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Alt 21.03.2016, 15:47   #1   nach oben
Engineer
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Atlas Ferrari F1-Edition


(Bildquelle: Altaya Espana)


Obwohl Briefkastenwerbung bei mir eigentlich gleich mit kühnem Schwung im Papiercontainer landet,
war ich heute mal dankbar für diese Information per Flyer:
Nach diversen Veröffentlichungen in Italien, Frankreich etc. kommt die
"Ferrari Formel 1 - Collection" von Atlas im Maßstab 1:43 endlich nach Deutschland !

Die erste Ausgabe soll Anfang April erscheinen und den Lancia-Ferrari D50
in der Version "Juan Manuel Fangio - Großer Preis von Deutschland 1956" beinhalten.

Wie üblich gibt's Ausgabe 1 zum "Kennenlern-Preis" -
diesmal mit Versand und Gratis-Schlüsselanhänger nur 4,90 Euro.

Hier der direkte Link:
http://www.atlas-editions.de/collect...rrari-d50.html

Obwohl ich einige Modelle schon aus Italien bekommen habe,
werde ich mir die hier erscheinenden Ausgaben mal anschauen.

Da einer meiner beiden threads demnächst thematisch ausläuft (Silberpfeile der Vorkriegszeit),
bringt mich das auf eine Idee:
Wenn keine Proteste aufkommen sollten,
werde ich die einzelnen Ferrari-F1-Modelle hier im Forum einmal präsentieren und ein paar Zeilen dazu schreiben.

Da überwiegend jedes Modell einem Rennen der entsprechenden Rennsaison zugeordnet werden kann,
gibt's wiedermal viele Geschichten zur Geschichte !
In Spanien sind bisher 70 Modelle von dieser Edition erschienen...

Garniert mit zeitgenössischen Material und Modellvergleichen mit anderen Herstellern
kann ich mir diese Sache eigentlich recht interessant vorstellen....

Geändert von Engineer (12.04.2016 um 23:25 Uhr)
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Alt 25.03.2016, 20:29   #2   nach oben
MassaFan
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Finde ich persönlich hervorragend. Gut hab bis auf zwei Jahrgänge schon alle aber schaden kann die Info nicht. Gibt es ne Liste von den bereits in Spanien erschienenen?
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Alt 25.03.2016, 23:14   #3   nach oben
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Ja - guckst du hier :

http://www.planetadeagostini.es/cole...tregas-2132147
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Alt 26.03.2016, 17:00   #4   nach oben
Engineer
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Habe beim Zeitschriftenhändler meines Vertrauens heute noch eine Serie entdeckt,
welche gerade erst erschienen ist:



O.K., die 4,99 Euro habe ich mal investiert, um zu schauen, was PANINI so hinkriegt
(dachte, die machen nur Stickeralben für Fußball-Fans)...

Jetzt halte ich also Ausgabe 1 mit dem Mc Laren MP4/4 von Ayrton Senna
aus dem Jahr 1988 in den Händen - was gibt's über dieses 1:43-Modell zu berichten ??





Da ich Vergleichsmodelle von TSM und MINICHAMPS zu diesem MP4/4 habe,
ist dieses Modell eigentlich nur etwas für Einsteiger in die Welt der Formel 1-
Rennwagenmodelle.
Gut, allzu viel sollte man für diesen Preis nicht erwarten -
die Modelle pegeln sich ab Ausgabe 3 bei 14,99 Euro ein.
Relativ simpel verarbeitet, deshalb eigentlich nicht so interessant für anspruchsvolle Sammler.

Habe das Modell gleich mal etwas "gepimpt"....
was so ein paar Kleber ausmachen...



In Italien gibt's die Serie schon seit letzten Jahr und aktuell ist man bei Ausgabe Nr. 26 von geplanten 60 Modellen.
Im Programm waren bisher eigentlich nur Rennwagen, welche man bereits
bei MINICHAMPS oder SPARK schon gesehen hat.
Natürlich preislich und qualitativ mit diesen nicht vergleichbar...

Die Qualität wird sich dementsprechend wohl auch bei den kommenden Modellen nicht ändern...
In Italien kosten die Modelle übrigens nur 12,99 Euro !

http://www.centauria.it/prodotti/pia...ion-2015.shtml

O.K., vormerken werde ich mir mal den March 751 von 1975 (Brambilla's gelber BETA-March mit hoher Lufthutze)
und den Tyrrell 006 (Stewart's Weltmeisterauto von 1973)....schaun mer mal

Relativ großzügig ist man hier in Deutschland, wenn man sich das Abo dieser Serie zulegt:
sechs Geschenke; darunter zwei wirklich gute DVD's (Rush,One), drei Modelle
(Brabham BT46 Fancar, Tyrrell P34 Sixwheeler und Ferrari F2001 von M.Schumacher)
und noch den passenden Sammelschuber zu den Begleitheften.

Zumindest das erste Heft zum Mc Laren MP4/4 ist recht interessant:
20 (!!) Seiten Info-Material zum Wagen, zum Konstrukteur und zu Technik.

Natürlich wird auf der deutschen Internet-Seite die Qualität "in den Himmel gehoben";
ganz zu schweigen von den falschen Infos zu den Modellen
(Schumacher's Benetton von 1994 ist plötzlich gelb und sieht aus wie ein Williams )

http://www.f1rennwagenkollektion.de/

Also wie gesagt - für Einsteiger in die Materie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis...
für "Hardcore"-Sammler von F1-Modellen wie mich wären vielleicht nur die Begleithefte interessant !

Geändert von Engineer (26.03.2016 um 17:10 Uhr)
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Alt 28.03.2016, 14:54   #5   nach oben
Moviecar
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Hohe Ansprüche darf man an diese Kiosksammelserien eh nicht stellen, vor allem bei diesen Preisen. Auch hier wird man mit schief geklebten Teilen, Klebstoff Schmierereien usw. leben müssen. Ich sammel ja selber auch Modelle aus diversen anderen Serien. Als Abo würde ich mir sowas zumindest niemals bestellen, da mir die Reklamationen zu nervig wären.

Wenn es bei der Panini Serie nur Modelle geben sollte, die es bereits von anderen Herstellern gibt ohne irgendeinen Anreiz, mal abgesehen vom Preis und Heft, wäre das nicht gerade schlau von dem Verlag. Somit würden einige Sammler, die die Modelle bereits von anderen Herstellern haben, gleich aus dem Raster fallen. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen das sich dann noch jemand die Modellautos nur wegen der Hefte holt.

Das es selbst für dieses Problem der Mehrfach Veröffentlichungen eine Lösung gibt sieht man z.B. bei der Bondcollection. Da gab es auch so einige Modelle die es schon von Minichamps in besserer qualität gab. Dafür wurde bei der Serie halt entsprechend wert auf die Präsentation gelegt (Filmszenen-Dioramen, Figuren, zusätzliche details die Minichamps nicht hatte.), so das die Modellautos selbst für die Sammler wieder interessant wurden, die diese bereits von Minichamps hatten.
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Alt 12.04.2016, 23:30   #6   nach oben
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So, Freunde - Nummer 1 der Ferrari F1 Collection ist heute erschienen !

Bin schon mächtig im Archiv unterwegs, um die Geschichten zur Geschichte des Ferrari D50 auszugraben...

In Kürze dann Details und viiiele Bilder !

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Alt 13.04.2016, 19:00   #7   nach oben
Wolf55
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Schade, dass man die PANINI F1 Serie nicht online bestellen kann. Die akzeptieren nur max. 25 Buchstaben als Email-Adresse.
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Alt 13.04.2016, 21:13   #8   nach oben
Engineer
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Ausgabe 1:
Ferrari D50 - Juan Manuel Fangio / 1956




ATLAS-Modell / Juan Manuel Fangio / Ferrari Lancia D50 / GP Deutschland 1956


Das Datenblatt aus dem ATLAS-flyer zum Modell

Die Geschichte des Ferrari Lancia D50 beginnt schon im Jahr 1954 -
die Turiner Autoschmiede LANCIA entschließt sich,
den hauseigenen Formel 1-Boliden namens "D50" noch im letzten Rennen der Saison '54
an den Start gehen zu lassen.

Man hat Großes vor und verpflichtet die damaligen Spitzenfahrer
Alberto Ascari und Luigi Villoresi.

Die Premiere im Oktober beim "Großen Preis von Spanien" ist -
zumindest anfänglich - ein voller Erfolg:
Ascari holt die Pole, fährt die schnellste Runde im Rennen...
aber schon in der 10.Runde gibt die Kupplung ihren Geist auf !

Unter der Aluminiumhaut des Lancia D50 werkelt ein 2,5-Liter-Achtzylinder und
treibt den Wagen (Gesamtgewicht 600 kg) mit 260 PS voran.

Damals sensationell ist die tragende Struktur des Motorblocks,
der gleichzeitig das Fahrwerk stabilisiert -
dies sollte später das Standardmerkmal aller Rennwagen werden.
Der Motor ist diagonal im Chassis montiert und die Kardanwelle führt seitlich am
Fahrer vorbei - so sitzt der Fahrer tiefer und der Schwerpunkt des Wagens ist optimaler.
Die Treibstofftanks befinden sich rechts und links zwischen den Rädern und gewährleisten
dadurch jederzeit eine optimale Gewichtsverteilung.


RBA-Modell / Lancia D50 / Alberto Ascari / GP Monaco 1955

In den ersten beiden Rennen der 1955er Saison steht zwar Stammfahrer Ascari wiederum in der ersten Startreihe,
kann aber aufgrund von (glimpflich ausgehenden) Unfällen nicht punkten.

Spektakulär ist sein Unfall vor allem beim 2. Lauf am 22. Mai 1955:
Beim "Großen Preis von Monaco" kommt Alberto nach 80 Runden von der Fahrbahn ab
und versenkt seinen D50 im Hafenbecken von Monte Carlo...



Vier Tage später testet er privat einen Ferrari-Sportwagen in Monza.
Aus unerklärlichen Gründen kommt er von der Strecke ab, überschlägt sich und erleidet tödliche Verletzungen.

Die Lancia-Führung verliert daraufhin die Lust am Motorsport und verschenkt (!!)
seine Rennabteilung an Enzo Ferrari.
Sechs Werkswagen vom Typ D50 werden mit Ersatzteilen am 26.Juli 1955 der Scuderia übergeben...


IXO-Modell / Juan Manuel Fangio / Ferrari Lancia D50 / GP Deutschland 1956

1955 ist ein trauriges Jaht für Ferrari -
gegen die Mercedes-Silberpfeile kommen die Squalo-Vierzylinder nicht an..
Als dann die erfolgreichen Lancia-Wagen plötzlich vor der Tür stehen,
konzentriert sich die Scuderia schnell darauf, den D50 für den Einsatz 1956 weiterzuentwickeln.

Mercedes-Benz ist 1956 nicht mehr von der Partie und der Ex-Silberpfeil-Fahrer
Juan Manuel Fangio greift nun für Ferrari in's Steuer des runderneuerten
Ferrari Lancia D50.
Der von Lancia konstruierte V8-Motor hat nun 265 PS,vier obenliegende
Nockenwellen und vier Doppelvergaser.

In Maranello hat man die seitlichen Tanks in die Karosserie einbezogen,
so daß diese Behälter nun eine Einheit mit der Hauptstruktur des Wagens bilden.
Die vorderen Blattfedern werden durch Schraubenfedern ersetzt und auch
an der Hinterachse sind Modifikationen zu finden.
Die Tanks sind jetzt wieder im Heck eingebaut und nachdem die Ferrari-Techniker auch das Fahrgestell angepasst haben,
bleibt von den Lancias fast nur die Auspuffanlage übrig...



Um den teuer eingekauften Fangio (12 Millionen Lire;damals 150.000 DM) zu Höchstleistungen
zu treiben, nimmt Commendatore Enzo einige junge "Heißsporne" unter Vertrag:
neben den beiden Stammfahrern Fangio und Collins steigen noch sieben (!!) weitere Piloten
in's Cockpit des Ferrari Lancia D50.

Der Weg für Fangio zum WM-Titel wird für den Argentinier wahrlich kein Spaziergang:
Er siegt zwar zusammen mit Musso beim ersten Lauf in Argentinien,
in Monaco siegt jedoch Maserati-Pilot Stirling Moss und Teamkollege Collins triumphiert in Belgien -
bei Fangio kollabiert in Spa das Differential im letzten Drittel des Rennens.

Fangio's Nerven liegen blank und hinter vorgehaltener Hand spricht er sogar von Sabotage.
In Spa sucht er nach dem Rennen die Piste nach dem Getriebeöl seines Ferraris ab und
findet auf dem Asphalt keinen Tropfen - wurde er ohne Öl in's Rennen geschickt ???

Beim darauffolgenden Frankreich-GP in Reims startet Fangio aus der ersten Reihe,
kann aber durch Probleme mit der Kraftstoffzufuhr nur einen vierten Platz belegen ;
die Ehe Fangio - Ferrari scheint zerüttet.

Fangio lässt sich danach für zehn Tage krankschreiben ("zerüttetes Nervenkostüm") -
Enzo Ferrari kocht vor Wut und verlangt ein Gegengutachten von einem Arzt seiner Wahl...




Aus dem Flyer zum ATLAS-Modell

Zwei Wochen später erringt Fangio beim "Großen Preis von Großbritannien" in
Silverstone nach drei Stunden Fahrzeit einen grandiosen Sieg vor dem zweitplazierten D50 mit Collins und de Portago im Wechsel am Steuer.
Wie hart dieses Rennen ist, zeigt die Ausfallquote:
von 28 gestarteten Wagen bleiben 17 auf der Strecke.

Dann kommt im August 1956 der Ausflug in die "grüne Hölle" der Eifel....

Modellversion:
Großer Preis von Deutschland -
7.WM-Lauf auf dem Nürburgring, 5.August 1956




Der Große Preis von Deutschland 1956 ist das vorletzte Rennen der F1-Weltmeisterschaft 1956.
Die Fahrerweltmeisterschaft ist zu diesem Zeitpunkt noch offen und
noch elf Fahrer haben zumindest theoretische Chancen, diesmal Weltmeister zu werden.

In der Fahrerwertung führt Peter Collins/Ferrari mit einem Punkt Vorsprung auf Juan Manuel Fangio/Ferrari
und vier Punkten Vorsprung auf Jean Behra auf Maserati.

Ferrari reist mit sieben Piloten und fünf Rennwagen zum Ring und
schon im Training demonstriert Fangio eindrucksvoll seine fahrerischen Qualitäten.
Er erzielt auf Anhieb die beste Zeit mit 9 min.25,8 = 145,9 km/h ,
hat allerdings bei dieser Rekordrunde nur 30 Liter Sprit im Tank...

Teilweise herrscht an diesem Wochenende das typische verregnete Eifelwetter;
am Renntag ist es zwar kühl, aber wenigstens trocken.
Das Rennen auf dem 22,8 km langen Kurs geht über 22 Runden und
diesmal wird weit mehr als "nur" drei Stunden Fahrzeit eingeplant.

Die Ferrari-Piloten belegen die vorderen Startplätze und nur Stirling Moss steht
einsam mit seinem Maserati inmitten der roten Übermacht.
Fangio übernimmt bereits in der Startrunde die Spitze und wird sofort stark bedrängt vom Teamkollegen Collins;
dicht gefolgt vom Maserati-Piloten Moss.

Doch schon Ende der 9.Runde muss Collins wegen Bruch einer Benzinleitung an die Box und
Fangio setzt sich mit 18 Sekunden Vorsprung deutlich von Moss ab.

Der Ferrari-Rennleiter holt in den nächsten Runden seinen jungen Piloten de Portago an die Box und
lässt ihn den Wagen an Peter Collins übergeben.
Schon nach wenigen Runden liegt dieser wieder auf dem dritten Platz...
Doch schon wenig später übernimmt sich Peter bei seiner Verfolgungsjagd auf Moss und
wirft den Ferrari im Streckenabschnitt Brünnchen von der Bahn !
Damit wäre nur noch ein Werks-Ferrari im Rennen - nämlich Fangio,
dem mit 20 Sekunden Abstand Stirling Moss folgt.

Doch Moss ist ein zweiter Platz mehr wert als eine riskante Jagd auf den Sieg.
In der Reihenfolge Fangio-Moss-Behra (beide auf Maserati) geht das Rennen zu Ende.
Nur fünf von neunzehn gestarteten Fahrer erreichen nach fast vier Stunden das Ziel und
Fangio fährt die 501,82 km-Distanz mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 137,8 km/h.

46 Sekunden nach Fangio's Passieren der Zielline folgt Moss und
nach langen sieben Minuten kommt Behra auf Platz drei..
unglaublich für heutige Verhältnisse !

https://www.youtube.com/watch?v=KsGx0voy7aY
What we miss … front row action and sound !



Beim letzten Lauf in Monza geht es danach um die Entscheidung.
Fangio führt mit 30 Punkten vor Collins und Behra mit je 22 sowie Moss mit 19 Punkten.
Im Rennen rollt Fangio dann Ende der 19.Runde an die Box:
das linke Vorderrad flattert lenkungslos - ein Spurstangenschaden.
Fangio steigt zunächst aus, die Mechaniker reparieren den Lenkungsdefekt und
Castellotti übernimmt den Wagen des Argentiniers.

Nach dreißig Runden soll eigentlich Musso seinen Wagen an Fangio übergeben,
doch entgegen aller Abmachungen weigert dieser sich und fährt weiter.
Doch Peter Collins folgt wenig später der Aufforderung des Ferrari-Rennleiters und
übergibt seinen Ferrari an Fangio.
Dieser erreicht hinter Stirling Moss den zweiten Platz und wird 1956 zum vierten Male Weltmeister der Formel 1.

Juan Manuel Fangio trennt sich nach all dem Mißtrauen zwischen ihm
und der Scuderia von Ferrari und wechselt 1957 zu Maserati -
nur um dort ebenfalls wieder Weltmeister zu werden.


Mein ganzer Stolz - ein originales Autogramm von Fangio

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Noch ein paar Modellvergleiche:


BRUMM-Modell / J.M.Fangio / Ferrari Lancia D50 / GP Großbritannien 1956

Qualitiativ vergleichbar mit der ATLAS-Edition:
das BRUMM-Modell mit Fahrer



Man beachte die Nase von Fangio....

--------------------------------------------------------------------------


MATTELL-Modell /J.M.Fangio / Ferrari Lancia D50 / GP Großbritannien 1956

Die Referenz: top Qualität und super Detailtreue bei MATTEL



--------------------------------------------------------------------------

Die Cockpits:


MATTEL-Modell


BRUMM-Modell


ATLAS-Modell

--------------------------------------------------------------------------


Das 1:43er Trio

Geschafft - das war Teil 1 der ATLAS-Ferrari-Collection !

Geändert von Engineer (14.04.2016 um 00:46 Uhr)
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Alt 14.04.2016, 08:29   #9   nach oben
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Wieder ein Klasse-Beitrag von Dir.

Ja, das waren noch Zeiten!
Damals hatten die Fahrer noch den wesentlichen Anteil am Erfolg der Fahrzeuge bzw. Teams. Allerdings konnten auch damals nur gute Fahrer mit guten Fahrzeugen - später waren dazu noch gute Reifen erforderlich - gewinnen oder Weltmeister werden.
Das hat sich leider komplett verändert. Fahrer machen derzeit max. 5 % am Erfolg aus - einzige Ausnahme: Regenwetter.
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Alt 14.04.2016, 08:50   #10   nach oben
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Jörg, wie von Dir gewohnt, eine außergewöhnlich gute und ausführliche Darstellung des Modells und des Originals!
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Alt 14.04.2016, 20:23   #11   nach oben
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Es freut mich, dass meine Ausführungen gefallen haben !
Wie es scheint, gibt's auch für die älteren Ferrari-Boliden der Formel 1
mehr Fans hier als für die Wagen der aktuellen Szene..

Die "goldenen" sechziger und siebziger Jahre des Motorsports sind ja
eigentlich auch so meine Welt !


Der hier ist zwar auch rot, ist aber ein Maserati...
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Alt 05.05.2016, 23:22   #12   nach oben
MassaFan
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zwar nicht ausm Abo, aber...

... meine fast komplette Ferrari F1 History Sammlung in zwei Sora HO Vitrinen.
Hoffe es stört hier nicht sonst nehm ichs wieder raus.













Im Moment fehlt mir noch der 1973 312 B3 sowie der 156 aus 1963 dann bin ich zumindest fürs Erste aktuel.
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Alt 06.05.2016, 08:39   #13   nach oben
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Tolle Sammlung

Aus dieser Entwicklungs-Historie kann man gut ersehen, welchen minimalen Charme die mit Werbung zugepflasterten heutigen Einheitsbrei-Boliden verströmen.
M.E. mit einer der Gründe für den Niedergang der Formel 1.
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Alt 26.05.2016, 14:07   #14   nach oben
Engineer
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Ausgabe 2:
Ferrari F2004 / Michael Schumacher 2004






Jeden Monat wird nur ein Modell vom ATLAS-Verlag geliefert-
hier nun endlich die zweite Ausgabe.
Wenn wirklich über 70 Ferrari-Modelle geplant sind, wird das hier eine langjährige Angelegenheit...

Modellversion:
Großer Preis der USA -
9.WM-Lauf in Indianapolis, 20.Juni 2004


In seiner neunten Jahr für Ferrari dominiert Michael Schumacher zur Halbzeit der WM-Saison 2004 klar -
von neun Grand Prix hat der Rheinländer bisher acht gewonnen.

Der Ferrari F2004 aus Maranello beeindruckt durch Leistung, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit.
Der V10-Motor bringt 865 PS und muss pro Grand Prix mindestens 800 Kilometer durchhalten,
denn laut neuem Reglement darf dieser während eines Renn-Wochenendes nicht mehr gewechselt werden.

Der F1-Troß reist im Juni 2004 nach Nordamerika in die Hauptstadt des Bundesstaates Indiana zum Indianapolis MotorSpeedway.
Unverändert ist auch in diesem Jahr die Formel 1 in den USA eine "Randsportart",
welche nur von einer Minderheit ernst genommen wird.

Der harte Kern der amerikanischen Fans verzeiht es der Exoten-Truppe mit Namen Formel 1 großzügig,
dass sie den merkwürdigen gemixten Kurs aus Teilen des berühmten Ovals und der winkligen Infield-Passage fahren.
Fast alle würden es viel lieber sehen, wenn auch die F1-Piloten ihr Können auf der Original-Indy 500-Piste
mit ihren vier Linkskurven pro Runde zeigen könnten...



Die "Roten" beherrschen auf Anhieb die Trainingssitzungen und Schumi's Teamkollege Rubens Barrichello steht nach dem Samstag-Qualifying
erstmalig in dieser Saison auf Platz 1 der Startaufstellung.

Die zweite Startreihe belegen überraschenderweise die beiden BAR-Honda-Piloten Sato und Button;
dicht gefolgt von den beiden blau-weißen Williams-BMW von Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher.

Kurz bevor dann am Rennsonntag das Grünlicht den Start in die Formationsrunde freigibt,
bricht rund um Montoya's Boliden jedoch Hektik aus -
der externe Anlasser lässt sich nicht am Getriebe des Williams FW26 andocken !
Juan Pablo rennt zu seiner Crew, steigt in den Ersatzwagen und startet anschließend aus der Boxengasse - vergebliche Müh',
denn dies ist nach dem Aufleuchten der grünen Ampel schon illegal und hat die Disqualifikation des Williams-Piloten zur Folge
(....dies erfährt dieser allerdings erst in Runde 58 !).

Schon in der ersten Kurve des ehrwürdigen Brickyards eliminieren sich vier Teilnehmer und das Safety-Car kommt für fünf Runden zum Einsatz.
Nach acht Umläufen führt Michael Schumacher mit einem Vorsprung von 0,9 Sekunden vor seinem Teamkollegen "Rubinho";
gefolgt vom Renault eines weiteren Formel 1-Weltmeisters.
Fernando Alonso kommt aber mit seinem R24 nur bis Runde Neun, denn nach einem geplatzten Hinterreifen landet der Spanier in der Begrenzung...

Über einen Mangel an Action können sich die Amis nicht beschweren,
denn Runde 10 bringt den nächsten dramatischen Zwischenfall.
"Ralle" Schumacher verliert in der Zieleingangskurve wegen eines Reifenschadens hinten links die Kontrolle über sein Fahrzeug -
mit über 300 km/h schlägt der Williams nach einem 180-Grad-Dreher rückwärts gegen eine Begrenzungsmauer !

https://www.youtube.com/watch?v=k7LMwok-A80

Rettungskräfte kümmern sich sofort um den Unfallfahrer -
später wird im Hospital eine schwere Gehirnerschütterung und eine starke Rückenprellung festgestellt.
Bruder Michael nutzt die erneute Safety-Car-Phase zum Vorziehen des Service-Stopps an seinem Ferrari und erst zu Beginn des 20. Umlaufs
dürfen die Piloten nach Abzug von Bernd Mayländer im "SC" wieder Gas geben.

"Schumi" hat trotz Boxenstop seinen ersten Platz behalten und wird nun stark vom BAR-Duo Sato und Button attackiert.
Jenson Button schiesst jedoch nach 24 Runden vor seiner Box gut einen Meter über den markierten "Service Point" und bezahlt dies mit einer Sekunde Zeitverlust -
in Runde 27 folgt dann das engültige Aus aufgrund eines Getriebeschadens.

Nach knapp 60 von 73 Runden lautet die Reihenfolge Michael Schumacher-Rubens Barrichello-Juan Pablo Montoya.
Die hektischen Ereignisse am Vorstart durch den Williams-Piloten werden nun -längst überfällig- geahndet:
Der Kolumbianer bekommt die schwarze Flagge gezeigt ;
das Zeichen der Disqualifikation.

Somit "erbt" der zweite BAR-Fahrer Takuma Sato mit über 22 Sekunden Rückstand zu den beiden Ferrari-Piloten
den dritten Platz in der Endwertung des dramatischen Rennens.
Sieger Michael Schumacher besucht seinen Bruder noch am Sonntagabend nach dem Rennen und ist froh,
dass Ralf den Crash relativ unbeschadet überstanden hat.

"Rubinho" freut sich zwar über acht weitere WM-Zähler,
ärgert sich aber trotz alledem auch etwas:
"Heute hätte ich siegen können.
Leider war der Reifendruck hinter dem Safetycar etwas zu sehr gesunken
und ich konnte Michaels Attacke beim Neustart nicht mehr abwehren..."




Der Formel 1-Zirkus beendet damit seine Amerika-Tournee und kehrt anschließend nach Europa zurück.
Nach fünf weiteren Siegen und mehreren zweiten Plätzen wird Michael Schumacher
mit 148 WM-Punkten zum siebten und letzten Mal Formel-1-Weltmeister...


Autogrammkarte des damaligen Schumacher-Sponsors DEKRA

Das ATLAS-Modell des Ferrari F2004 hat mich diesmal nicht so sehr bezüglich der Detailtreue überzeugt -
eigentlich ist IXO da in der Regel qualitativ besser.



Hier einige der Fehler am Modell:


1 - der oberer Spoiler ist am Original breiter und weiß lackiert;
die Kamera ist nicht durchgängig schwarz
2 - am Frontspoiler fehlt beidseitig der Sponsorschriftzug SHELL;
am Bug fehlt der seitliche Schriftzug "FerrariWorld.com"
3 - sämtliche Namenszüge und Sponsoraufkleber am Cockpitrand fehlen
4 - der Staudruckmesser fehlt
5 - das Vodafone-Logo an den Rückspiegeln fehlt beidseitig

Leider lässt sich in Fragen Farbgebung an einzelnen Bauteilen und Baugruppen
die Liste noch etwas fortsetzen


Das Original "in action"
(Quelle:http://www.f1-fansite.com/)

Wie man es besser macht, zeigt uns der damalige "Ferrari-Modellbauer" MATTEL mit seiner Version des "F2004" aus dem Jahre 2005:





Obwohl das Metall- Modell nun schon über zehn Jahre alt ist,
kann es durchaus qualitativ mit den aktuellen Resine-Versionen von beispielsweise SPARK mithalten -
o.k., die Tabakdecals waren auch damals nicht mit dabei...

Abschließend noch der Vergleich der beiden Modelle in Formation:
ich will hoffen, dass das nächste ATLAS-Modell wieder besser wird !


Links die ATLAS/IXO-Version und rechts die "betagte" Ausgabe von MATTEL

Geändert von Engineer (26.05.2016 um 16:34 Uhr)
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Alt 12.06.2016, 15:19   #15   nach oben
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Ausgabe 3:
Ferrari 156 / Wolfgang Berghe von Trips 1961






Von 1961 bis 1965 werden die "Großen Preise" der Formel 1-Weltmeisterschaft
durch Rennwagen mit einem Hubraum von max.1500 ccm ausgetragen.

Erstmals verlangt man ein Mindestgewicht, denn die superleichten englischen Konstruktionen von 1960 haben gezeigt,
dass der auf die Spitze getriebene Leichtbau schwerwiegende Folgen hat:
Alan Stacey und Chris Bristow kommen beim GP von Belgien in Spa 1960 um's Leben und
Harry Schell rutscht beim Training für ein nicht zur Weltmeisterschaft zählendes Rennen in Silverstone
auf regennasser Fahrbahn von der Strecke und verunglückt tödlich.

Das komplette Fahrzeug mit Reifen, Öl und Wasser (aber ohne Treibstoff) muss nun mindestens 450 Kilogramm wiegen;
Ballast wird nicht mehr erlaubt.
Die Motoren müssen einen Hubraum zwischen 1,3 und 1,5 Liter haben und mit handelsüblichen Superbenzin versorgt werden -
eine Aufladung ist nicht mehr zulässig.

Wesentliche Sicherheitsbestimmungen treten in Kraft:
die Wagen müssen nun über einen automatischen Anlasser und einen Stromkreisunterbrecher verfügen;
ein doppeltes Bremssystem sowie ein Überrollbügel werden obligatorisch.
Die Räder müssen ab sofort frei stehen und Vollstromlinienkarosserien a la Mercedes W196 sind damit F1-Geschichte.



Der Ferrari 156 mit Sechszylindermotor von 1,5 Litern Hubraum ist die absolute Erfolgskontruktion der Saison 1961.
Das Fahrzeug ist eine überarbeitete Version der vorjährigen Formel 2-Modells mit gleich großem Hubraum und
weist vorn eine zugespitzte, haifischähnliche Verschalung mit zwei Öffnungen auf -
der "Squalo" mit der "Sharknose" gewinnt fast alle Rennen !

Der von Ingenieur Carlo Chiti konstruierte Motor besitzt zwei Weber-Dreifachvergaser und leistet ca. 190 PS bei 9500 U/min.
Das Fünfgang-Getriebe beschleunigt den Wagen bis auf 260 km/h und erweist sich damit den englischen Konstruktionen mehr als ebenbürtig -
der Lotus 18 von Colin Chapman mit Vierzylinder-Climaxmotor bringt es 1961 beispielsweise nur auf 155 PS.....

Modellversion:
Großer Preis von Großbritannien -
5.WM-Lauf in Aintree, 15. Juli 1961






" Der '14. R.A.C. British Grand Prix ' auf dem 4,8 Kilometer langen mittelschnellen Kurs
von Aintree bei Liverpool ist als 'das Trips-Rennen' in die Grand-Prix-Geschichte eingegangen.

30 Wagen der Werks-Mannschaften von Ferrari, Porsche, Cooper, Lotus und
BRM, aber auch von Privatrennställen, stehen am Start.
Nur eine Sekunde differieren die Trainings-Rundenzeiten der zehn schnellsten Fahrzeuge.
Vier Fahrer weisen gar die gleiche Zeit für die schnellste Runde mit 1:58,8 Minuten auf:
Joakim Bonnier (Porsche), Wolfgang Berghe von Trips, Richie Ginther und Phil Hill (alle auf Ferrari).
Moss (Lotus) ist 0,2 Sekunden langsamer und nimmt Startposition 5 ein.

Kurz vor dem Start setzt Regen ein.
In aller Eile werden die Reifen der Wagen gewechselt und so sind die bis zum Start
verbleibenden fünfzehn Minuten von Hektik geprägt.
Vom Start weg liegen drei Ferraris, allen voran Phil Hill, an der Spitze;gefolgt von Stirling Moss auf Lotus.
Richie Ginther dreht sich in der 6.Runde und muss Moss,
der dadurch an die dritte Stelle vorrückt, vorbeilassen.

In der 7. Runde setzt sich Graf Trips vor Phil Hill, der kurze Zeit später auch von Moss überholt wird
und auf die dritte Position zurückfällt.



Graf Trips und Stirling Moss können sich vom übrigen Feld absetzen.
Für den Versuch, näher an Graf Trips heranzukommen, muss Stirling Moss mit einem Dreher zahlen,
der den Abstand auf 8 Sekunden vergrößert.

Mehr als die Hälfte der 75 Runden sind zurückgelegt,als der Regen aufhört.
Stirling Moss hat seine Bremsen zu stark strapaziert,
muß an die Boxen und auf einen anderen Wagen umsteigen.
Ohne Erfolg...

Wolfgang Berghe von Trips heißt nach 2:40:53,6 Stunden und 362 Kilometern
der Sieger des Rennens und erst 47 Sekunden nach ihm fahren Phil Hill,
Richie Ginther, Jack Brabham auf Cooper und Joakim Bonnier auf Porsche über die Ziellinie....

Der Sieg bringt Graf Trips (27 Punkte) wieder an die Spitze der WM-Wertung
vor Phil Hill (25), Richie Ginther (16) und Stirling Moss (12)."

(Quelle des Rennberichts:
J.Födisch/R.Louis: "Graf Berghe von Trips - eine deutsche Rennfahrerkarriere" )




Aus dem ATLAS-Flyer zum Modell

Das Titelduell zwischen von Trips und seinem Teamkollegen Phil Hill
endet am 10.September 1961 in Monza....

Wikipedia.de schreibt dazu:
"Als Führender der WM-Wertung, der zum Gewinn der Weltmeisterschaft nur noch einen einzigen Sieg benötigte,
verunglückte Berghe von Trips im September 1961 beim Großen Preis von Italien in Monza
nach einer Kollision mit Jim Clark in der zweiten Runde bei der Anfahrt zur Parabolica-Kurve tödlich.

Bei diesem auch als „schwarze Stunde der Formel 1“ bezeichneten Unfall schleuderte
der Ferrari 156 des Berghe von Trips auf den seitlichen Erdwall der Geraden vor der Kurve
und prallte gegen die Drahtabzäunung vor den Zuschauern,
wobei 15 Personen getötet und 60 weitere verletzt wurden.
Berghe von Trips wurde dabei aus dem Rennwagen geschleudert und
war durch einen Genickbruch sofort tot.

Teamkollege Phil Hill gewann das Rennen und wurde später Weltmeister
mit 34 Punkten vor Berghe von Trips mit 33 Punkten.
Dritter wurde Stirling Moss mit 21 Punkten. "

--------------------------------------------------------------------------

Noch ein paar Ferrari 156/v.Trips-Modellvergleiche:



Optisch führend in meiner Sammlung der Trips-Ferrari's ist zur Zeit das Modell von QUARTZO in der Version
"Großer Preis von Italien - Monza, 10.September 1961."
Zwar gibt's auch bei diesem 1:43er noch fehlende Details wie das Ferrari-Logo auf dem Lenkrad,
aber zumindest die Fahrerfigur ist doch recht gut gelungen.


Quartzo-Modell / W.von Trips / Ferrari 156 / GP Italien 1961



Modellhersteller BRUMM kann da mit seiner Version
"Großer Preis der Niederlande - Zandvoort, 22.Mai 1961" nicht ganz mithalten.
Das Modell wirkt recht klobig und "gestaucht", hat aber auch ein "Highlight":
ein DUNLOP-Schriftzug auf den Reifen !
Ich bezweifele jedoch, dass mit diesem Firmenlogo auf den Gummis in Holland jemals auch gefahren worden ist....


BRUMM-Modell / W.von Trips / Ferrari 156 / GP Niederlande 1961



Bei der Cockpit-Gestaltung hat überraschenderweise das ATLAS-bzw. IXO-Modell die Pole-Position -
da ist das Ferrari-Logo an der richtigen Stelle:



Die QUARTZO-Version dagegen hat ein recht simpel gestaltetes Armaturenbrett
und das "springende Pferd" fehlt leider auch noch auf dem Lenkrad



BRUMM fällt völlig "aus dem Rahmen":
ein silbernes Lenkrad (ich habe es nur schon schwarz gepinselt),
einen seltsamen aussenliegenden Stoßdämpfer an der Vorderachse,
ein mieses Armaturenbrett und ein schwarzer Sitz .....geht gar nicht....




--------------------------------------------------------------------------

Die Referenz -
der Ferrari 156 in 1:43 von MATTEL


Das Highlight der 1:43er Ferrari's aus 1961 kommt wiedermal von MATTEL -
leider ist es aber nicht der Wagen des Reichsgrafen,
sondern der Ferrari 156 des Weltmeisters Phil Hill in der Version
"Großer Preis von Italien-Monza, 10. September 1961"


MATTEL-Modell / Phil Hill / Ferrari 156 / GP Italien 1961




Ein sehr detailreich gestaltetes Cockpit beim MATTEL-Modell ....
ich habe extra im Archiv gewühlt -
der Fahrersitz war wirklich auch beim originalen Wagen ganz in Blau



Auch ein DUNLOP-Schriftzug auf den Reifen ist nicht beim Original in Monza 1961 zu finden...


Einfach nur geil...das "Nummernschild" zwecks "Fahren auf öffentlichen Straßen" !!


Der Hingucker - die "Haifischnase"

Wäre schon, wenn der Markt auch mal irgendwann ein perfektes 1:43er Modell des Trips-Ferrari bieten könnte....

Geändert von Engineer (16.06.2016 um 14:26 Uhr)
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Alt 16.06.2016, 14:26   #16   nach oben
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Okay...kurze Auszeit !

Geändert von Engineer (17.06.2016 um 19:49 Uhr)
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Alt 25.07.2016, 16:16   #17   nach oben
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Weiß zwar nicht obs hilfreich ist aber falls jemand anfangen möchte hier gibts ein recht interessantes Angebot

http://www.ebay.de/itm/Official-Ferr...MAAOSww9VXgM4y
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Alt 31.07.2016, 19:41   #18   nach oben
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Ich hätte da noch ne kleine Anmerkung zu deinem F2004 Beitrag. Der kleine Flügel hinter der Kamera ist nur dann weiß wenn die Marlboro Sponsoren fehlen. Bei Rennen bei denen mit Sponsoring gefahren wurde ist der Flügel rot. Also ist sowohl das Atlas Model ohne Marlboro Werbung wie auch dein Umbau des Hot Wheels Models nicht korrekt. Eine Mischung aus beidem bietet so weit ich weiß nur das Elite Model mit nachträglicher Beklebung.
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Alt 10.08.2016, 14:41   #19   nach oben
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Ja, du hast recht...jetzt weiß ich endlich,
wohin die restlichen decals gehören....

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Alt 10.05.2018, 12:22   #20   nach oben
aks210
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Noch aktuell oder pleite?

Hat evtl. jemand Informationen, ob diese Serie sich noch in Auslieferung befindet? Zu Beginn bekam ich pünktlich alle 14 Tage ein Modell geliefert. Auf das letzte Fahrzeug habe ich schon 4 Wochen gewartet, seitdem ist nun fast drei Monate nichts mehr geliefert worden. Da ich erst 25 Formel 1 Renner besitze muss da doch noch was kommen, oder?
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