstufe an die 725 PS bei etwa 16.000 U/min. ab.

Im direkten Vergleich mit dem Zwölfzylinder-Ferrari hat der Zehnzylinder-Renault einen entscheidenden Vorteil:
er verfügt über deutlich mehr Leistung im mittleren Drehzahlbereich und der Drehmomentverlauf ist dadurch einfach besser als beim V12.



Zum Saisonbeginn hat man bei Benetton "dank" der neuen Vorschriften noch etwas Mühe,
das Fahrgestell und den neuen Renault V10 in Einklang zu bringen.

Der Benetton B195 liegt schlechter auf der Fahrbahn als der aktuelle Williams-Rennwagen und
es gibt unerwartete Probleme mit Hydraulik- und Getriebekomponenten.
Beim Training zum Brasilien-GP kreiselt "Schumi" wegen eines Lenkungsbruchs von der Bahn
und in Imola verliert der Deutsche im Rennen aus unerklärlichen Gründen sogar die Kontrolle
über sein Fahrzeug und landet in den Leitplanken !
Erst vom GP von Spanien an hat der neue Benetton dann einen gewissen "Reifegrad" erreicht...



Zur Halbzeit der Saison führt Michael Schumacher relativ knapp mit 36 Punkten vor den 29 Zählern von Damon Hill -
nach einem kurzen Abstecher nach Kanada gastiert der Formel 1-Zirkus wieder in Europa.

Die Benetton-Boliden von Schumacher und Herbert bekommen für den "Großen Preis von Frankreich"
Anfang Juli überarbeitete Frontflügel und besitzen neue Lufthutzen.

Das zweite Training in Magny-Cours beginnt für Michael Schumacher jedoch mit einem Schock -
gleich zwei Satz Reifen haben über Nacht unerklärlicherweise Druck verloren !
Goodyear-Spezialist Tony Shakespeare erkennt schnell den Grund für diesen akuten Luftverlust:
beim Messen der Oberflächentemperatur werden die Pneus schon am Vortag regelrecht zerstochen -
die Nadel des Thermometers ist falsch justiert...
Nun gehen für Schumacher's Benetton die Gummis aus, aber die Funktionäre bleiben stur.
Zu groß ist die Angst vor Nachahmern; sprich wer neue Reifen haben will,
muß sich nur linkisch mit dem Thermometer anstellen !
Samstagabend erhält Schumacher dann gnädigerweise doch noch einen Vorder-und Hinterreifen...



Beim Abschlußtraining bleibt Schumacher knapp drei Zehntelsekunden hinter Hill's Pole-Zeit und der Rheinländer ist "nur" Zweiter.
In der Pressekonferenz zeigt Michael sich leicht genervt:
"Hauptsache, ich stehe in der ersten Reihe...
Die zwei einzelnen Reifen nützen mir nichts.
Wenn ich Pech habe, stehe ich im Rennen plötzlich ohne Pneus da !"


In der Nacht auf Sonntag beginnt es plötzlich zu regnen und auch beim Warm-up ist die Strecke immer noch naß.
Alle werden auf Regenreifen starten und damit schont "Schumi"
unerwartet seine bescheidenen Slick-Bestände...
Nach dem Start heißt es zwar noch Hill vor Schumacher,
aber schon nach den ersten Runden spürt der Brite,
dass er sich gewaltigt "verwachst" hat..
"Mein Auto rutschte schon in der ersten Kurve gewaltig.
Sofort klebte Michael an meinem Heck. Er kam mir so nahe,#
dass er am Ende der folgenden Geraden sogar schon den ersten Angriff wagen konnte..."


Schumacher bleibt auch in den nächsten Runden bis zum ersten Boxenstopp nur Zehntel hinter Hill und
taktisch klug biegt Michael in die Boxengasse ab,als Damon auf eine Gruppe Nachzügler aufläuft.
Betankt und nun auch frisch bereift macht er anschließend gewaltig Druck auf Hill und als dieser seinen Service an der Box beendet hat,
ist aus der knappen Führung ein Acht-Sekunden-Rückstand geworden.

Das Rennen ist entschieden und am Ende der 72 Runden Gesamtfahrzeit überquert Schumacher
mit 30 Sekunden Vorsprung vor Hill über die Ziellinie in Magny-Cours !
Damit steht es 46 : 35 -
Schumacher vergrößert den Punktestand zu Hill auf über zehn Zähler...




Kurze Pause...morgen geht die Benetton-Story weiter !

Geändert von Engineer (09.08.2018 um 21:43 Uhr)
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Alt 15.09.2016, 08:47   #435   nach oben
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Der 95er Benetton... kommt mir vor wie gestern, dabei ist das jetzt schon über 20 Jahre her...Wahnsinn!

Gewohnt informativer Beitrag, vielen Dank. Das waren ja die Jahre, wo es dank Schumachers Popularität F1-Modelle in vorher nie gekannter Anzahl und Qualität von MC gab.

Und bei Sauber war auf dem dunkelblauen Boliden mit dem Ford-Motor, der 94 noch die WM gewonnen hatte, erstmals großflächig "Red Bull" zu lesen - was daraus geworden ist, wissen wir ja...
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Alt 15.09.2016, 10:38   #436   nach oben
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Nachtrag Benetton B195 - Minichamps-Modell "GP Frankreich 1995"

Das unter 1:43 - Sammelverrückten begehrteste und seeeehr teuer gehandelte Minichamps-Modell vom
Benetton B195 in der "GP Frankreich" - Version der Michael-Schumacher-Collection" Nr.17 ist gewissermaßen eine "Fehlpressung".

Wie ich schon in meinem Artikel erwähnte, wurde vor dem Rennen am Original-Wagen unter anderem die Form der Lufthutze verändert -
bei diesem Modell für "T2M" hat man dies bei Paul's Model Art nicht beachtet.
Regenreifen hat diese Modellversion im Gegensatz zu den folgenden Pressungen übrigens auch nicht...

Eigentlich auf 1995 Ausgaben limitiert, wurde das Modell angeblich schon nach der Produktion von 50 Stück regelrecht "zurückgerufen" !!
Einige Modelle haben noch eine spezielle Bodenplatte mit einem vergoldeten "T2M"-Schriftzug -
zum Verkauf eigentlich so gut wie nirgens zu finden (und falls doch, dann wahrscheinlich sowieso unbezahlbar).

Die "Standardversion" der MSC Nr.17 mit Plastik-Grundplatte ist manchen Sammlern schon bis zu 1000 Euro wert....
ich kann aber auf dieses Modell verzichten und habe die "historisch richtige" Version !


(Bildquelle ebay.com)

Geändert von Engineer (15.09.2016 um 10:50 Uhr)
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Alt 18.09.2016, 17:20   #437   nach oben
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Modellversion II:
Großer Preis von Kanada - 6. Lauf der WM
Montreal, 11. Juni 1995



MINICHAMPS-Modell / Michael Schumacher / Benetton B195 / GP Kanada 1995

Nach grandiosen Siegen in Spanien und Monaco hat Michael Schumacher einen Triumph mehr als Damon Hill,
welcher auch in der Gesamtwertung fünf Punkte Rückstand zum deutschen Benetton-Piloten hat.


Auch die kanadische Strecke auf der Île Notre-Dame, einer im Sankt-Lorenz-Strom gelegenen künstliche Flussinsel bei Montreal,
scheint für den Benetton B195 kein Problem darzustellen-Schumacher fährt schon im Training allen davon...

Damon Hill wird von einer Erkältung geplagt und weder er noch sein Williams FW17 kommen mit den sommerlichen Temperaturen in Kanada klar -
nach dem Abschlußtraining wird "nur" Platz 2 in der ersten Startreihe erreicht.

Nach dem Start auf leicht feuchter Piste führt Schumacher vor Hill und Coulthard durch die ersten Kurven.
"Schumi's Leutnant" Johnny Herbert - aus der dritten Startreihe in's Rennen gegangen -
wird gleich in der ersten Runde vom Mc Laren-Piloten Häkkinen eliminiert.
In der Haarnadelkurve greift der Finne den Briten auf der Innenseite an,
beide Autos berühren einander und befördern sich gegenseitig in's Kiesbett.

https://www.youtube.com/watch?v=kOIcJnvyYiQ
Der "funny crash" auf YouTube

Wutentbrannt schimpft Herbert in der Benetton-Box:
"Bei mir lief es so gut und dann kam der Kerl plötzlich aus dem Nichts !"
Die Rennkommissare sehen die Angelegenheit ein wenig anders und brummen dem verdutzen Johnny
wegen Frühstart eine 10.000 Dollar-Bewährungsstrafe auf....

Nach sieben Runden hat Spitzenreiter Schumacher zum Widersacher Hill schon einen Vorsprung von sechs (!!) Sekunden aufgebaut-
dieser hat nebenbei noch alle Hände voll zu tun, sich die hartnäckig angreifenden Ferrari von Alesi und Berger vom Leib zu halten.



In Runde 17 ist es dann soweit -
Damon Hill wird von Jean Alesi in der Haarnadelkurve "aufgeschnupft" .
Neun Runden später zieht auch Gerhard Berger am Briten vorbei...
ein Getriebeproblem kündigt sich bei seinem blau-weißen Arbeitsgerät an !
in der 51.Runde geht dann nichts mehr und achtzehn Runden vor Ende des Rennens gibt die Bordhydraulik ihren Geist auf,
das "fly-by-wire"-System kollabiert und das Getriebe bleibt im fünften Gang stecken.

Praktisch vor seiner Box strandet der FW 17 und "Rollstuhlgeneral" Frank Williams
muss sich von seinem enttäuschten Piloten böse Worte gefallen lassen:
"Wenn ich Punkte holen soll, musst du dafür sorgen,
dass ich ein zuverlässiges und schnelles Auto bekomme !"


Teamchef Frank nimmt's gelassen:
"So sind sie eben...nach einem Ausfall nicht mehr zurechnungsfähig !"

Zwölf Runden vor Schluß steckt der souverän führende Schumacher plötzlich auch in Schwierigkeiten -
auch sein Getriebe macht Probleme beim Schalten und bleibt dann im dritten Gang stecken !
Mit gedrosselter Fahrt erreicht der Rheinländer die Boxen und muss nervös abwarten,
bis sein Lenkrad mit den intergrierten Geriebeknöpfen gewechselt und
ein Reset seines Bordcomputers durchgeführt ist.

Jean Alesi, der übrigens an diesem 11.Juni vor 31 Jahren geboren worden ist,
"erbt" die Spitzenposition in diesem Rennen, weint vor Glück und kann die Piste nicht mehr richtig erkennen !
Das Publikum reagiert begeistert und Karnevals-Stimmung kommt auf:
ein Ferrari mit der Startnummer 27 liegt auf dem "Circuit Gilles Villeneuve" in Führung...

Auch Teamkollege Gerhard Berger sorgt gegen Ende des Grand Prix noch für einen letzten dramatischen Höhepunkt -
seit acht Runden hängt er hinter dem Ligier von Martin Brundle fest und kommt nicht am Briten vorbei.
Dann hat der Tiroler die Nase voll und in der Senna-Kurve erfolgt der Angriff!
Halb auf dem Asphalt und halb auf dem Gras versucht er, am blau-weißen Hindernis vorbeizukommen und schießt den Ligier ab....
Beide sind danach aus dem Rennen und sieben Runden vor Schluß rückt dadurch "Schumi" auf den fünften Platz vor.

An der Boxenmauer tobt Ligier-Chef Walkinshaw:
"Was glaubt Gerhard, unter'm Hintern zu haben -
einen Mähdrescher ???"


https://www.youtube.com/watch?v=tWDVOFaHwuI

Jean Alesi kreuzt mittlerweile -erstmals nach 91 Anläufen bzw. Grand Prix in der Formel 1-
siegreich die Ziellinie !
Wenig später bleibt er in der Auslaufrunde ohne Sprit im Tank seines roten Renners stehen,
Michael Schumacher stoppt kurzentschlossen
und gibt Alesi eine Mitfahrgelegenheit zurück zu Start-und Ziel.

https://www.youtube.com/watch?v=Gx6QjPeewRU
Emotionale Bilder auf You Tube



Das Publikum stürmt währenddessen die Bahn,
aber noch sind nicht alle Rennwagen im Ziel und es wird extrem gefährlich für Fahrer und Fans...
Im Gedränge verliert Tyrrell-Pilot Mika Salo, der mit 50 Sekunden Vorsprung auf Luca Badoer's Minardi um die Kurve kommt, Rang sieben -
das "Duell" wird vor der Zielgeraden im ersten Gang ausgetragen !
Salo erhält über Boxenfunk sogar den Befehl, wenige Meter vor dem Ziel anzuhalten -
rollt aber trotzdem langsam über's Ziel, nachdem ihn Badoer passiert hat.

Erst drei Wochen später reagiert die FIA und wertet das Rennen in Montreal mit Ende der 68. anstelle der 69. Runde.
Somit bekommt der Finne seinen verdienten 7. Platz gewissermassen zurück....



Michael Schumacher wird auf Platz 5 gewertet und hat 44 Sekunden mehr als Alesi gebraucht, um bis in's Ziel zu kommen -
da das Williams-Team nach dem Ausfall von Hill und Coulthard eine "Nullrunde" verbucht,
ist der Rheinländer froh, wenigstens zwei Zähler erreicht zu haben !

Modellversion III:
Großer Preis von England - 8. Lauf der WM
Silverstone, 16. Juli 1995



MINICHAMPS-Modell / Johnny Herbert / Benetton B195 / GP England 1995

Die Stimmung zwischen Hill und Schumacher ist gegen Mitte der Saison gereizt und
bekommt durch einen Dolmetscher-Fehler für die deutsche Bouvelvard-Presse noch zusätzlichen Zündstoff -
Hill soll seinen deutschen Widersacher als "Clown" bezeichnet haben !
Tätsächlich sprach der Brite jedoch davon, dass Schumacher keine Persönlichkeit ist, sondern ein "Clone" ....

Michael Schumacher betrachtet den Zwist mit Damon Hill dagegen mittlerweile als standesgemäßes Ritual:
"Wir kämpfen um den Titel -
klar, dass wir uns nicht besonders mögen !"



In Silverstone - dem "Home Of British Motorsport" - wird Mitte Juli der "Große Preis von Großbritannien" ausgetragen
und schon zum Freitagstraining strömen 37.000 Fans an die Strecke.
Hill und Schumacher machen den Kampf um die Pole erneut unter sich aus und diesmal steht der Brite auf Platz 1 der Startaufstellung.

Am Rennsonntag sind dann 100.000 Zuschauer vor Ort und alles verläuft planmässig in ihrem Sinne.
Hill nutzt den Start optimal und setzt sich gleich zu Beginn von Schumacher ab -
da nähert sich von hinten der Ferrari von Jean Alesi und der Franzose schießt gleich auf den ersten Metern vom sechsten auf den zweiten Platz vor !

Schumacher wird vor "Corpse Corner" regelrecht eingebremst und Hill registriert dankbar den "roten Puffer",
da der Deutsche danach keinen Weg findet, an Alesi vorbeizukommen...

Das Ende des 18.Umlaufs bringt für Michael Schumacher die Erlösung von Alesi,
der zum Service in die Boxengasse abbiegt-
Damon Hill hat in der Führungspostion währenddessen einen beachtlichen 20-Sekunden-Vorsprung herausgefahren.
Ein paar Runden später erfolgt der erste Führungswechsel, da Hill sich neuen Sprit und frische Gummis holt.
Dann wieder Boxenstopp von Schumacher...

In Runde 46 trennen 0,7 Sekunden die beiden erstplazierten Piloten und
Hill wagt eine regelrechte "Verzweiflungsattacke" in der "Priory Corner"...

https://www.youtube.com/watch?v=S1xFVM33a1k


Beide Autos landen im Kies und Schumacher ist stinksauer:
"Er wollte sein Heim-Rennen gewinnen -
das ist verständlich. Aber er war zu ungeduldig.
So gewinnt man keinen Grand Prix und schon gar nicht den Titel..."

Die Rennkommissare brummen ihm am Ende des Rennens jedoch offiziell 50 Prozent der Schuld
am Crash mit Hill auf und beide Piloten werden verwarnt...

Der Ausfall der beiden Spitzenreiter spült den zweiten Benetton-Piloten in Front und Johnny Herbert erfährt während der Schlußphase des Rennens
erst durch einen Blick auf eine der großen Videowände, dass er der neue Spitzenreiter ist.
Das Publikum bekommt damit nach 61 Runden und spannenden 94 Minuten seinen britischen Sieg,
auch wenn der Name des Gewinners nicht den Erwartungen entspricht.

Johnny ist überglücklich über seinen Sieg und über die Rettung seines Arbeitsplatzes.
Teamchef Briatore hat es zwar nicht offiziell bestätigt, aber
Jos "the Boss" Verstappen sollte Herberts Cockpit übernehmen,
falls der Brite beim "Heim-Grand Prix" nicht überzeugt hätte.
Im September gewinnt Johnny Paul Herbert den zweiten seiner drei Siege in seiner F1-Karriere
und erreicht am Saisonende 1995 mit 45 Zählern einen hervorragenden vierten Platz in der WM-Gesamtwertung.

Erst zum Saisonende 2000 beendet der Brite seine aktive Formel-1-Karriere vorübergehend,
kehrt aber 2001 nochmal als Testfahrer für Arrows zurück.
Bei 161 Starts fährt er 98 Punkte ein und erreicht 7 Podestplätze.

Erst kurz vor seinem Abschied aus der Formel 1 hat Johnny Herbert das größte Geheimnis seiner bewegten Karriere verraten:
"Ich habe vor dem Start immer ins Cockpit gepinkelt. Ja, das stimmt leider",
sagt der mittlerweile 36 Jahre alte Brite auf seiner Abschiedsparty im Jahr 2000 in Kuala Lumpur.

Wenn andere Kollegen kurz vor dem Rennen aufs WC flitzen,
sitzt "Johnny-Boy" meist schon im Auto und lässt seinen Urin sanft durch den Rennoverall rinnen.
Für die Mechaniker stank das Ritual zum Himmel,
für Herbert war es eine feuchte Mischung aus Gewohnheit und Aberglauben.....

https://www.youtube.com/watch?v=xvWawLBTh6U
Die Johnny Herbert-Story auf YouTube..leider nur in Englisch..

Geändert von Engineer (09.08.2018 um 21:44 Uhr)
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Alt 18.09.2016, 21:55   #438   nach oben
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Kleine Vorschau....mein neues "Projekt":
Ich nenne es mal "The class of 1976"








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Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu Engineer für den nützlichen Beitrag:
Alt 18.09.2016, 22:42   #439   nach oben
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Der Stuck -March 761 gefällt mir besonders gut .

In Monaco im Training in der 3. Startreihe und im Rennen immerhin 4.
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Alt 19.09.2016, 11:19   #440   nach oben
Benji
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Wow jetzt geht´s aber Schlag auf Schlag @Engineer! Dacht nicht das Du so schnell mit``1995´´ anfangen würdest! Dein B195 vom GP Frankreich kannte,ich auch nicht. Sieht super aus mit den Regenreifen und der nicht buckeligen Lufthutze. Ich würd gern noch das so genannte Showcar B194/B195 zeigen,wenn ich darf?
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