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Alt 27.05.2015, 02:57   #81   nach oben
TheK
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An den letzten drei Rennen des Jahres, die in Übersee stattfanden, nahm ATS aus Kostengründen nicht mehr teil."
…dafür setzte das IndyCar-Team Interscope einen PC4 ein – gefahren vom wohl schnellsten Hawaiianer aller Zeiten (was ob der überschaubaren Zahl der dortigen Rennfahrer und dem Tempolimit auf der Insel keine Kunst ist), Danny Ongais.
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Alt 30.05.2015, 18:45   #82   nach oben
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Stimmt, habe gerade mal nachgeschlagen. Interscope Racing setzte in den letzten Rennen der Saison 1977 einen Penske PC04 mit Danny Ongais ein. Die Ergenisse waren nicht so sehr überzeugend: USA/Ost - Dreher in der 6.Runde und in Kanada Platz 7.
1978 versuchte er es noch im Ensign N177 in den ersten beiden Rennen (beide Male Ausfall) und beim Team Shadow (Holland nicht qualifiziert) - dann war die USAC Championship Car Series attraktiver für Danny und die Formel 1-Ausflüge vorbei.
Übrigens hat SPARK das Modell des Penske PC04 vom GP der USA auf dem Markt.
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Alt 30.05.2015, 18:54   #83   nach oben
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Ergänzung Tyrrell P34

Habe in dieser Woche einen Ausflug zum Technikmuseum Sinsheim gemacht und konnte dort den Tyrrell P34 live betrachten. Allerdings stand das Teil unter Glas und mit dem Knipsen war's recht schwierig...


Das Museum hat die größe F1-Daueraustellung in Europa


Die imposante Vorderradaufhängung komplett...


..und im Detail.


Das Hinterrad zum Vergleich.





Und hier noch der "Prototyp":




Das Gerät ist noch "heißer" als mein oben abgebildetes Safety car..
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Alt 31.05.2015, 17:41   #84   nach oben
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WM-Saison 1977 / Teil 2

Mit dem Lotus 78 Ford beginnt in der Formel 1 ein neues und technisch bedeutsames Kapitel: es beginnt die Ära der "wing cars" - auch Flügelwagen genannt. Angeblich hat Colin Chapman die Idee in der Badewanne bekommen....

Der neue Lotus besitzt ein schmales Chassis und die beiden "Flügelstummel" sind zwischen Vorder - und Hinterachse angebracht (siehe auch die Erläuterung vom March aus 1970). Integriert in diese an das Chassis angebaute Flügel sind die Kühler und die Bezintanks. Die seitlich montierten " umgedrehten Tragflächen" bewirken einen Abtrieb und im Zusammenspiel mit dem Bug - und Heckspoiler ist dieser ca. 15 Prozent höher als von allen Konkurrenzwagen.
Dieser Lotus ist 1977 beim Abbremsen und Beschleunigen aus niedriger Geschwindigkeit stets das schnellste Fahrzeug im Feld !

Beim verregnetem Grand Prix von Belgien in Zolder geht alles drunter und drüber - der Trainingsschnellste Andretti torpediert den neben ihm gestarteten Brabham von John Watson in der ersten Runde und beide Favoriten rutschen von der Bahn...Ausfall kurz nach Anpfiff des Rennens !
Nach dem durch den Dauerregen ausgelösten Durcheinander mit mehrmaligem Führungswechsel siegt schließlich der Schwede Gunnar Nilsson in seinem Lotus 78 Ford.
Er feiert in Zolder den einzigen Formel-1-Sieg seiner kurzen Grand-Prix-Karriere - anderthalb Jahre später wird er seinem Krebsleiden erliegen....

Insgesamt fahren die beiden Piloten Andretti und Nilsson fünf Siege in den 16 Läufen heraus - ein beachtliches Resultat, aber letztendlich finden sich Andretti auf Platz 6 und Nilsson auf Platz 10 der WM-Wertung wieder...
Schade für Lotus und Colin Chapman, dass gerade Mario Andretti mit der revolutionären Konstruktion noch nicht so richtig klarkommt...aber das wird sich 1978 ändern.


QUARTZO-Modell / Gunnar Nilsson / Lotus 78 / GP Belgien 1977

Imperial Tobacco ist die Muttergesellschaft der Marke John Player Special und so sah man Gunnar Nilsson beim Großen Preis von Japan in Fuji im Oktober 1977 einmalig "ganz in Rot".


QUARTZO-Modell / Gunnar Nilsson / Lotus 78 / GP Japan 1977

Das Team Mc Laren fährt noch die ersten 8 Rennen mit dem -mittlerweile ein halbes Jahrzehnt alten -Mc Laren M23 Ford, aber beim Grand Prix von Frankreich im Juli kommt endlich das neue Modell Mc Laren M26 Ford.
Der M26 ist leichter, verwindungssteifer und aerodynamisch besser geformt als sein Vorgänger und hat einen annähernd dreieckigen Rumpfquerschnitt - das soll eine bessere Anströmung des Heckflügels bewirken.
Der Wagen wiegt 589 Kilogramm - das Monocoque ist bis zum vorderen Überrollbügel geschlossen und besteht aus vernieteten Leichtmetallblechen. Der Ford V8 Cosworth bringt bei 10.600 U/min. 480 Pferdestärken - das sind ca. 30 Pferdchen mehr als vor fünf Jahren (1972).


MINICHAMPS-Modell / Jochen Mass / Mc Laren M23 Ford / GP USA 1977


MINICHAMPS-Modell / Jochen Mass / Mc Laren M26 Ford / Rennen 10-17

Gehäuse des Ford-Cosworth-Motors im Technikmuseum Sinsheim





Das neugegründete Renault- Team startet mit dem Renault RS01 in das Turbo-Zeitalter.
Die Auspuffgase des hauseigenen 6-Zylinder-Motors treiben ein Schaufelrad an, das wiederum bewegt ein weiteres Schaufelrad ,welches seinerseits für eine bessere Luftfüllung der Zylinder sorgt. Mehr Sauerstoff gleich mehr Benzin - beides zusammen gleich höhere Leistung.
Renault gibt eine Leistung von 500 PS bei 11.000 U/min. an - Messungen auf längeren Geraden ergeben immer wieder, dass das Auto zu den schnellsten Wagen im Feld zählt...
Beim England-GP ist es soweit: obwohl das Ein-Mann-Team mit Jean-Pierre Jabouille mit seinem Renault RS01 nur auf Startplatz 21 steht und der Wagen im Rennen auch nur magere 16 Runden durchhält, schreibt er Motorsportgeschichte. Das erste Mal tritt ein 1,5-Liter-Turbomotor gegen unaufgeladene 3-Liter-Aggregate an...
Die Probleme mit Motor und Lader sind vielschichtig: es beginnt mit einer Serie von Brüchen der geschmiedeten Kolben und führt über Ventil-und Laderschäden bis hin zum typischen Verhalten der aufgeladenen Motoren, dem "Turboloch" - zu wenig Leistung,wenn sie gebraucht wird und zuviel,wenn man sie nicht braucht.
Noch zwei für das Team erfolglose Jahre werden bis zum ersten Sieg vergehen und bis zum Verbot der Turboaggregate im Jahr 1989 wird man aus den Motoren Leistungen von knapp 1400 PS (spezielle Qualifying-Motoren) "herauskitzeln" !!
Ich stand beim "Großen Preis von Ungarn" im Jahr 1988 beim Start direkt neben dem Feld in der Boxengasse - der Asphalt vibrierte beim Losdüsen des Starterfeldes und ich entging nur knapp einem Hörsturz
GENIAL...und kein Vergleich gegenüber den "Rasenmähern" des Jahres 2014/15


QUARTZO-Modell / Renault RS 01 / Jean-Pierre Jabouille / GP England 1977

Mit einem MARCH - Boliden fahren 1977 insgesamt 8 Piloten: das Team hat sich neu formiert, vermietet und verkauft aber nach wie vor seine Modelle an zahlungskräftige Piloten.
Das Werksteam setzt auf den Brasilianer Alex-Dias Ribeiro, der mit einem March 761B in den Farben der hierzulande fast unbekannen Tabakfirma HOLLYWOOD fährt. Am Ende der Saison stehen allerdings weder in der Fahrer-noch in der Konstrukteurswertung Punkte in der Gesamttabelle.
MINICHAMPS hat das Modell ohne den Zigaretten-Werbeschriftzug im Programm, die Decals kann man aber problemlos im Auktionshaus ordern...


MINICHAMPS-Modell / March 761B / Alex-Dias Ribeiro / GP Deutschland 1977

Das Team COPERSUCAR heißt mittlerweile FITTIPALDI und Weltmeister Emerson fährt einen Copersucar-Fittipaldi F5 Ford.
Die Saison beginnt vielversprechend mit zwei vierten Plätzen in Argentinien und Brasilien, aber dann kommt lange Zeit nichts mehr - insgesamt mit 11 Punkten Platz 12 iim Abschlussklassement...der Anfang vom Ende des recht ausdauernden Teams (1975-1982, 103 GP's).
Ein letztes Mal gibt's Geld von der brasilianischen Zuckerindustrie und im Jahr 1978 wird es dann nur ein Team namens FITTIPALDI AUTOMOTIVE geben...


SPARK-Modell / Copersucar F5 / Emerson Fittipaldi / GP Belgien 1977

Trotz des Ausstiegs von Lord Hesketh nach der Rennsaison 1975 fährt der Wagen weiter: zum Europastart in Spanien bringt "Bubbles" Horsley den neuen Hesketh 308E Ford mit.
Die Penthouse-Werbung ist wieder "eye catcher" der Saison und insgesamt werden 4 Piloten eingesetzt - erfolglos; keine Punkte auch diesmal in der Endwertung. 1978 wird es kein HESKETH RACING-TEAM mehr geben..


SPARK-Modell / Hesketh 308E / Rupert Keegan / GP Belgien 1977






Oldtimer GP 2015

Jacques Laffite schafft den ersten Grand-Prix-Sieg für Fahrer,Wagen und Motor: der seit 1968 mit Unterbrechungen in der Formel 1 eingesetzte Matra V12 hatte seither nur bei Langstreckenrennen der Marken-WM nennenswerte Erfolge.
Der Franzose im mittlerweile auf zwei Piloten aufgestockten Team Ligier fährt in Schweden mit dem Ligier JS7 zum Erfolg: Mario Andretti führt zwar bis zu den letzten zehn Runden mit einem Plus von 22 Sekunden auf Laffite, aber durch ein Nachtanken in der vorletzten Runde verschenkt der Lotus-Fahrer den Sieg.
Ein 10. Platz in der Endwertung für Laffite und ein 8.Platz im Konstrukteursklassement ist aber für das französische Team nicht eingeplant und "une catastrophe".


SPARK-Modell / Ligier JS 7 / Jaques Laffite / GP Schweden 1977

Geändert von Engineer (09.08.2015 um 14:13 Uhr)
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Alt 04.06.2015, 17:49   #85   nach oben
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WM-Saison 1978

Lotus dominierte mit dem "Flügelauto" Lotus 79 Ford und der Weltmeister der Formel-1-Saison 1978 war der Amerikaner Mario Andretti. In meiner Vitrine habe ich das SPARK-Modell in der Version " 1. Preis Grosser Preis von Belgien - Zolder, 21.Mai 1978" - das Debüt des Nachfolgemodell des Lotus 78 Ford.

Der neue Lotus war eine "verfeinerte" Ausführung seines unmittelbaren Vorgängers, welcher noch zu Beginn der Saison 1978 eingesetzt wurde.
Auch beim Lotus 79 wollte man durch Aufbau eines Unterdruckgebietes unter dem Wagen den nötigen Abtrieb erzeugen, weiterhin verbesserte man die Aerodynamik und sparte an Gewicht. Die hinteren Dämpfereinheiten wurden nach innen neben das Getriebe versetzt und man integrierte die Auspuffrohre in das Innere des Seitenflügels.
Um eine optimale Gewichtsverteilung zu erzielen,entfernte man die Tanks aus den Seitenteilen - der Tank lag nun unmittelbar hinter dem Cockpit. Dadurch wurde der Fluß des Luftstromes unter dem Flügel generell verbessert und der Flügel selbst dadurch wirksamer.

Es wurde auch laufend mit seitlichen Dichtleisten - den sogenannten "skirts" - experimentiert; diese sollte verhindern,dass Luft von außen in das Unterdruckgebiet unter dem Flügel gesaugt wurde...

Das Resultat der Rennsaison: 6 Siege bei 16 Läufen und die beiden Lotus Fahrer Andretti und Peterson überlegen auf den ersten beiden Plätzen der Fahrerwertung. Mit 86 Punkten belegte Chapman somit auch den 1.Platz der Konstrukteurswertung (2.Platz Ferrari mit 58 Punkten).


SPARK-Modell / Mario Andretti / Lotus 79 / GP Belgien 1978







News - Ticker 1978: Geschichten zur Geschichte


Ronnie Peterson hat seinen kurzen Ausflug zum Team Tyrrell bereut und ist zu seinem alten Team zurückgekehrt.Allerdings mit einer klaren Klausel im Lotus-Vertrag, die Nummer zwei hinter Mario Andretti zu sein. Ronnie hält sich die ganze Saison über an die Vereinbarung, Andretti im Kampf um den Titel zu unterstützen...

Beim Holland-Grand Prix nimmt dies groteske Zuge an - der Schwede setzt sich NEBEN () den führenden Andretti und fordert ihn auf, doch bitte etwas schneller zu fahren, denn von hinten kommt Niki Lauda immer näher...
Danach lässt sich Peterson wieder zurückfallen und schirmt den mit einem gebrochenem Auspuff gehandicapten Teamgefährten ab.

Der Große Preis von Italien beginnt mit einem verhängnisvollen Fehler: der gänzlich überforderte italienische Starter Restelli gibt das Rennen frei,obwohl noch die meisten Fahrer zu ihrer endgültigen Startposition rollen.
Der Mc Laren von James Hunt berührt Ronnie Peterson, der den Monza-Grand Prix mit dem alten Lotus 78 Ford fahren muss und deswegen als 14. ungewohnt weit hinten steht.
Petersons Wagen wird rechts gegen die Leitplanken gedrückt,schleudert auf die Strecke zurück und geht in Flammen auf !
13 Autos rasen in das Inferno...

Ronnie überlebt den Unfall mit Beinbrüchen und Verbrennungen, doch am nächsten Morgen stirbt der 34jährige Schwede an einer Embolie.


QUARTZO-Modell / Ronnie Peterson / Lotus 78 / GP Südafrika 1978

Nach dem tragischen Tod von Ronnie Peterson besetzt Colin Chapman das Cockpit des freien Lotus 79 sofort mit dem Franzosen Jean-Pierre Jarier.
In Watkins Glen steht er in der vierten Startreihe und in Montreal hat er sogar Pole - beide Male erreicht er jedoch aufgrund technischer Probleme nicht das Ziel ....


MINICHAMPS-Modell / Jean-Pierre Jarier / Lotus 79 / GP Kanada 1978

Beim Argentinien-GP verwechselt Ehrengast und Starter Juan-Manuel Fangio die beiden Lotus und winkt den fünftplazierten Peterson als Sieger ab.Daraufhin wird die letzte Runde des Rennens annuliert und Andretti zum Sieger erklärt.

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Chris Amon hat genug vom F1-Zirkus und zieht sich vom aktiven Rennsport zurück. Er gilt als der größte "Pechvogel" der Formel 1: trotz des unbestrittenen Talents konnte er nicht einen seiner 96 Grand Prix gewinnen...

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2.500 Dollar Strafe muss Emerson Fittipaldi ausgerechnet bei seinem Heim-Grand Prix bezahlen: fünf Faustschläge muss ein Streckenposten im Training einstecken, der Emerson daran hindern will, dass dieser seinen defekten Copersucar-Ford über die Strecke zur Box schiebt.
Im Rennen jedoch wird Fittipaldi Zweiter - die beste Copersucar-Platzierung aller Zeiten...

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Gefrustet sind die Hesketh-Mechaniker über ihre völlig überforderte Pilotin Divina Galica und rächen sich auf ihre Art: als sie in der Box den ersten Gang einlegen will,hält sie statt des Schaltknüppels einen Dildo in der Hand....

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Beim Training zum Grand Prix von Kanada schrottet Wolf-Fahrer Bobby Rahal seinen Wagen: ein Ersatzgefährt hat Teamchef Walter Wolf natürlich nicht zur Hand.
Kurzerhand reanimiert er einen vorjährigen Wolf WR1, den er jedoch erst einmal aus dem Ballsaal des ortsansässigen Hyatt-Hotels holen muss - dort dient der Wagen seit geraumer Zeit schon als Dekoration....


MINICHAMPS-Modell / Bobby Rahal / Wolf WR1 / GP Kanada 1978

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Neu:
John Surtees schließt sein Team - trotz eines bereits fertiggestellten Wagen für die kommende Saison wird der Renntall wegen finanzieller Schwierigkeiten aufgelöst.

Der betagte Surtees TS 19 Ford wird beim Großen Preis von Monaco in Monte Carlo zu letzten Male eingesetzt - wiedermal erfolglos, denn der Wagen bleibt schon in der 8.Runde wegen Motorschaden stehen.

Der "TS 19" ist seit der Saison 1976 dabei und wird mehrere fünfte Plätze in den nächsten Jahren vom späteren Williams-Weltmeister Alan Jones und vom "Gorilla aus Monza" Vittorio Brambilla belegen.
Er ist der erfolgreichste Wagen des Weltmeisters und Teamchefs John Surtees ...der letzte Typ "TS 20" fährt durch Brambilla in der ganzen Saison 1978 nur einen Punkt ein.


NEU: SPARK-Modell / Rupert Keegan / Surtees TS19 / GP Monte Carlo 1978

Das Original:





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Ohne einen einzigen Sieg seit 1972 bleibt das Mc Laren-Team, dessen Spitzenfahrer James Hunt nicht mehr an die einstige Form anknüpfen kann. James produzert sogar mehrfach Kollisionen und mit mageren 8 Punkten in der Endwertung belegt er nur Platz 13 in der Endwertung.
Der zweite Mc-Laren-Fahrer wird 1978 der Franzose Patrick Tambay,der dem Team als Nachfolger des zum deutschen ATS-Rennstall übergegangenen Jochen Mass beigetreten ist.
Tambay erringt genau wie Teamkollege Hunt nur 8 Punkte in der Endwertung - beide Piloten teilen sich den unglücklichen 13.Platz im Klassement.


MINICHAMPS-Modell / James Hunt / Mc Laren M26 / Rennsaison 1978




That's racing - the ring 2015

Beim Grand Prix der USA fahren 1978 beide Mc Laren in den Farben der deutschen LÖWENBRÄU-Brauerei -
auch im Folgejahr treten sie noch einmal in Watkins Glen in "Weiss-Blau" an...



MINICHAMPS-Modell / James Hunt / Mc Laren M26 / GP USA-Ost

Vier neue Teams treten 1978 an: Martini, Merzario,Theodore und....Arrows.
Der Rennstall beginnt Saison und Teamhistorie mit einem handfesten Skandal.
ARROWS ist nichts anderes als der harte Kern des Shadow-Teams: Der Name ist inspiriert von den Anfangsbuchstaben der Gründer Franco Ambrosio, Alan Rees, Jackie Oliver, Dave Wass und Tony Southgate.
Bei ihrer "Flucht" aus dem SHADOW-Team schiebt sich ganz zufällig der Bauplan des neuen Wagens in's Handgepäck...und somit gleichen sich der Arrows FA1 und der Shadow DN9 wie ein Ei dem anderen.
Ein angestrebtes Gerichtsverfahren untersagt zwar den Einsatz des Arrows FA1,doch ehe es zum Urteilsspruch kommt, ist das Nachfolgemodell FA2 längst konstruiert.
Dieser Skandal unterbricht die aufstrebende Karriere des deutschen Fahrers Hans-Joachim "Striezel" Stuck, welcher nach seinen beachtlichen Brabham-Erfolgen des Vorjahres nun auf Shadow setzt und mit Entsetzen feststellt, dass Shadow im wahrsten Sinne des Wortes ein Schatten seiner selbst ist...


SPARK-Modell / Arrows FA1 / Riccardo Patrese / GP Schweden 1978


SPARK-Modell / Shadow DN 8 / Hans-Joachim Stuck / GP Brasilien 1978





Das Original - Nürburgring 2015


SPARK-Modell / Shadow DN9 / Hans-Joachim Stuck / GP Großbritannien 1978

Für den Schweden-Grand Prix bereitet Brabham einen besonderen Coup vor: der wiederum von Gordon Murray konstruierte Brabham BT 46 Alfa Romeo wird für das Rennen in Anderstorp mit einem regelrechten "Staubsauger" im Heck versehen.
Dadurch kann das Fahrzeug an der Wagenunterseite einen Unterdruck erzeugen und erreicht höhere Kurvengeschwindigkeiten. Nachdem Niki Laudas Brabham den Lotus von Andretti von der Spitze verdrängt hat, fährt er einem souveränen Sieg entgegen....
Der "Staubsauger" hat jedoch den Nachteil, dass die vom Ventilator unter dem Wagen angesaugten Steinchen oder auch nur der Staub regelrecht nach hinten weggeschleudert wird - besonders wenn der Brabham über den Pistenrand fährt, wird es für die nachfolgenden Konkurrenten recht unangenehm....
Niki Lauda darf zwar seinen Sieg in Schweden behalten, aber nur wenige Tage danach verbietet die CSI den Ventilator....
(CSI = Commission Sportive Internationale bzw. später als Fédération Internationale du Sport Automobile die ehemalige Motorsport-Abteilung der FIA, die das FIA-Regelwerk überwachte)


MINICHAMPS-Modell / Brabham BT 46 / Niki Lauda / Rennsaison 1978



ATLAS-Modell / Brabham BT 46 "Fancar" / Niki Lauda / GP Schweden 1978


Der "Staubsauger" des BT 46 im Detail

Ferrari ist nach Lotus das erfolgreichste Team des Jahres 1978.
Der neue Wagen entsteht zwar nicht durch revolutionäre Ideen wie bei den großen Konkurrenten, ist aber auch nicht nur Modellpflege des Vorjahreswagens.
Konstruktionschef Forghieri und sein Stab müssen aufgrund der Umstellung von den konventionellen GOODYEAR-Reifen auf die im Abrollverhalten völlig andersartigen MICHELIN-Gürtelreifen ein komplett neues Chassis entwerfen.
Dagegen wird der Dreiliter-Zwölfzylinder und das quer zur Fahrtrichtung eingebaute Fünfgang-Getriebe nahezu unverändert übernommen.
Enzo Ferrari kündigt jedoch in der traditionellen Frühjahrs-Pressekonferenz eine neue rennfertige Antriebseinheit mit 1,5-Liter Turbomotor an...
Der Ferrari 312 T3 erreicht trotz seiner vergleichsweise einfachen Konstruktion und der Verwendung der noch nicht rennerprobten MICHELIN-Radialreifen fünf Grand-Prix-Siege 1978.

Carlos Reutemann gewinnt im Ferrari 312 T3 vier Grand Prix: USA/Ost, Brasilien,England und USA/West.
Gilles Villeneuve - Ferraris Newcomer, der sich langsam zum schnellen Fahrer entwickelt - gewinnt in Montreal seinen Heim-Grand-Prix .... nicht ohne schon jetzt mehrere Ferraris im Verlaufe der Saison "kalt zu verformen"


QUARTZO-Modell / Ferrari 312 T3 / Gilles Villeneuve / GP Italien 1978

In Zandvoort verzeichnet SURTEES-Pilot Vittorio Brambilla seinen 18.Saison-Crash... damit ist der "Gorilla von Monza" nur noch vier Unfälle von seinem Vorjahresrekord entfernt.

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Jody Scheckter nimmt Kontakt zu Enzo Ferrari auf und fliegt zu Geheim-Verhandlungen nach Italien. Der Südafrikaner bucht aber ausgerechnet einen Flug,in dem ein ganzer Haufen europäischer Motorsportjournalisten sitzt, die zu einer FIAT-Präsentation nach Mailand wollen...

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Neue Hoffnung schöpft das TYRRELL-Team, das nach den großen Erfolgen Anfang der Siebziger in's Mittelmaß abgefallen ist.
Patrick Depailler, seit 1972 ununterbrochen bei Tyrrell, ist sieben Mal Zweiter geworden.
Endlich gelingt ihm der erste Sieg im neuen Wagen und das auch noch in Monte Carlo - für einen Franzosen ist das die Steigerung eines Heimsiegs.


SPARK-Modell / Tyrrell 008 / Didier Pironi / GP Monaco 1978

Stehaufmännchen Frank Williams - zuletzt "Angestellter" bei Wolf - taucht nach einjähriger Pause wieder mit eigenem Team und dem neuen Williams FW 06 Ford auf.
Ihm ist ein toller Coup gelungen: er hat die Fluggesellschaft SAUDI-AIR als Sponsor gewonnen und kassiert 100.000 Pfund Sponsorgelder !

Die Airline gehört der saudischen Königsfamilie und das reicht anderen potentiellen Geldgebern, um sich ebenfalls bei Williams zu engagieren.
Alan Jones schafft es im Oktober in Watkins Glen auf Platz 2 und ist mit insgesamt 11 Punkten schon vor den "alten Hasen" wie James Hunt oder Clay Regazzoni in der Endwertung....


MINICHAMPS-Modell / Williams FW06 / Alan Jones / Rennsaison 1978

Der Renault RS 01 ist weiterhin das einzige Fahrzeug mit Turbo-Motor im Feld.
Das Renault-Gordini EF1 V6-Triebwerk wird mit 500 PS bei 11.00 U/min. angegeben....
Der 1,5-Liter Motor ist unter den verschärften Bedingungen der Formel 1 weiterhin recht anfällig.
Vom Kurbeltrieb an aufwärts wird der Sechszylinder immer wieder überarbeitet und gleichzeitig die Aufladung modifiziert.
Zuletzt kommt sogar noch ein zusätzlicher,an den Kühlwasserkreislauf des Motors angeschlossener Ladeluftkühler zum Einsatz.
Über mangelnde Leistung und fehlende Leistungsabgabe braucht sich Renault-Pilot Jean-Pierre Jabouille nicht mehr zu beklagen - auf Strecken mit langen Vollgaspassagen ist der Wagen mit den Saugern auf gleicher Höhe und auch auf Strecken mit kurzen Lastwechselintervallen kommt das "Turbo-Loch" (verzögertes Ansprechen des Motors bei Lastwechsel) nicht mehr ganz so kraß zum Vorschein.
Jean Pierre wird zum Saisonende in Watkins Glen zwar Vierter - aber leider sind das auch die einzigen drei Punkte auf seinem Gesamtkonto.


QUARTZO-Modell / Renault RS 01 / Jean-Pierre Jabouille / GP USA 1978

Demnächst Teil 29: Die Rennsaison 1979

Geändert von Engineer (09.08.2015 um 14:04 Uhr)
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Alt 04.06.2015, 22:20   #86   nach oben
TheK
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Zitat:
Zitat von Engineer Beitrag anzeigen
Beim Holland-Grand Prix nimmt dies groteske Zuge an - der Schwede setzt sich NEBEN () den führenden Andretti und fordert ihn auf, doch bitte etwas schneller zu fahren, denn von hinten kommt Niki Lauda immer näher...
Danach lässt sich Peterson wieder zurückfallen und schirmt den mit einem gebrochenem Auspuff gehandicapten Teamgefährten ab.
Wobei es das entscheidende Rennen war – durch den Sieg von Andretti war gesichert, dass einer der beiden Lotus die WM gewinnen würde. Zudem kam Lauda trotzdem nicht ran.

Zitat:
Der Mc Laren von James Hunt berührt Ronnie Peterson, der den Monza-Grand Prix mit dem alten Lotus 78 Ford fahren muss und deswegen als 14. ungewohnt weit hinten steht.
Ne, GANZ so schlecht war der Jahreswagen dann doch nicht – Platz 5 war es für Peterson. Ein gewisser Nelson Piquet konnte sogar mit einem FÜNF Jahre alten McLaren mithalten.

Zitat:
Gefrustet sind die Hesketh-Mechaniker über ihre völlig überforderte Pilotin Divina Galica und rächen sich auf ihre Art: als sie in der Box den ersten Gang einlegen will,hält sie statt des Schaltknüppels einen Dildo in der Hand....
LOL. Wobei man fragen könnte, wer da überfordert war; im dritten Rennen lies man nunmehr Eddie Cheever jr ran, der immerhin für die letzte Rennteilnahme eines Hesketh sorgen konnte. Danach durfte sich noch dreimal erfolglos Derek Daly mit der offensichtlich untauglichen Karre rumärgern und dann war's vorbei mit dem Team.

Zitat:
Bei ihrer "Flucht" aus dem SHADOW-Team schiebt sich ganz zufällig der Bauplan des neuen Wagens in's Handgepäck...und somit gleichen sich der Arrows FA1 und der Shadow DN9 wie ein Ei dem anderen.
Also aus heutiger Sicht sehen die doch total unterschiedlich aus

Zitat:
Der "Staubsauger" hat jedoch den Nachteil, dass die vom Ventilator unter dem Wagen angesaugten Steinchen oder auch nur der Staub regelrecht nach hinten weggeschleudert wird - besonders wenn der Brabham über den Pistenrand fährt, wird es für die nachfolgenden Konkurrenten recht unangenehm....
Ob des Rennausgangs fragt man sich, wer das überhaupt gemerkt hat – Lauda fuhr doch jedem auf und davon.
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Alt 06.06.2015, 21:10   #87   nach oben
Engineer
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Noch einmal zum "Spionagefall" ARROWS gegen SHADOW:
o.k.,wenn man die heutigen Wagen mal vergleicht, wird's wohl mehr Gemeinsamkeiten geben ! Hier ein paar "Beweisfotos" - möge man ein Urteil fällen !









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Alt 06.06.2015, 21:18   #88   nach oben
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Zitat TheK zum Italien-GP 1978:

"Ne, GANZ so schlecht war der Jahreswagen dann doch nicht – Platz 5 war es für Peterson. Ein gewisser Nelson Piquet konnte sogar mit einem FÜNF Jahre alten McLaren mithalten."

Jo,du hast recht - man sollte seine Quellen doch ab zu zu vergleichen !


Quelle: "GRAND PRIX 78" / U.Schwab
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Alt 17.06.2015, 20:41   #89   nach oben
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WM-Saison 1979 / Teil 1

Weiter geht es in meiner Vorstellung mit der Formel-1-Saison 1979,welche der Scuderia Ferrari den letzten Triumph für Jahrzehnte brachte.
Der Südafrikaner Jody Scheckter wurde mit dem Ferrari 312 T4 Weltmeister - hier die Version von BRUMM " 1.Platz Großer Preis von Italien - Monza, 9.September 1979".
Die Marke BRUMM hat hier einen sehr schönen 1:43er im letzten Jahr herausgebracht und sich vom Image der Billigmarke endlich befreit. Ein sauber modelliertes Cockpit, eine filigrane Radaufhängung und ein Chassis aus Metall zeichnet den Ferrari 312 T4 aus - was natürlich aus seinen Preis hat: im Vergleich zu den alten BRUMM-Ferraris kostet dieser nun fast das Doppelte...

Die enorme Zuverlässigkeit des bärenstarken, aber nicht mehr zeitgemäßen Ferrari hatte sich 1979 bezahlt gemacht - in 12 von 15 Rennen landete Jody Scheckter in den Punkterängen,dreimal erreichte er Platz 1 und einmal die Pole-Position.
Mauro Forghieri konstruierte mit diesem Wagen sein erstes "Ground-Effect-Car", blieb aber dem 12-Zylinder-Motor treu. Das Monocoque war recht schmal gehalten und die breite Karosserieoberfläche machte das Handicap des recht breiten Motors mit seinem 180-Grad-Zylinderbankwinkel wieder wett. Aus den 3 Litern Hubraum wurden 515 PS gepresst und das hauseigene 5-Gang-Getriebe brachte damit ca. 280 km/h auf die Rennpiste.

Teamkollege Gilles Villeneuve kam mit dem Boliden auch recht gut zurecht:
drei erste Plätze und Rang 2 in der WM-Wertung waren die Bilanz im 3. Ferrari-Jahr des Kanadiers.
Platz 1 mit 113 Punkten in der Konstrukteurs-Wertung vor den "mageren" 75 Williams-Punkten rundeten Ferraris Erfolgsbilanz für 1979 ab....


BRUMM-Modell / Jody Scheckter / Ferrari 312 T4 / GP Italien 1979







Geschichten zur Geschichte - der Newsticker zur Saison 1979:

Der 12-Zylinder-Boxermotor von Ferrari ist so breit, dass er das seitliche Flügelprinzip stört.
Die Stärke des Ferrari 312 T4 liegt mehr in der Zähigkeit und der Zuverlässigkeit all seiner Teile als in einer extrem schnellen Kurvenfahrt der anderen "Flügelautos" der Mitbewerber.
Die beiden Ferrari-Fahrer sind immer zur Stelle, wenn die Konkurrenten mit dem Verlauf der Strecke hadern oder wenn ihnen unterwegs buchstäblich die Luft wegbleibt.
Mit 584 Kilogramm Gewicht ist der Wagen schon fast ein Leichtgewicht gegenüber dem Alfa Romeo mit seinen 610 Kilo...


MINICHAMPS-Modell / Gilles Villeneuve / Ferrari 312 T4 / WM-Saison 1979

Der Reifenkrieg eskaliert:
MICHELIN bleibt der unfairen "Zwei-Team-Politik" treu und beliefert weiterhin nur Ferrari und Renault.
GOODYEAR
bleibt dementsprechend bei seiner "Zwei-Klassen-Gesellschaft": Arrows, Brabham, Fittipaldi, Ligier, Lotus, Mc Laren, Tyrrell, Williams und Wolf bekommen kostenlose Reifensätze - aber "richtige" Qualifier-Schluffen für das Training bekommen automatisch nur Lauda, Hunt, Andretti und Ex-Weltmeister Emerson Fittipaldi.
Der Rest des Fahrerfeldes muss sich mit schnellen Zeiten in den Sessions als "würdig" erweisen....
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BMW bastelt genau wie Ferrari weiterhin an den Turbo-Motoren.
In der Entwicklung der Bayern ist ein Motor auf der Basis eines Vierzylinders - Ferrari dagegen experimentiert mit einem "sixpack".
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Niki Lauda will nach einer frustreichen (aber wie schon erwähnt, gutbezahlten) Brabham-Saison 1979 seine Fluggesellschaft "LAUDA-AIR" ausbauen und tritt wiedermal zurück.
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James Hunt fährt auch 1979 im WOLF-Team nur hinterher und hängt mitten in der Saison den Helm an die Wand. Er verabschiedet sich nach dem Monaco-GP mit dem Satz "Die Gefahr, bei einem Rennen zu sterben, steigt proportional mit jedem Jahr" und geniesst ab sofort das Leben in vollen Zügen.

Niki Lauda reagiert geschockt: "Jetzt lässt du mich in diesem Scheißgeschäft einfach allein !!" und gibt - wie schon erwähnt - mitten im Kanada-Training seinen Rücktritt bekannt.
Der sympathische Brite James Hunt wird 14 Jahre später im besten Lebensalter (45 Lenze) an einem Herzinfakt sterben.
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Der Belgier Jacky Ickx erkennt schmerzhaft, dass seine große Zeit vorbei ist und tritt ebenfalls zurück. Seit 1967 fährt er im Formel-1-Zirkus mit; die meiste Zeit für Ferrari. Er siegt in 116 GP's acht Mal und wird 1969 und 1970 beachtlicher WM-Zweiter. Zitat Ickx zum Abschied:
" Wenn ich mehr riskiert hätte,wäre ich vielleicht mal Weltmeister geworden - oder wäre tot."
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Hans-Joachim "Striezel" Stuck sucht Ende 1979 vergeblich ein neues Team ....und fährt fortan mit größerem Erfolg in der Sport-und Tourenwagenmeisterschaft.
Nach 5 Jahren Formel 1 mit 74 Grand Prix kommen magere 29 Gesamtpunkte zusammen. Die große Chance wäre wahrscheinlich im Jahr 1979 trotzdem gekommen: Hans-Joachim bekommt zu Jahresanfang ein Angebot vom Williams-Team !
Er unterzeichnet jedoch nicht den schon vorbereiteten Vertrag, sondern heuert lieber beim deutschen ATS-Team an...
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Mit grosser Spannung erwartet die Fachwelt den Lotus-79-Nachfolger, denn Colin Chapman hat mit dem Lotus 80 den "nächsten Schritt zur Beherrschung des ground effects" angekündigt.
Aber entweder ist der "MK 80" seiner Zeit zu sehr voraus oder ein Mega-Flop,denn ausser einiges Aufsehen erregt er nichts. Der Wagen weist keine konventionelle Flügel mehr auf und erzeugt in dieser Form nur ungenügenden Abtrieb...
Nach vier Einsätzen -mit jedoch einem 3.Platz beim Debüt in Jarama - wird wieder der erprobte Lotus 79 Ford eingesetzt.
Die Bilanz für das Team Lotus im Jahr 1979:
Carlos Reutemann auf Platz 6 (20 Punkte) und Mario Andretti auf Platz 10 (14 Punkte) der WM-Wertung - das Team mit 39 Punkten auf Platz 4 der Konstrukteurswertung (Ferrari 113 Punkte !!)

"Lole" Reutemann tönt am Saisonende: "Ich möchte mich mit shit einreiben und durchs Fahrerlager laufen, damit jeder riechen kann, wie sehr es mir bei Lotus stinkt !".
Die Quittung von Colin Chapman kommt umgehend -im Folgejahr greift der Argentinier für das Williams-Team in's Steuer.


MINICHAMPS-Modell / Carlos Reutemann / Lotus 79 / GP Argentinien 1979




MINICHAMPS-Modell / Mario Andretti / Lotus 79 / GP Italien 1979

Nach einem Jahr Erprobung auf der firmeneigenen Teststrecke tritt Alfa Romeo unter dem Namen AUTODELTA beim Belgien-GP in Zolder erstmals seit 1965 mit eigenem Wagen an.
Ein konzeptbedingt sehr breiter Motor verhindert jedoch die Nutzung von Flügelprofilen in den Seitenkästen, sodass der Alfa Romeo 177 in einer Zeit, in der der "Ground effect" eine Bedingung für erfolgreiche Formel-1-Autos geworden ist, den Fahrzeugen anderer Teams hinterherfährt.
Für den Italien-GP in Monza meldet das Team jedoch eine Neukonstruktion an: den Alfa Romeo 179, welcher nun auch als Flügelauto ausgelegt ist.
Das starke 12-Zylinder-Aggregat hat sich mittlerweile vom 180 Grad -Zylinderbankwinkel verabschiedet und hat nun 120 weniger....

Für Bruno Giacomelli ist jedoch schon in der 29.Runde aufgrund eines Unfalls das Rennen zu Ende.
In Montreal und Watkins Glen sieht es für das Alfa-Team auch nicht viel besser aus, denn Ausfälle und Nichtqualifikationen wirken deprimierend.


SPARK-Modell / Vittorio Brambilla / Alfa Romeo 1979 / GP Kanada 1979

Wieder mit "im Rennen" nach seinem schweren ATS-Testunfall im Vorjahr (doppelter Bein-und Schulterbruch) ist der Kölner Jochen Mass.
An der Seite von Riccardo Patrese bewegt er jetzt einen Arrows A2 Ford - wieder lackiert in den Farben der WARSTEINER-Brauerei.
Nach dem "Spionage-Skandal" des Vorjahres ist der A2 sozusagen das erste eigenentwickelte Fahrzeug des jungen Teams um Tony Southgate und Dave Wass.
Im Heck sitzt weiterhin der bewährte Ford-Cosworth-8 Zylinder,welcher in diesem Jahr ca. 485 PS bei 10.500 U/min. aufweist.
Jochen Mass sammelt bis Saisonende "stolze" 3 WM-Punkte - das gesamte Team kommt auf 5 Zähler in der Konstrukteurswertung.


MINICHAMPS - Modell / Jochen Mass / Arrows A2 / GP-Saison 1979

Fortsetzung "Saison 1979" folgt !

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Alt 18.06.2015, 14:45   #90   nach oben
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Wow wird immer besser deine F1 Sammlung.
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Alt 18.06.2015, 16:10   #91   nach oben
tombraider
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Schöne Autos- Viel Arbeit- alles schön Detailiert. Großes Danke für deine Arbeit und das zeigen der tollen Modelle. Weiter so, bin schon gespannt, und freu mich drauf.
Mfg Tom
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Alt 21.06.2015, 17:47   #92   nach oben
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Ich danke euch, Tom & Wolfgang !
Macht mir auch ziemlich Spaß, die facts zu den Modellen aus meinem Archiv herauszukramen...
Allerdings wird's modellmäßig ab den 1990ern nicht mehr so "üppig", denn ich habe mich sammlungstechnisch etwas auf die Oldies eingeschossen !
Brauche dann Modellfotos der ganzen community
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Alt 21.06.2015, 19:19   #93   nach oben
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WM-Saison 1979 / Teil 2

Zu Beginn der Saison 1979 erweisen sich die blau-weissen Ligier JS11 als praktisch unschlagbar.
Jacques Laffite gewinnt die ersten Läufe; dicht gefolgt vom Teamkollegen Patrick Depailler. Der Matra-Motor wurde ersetzt durch das bewährten Ford Cosworth DFV-Triebwerk und um die Aerodynamik kümmert sich der Autohersteller SERA (Société d’Études et de Réalisation Automobiles SA) in Paris. Konstrukteur Paul Carillo zeichnet ein schmales Monocoque nach dem "wing car" - Prinzip und um das Fahrgestell kümmert sich Urgestei Gerard Ducarouge.

Im spanischen Jarama, der ersten Station auf europäischem Boden, sind die beiden Ligier im Training wieder ganz vorn und im Rennen glückt der Bilderbuchstart aus der ersten Startreihe.
Der Trainingsschnellste Laffite killt jedoch durch einen Schaltfehler in der 16.Runde Getriebe und Motor und fällt in Führung liegend aus. Patrick Depailler übernimmt die pole und schildert den Ausgang des Rennens so:
"Nach dem Ausfall von Jacques hatte ich ein leichtes Rennen. Statt hart am Gas zu bleiben, musste ich nur aufpassen, dass ich nirgendwo anecke und ausreichend Abstand zu Reutemann hielt. 20 Sekunden schienen mir mit einem so perfekten Auto wie dem JS11 genug."

Auf den kurvenreichen Strecken sind die Wagen enorm schnell...aber als in der Mitte der Saison die Vollgasgeraden zunehmen, verlieren die Ligier schnell an Plätzen.
Im Fahrerlager wird derweil gemunkelt, dass Ducarouge nur durch Zufall ein Flügelauto gebaut hat und keiner im Team das Auto so richtig versteht...

Der dritte Platz in der Konstrukteurswertung hinter Ferrari und Williams ist am Ende der Lohn einer turbulenten Saison 1979.


MINICHAMPS-Modell / Patrick Depailler / Ligier JS 11 Ford / GP Spanien 1979

Teddy Mayer's Mc Laren-Team erlebt ein Formtief wie noch nie. Schon beim Fahrgestellbau werden schwerwiegende Fehler begangen....

Das für die 1979er Saison bestimmte Modell Mc Laren M28 wird zwar schon im Oktober 1978 vorgestellt, hat aber als "wing car" satte 70 Kilo Übergewicht.
Die Modifikation "M28 B" für die Europa-GP's ist auch nicht besser und der in aller Eile zusammengeschraubte Typ "M29" kann Mc Laren nicht aus der Krise holen.
In Zolder kann sich erstmals in der Teamgeschichte ein Mc-Laren-Fahrer nicht für's Rennen qualifizieren: Patrick Tambay verfolgt das Rennen aus der Team-Garage.

Ein dritter Platz in Südafrika von John Watson zu Beginn der Saison ist das beste Resultat des Teams und mit mageren 15 WM-Punkten liegt Mc Laren abgeschlagen auf Platz 7 der Konstrukteurswertung.

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Das vor 9 Jahren vom Weltmeister John Surtess gegründete gleichnamige Team tritt nicht mehr zu Beginn der Saison an. Über einen 5.Rang in der Konstrukteurs-WM (1972) ist man nicht hinausgekommen und "Big John's" Team ist somit auch Formel-1-Geschichte.

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Die zweite Saisonhälfte zeigt bereits das Heraufziehen einer neuen Ära, denn Frank Williams und Konstrukteur Patrick Head haben mit Hilfe der Millionen der arabischen Ölscheichs ein schlagkräftiges Team auf die Beine gestellt.
Das Team verfügt mittlerweile über einen eigenen Windkanal und werkelt Tag und Nacht am neuen Modell.

Von allen Konstrukteuren macht Head am meisten aus dem Flügelauto-Prinzip und entwickelt den neuen Typ nach "aircraft standards" - die Aufhängungsgeometrie wird durch den Computer ermittelt.

Ab dem fünften Rennen der Saison in Jarama/Spanien wird ein der neue Williams FW07 Ford eingesetzt im schon im Juli gewinnt Clay Regazzoni das erste Rennen.
Alan Jones folgt nur ein Rennen später in Hockenheim und gewinnt auch noch in Zeltweg und Zandvoort...

Wäre der FW07 schon zu Beginn der Saison eingesetzt worden, hätte für Williams eine reelle Titelchance bestanden - darin ist die Fachwelt sich einig.


MINICHAMPS-Modell / Clay Regazzoni / Williams FW07 / GP Grossbritannien 1979

Aus Respekt ihren arabischen Sponsoren gegenüber trinken die Williams-Piloten auf dem Siegertreppchen keinen Alkohol, sondern feiern ihre Siege mit Ananas-Saft oder Mineralwasser.....

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Niki Lauda, Mario Andretti und Carlos Reutemann führen zu Beginn der Saison neue "Schutzanzüge" ein. Die Overalls der Firma SIMPSON haben fünf Schichten eines feuerfesten Materials, welches auch bei der NASA für Raumanzüge verwendet wird.

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Der Tyrrell 009 Ford ist ebenfalls eine Lotus 79 - Kopie.
Man munkelt, dass sich Tyrrell die Lotus-Pläne auf indirektem Wege über eine japanische Modellautofirma ( ) beschafft hat und diese beim Bau des aktuellen Typs mit verwendet worden sind.

Maurice Phillippe entwirft ein Leichtmetallmonocoque nach der sogenannten "sandwich"-Bauweise und gibt dadurch dem Chassis eine hervorragende Verwindungsfestigkeit.
Die Karosserie ist bis in's Detail dem Lotus nachempfunden - die Unterseite des Seitenflügelprofils wird jedoch zwecks höherem Gesamtabtriebs verändert.
Auch Tyrrell nutzt einen Computer für die Aufhängungsgeometrie, gestaltet aber die suspension zu filigran, was zahlreiche Brüche zur Folge hat.

Tyrrell redet im Kampf um den Sieg nicht einmal ansatzweise mit und belegt Platz 5 der Konstrukteurs-Wertung.


SPARK-Modell/ Geoff Lees / Tyrrell 009 / GP Deutschland 1979

Die Sensation des Rennjahres ist pefekt: Zwei Jahre nach dem Debüt gewinnt Renault mit seinem Turo-Motor erstmals ein Rennen...dass es sich um den Heimsieg-Grand-Prix handelt,versüsst die Sache noch.
Am 1.Juli 1979 gewinnt ein Franzose namens Jean-Pierre Jabouille auf einem französischen Wagen namens Renault auf einer französischen Rennstrecke namens Dijon.

Die Renault RS10 fahren mit KKK-Doppelturboladern. Von nun an hat jede Zylinderreihe einen eigenen Turbo,der,da er jetzt kleiner ist,wesentlich schneller in Fahrt kommt und dadurch das im unteren Drehzahlbereich gehasste "Turbo-Loch" verringert.

Die thermischen und mechanischen Probleme des 1,5 Lier-Sechszylinders werden jedoch dadurch nur vorübergehend gelöst und die Piloten Jean-Pierre Jabouille und Rene Arnoux müssen sich für den Rest der Saison mit weiteren Trainingsbestzeiten und gelegentlich angeführte Rennen begnügen.

Der Typ RS 10 ist ebenfalls ein typisches Flügelauto im "Lotus-style".
Allerdings fallen im direktem Vergleich die Seitenteile durch die Einbeziehung der Ladeluftkühler und Lader recht voluminös aus. Der Wagen glänzt durch schiere Motorleistung,scheitert aber einzig und allein am ungenügenden Stehvermögen...


SPARK-Modell / Jean-Pierre Jabouille / Renault RS10 / GP Frankreich 1979

Geändert von Engineer (21.06.2015 um 19:45 Uhr)
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Alt 22.06.2015, 13:23   #94   nach oben
Jonas
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Ich sammle zwar etwas komplett anderes aber deine Sammlung und die Präsentation mit dem ganzen Text und der Geschichte dazu ist echt super!
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Alt 24.06.2015, 23:52   #95   nach oben
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Update WM-Saison 1957

Bevor es in den nächsten Tagen mit der WM-Saison 1980 - "Dreißig Jahre Formel-1-Weltmeisterschaft" weitergeht, hier noch ein Update aus meiner "Championship Collection".

Das Modell betrifft den Weltmeister des Jahres 1957 Juan-Manuel Fangio auf seinem Maserati 250F.
Der italienische Hersteller BRUMM scheint noch einmal die alten Modellformem herausgekramt zu haben - herausgekommen ist ein schönes Update des Maserati.


BRUMM-Modell / Juan-Manuel Fangio / Maserati 250F / Monaco GP 1957

Im direkten Vergleich fällt natürlich die Fahrerfigur auf, die dem Cockpit sofort einen wesentlich "aufgeräumten" Eindruck verleiht.
Das Lenkrad ist nun endlich holzfarben und nicht verchromt wie in der alten Version !
Auch der Aussenspiegel ist nun in Wagenfarbe und die Verschlüsse für die Tanks sind nun alle mit silbernem "Deckel".
Am Chassis selbst wurde nicht viel verändert, aber die beweglichen Speichenräder sahen schon in der 1. Fassung gut aus.
Das Modell liegt preislich unter 30 Euro - ich hab's mir gegönnt. Für mich ist der Maserati einer der schönsten Wagen forever.


Beide Versionen im Vergleich: rechts das alte Modell


Die Cockpits nebeneinander - rechts die alte Version geht gar nicht !


Hier der Wagen im Original - aufgenommen beim Oldtimer-Grand Prix auf dem Nürburgring





Selten so ein schönes Hinterteil gesehen...


2,5-Liter Hubraum, 6 Zylinder, 280 PS


Trommelbremse vorn


Speichenräder - einfach nur schön..

Begleitext am Wagen im Technik-Museum in Speyer

"Der Maserati 250F wurde von 1954 bis 1958 gebaut und war einer der besten und langlebigsten Formel-1-Wagen der GP-Geschichte.
Die Planung von Maserati sah ursprünglich vor, den Wagen nur für den Einsatz durch Privatiers zu entwickeln. Da diese Teams mit begrenzten finanziellen und technischen Mitteln agierten, musste der Bolide einfach konstruiert sein.

Anfänglich wurde der 250F als 6C2500 bezeichnet.Nach den ersten Probefahrten erhielt er die Bezeichnung 250F. Die Zahl "250" stand für den Hubraum von 2.500 ccm und das "F" für Formel. Die Basis des 250F war der Maserati A6GCM.

1954 fuhr Stirling Moss als Privatier fast die gesamte Saison einen 250F in der WM.1956 gewann Stirling Moss-mittlerweile Werksfahrer bei Maserati-den GP von Monaco und den GP von Italien in Monza.
Juan-Manuel Fangio wurde 1957 auf einem 250F Formel-1-Weltmeister."

Geändert von Engineer (25.06.2015 um 00:09 Uhr)
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Alt 25.06.2015, 01:18   #96   nach oben
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Update Saison 1973

Meine zweite neue "Errungenschaft" ist der Lotus 72E Ford von Ronnie Peterson in der Version "1.Platz GP Italien 1973" von TRUESCALE MODEL.
TSM hat eine ganze Ronnie-Peterson-Collection in 1:43 auf dem Markt - mit dabei ist zum Beispiel auch der Tyrrell P34 und der March 761.


TSM-Modell / Ronnie Peterson / Lotus 72E / GP Italien 1973

In bewährter TSM-Qualität wurde hier vor allem der Motorblock und die Fahrerfigur modelliert - sehr filigran und detailreich. Die JPS-Decals sind beigelegt und müssen in "Heimarbeit" selbst montiert werden...
Kostenmässig gibt's das Modell so ab 60 Euronen - man gönnt sich ja sonst nichts...

Die gleiche Modellausführung vom Italien-GP 1973 gibt es übrigens auch von QUARTZO...der Heckflügel ist zumindest bei meiner Version recht gerade


Die Versionen im Vergleich - QUARTZO links



Facts zum Grossen Preis von Italien, Monza - 9.September 1973:

Nur vier Punkte benötigt Jackie Stewart auf Tyrrell noch, um sich uneinholbar schon beim Italien-GP in Monza den WM-Titel des Jahres 1973 zu sichern.

Ronnie Peterson startet an diesem heißen Septembertag von der Pole Position - der amtierende Weltmeister Emerson Fittipaldi bekommt vom "Superschweden" keinen Rückhalt und geht ohne die zum Sieg unbedingt nötige Unterstützung von Startposition 4 in dieses Rennen.
Aerodynamisch und wahrscheinlich auch maschinell leicht im Vorteil,liegen die beiden Lotus von Peterson und Fittipaldi schon kurz nach dem Start auf Platz 1 und 2.

Stewart muss schon in der 8.Runde an die Box - ein "schleichender Plattfuß" hinten durch einen eingefahren Nagel (!!) verändert den Bremsweg des Tyrrell drastisch.
An 19.Stelle liegend geht er wieder in's Rennen und fährt am Ende noch einen vierten Platz ein.

Auch die aus der ersten und zweiten Startreihe gestarteten Mc Laren von Peter Revson und Denny Hulme verschenken Plätze; schließlich rammen sie sich in einer Schikane durch einen Dreher von Hulme fast gegenseitig.
Nutznießer dieses Zwischenfalls sind natürlich Peterson und Fittipaldi, die sich jetzt nur noch auf ihr eigenes Rennen konzentrieren müssen.
Hulme fällt am Ende des Rennens auf den 15.Platz zurück und Revson wird hinter den Lotus-Piloten noch Dritter.

In den letzten Runden wird der Führungswechsel der Lotus-Piloten erwartet - aber Ronnie Peterson führt bis zum Ende des Rennens und schießt mit acht Zehntelsekunden vor Fittipaldi durch's Ziel.
In Kanada wird Fittipaldi zwar Zweiter, aber ein 5.Platz reicht Jackie Stewart, um den Titel 1973 schon im vorletzten Rennen zu holen.

Hier der Lotus-Originalwagen; aufgenommen beim Oldtimer-Grand Prix auf dem Nürburgring






Ford Cosworth DFV-Motor, 3 Liter Hubraum, 460 PS



Die "Pommes-Theke" - wie die Rheinländer so schön sagen
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Alt 25.06.2015, 14:40   #97   nach oben
MalpasoMan
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Ich mach's kurz:

Toller Thread!
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Alt 25.06.2015, 23:29   #98   nach oben
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WM-Saisom 1980 / Teil 1

Im 30. Jahr der modernen Formel-1-Geschichte wurde der Australier Alan Jones auf Williams FW07B Ford verdienter Weltmeister, nachdem er im vergangenen Jahr den Titel nur knapp verpasst hatte.

Schon im Jahr 2006 brachte MINICHAMPS das 1:43er Modell heraus - die Überraschung für alle war eine abnehmbare Verkleidung, welche nicht nur den Motor sichtbar machte...
Mittlerweile ist leider das Modell nur noch sehr schwer zu bekommen und nicht selten bewegen sich dann die Preise schon im dreistelligen Euro-Bereich
MINICHAMPS hatte zwar vor einiger Zeit eine Wiederauflage angekündigt, aber genau wie die Tyrrell-Modelle von Jackie Stewart von 1971 und 1973 wartet man weiterhin auf dieses Comeback.


MINICHAMPS-Modell / Alan Jones / Williams FW07B / GP Kanada 1980




Das Highlight des Modells - die abnehmbare Verkleidung





Der Williams FW07B war die konsequente Weiterentwicklung des Erfolgsmodells des Vorjahres. Die Grundstruktur des Monocoques entsprach in etwa der des Lotus 79 - schlank mit einem großen Treibstofftank hinter dem Cockpit und einem hohen gewölbten Teil vorn.
Der 182 Liter fassende Sicherheitstank wurde von der amerikanischen Firma ATL hergestellt und der Spezial-Einfüllstutzen entsprach sogar den Vorschriften des Flugzeugbaus. Durch den Bajonett-Verschluß konnte kein Benzin mehr danebenlaufen,was zur damaligen Zeit eine Seltenheit war..

An der Rückseite des Monocoques hing das bekannte FORD-COSWORTH-Aggregat namens DFV, welches im auch Jahr 1980 nicht viel Neues zu bieten hatte:
8 Zylinder in V-Form angeordnet bei 2990 ccm Hubraum,
4 Nockenwellen,485 PS bei 10.750 U/min. sowie ein Drehmoment von 353 Nm bei 9000U/min...eigentlich alles wie gehabt beim "serienmäßigen" Rennmotor.
Die 485 PS wurden dabei als garantierte Ausgangsleistung genannt - im Rennbetrieb brachte er nicht selten 500 PS bei über 11.000 Umdrehungen.

Williams benutzte im ursprünglichen FW07 einen Wasserkühler aus dem VW Golf Diesel , welcher 1980 durch einen Kühler vom Citroen CX ersetzt wurde. Dieser war leicht und wirkungsvoll und konnte auch nicht besser oder billiger von einer Spezialfirma hergestellt werden...

Die Bilanz für das Williams-Team im Jahr 1980: 6 Siege (5x Jones, 1x Reutemann in Monaco), 6 zweite Plätze und auch 6x den dritten Platz in der Fahrerwertung. In der Konstrukteurswertung kommen somit 120 Punkte zusammen - Ligier liegt abgeschlagen mit 66 Zählern auf Platz 2.

Das Original beim Oldtimer-Grand-Prix 2006 in der Eifel







Was sonst noch passierte - der Newsticker 1980

Langsam bricht auch in der Formel 1 das Computer-Zeitalter an.
Ferrari und Brabham lassen sich in den Boxen über Monitore die Ergebnisse der computergestützen LONGINES-Zeitnahme übermitteln.
Beim Tyrrell-Team werden erstmals elementare Daten wie Motordrehzahl und Querlenker-Belastungen im Bordcomputer gespeichert.
Auch wird mit einer computergesteuerten Hydraulik zur Veränderung der Radgeometrie experimentiert - gewissermaßen der Vorläufer der aktiven Radaufhängung.

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Das Schweizer Urgestein Clay Regazzoni startet im "Auslaufmodell" Ensign und hat gleich im vierten Rennen der Saison in Long Beach einen schweren Unfall, welcher sein Leben verändert.
Bei Tempo 290 in einer Anbremszone zu einer Haarnadelkurve tritt Regazzonis Fuß in's Leere - das extrem leicht gebaute Titan-Bremspedal ist gebrochen.
Ohne jegliche Bremsverzögerung schlägt der Wagen gegen einen schon ausgefallen Brabham und in eine Betonmauer...
Regazzoni - der "Unzerstörbare" ist von nun an querschnittsgelähmt.

"Am 15. Dezember 2006 kollidierte Clay Regazzoni auf der Schnellstrasse bei Fontevivo westlich von Parma in Oberitalien in seinem Chrysler Voyager mit einem Lastwagen. Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA war er sofort tot. Als Unfallursache wird plötzliche Übelkeit Regazzonis vermutet, da zur Unfallzeit beste Strassen- und Sichtverhältnisse herrschten und es angeblich auch keine Hinweise auf überhöhte Geschwindigkeit gibt. Clay Regazzoni hinterliess seine Lebenspartnerin, seine Ehefrau sowie ihre beiden Kinder." (Quelle:wikipedia.de)

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In Österreich feiert ein Newcomer mit feschem Schnauzbart sein "brandgefährliches" Formel-1-Debüt:
Nigel Mansell sitzt in seinem Lotus bis zum Ausfall in Runde 40 durch Motorschaden in Benzin, welches aus dem Tank in das Cockpit fließt...

Colin Chapman stellt den Typ Lotus 81 Ford vor - ein Modell mit sehr kurzem Radstand, um die Untersteuerungstendenz des Wagens in Kurveneingängen abzubauen.

Der neue Renner ist kaum schneller als sein Vorgänger und erhält zur Halbzeit der Saison ein neues Chassis, welches verwindungssteifer ist.
Das Cockpit wird um 12 cm nach vorne verlegt und der Wagen wird mit 15-Zoll-Felgen bestückt - das Untersteuern bekommt man dadurch in den Griff, die Saison 1980 jedoch nicht: die Stammfahrer Andretti und de Angelis sind in keinem Rennen souverän unterwegs, nur in Brasilien glänzt Neuling Elio mit einem 2. Platz.
Mario Andretti beendet schließlich die Saison mit einem (!!!) WM-Punkt in der Gesamtwertung...


MINICHAMPS-Modell / Elio de Angelis / Lotus 81 / GP Brasilien 1980

Die FOCA (Formula One Constructors Association, ehemalige Formel-1-Konstrukteursvereinigung) zieht die Preise an: ein GP-Veranstalter muss für ein Wochenende 540.000 Dollar für den F1-"Zirkus" zahlen.
Das Geld wird letztendlich nach einem festgelegtem Schlüssel an die Teams nach dem Leistungsprinzip verteilt: wer am besten abschneidet, bekommt am meisten...
Apropos Preis: das Ford-DFV-Triebwerk kostet 1980 neu 22.600 Pfund, was ca. 90.000 DM entspricht.
Das Williams-Team zum Beispiel verfügt über 18 Stück: 13 für die Rennen,4 für das Test-Team und einer ausschließlich zu "experimentellen Zwecken".

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Was gibt's Neues beim deutschen ATS-Team ?
Ich nutze mal die Ausführungen bei "wikipedia.de":

Für die vierte Formel-1-Saison des deutschen Rennstalls übernahm Jo Ramirez die Funktion des Teammanagers, eine Position, die er zuvor lange Jahre bei Fittipaldi innegehabt hatte.
Das Team begann die Saison mit den bekannten D3-Fahrzeugen. In den ersten Monaten des Jahres überarbeiteten Gustav Brunner und Tim Wardrop die Konstruktion allerdings erheblich.
Das neue Auto, der ATS D4, war äußerlich dem Williams FW07 nachempfunden, jenem Auto, das in der Formel-1-Saison 1979 erheblichen Eindruck hinterlassen hatte.
Es debütierte anlässlich des dritten Saisonrennens beim Großen Preis von Südafrika in Kyalami. Der D4 wurde insgesamt in vier Exemplaren hergestellt.

Der nunmehr „Team ATS“ genannte Rennstall meldete zu Saisonbeginn zwei Autos für den Schweizer Marc Surer und den Niederländer Jan Lammers.
Nach einem schweren Unfall von Marc Surer reduzierte ATS jedoch sein Engagement und setzte für den Rest der Saison (mit einer Ausnahme) nur ein Auto ein, in dem abwechselnd Lammers und Surer saßen....

Beim dritten Saisonrennen, dem Großen Preis von Südafrika, meldete ATS erstmals den neuen D4, der zunächst noch ein Einzelstück war.
Das Auto wurde Marc Surer übergeben, der es im freien Training bei einem schweren Unfall vollkommen zerstörte. Surer trug bei diesem Unfall zwei Beinbrüche davon und musste bei diesem und bei den folgenden Rennen pausieren.
ATS stellte keinen Ersatzfahrer ein, sondern konzentrierte sich zunächst auf den Einsatz von Jan Lammers.......
Zum Großen Preis von Frankreich wurde Jan Lammers durch den wieder genesenen Marc Surer ersetzt, der sich als 11. qualifizieren konnte, im Rennen aber mit Getriebeproblemen ausschied.
Die erste tatsächliche Zielankunft eines ATS erreichte Surer beim Großen Preis von Deutschland, bei dem er 12. wurde. Zu diesem Rennen meldete ATS nochmals ein zweites Auto, das von Harald Ertl gefahren wurde.
Ertl konnte seinen D4 nicht qualifizieren; er verpasste die Qualifikation um 2,8 Sekunden und war noch immer 2,3 Sekunden langsamer als der Vorletzte, Rupert Keegan im privat eingesetzten Williams FW07B des Teams RAM Racing.
Bei den weiteren Rennen qualifizierte sich Surer zunächst noch für Startplätze im Mittelfeld; im weiteren Verlauf der Saison fiel das Team allerdings immer weiter ab.
Tiefpunkt war die Nichtqualifikation Surers beim Großen Preis von Kanada. Auch die Rennresultate blieben unauffällig.
Beim Großen Preis von Österreich wurde Surer 12., bei dem folgenden Großen Preis der Niederlande Zehnter, und beim Großen Preis der USA in Watkins Glen erreichte mit einem achten Platz er das beste Ergebnis der Saison."
(Quelle: www.wikipedia.de)


Neu: SPARK-Modell / Marc Surer / ATS D4 / GP Frankreich 1980



Beim Mc Laren-Team wird eine Umstrukturierung auch Dank des Hauptsponsors MARLBORO in die Wege geleitet:
Aus der Firma MC LAREN CARS wird MC LAREN INTERNATIONAL mit Ron Dennis als "starkem Mann" an der Seite von John Barnhard als Chefkonstrukteur.

Sein Vorgänger Gordon Coppuck arbeitet zu Beginn der Saison zunächst relativ erfolglos am Typ M29 weiter, welcher jedoch schon 1979 keine wesentlichen Resultate brachte.
Es folgt Version "M29B" und ab dem Spanien-GP der Mc Laren M29C.
In Zandvoort, dem 11.Rennen der Saison kommt schließlich noch der Typ "M30" mit einem stark nach vorn verlegtem Fahrersitz.
Aber so richtig rund läuft auch mit diesem Facelift nicht und Mc Laren erlebt eine weiter enttäuschende Saison (Platz 7 in der Endwertung).
Coppuck verlässt resigniert das Team nach 15 Jahren gemeinsamen Schaffens und fortan hat John Barnhard "das konstruktive Ruder in der Hand".

Im Team beeindruckt der junge Franzose Alain Prost als frischgebackener Formel-3-Europameister auf Anhieb und lässt das "Alteisen" John Watson nicht nur einmal "alt" aussehen...
Schon beim ersten Lauf 1980 erringt er in Argentinien mit seinem 6.Platz erste Punkte für das Team und toppt das sogar mit Platz 5 im nächsten Lauf in Interlagos/Brasilien.
Danach wird es allerdings "ruhiger" und ein Platz 15 mit 5 Punkten in der Gesamtwertung stehen am Ende der Saison für Alain Prost zu Buche.


SPARK-Modell / Alain Prost / Mc Laren M29B / GP Argentinien 1980

Der "Schürzenkrieg" geht weiter: die beweglichen Dichtleisten an der Wagenunterkante sorgen nämlich dafür, dass der durch die seitlichen Flügel aufgebaute Unterdruck erhalten bleibt.
Die FISA (Fédération Internationale du Sport Automobile, eine ehemalige Weltmotorsportorganisation) beschließt im März 1980 völlig überraschend das Aus dieser "skirts" - gültig soll dann das Verbot ab 1.Januar 1981 werden.
Die Rechnung ist einfach: ohne Schürzen keine Flügelautos und dann gibt es für die Turbos für Renault kein Halten mehr...und der FISA-Chef Balestre ist ein Franzose

Die FOCA mit der Mehrzahl der Teams in der Mitgliedschaft geht auf Konfrontation und droht mit Boykott der WM-Läufe in Europa.

Als schließlich ausgerechnet der Frankreich-Grand Prix gefährdet ist, gehen auch noch die Sponsoren auf die Barrikaden und die Formel 1 steht kurz vor ihrem Ende.
Schließlich einigt man sich und handelt das sogenannte CONCORDE-Abkommen aus. Es sieht unter anderem vor dass ALLE Teams Regeländerungen und wichtigen Entscheidungen zustimmen müssen.
Nicht an die Öffentlichkeit gelangt die Passage, in der die finanziellen Regelungen neu getroffen werden...

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Für Ken Tyrrell konstruiert der ehemalige Lotus-Angestellte Maurice Phillippe den neuen Tyrrell 010 Ford,welcher sich zwar schneller als sein Vorgänger erweist, aber nicht zum Siegerauto wird.
An der Entwicklung des Typs 010 hilft der Amerikaner Karl Kempf mit - seines Zeichens Doktor der Physik und Spezialist für angewandte Mathematik.
Abtrieb, Motordrehzahl, Bewegung des Autos und Querlenkerbelastung werden mittels elektronischer Sonden gemessen und im Bordcomputer gespeichert.
Unabhängig von den Aussagen der Fahrer ist es nun möglich, das Verhalten des Wagens genau zu beurteilen.
Trotz dieser revolutionären technischen Errungenschaften dümpelt der Tyrrell mit seinen Stammfahrern Jean-Pierre Jarier und Derek Daly nur im Mittelfeld herum und kommt nie auf einen der ersten drei Plätze.
12 Punkte und damit Platz 6 von 11 in der Konstrukteurswertung sind die Ausbeute des Tyrrell-Teams 1980.


SPARK-Modell / Jean-Pierre Jarier / Tyrrell 010 / GP Belgien 1980







Das Original - Oldtimer GP 2015

RAM Racing - ein britischer Rennstall - betreibt den Motorsport zunächst nach dem Geschäftsmodell des Kundenteams,
d. h. er entwickelt und baut keine eigenen Rennwagen, sondern kauft oder least Fahrzeuge von einem renommierten Hersteller.
In der zweiten Hälfte des Jahres 1980 kehrt RAM mit einen Williams-Wagen nach knapp dreijähriger Unterbrechung als eines der letzten Kundenteams in die Formel-1-Weltmeisterschaft zurück.
Der Rennstall nennt sich nun RAM/Penthouse Rizla Racing und setzt zumeist einen, gelegentlich auch zwei Williams FW07B ein.
Regelmäßiger Fahrer ist Rupert Keegan, der in bemerkenswerter Konstanz die Qualifikation abwechselnd schafft.... oder auch verpasst.
Wenn er sich qualifiziert,dann sind auch regelmäßig auch Zielankünfte zu verbuchen - technische Defekte gibt es nicht.
Bester Startplatz ist Position 15 beim Großen Preis der USA - hier erreicht Keegan mit der neuntbesten Zeit auch das beste Rennergebnis für RAM in diesem Jahr.


NEU: MINICHAMPS-Modell / Rupert Keegan / RAM-Williams FW07 / GP Italien 1980


Fortsetzung folgt !

Geändert von Engineer (09.08.2015 um 15:42 Uhr)
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Alt 26.06.2015, 09:51   #99   nach oben
Opc Ghost
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So, habe mir mal deine Sammlung durchgesehen. Bin ja absolut nicht der Formel Fan. Deswegen habe ich hier so gut wie gar nie rein gesehen.
Aber du ziehst dein Sammelgebiet beinhart durch und auch bei deinen Präsentationen gibst du dir sehr viel Mühe.
Hat mich überzeugt - werde wohl öfters reinschauen!
Nur weiter so
__________________
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Alt 26.06.2015, 15:15   #100   nach oben
Engineer
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Geschlecht: männlich
Anzahl Modelle: über 500
Beiträge: 386
Hallo Tom -
danke für deine Zeilen und ein Willkommen im "Formel-1-Zirkus" !
Freue mich natürlich,dass ich hier meine Sammlung präsentieren darf und die Geschichten zur Geschichte erzählen darf...

Werde weiterhin versuchen, kein allzu kompliziertes Technik-1x1 zu texten ...die Stories der Originalfahrzeuge im Vergleich zu den Modellen sind doch viel interessanter.
Keep racing und viel Spaß auch künftig in meinem "Zirkus" !

Geändert von Engineer (26.06.2015 um 15:28 Uhr)
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