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Alt 08.04.2018, 12:40   #601   nach oben
Benji
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Ligier JS39

@Engineer! Vielleicht weißt Du mehr? Ich habe bei Raceland.de ein wenig gestöbert und bin auf 3 Modelle gestoßen, auf die ich mich riesig freuen würde! Darunter das Art Car des Ligier JS39, aus dem Jahr 1993.

http://www.raceland.de/websale7/Ligi...84e93%2fmd5%7d

Wenn ich aber auf sparkmodels.com gehe, finde ich nichts über die 3 Modelle des Ligier JS39!
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Alt 08.04.2018, 15:09   #602   nach oben
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Benji, das "Hugo Pratt"-Modell des Ligier JS39 wurde auf der Spielwarenmesse vorgestellt -
keine Panik, SPARK bringt es wirklich in den nächsten Wochen heraus.

Der offiziellen SPARK-Website traue ich schon lange nicht mehr
und die dortigen "Neuerscheinungen" hängen mächtig dem Zeitplan hinterher...




Hier die angekündigten MINICHAMPS-Neuerscheinungen 2018...
da findest du auch die restlichen Ligier-Modelle !


Geändert von Engineer (08.04.2018 um 15:15 Uhr)
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Alt 08.04.2018, 20:36   #603   nach oben
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Aus aktuelle Anlass - Remembering Jim Clark


Vor 50 Jahren, am 7. April 1968 verliert James „Jim“ Clark jr. auf dem Hockenheimring
bei einem unbedeutenden Formel-2-Rennen in einem Lotus-Rennwagen sein Leben.

Nur der tödliche Unfall von Ayrton Senna im Jahr 1994 hat die Rennsportwelt
danach ähnlich stark erschüttert...






SPARK-Modell / Lotus 25 / World Champion / GP Italien 1963



SPARK-Modell / Lotus 33 / World Champion / GP Deutschland 1965
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Alt 09.04.2018, 17:12   #604   nach oben
Benji
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Ligier JS39

Danke Engineer!
Jetzt bin ich beruhigt! Ich dachte schon, die Modelle wären gecancelt.
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Alt 30.04.2018, 15:12   #605   nach oben
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Rennsaison 1995: Team Sauber

Nachtrag 03/1995: Sauber C14

Das Team um Peter Sauber geht 1995 trotz der Aufkündigung der Mercedes-Zusammenarbeit
mit großen Erwartungen in seine dritte Grand Prix-Saison.
Obwohl diese Trennung sich schon im Sommer 1994 abzeichnet, bleibt bis zum Jahreswechsel
die Frage nach dem neuen Motorenlieferanten offen.

Dann endlich ist der neue Partner fix:
In den folgenden zwei Saisons fährt der neue Sauber C14 mit einem Ford-Antriebsaggregat im Heck.
Sauber erhält die Exklusivrechte für den Ford-Achtzylinder Zetec R - Maschine
und da Michael Schumacher mit diesem Motor den WM-Titel auf Benetton errungen hat,
sind die Erwartungen dementsprechend hoch...




Das neue "alte" Sauber-Team stellt sich am 18.Januar 1995 der versammelten Presse vor:
Die Fahrer sind weiterhin der Österreicher Karl Wendlinger, welcher sich seit seinem Unfall in Monte Carlo im letzten Jahr
scheinbar bestens erholt hat und der deutsche Pilot Heinz-Harald Frentzen.

Einen Monat später wird auch der Name des neuen Hauptsponsors bekannt.
Es handelt sich um das Dietrich Mateschitz gehörende Getränkeunternehmen RED BULL mit Sitz in Salzburg.
Etwas später kann auch die malaysische Erdölgesellschaft PETRONAS als zahlungskräftiger Sponsor gewonnen werden
und das Team ist damit für die Saison 1995 finanziell bestens abgesichert.

Designer Leo Rees und seine Mitarbeiter müssen den C14 aufgrund des Wechsels von einem V10- auf einen V8-Motor
innerhalb kürzester Zeit neu konzipieren und obwohl Sauber eigentlich bestens eingerichtet ist,
das Kohlefaser-Kevlar-Monocoque im eigenen Haus anzufertigen, entsteht das Chassis bei der englischen Firma DPS.
Die vorhergehenden Typen C12 und C13 basierten noch auf Ideen von Dr. Postlethwaites,
aber der C14 ist eine völlige Neukonstruktion unter der Regie des Ingenieurs Rees.
Im Verlauf der Rennsaison werden sieben Chassis gebaut...


MINICHAMPS-Modell / Sauber C14 / Karl Wendlinger - Rennen 1 bis 4


Gleich der erste Einsatz des neuen Boliden wird fast zum Desaster der Eidgenossen aus Hinwill,
denn der C14 erweist sich beim Auftaktrennen in Interlagos am 26. März in der Handhabung als
- diplomatisch ausgedrückt - "sehr schwierig".
Die beiden Fahrer bezeichnen dagegen das Auto frustriert als "nahezu unfahrbar";
so verweigern zum Beispiel die Stoßdämpfer hartnäckig ihre Arbeit und machen alles außer eben die Stöße zu dämpfen...

Das Fahrzeug produziert zu wenig Abtrieb und auch die Leistung des Ford-Achtzylinder erweist sich als zu gering -
das Leistungsmanko gegenüber Ferrari oder Renault beträgt mindestens 80 PS.
Heinz-Harald Frentzen fährt jedoch wider Erwarten beim zweiten Rennen der Saison schon "in die Punkte"
und holt mit einem fünften Platz in Buenos Aires die ersten beiden Zähler.

Trotzdem bebt der Mönchengladbacher zumindest nach dem Abschlusstraining vor Zorn,
denn vielleicht wäre für die Startaufstellung (Platz 9) mehr 'drin gewesen.
In der Begeisterung über einen kurzfristig auftretenden Regenschauer vergessen die Renn-Ingenieure,
das gewählte Set up den sich schnell ändernden Bedingungen des Samstag-Trainings anzupassen !
Frentzen wird trotz eines mächtigen Regentiefs mit seiner Trocken-Abstimmung auf die nasse Bahn geschickt...



MINICHAMPS-Modell / Sauber C14 / Heinz-Harald Frentzen - Rennsaison 1995

Karl Wendlinger kann jedoch keinerlei Zielankünfte vorweisen:
in Brasilien beendet ein Kabelbrand sein Rennen und in Argentinien kommt nach einem Unfall gleich in der ersten Runde das Aus.
Auch beim Auftakt der F1-Europatournee in San Marino lässt die Pechsträhne nicht nach -
Im Rennen muss Wendlinger nach einer unsanften Berührung mit dem Minardi von Luca Baldoer zum Reparatur-Stopp an die Box
und handelt sich dabei zusätzlichen Ärger ein:
Ausgerechnet er, dem man seit dem ersten Rennen in Sao Paulo mangelndes Tempo vorwirft, fährt in der Boxengasse schneller als erlaubt !
Doch zum "Absitzen" der Stop-and-Go-Strafe kommt Karl nicht mehr,
denn nach dem absolvierten Service löst sich in Runde 44 die Sicherung der hinteren linken Radmutter...

Vierzehn Tage später zum "Großen Preis von Monaco " fehlt der Österreicher -
kurz vor Beginn der ersten Trainingseinheiten degradiert Peter Sauber ihn zum Testfahrer (bei vollem Gehalt) !
Der französische Formel 3000-Meister Jean-Christophe Boullion erhält Wendlingers Auto und gibt in Monte Carlo sein Formel 1-Debüt.
Mit viel Glück kommt Boullion am Rennsonntag trotz eines Drehers und vier Runden Rückstand zum Sieger
Michael Schumacher in die Wertung...allerdings bringt ein Platz 8 keinerlei WM-Punkte.
Wütende Wendlinger-Fans rollen während des Grand Prix übrigens große Spruchbänder aus:
"Bringt den Karli wieder her, sonst trinken wir kein Red Bull mehr !"






In der zweiten Saisonhälfte machen sich Fortschritte im Bereich der Aerodynamik konkret bemerkbar
und der C14 rückt in das vordere Mittelfeld vor.
Der Wagen wird von seiner mittlerweile antiquierten Front auf eine moderne hochliegende Nase umgerüstet
und auch der Unterboden sowie die Heckpartie werden überarbeitet.

Insgesamt achtmal holt Frentzen die begehrten WM-Punkte und erreicht mit einem dritten Platz beim
"Großen Preis von Italien" in Monza sogar den Sprung auf's Podium.
Bis zum Ende der Saison fährt der Deutsche fünfzehn der insgesamt achtzehn Punkte der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft für Sauber ein
und hievt damit die Eidgenossen auf den 7. Platz der Gesamtwertung.
Persönlich erreicht er mit einem enttäuschenden neunten Platz eine Position im Mittelfeld der Fahrer-WM
und erwägt damit frustriert sogar den Abschied vom Sauber-Team...

Die Kraft des Zetec-R-Achtylinders von Motoren-Partner Ford lässt jedoch nach wie vor viel zu wünschen übrig.
Während die Konkurrenz im Verlauf der Rennsaison 1995 immer wieder neue Motoren-Spezifikationen präsentiert,
beschränkt sich Ford auf eine Überarbeitung des Auspuffsystems und auf eine Drehzahlsteigerung um 500 U/min.
Dieses groß angekündigte Update kann jedoch nur kurzfristig während des Qualifying genutzt werden
und sämtliche Maßnahmen halten keinen Vergleich mit den Entwicklungsarbeiten von Ferrari oder Renault stand.
Der Sauber-Ford zeigt Schwächen bis zum Ende der Saison aufgrund seiner mäßigen Balance,
hervorgerufen durch einen übergewichtigen Motor und dem daraus resultierenden hohen Schwerpunkt.

Bei der zum Vickers-Konzern gehörenden Firma COSWORTH konzentriert man sich nämlich schon auf einen Zehnzylinder,
der 1996 die Wende zum Guten bringen soll.
Dem V8 traut auch bei Ford niemand mehr lohnenswertes Entwicklungspotential zu....






Für Heinz-Harald Frentzen interessiert sich mittlerweile auch Frank Williams,
aber im September 1995 erneuert der Deutsche seinen Vertrag mit Peter Sauber um ein weiteres Jahr.
Ausschlaggebend für diese Entscheidung war das Versprechen von Ford,
dem Schweizer Team im kommenden Jahr den neuen V10-Motor zur Verfügung zu stellen.


Jean-Christophe Boullion kann drei WM-Punkte erreichen und belegt damit den 16. Rang der F1-Weltmeisterschaft 1995.
Er verlässt nach 11 Einsätzen das Sauber-Team und damit auch den Grand Prix-Zirkus,
bleibt aber noch für drei Jahre als Williams-und Tyrrell-Testfahrer der Formel 1 treu.
1998 wendet er sich anderen Motorsportrennserien wie Sport -und Tourenwagen zu und resümiert:
„Das Problem mit der Formel 1 ist, du musst am richtigen Ort zur richtigen Zeit sein.
Das war bei mir nie der Fall, daher war es besser so schnell wie möglich dort herauszukommen
und mir andere Möglichkeiten zu suchen.“



Ein Problem der MINICHAMPS-Modelle des letzten Jahrhunderts
sind nach wie vor die sich irgendwann ablösenden Decals....



Achtung, Korrektur am Wagen von Heinz-Harald Frentzen erforderlich:
nur Wendlinger und Boullion fuhren mit gelben Spiegeln !
Umrüstung auf Rot notwendig...

Geändert von Engineer (09.08.2018 um 22:26 Uhr)
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Alt 01.05.2018, 10:47   #606   nach oben
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Vielen Dank für diesen "Ausflug" mit einem Stück Schweizer Rennsportgeschichte
Noch immer verbinden viele "Sauber" mit "Red Bull" und "Petronas". Auch wenn die Erfolge des kleinen Rennteams doch eher immer "bescheiden" waren, so gehört es doch immer noch dazu.
Ich hab den Renntransporter aus der damaligen Zeit in 1:43 und 1:87 und es sind einfach schöne Erinnerungsstücke.

Schön die Fahrzeuge hier zu sehen und deine interessanten Hintergrundstorys zu lesen.

Grüsse aus der Schweiz
Erwin
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Alt 10.05.2018, 12:47   #607   nach oben
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Sauber-Ford 1995

Sauber F1 im Jahr 1995! Ich kann mich noch gut an die Trainingsläufe auf dem Hockenheimring erinnern. Aufgrund seiner Körpergröße sah es bei Jean-Christophe Boullion so aus, als hätte man ein Kind ins Monocoque gesetzt! Danke @Engineer!
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Alt 10.05.2018, 17:58   #608   nach oben
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Einfach herrlich
Wie eine kleine Zeitreise. Deine Rückblicke, garniert mit den schönen Modellen, sind immer wieder lesenswert.

Vielen Dank und Grüsse
Erwin
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Alt 10.05.2018, 18:28   #609   nach oben
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Der Sauber C14 war mein erstes F1-Modell, aber in 1:18. Den habe ich bis heute noch, auch wenn die Erfolge des Originals sich in Grenzen hielten, es war ein tolles Rennauto in diesem Dunkelblau mit dem Red Bull-Sponsoring.

Der Nachfolger mit diesen türkisen Petronas-Elementen war auch schön, aber der 94er gefiel mir am besten.
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Alt 21.05.2018, 13:03   #610   nach oben
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Rennsaison 1995 - Equipe Ligier

Nachtrag 04/1995: Ligier JS41

Seit Benetton-Teamdirektor Flavio Briatore 1994 die Kontrolle über den Ligier-Rennstall aus Magny-Cours übernommen hat,
zeichnet sich bei den "Blauen" ein deutlicher Aufwärtstrend ab.

Allerdings gerät Briatore dadurch gleich von Anfang an in die Schlagzeilen:
Ligier's Renault-Motoren müssen für 1995 an Benetton abgegeben werden und als Ersatz soll das französische Team
nun von Mugen-Honda mit Antriebsaggregaten beliefert werden.

Mugen hat aber schon im Sommer 1994 einen Exklusivvertrag mit Minardi abgeschlossen,
aber im Herbst kann Briatore die japanische Motorenschmiede davon überzeugen,
dass auch Ligier einen konkurrenzfähigen Motor benötigt.
Natürlich kann Mugen die Ausstattung zweier Teams mit den neuen Zehnzylindermotoren nicht gewährleisten
und cancelt die Motorenlieferung an Minardi kurzerhand...

Wie es weitergeht, schreibt wikipedia.de.:
"Giancarlo Minardi führte im Frühjahr 1995 einen Rechtsstreit gegen Ligier und Mugen, der außergerichtlich „à la façon Briatore“ gelöst wurde:
Über ein ihm gehörendes Unternehmen erwarb Briatore einige gegen Minardi gerichtete Forderungen Cosworths aus dem Jahr 1993.

Um diese Forderungen durchzusetzen, ließ Briatore am Freitagmorgen vor dem Großen Preis von Frankreich die Ausrüstung des Minardi-Teams pfänden,
sodass Minardi am freien Training nicht teilnehmen konnte.
In den folgenden Stunden einigten sich die Beteiligten auf eine Rücknahme der Klage durch Minardi.
Im Gegenzug erhielt das Team die bereits vorgerichtlich angebotene Entschädigung in Höhe von 3,5 Millionen Dollar;
zugleich wurden Minardi die Leasingraten aus dem Jahr 1993 weitgehend erlassen."


MINICHAMPS-Modell (modifiziert) / Oliver Panis / Ligier JS41 / GP Argentinien 1995

Der von Frank Dernie konstruierte Ligier JS41 mit dem besagten Mugen V10-Motor gilt sofort nach seinem
Debüt beim "Großen Preis von Brasilien" als Kopie des vom Briatore-Rennstall eingesetzten Benetton B195.
Dies ist aber gemäß den FIA-Vorschriften illegal, da jedes Team mit einer Eigenkonstruktion antreten muss...

Im Verlauf der eingeleiteten Untersuchungen glaubt die FIA aber dann doch,
beim Ligier JS41 genügend technische Differenzen zum Benetton B195 festgestellt zu haben
und die Komissare legen abschließend fest, dass von einer Kopie nicht die Rede sein kann.




MINICHAMPS-Modell / Benetton B195 / Michael Schumacher / GP Kanada 1995

Briatiores Deal mit Mugen hat aber einen Haken,
denn die Japaner haben an die Motoren-Exklusivbelieferung eine Forderung geknüpft:
In einem der Ligier's soll Aguri Suzuki sitzen !
Der schon seit 1988 im Formel 1-Zirkus beschäftigte Japaner ist mittlerweile 35 Jahre alt und
kann 58 GP-Einsätze mit nur insgesamt einem Podestplatz vorweisen -
die Saison 1995 wird seine Letzte sein..
Als Stammpilot wird wieder Oliver Panis eingesetzt,
welcher die die französische Herkunft der "Equipe Nationale" symbolisieren soll.

Beim F1-Auftakt im brasilianischen "Autodromo Jose' Carlos Pace" in Interlagos fällt aber Frankreichs Hoffnung
gleich nach einem Unfall in der ersten Runde aus;
Urgestein Suzuki dagegen überquert mit zwei Runden Rückstand zum Sieger Michael Schumacher die Ziellinie,
kann aber mit Platz 8 keinerlei WM-Punkte einfahren.
Beim nächsten Rennen in Argentinien sieht es ähnlich aus,
aber diesmal crasht Suzuki und Panis erreicht mit Platz 7 punktelos das Ziel.

Neben Panis und Suzuki kommt auch der Engländer Martin Brundle zum Einsatz,
der sich das Cockpit mit dem Japaner teilen muss.
Brundle hat sein F1-Debüt schon 1984 absolviert und kann neun Podestplätze aufweisen -
aufgrund des auch 1995 auftretenden großen Leistungsunterschieds zwischen Brundle und Suzuki
bekommt der Brite mehr Einsätze in der laufenden Saison zugesprochen.

In der Endabrechnung der Rennsaison fährt Martin Brundle für die "Blauen" wertvolle 7 WM-Zähler ein,
währenddessen Suzuki sieben "Nullrunden" verbuchen kann.

Oliver Panis hat seine Sternstunde erst beim allerletzten Grand Prix der laufenden Saison -
in Adelaide profitiert er vom Ausfall vieler Spitzenfahrer und steht neben Damon Hill als Zweitplatzierter auf dem Podium.
Aber der Franzose hat während der Saison mit fünf weiteren Punkterängen kontinuierlich Zähler sammeln können
und kommt mit 16 WM-Punkten auf Platz 8 der Fahrerwertung.




Demonstrativ trägt die "Benetton-Kopie" den "Fabrique En France" - Schriftzug am Heck...

Mit einem fünften Platz in der Konstrukteurs-Wertung hinter Benetton, Williams, Ferrari und Mc Laren
scheint Ligier 1995 etwas den Anschluss an die Spitze gefunden zu haben.
Auch technologisch kann das Team endlich aufrüsten,
denn im Sommer kann endlich der herkömmliche Gaszug am JS41 durch das aufwendige "Fly-By-Wire"-System ersetzt werden.

Tom Walkinshaw übernimmt als "Statthalter" das Rennstall-Kommando.
Der ehemalige Rennfahrer und Teamchef hat 1994 den Posten des Chef-Ingenieurs beim Benetton Formel-1-Team innegehabt
und hat mit Michael Schumacher die Weltmeisterschaft gewonnen.
Nun kann er durch Ehrgeiz, Erfahrung und Fachwissen das Ligier-Team mit nach vorne führen...

Wie stark aber der Bruch mit Vergangenheit und Tradition bei dem einstigen Erfolgsteam um Guy Ligier ist,
wird beim Frankreich-GP im Hochsommer recht deutlich.

Dem Firmengründer gehören mittlerweile nur noch 15 % des Teams und der ehemalige F1-Pilot ist nur noch eine Randfigur.
In Magny-Cours stattet er seinem ehemaligen Team einen Besuch ab,
denn Oliver Panis steht nach dem Abschlusstraining überraschenderweise in der dritten Startreihe !

Als Guy Ligier sich hocherfreut aber zum Kommandostand an der Boxenmauer vorwagen möchte,
wird er jedoch kurzerhand von den Ordnern zurückgewiesen -
ohne das richtige Ticket geht in Bernie's straff organisiertem Formel 1-Zirkus auch für einstige Idole nichts mehr....



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Alt 31.05.2018, 18:27   #611   nach oben
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Wie gewohnt bei Dir.......... interessante Modelle und spannende Hintergrundinfos
Danke für die Präsentation und die Storys dazu

Grüsse
Erwin
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Alt 18.06.2018, 12:31   #612   nach oben
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Ligier JS41

Klasse Kopie des B195! Naja der Rennstall gehörte ja jetzt dem Briatore. Und warum extra Geld für eine andere Entwicklung ausgeben wenn man, von Benetton die Pläne zweckentfremden kann! Ob das so rechtens war?
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Alt 18.06.2018, 12:39   #613   nach oben
Benji
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Lotus 88

Danke für den Beitrag @Engineer! Ich darf jetzt den LOTUS 88 mit Nigel Mansell von Minichamps auch mein eigen nennen! Nach langer suche durchs Netz und Börsen konnte ich ihn auf eBay ersteigern, oh Gott war der teuer!
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Alt 18.06.2018, 12:50   #614   nach oben
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Der Thread hier ist besser als jedes F1-Lexikon! Danke!
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Alt 18.06.2018, 22:34   #615   nach oben
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Update 1994 - Williams FW16B

1. Williams FW16B - Nigel Mansell / GP Australien 1994

Bevor es planmässig mit der F1-Chronolgie weitergeht und
passend zu den besprochenen Jahrgängen 1994/95, zwei aktuelle Neuerscheinungen aus dem Hause MINICHAMPS.

Da hätten wir als erstes Modell den Williams FW16B von Nigel Mansell in der Version
"Großer Preis von Australien 1994" - dem letzten Sieg von "Il Leone".


MINICHAMPS-Modell / Nigel Mansell / Williams FW16B / GP Australien 1994

Nach dem tödlichen Unfall von Ayrton Senna wird neben Damon Hill und David Coulthard auch Nigel Mansell Stammfahrer im Team um Frank Williams.
Mansell bestreitet ingesamt vier Rennen -
Bernie Ecclestone persönlich macht den Deal möglich,
denn die unterschiedlichen Partner und Sponsoren aus IndyCar und Formel 1 können sich ohne Hilfe des FIA-Vize
und FOCA-Chefs natürlich nicht über die Rahmenbedingungen einigen...
Allein für seinen ersten Comeback-Einsatz beim "Großen Preis von Frankreich" kassiert Mansell nebenbei an die 1,5 Millionen Dollar...



In Magny Cours ist sein Rennen mit dem gestandenen Williams FW16 jedoch nach 46 von 72 Runden zu Ende - die Getriebehydraulik streikt.
Nigel verweilt noch minutenlang und scheinbar total erschöpft in seinem am Pistenrand geparkten Rennwagen,
steigt dann aber aus und verlässt die Szene per Helikopter in Richtung Paris...



Erst drei Monate später taucht "der Löwe" wieder beim "Großen Preis von Europa" in Jerez auf und belegt mit der B-Version
vom "FW16" gleich im Training einen beachtlichen dritten Platz.
Der modifizierte Williams besitzt nun einen längeren Radstand, überarbeitete Front- und Heckflügel und geänderte Seitenkästen.

Aber auch dieses Rennen ist für Mansell nach einem Dreher in der 48. von 69 Runden zu Ende...
"Das Heck kam herum und ich verlor die Kontrolle..."



Auch beim vorletzten Lauf in Japan steht Mansell in der Startaufstellung ganz weit vorn -
nur knapp von Heinz-Harald Frentzen im Sauber (!!) geschlagen,
lauert der "Löwe" in Reihe 2 auf seine nächste Chance.
In Suzuka kann Mansell dann mit seinem Williams endlich erstmalig die Ziellinie überqueren -
mit fast einer Minute Rückstand zum Teamkollegen und Sieger Damon Hill verpasst Nigel zwar ganz knapp das Treppchen,
aber ein vierter Platz bringt die ersten drei WM-Punkte...

Der letzte Lauf in Australien wird zwar überschattet vom Titelduell Schumacher-Hill,
aber schon im Training setzt Mansell das erste Achtungszeichen: Pole vor Michael Schumacher !
Im Rennen wirft Schumi seinen waidwunden Benetton in die Fahrspur von Damon Hill und landet nach einer Zweirad-Einlage in den Reifenstapeln am Pistenrand.
Aber auch der Williams strandet mit verbogenem Dreieckslenker an der Box
und somit wird Michael Schumacher bekanntlicherweise zum Weltmeister der Formel 1-Saison 1994.
Nigel Mansell dreht mittlerweile unbeirrt seine Runden und wird nach 1:47,51 als Sieger des "Grand Prix von Australien" in Adelaide
mit zwei Sekunden Vorsprung zu Gerhard Berger im Ferrari abgewunken.
Er sammelt somit insgesamt 13 WM-Punkte und belegt mit nur vier Einsätzen einen neunten Platz in der Fahrer-Gesamtwertung 1994.



Der Sieg in Adelaide wird sein Letzter sein...
nach nur zwei Einsätzen 1995 im Mc Laren steigt Nigel Mansell punkte- und motivationslos aus dem Cockpit,
ohne jemals einen offiziellen Rücktritt verkündet zu haben.
15 Jahre Formel 1 bedeuten für ihn 187 Starts, 31 Siege, 32 Poles, 482 WM-Punkte und einen Weltmeistertitel.





Geändert von Engineer (09.08.2018 um 19:59 Uhr)
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Alt 19.06.2018, 07:33   #616   nach oben
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Einfach fantastisch, dein Lexikon!
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Alt 19.06.2018, 21:13   #617   nach oben
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Update 1995 / Benetton B195

2. Benetton B195 - Michael Schumacher / GP Frankreich 1995

Das zweite Update umfasst noch einmal den Benetton B195 von Michael Schumacher
in der Version "Großer Preis von Frankreich 1995".

Auch hier scheint MINICHAMPS die alten Formen hervorgekramt zu haben -
wollen wir hoffen, dass die Decals länger als an der ersten Version haften...

Viel aus der F1 - History zu erzählen gibt's diesmal nicht,
denn in zwei von meinen Beiträgen wurde der B195 schon besprochen.
Also kommen wir gleich zu den Modellfotos...



MINICHAMPS / Michael Schumacher / Benetton B195 / GP Frankreich 1995








Das Original im Museum des Nürburgrings






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Alt 19.06.2018, 21:38   #618   nach oben
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Wieder sehr sehenswerte Fotos und interessante Hintergrundinfos
Die Veränderung von "Bitburger" zu "Drive Alkoholfrei" ist mir erst jetzt so richtig aufgefallen.....
Immer wieder spannend und lehrreich, so ein Ausflug in Deine Beiträge

Danke und....gerne weiter so!
Erwin
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Alt 01.07.2018, 14:18   #619   nach oben
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Back To the 80s

Da in letzter Zeit viele 1:43er aus den "wilden Achtzigern" auf den Markt kamen
bzw. ich auch einige "Leckerli's" nach langem Suchen auf dem internationalen Markt ergattern konnte,
heute mal ein kleiner Querschnitt meiner letzten zehn Neuzugänge...


1. Ferrari 312T5 / Gilles Villeneuve / Imola 1980



In der sechsten Runde des "Großen Preis von Italien 1980" hat der "Prince Of Destruction" Gilles Villeneuve
einen spektakulären Unfall.
Beim Anbremsen vor der Tosa-Kurve platzt ein Hinterreifen des Ferrari 312T5 und prallt dann mit solcher Wucht auf die Leitplanken,
dass er in Höhe der Kupplungsglocke auseinandergerissen wird.

Während das Getriebe mit den Radaufhängungen und Rädern senkrecht an der Bande hochsteigt,
verfehlt der zur Piste zurückgeschleuderte Rest des Wagens samt dem Fahrer die nachfolgenden Wagen des Feldes nur knapp..
Villeneuve steigt nach kurzem Blackout unverletzt aus dem Wrack,
da das Monocoque im Gegensatz zum Rest des Wagens unzerstört bleibt.


BRUMM-Modell / Ferrari 312T5 / Gilles Villeneuve / GP Italien 1980


2. Osella FA1 / Eddie Cheever / Le Castellet 1980



Vincenzo „Enzo“ Osella baut Ende 1979 in nur drei Monaten einen Formel 1-Rennwagen für einen Einsatz Weltmeisterschaft 1980 auf,
deren erstes Rennen bereits am 13. Januar 1980 startet.
Die Anfänge des italienischen Teams waren deshalb relativ improvisiert und auch Eddie Cheever
- dem "Stammfahrer" im 1-Mann-Team - fehlt an vielen Orten die Streckenkenntnis.

So sieht Cheever zunächst bei keiner Veranstaltung die Zielflagge und ein 12. und letzter Platz in Monza
bleibt für die ganze Saison 1980 die einzige Ausbeute.
Punktelos absolviert das junge italienische Team seine erste F1-Saison....


SPARK-Modell / Osella FA1 / Eddie Cheever / GP Frankreich 1980


3. Ferrari 126 C2 / Gilles Villeneuve / Rio de Janeiro 1982



Beim zweiten Rennen der Saison 1982 startet Ferrari's neuer Turbomotor aus der ersten Reihe und
Villeneuve geht zunächst vor Prost, Arnoux und Rosberg in Führung.
Allerdings gibt es auch diesmal keinerlei WM-Punkte für Gilles Villeneuve und Didier Pironi-
der Kanadier macht seinem Namen als Crash-König alle Ehre und verunfallt in Runde 30,
während der kleine Franzose zumindest auf Platz 8 die Ziellinie überquert...


BRUMM-Modell / Gilles Villeneuve / Ferrari 126 C2 / GP Brasilien 1982


4. Zakspeed 841 / Christian Danner / Spa 1985




Formel 1-Debüt für den sympathischen Münchener Christian Danner -
genau wie bei Teameigner Erich Zakowski ist 1985 nur ein Vorbereitungsjahr.
Beim 13.Lauf der Saison startet Christian aus der Boxengasse und lässt seinen Zakspeed 841
schon nach 16 Runden mit Getriebeschaden ausrollen.
WM-Punkte liegen für Fahrer und Team während der gesamten Saison 1985 noch in weiter Ferne...



SPARK-Modell / Zakspeed 841 / Christian Danner / GP Belgien 1980



5. AGS JH21 / Ivan Capelli / Monza 1986



Das Team AGS (Automobiles Gonfaronnaises Sportives) debütierte unter dem Namen Jolly Club S.p.A.
beim "Großen Preis von Italien" in Monza im September 1986.

Einsatzfahrzeug von Stammfahrer Ivan Capelli ist der AGS JH21C, welcher die Aufhängung und die Bremsen des Renault RE60 verwendet.
Da AGS nicht die Turbos von Renault erhält, bekommt das Team jedoch mit Hilfe des italienischen Sponsors Jolly Club
Zugriff auf den italienischen Sechszylinder-Turbomotor von Motori Moderni.
In Monza steht Ivan Capelli mit fast 10 Sekunden Rückstand zum Trainingsschnellsten Teo Fabi (Benetton) in der vorletzten Startreihe -
ein Reifenschaden stoppt in Runde 32 das F1-Debüt des AGS - Renners vorzeitig.
Beim nächsten Renen in Portugal ist das Rennen für den 23jährigen Italiener schon nach 6 Runden aufgrund eines Reifenschadens zu Ende..
Da die anschließenden Übersee-Rennen für den französischen Rennstall nicht finanzierbar sind,
ist das F1-Abenteuer 1986 schon nach zwei Rennen für Teameigner Henri Julien vorbei.


SPARK-Modell / Ivan Capelli / AGS JH21 / GP Italien 1986



6. Lola LC-87 / Yannick Dalmas / Adelaide 1987



Das französische Team Larrousse Calmels des Namensgebers und Ex-Rennfahrers Gerard Larrousse debütiert 1987
zum Auftakt der F1-Europatournee in San Marino.
Das bunt lackierte Auto, dessen "Lola-Wurzeln" auf ein Fahrzeug für die Formel 3000 zurückgeht,
wird von Eric Broadley und Ralph Bellamy konstruiert.
Als Antrieb dient der langsam aussterbende Cosworth-Achtzylindermotor vom Typ DFZ V8,
aber der Lola LC87 ist ein massiges, schweres Auto, dessen Gewicht mehr als 20 kg über dem Mindestgewicht liegt.
Überraschend erfolgreich wird die Saison von den Stammpiloten Alliot und Dalmas mit drei sechsten Plätzen abeschlossen !
Von Platz 23 in's Rennen gegangen, beendet Yannick Dalmas beim Saisonfinale in Australien das Rennen
ebenfalls mit einem WM-Punkt...


SPARK-Modell / Yannick Dalmas / Lola LC 87 / GP Australien 1987


7. Tyrrell 017 / Julian Bailey / Silverstone 1988



Schon 1987 steigt das Team um "Uncle Ken" vom Turboaggregat auf Saubermotor um,
denn für 1989 wird das erste reinrassige Saugerjahr vorgeschrieben sein.
Ein erhoffter technologischer Vorsprung gegenüber allen WM-Mitbewerbern kann jedoch 1988 noch nicht erreicht werden,
denn die zum Saisonende erreichten fünf (!!) Pünktchen sind ein herber Tiefschlag...
....der Weltmeister Mc Laren verbucht 199 WM-Zähler !

Neuling Julian Bailey, der seinen Pub verkauft, um seinen F1-Arbeitsplatz finanzieren zu können,
ist deutlich überfordert und nur Stammfahrer Jonathan Palmer kann die magere Punkte-Ausbeute einfahren.


SPARK-Modell / Julian Bailey / Tyrrell 017 / GP England 1988



8. Benetton B188 / Thierry Boutsen / Montreal 1988




Aus dem Ex-Toleman-Rennstall ist 1988 ein echter WM-Mitbewerber geworden,
denn Benetton-Designer Rory Byrne hat das Team mit seiner genialen Konstruktion B188 in die vordersten Reihen geführt.
Auch fahrerisch ist Benetton 1988 mit einer ideal harmonierenden Pilotenpaarung besetzt:
Altmeister Thierry Boutsen fährt allein 31 von den insgesamt 46 WM-Punkten ein
und beim "Großen Preis von Kanada" steht der Belgier erstmalig 1988 neben bein beiden Mc Laren-Piloten
Ayrton Senna und Alain Prost als Dritter auf dem Podium.

Alessandro Nannini ist von Minardi zu Benetton gewechselt,
ist erstmalig mit gutem Material ausgerüstet und kann nun durchaus die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen.
Benetton belegt 1988 hinter Mc Laren und Ferrari den dritten Platz in der Konstrukteurs-Wertung
und fühlt sich für die nächste Saison als bestens gewappnet...


SPARK-Modell / Thierry Boutsen / Benetton B188 / GP Kanada 1988


9. Williams FW12 / Riccardo Patrese / Monte Carlo 1988



Der langjährige Favorit und Weltmeister 1987 spielt plötzlich im Formel 1-Zirkus keine Rolle mehr -
nach Verlust des Honda-Turboaggregats erweist sich der Judd-Motor als äußerst temperaturanfällig
und auch die aktive Radaufhängung ist so unberechenbar, dass sich Stammfahrer Nigel Mansell weigert,
noch weitere Runden mit diesem "denkenden Fahrwerk" zu drehen...
Teamkollege Riccard Patrese kann in Monte Carlo mit einem sechsten Platz die ersten Punkte einfahren,
aber beim "Großen Preis von Spanien" steht "Red Five" Nigel endlich als Zweitplatzierter neben Alain Prost auf dem Treppchen.

Ein fünfter Platz hinter Benetton und Lotus in der Konstrukteurs-Endwertung ist für den "Rollstuhl-General" Frank Williams
niederschmetternd und für 1989 werden Renault-Motoren geordert....
......die dann auch wirklich fast das ersehnte Comeback bringen werden...



SPARK-Modell / Riccardo Patrese / Williams FW12 / GP Monaco 1988


Aug' in Aug' mit Riccardo Patrese / Hungaroring 1988
...ein unvergessliches Erlebnis für mich (als Zuschauer, nicht als Reporter)







Offizielles Pressematerial des Williams-Teams 1988


SPARK-Modell / Team Williams 1988

10. Tyrrell 018 / Jean Alesi / Suzuka 1989



Auch 1989 scheint sich zunächst der tiefe Fall des Tyrrell-Teams fortzusetzen,
denn zu Beginn der Saison muss der Rennstall aus mangelnden finanziellen Mitteln
noch das Vorjahres-Modell "017" einsetzen -
auch Julian Bailey wird mangels mitgebrachter Sponsoren gefeuert und durch Michele Alboreto ersetzt.

Aber der erstmalig in Imola eingesetzte Tyrrell-Ford 018 erweist sich dann mit seinem gelungenen Chassis als Punkte-Kandidat:
Jonathan Palmer kann mit einem sechsten Platz den ersten Zähler einfahren.
Ab dem Frankreich-GP gehört dann die blaue Universal-Lackierung und auch Michele Alboreto der Vergangenheit an -
Michele's Sponsor Marlboro kollidiert interessenmäßig mit dem neuen Tyrrell-Geldgeber Camel..
Der "Neue" namens Jean Alesi kann gleich bei seinen Tyrrell-Debüt punkten und
fährt mit seinen insgesamt erreichten 8 Zählern satte 50 Prozent der Gesamtausbeute ein...

"Uncle Ken" erreicht mit seinem Traditionsteam einen beachtlichen fünften Rang in der Konstruteurs-Wertung
und Mc Laren-Designer Gordon Murray bezeichnet neidvoll das 89er Chassis als das Beste der Saison !


SPARK-Modell / Jean Alesi / Tyrrell 018 / GP Japan 1989

Geändert von Engineer (09.08.2018 um 21:09 Uhr)
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Alt 01.07.2018, 21:52   #620   nach oben
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Und wieder sensationell interessante Infos und tolle Modelle
Dein Beitrag hier spart jedes Formel 1 - Lexikon

Danke für all Deine Mühe die Du dir immer machst und Grüsse
Erwin
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