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Alt 15.05.2015, 16:44   #61   nach oben
MassaFan
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Hallo Jörg,

wollte hier mal meinen Respekt zum Ausdruck bringen für deine Sammlung. Hatte mal sowas in 1/18 vor aber dann auf Grund von Modelmangel irgendwann verworfen. Im Moment bin ich noch am komplettieren meiner Ferrari F1 Sammlung im Maßstab 1:43 wobei es nur noch ein paar wenige gibt die ich noch brauche hab ja schon an die 50 Stück. Bei Bedarf poste ich mal ein Bild
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Alt 17.05.2015, 17:21   #62   nach oben
Engineer
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Update WM-Saison 1970

@ Patrick: Danke für "die Blumen" und viel Erfolg bei deiner Ferrari-Sammlung !
Auch ich habe es aufgegeben, 1:18-Modelle zu sammeln. Erstens aus Preisgründen und zweitens habe ich schlicht und einfach keinen Platz mehr.
Ich habe fünf Vitrinen mit 1:43er Formel-1-Modellen und auch dort ist ständig "Bewegung" 'drin

Hier zum Beispiel ist eine Ergänzung zur WM-Collection 1970:
Der Lotus 72C Ford von Jochen Rindt aus dem Hause MINICHAMPS. Das Modell ist mittlerweile recht rar auf dem Markt,kam schon 2006 heraus und wurde sogar mit "Gold Leaf"-Tabakwerbung verkauft...
Die Startnummer 2 hatte Jochen eigentlich nur beim "Großen Preis von Deutschland" in Hockenheim, aber wenn man das Modell von QUARTZO vergleicht, gibt es schon heftige Unterschiede. Allein schon die Größe und Gestaltung des Heckspoilers......auch die Seitenkästen mit den Kühlern sehen verschieden aus. Welche Version kommt dem Original denn nun am nächsten ?? Ich tippe mal auf QUARTZO, wenn man mal die alten Fotos aus Hockenheim herauskramt.




Hier der Vergleich zwischen QUARTZO (rechts) und MINICHAMPS-man beachte den Unterschied bei den Heckflügeln !






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Alt 17.05.2015, 17:36   #63   nach oben
Engineer
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Update WM-Saison 1971

Auch für den Weltmeister des Jahres 1971 Jackie Stewart habe ich für seinen Tyrrell 003 Ford die Version von MINICHAMPS ergattern können. Das Modell kam Ende der 1990er Jahre heraus und sollte eigentlich schon letztes Jahr als Nachauflage nochmals auf den Markt kommen
Den Tyrrell 003 von QUARTZO mit der "blade nose" habe ich ja schon vorgestellt, hier ist die Version mit der "buff nose".
Mit der Startnummer 2 fuhr Jackie Stewart beim "Großen Preis von Deutschland" auf dem Nürburgring am 1.August 1971 einen souveränen 1.Platz heraus - dicht gefolgt vom Teamkameraden Cevert und dem Ferrari-Piloten Clay Regazzoni.








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Alt 17.05.2015, 17:54   #64   nach oben
groupracer
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finde Deinen Thread und die Idee dahinter sehr schön macht auch Spass, sich nochmal deine Saisonzusammenfassungen dazu durchzulesen.
v.a deine Spark F1-Modelle sind fein gemacht: Hab letztens die McLaren in 1:43 (ich glaub 69) sowie den neuen, grossen 1:18er McLaren ( 1968 o 69?) von Spark im Laden bestaunt: irre schönes Teil und schon verlockend, könnte damit aber nicht auch noch anfangen ... Die F1 ab Saisons 1966 bis Ende 70er find ich irgendwie am besten. Du hast aber unabhängig davon sicher auch noch ein paar "NichtWeltmeisterwagen" in Deiner F1-Sammlung, oder ?

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Alt 17.05.2015, 19:33   #65   nach oben
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WM-Saison 1975

It's Lauda-Time !
Bei Ferrari ist im Vorfeld der Saison 1975 Alarm angesagt. Niki Lauda spricht es zum Entsetzen der Tifosi frei heraus: "Der alte Wagen bietet uns keine Chance auf den Titel."
Ingenieur Forghieri nutzt die unerschöpflichen Ressourcen in der Ferrari-Schmiede und bringt rechtzeitig den Ferrari 312 T heraus.
"312" = 3 Liter Hubraum,12 Zylinder V-Motor; "T"= Transversale (querliegendes Getriebe).
Diese neuartige Getriebepositionierung bringt mehr Gewicht auf den Mittelpunkt des Wagens und verbessert so entscheidend die gesamte Balance des Autos.
Der Wagen hat als einziger im Feld noch den Rohrrahmen; allen anderen Teams setzten mittlerweile auf das Monocoque-Chassis.

Mit fast 20 Punkten Vorsprung im WM-Gesamtklassement wird Lauda überragender Weltmeister vor Fittipaldi (Mc Laren) und Reutemann (Brabham). Ferrari-Teamkollege Regazzoni siegt ausgerechnet in Monza und wird Fünfter im Endstand der Fahrer-WM.

Ich habe das Modell von MATTEL " Niki Lauda-3.Platz Großer Preis von Italien - Monza, 7.September 1975" in meiner WM-Collection.
QUARTZO brachte auch recht ansehnliche Modelle auf den Markt;genau wie MINICHAMPS auch von beiden Fahrern.


MATTEL Hot Wheels-Modell / N.Lauda / Ferrari 312T / GP Italien 1975








Der Vergleich: QUARTZO links, MATTEL rechts


Die QUARTZO-Modelle in Formation: Regazzoni (GP Italien) und Lauda (GP Frankreich)

WM-Ticker 1975:

Diesmal steckt Lotus in einer ausgeprägten technischen Krise. Der Lotus 76 von 1974 hatte sich nicht bewährt und verschwindet im Keller.
Man glaubt es kaum, aber der alte Typ Lotus 72 wird hervorgeholt (Debüt 1970) und mit einem wesentlich verlängerten Radstand versehen. Aber auch das bringt nichts-Peterson und Ickx mühen sich aussichtslos mit unterlegenem Material ab
Jacky Ickx wirft Mitte der Saison entnervt das Handtuch und verschwindet bei Lotus. Insgesamt beschäftigt Chapman 1975 sieben Fahrer und erringt magere 9 Punkte in der Kontrukteurswertung.


QUARTZO-Model l/ Ronnie Peterson / Lotus 72E / GP Schweden

Im September wird der neue Lotus 77 vorgestellt - wesentlich schmaler als sein Vorgänger und mit zugespitzter Front.
Das besondere Merkmal ist jedoch die Aufhängung: die Bremssättel sind hinten und vorn direkt am Chassis befestigt und an diesen Gußgehäusen sind die Querlenker angebracht. Man verspricht sich davon ein sehr schnelles Verstellen des Radstandes und der Spur, doch schon im nächsten Jahr ist auch diese Innovation vergessen.


SPARK-Modell / Vorderradaufhängung Lotus 77

Zu den erfolgreichen Marken zählt auch Brabham: Konstrukteur Gordon Murray hat für seine Fahrer Reutemann und Pace den Vorjahrestyp BT 44 modifiziert und den Brabham BT 44B bereitgestellt.
Die Seitenflanken sind derart steil gestaltet, dass extra ein Haltegriff nötig ist, damit die Fahrer das Cockpit verlassen können..
Teamboß Bernie Ecclestone gewinnt mit dem Getränkegiganten Martini & Rossi einen Sponsor, welcher Millionen in die bisher recht klamme Teamkasse spült.


MINICHAMPS-Model l/ C.Pace / Brabham BT 44B / GP Brasilien

Von 1975 an war auch Brasilien durch eine, wenn auch vorwiegend mit englischem Material realisierte Eigenkonstruktion in der F1 vertreten.
Der Copersucar FD01 wird von der Vereinigung der brasilianischen Zuckerrohrproduzenten finanziert und von Emerson Fittipaldis älterem Bruder Wilson gefahren. Aber der Wagen mit dem Cosworth-Aggregat kommt nie über eine Mittelfeldposition hinaus. Die Sensationsmeldung am Ende der Saison: Weltmeister Emerson verlässt Mc Laren und löst Bruder Wilson als Pilot bei Copersucar ab....


SPARK-Modell / Copersucar FD01 / W.Fittipaldi / GP Argentinien


Stehaufmännchen Frank Williams demonstriert den größten Geschäftssinn der Branche und lässt im Laufe der Saison insgesamt 10 zahlende Piloten in's Lenkrad seines Williams FW04 greifen.....

Der amerikanische PENSKE-Pilot Mark Donohue verunglückt beim Training zum Österreich-GP. Aufgrund eines Reifendefekts platzt der linke Vorderreifen und der MARCH dreht sich. Der Wagen durchschlägt die Fangzäune und reisst eine Werbetafel um. Das Rohrgerüst dieser Tafel trifft Mark am Helm und fügt ihm schwere Kopfverletzungen zu - drei Tage später stirbt der sympathische Amerikaner an einem Blutgerinsel im Hirn.

Der Österreich-GP in Zeltweg wird wegen Starkregens schon in der 29.Runde abgebrochen-totales Chaos ist wiedermal die Folge.Weil noch lange nicht die für die volle Punktezahl notwendige Zweidritteldistanz absolviert ist, erhalten die ersten sechs Piloten nur die halbe Punktzahl. Überraschungs"sieger" ist dadurch der "Gorilla von Monza" Vittorio Brambilla,welcher sein Glück nicht fassen kann. Prompt unterschätzt er bei der Ehrenrunde das noch vorhandene Aquaplaning und setzt seinen March 751
an die Leitplanken....


MINICHAMPS-Modell / March 751 / Vittorio Brambilla / GP Österreich 1975

Bei Tyrrell kommt der modifizierte Typ Tyrrell 007 mit Jody Scheckter und Patrick Depailler weiterhin zum Einsatz.Derek Gardner vereinfacht das Fahrgestell und versieht den Wagen vorn mit in den Rädern liegenden Bremsen; auch auf die hintere Torsionsstabfederung wird verzichtet.
Mit dem Autol holt sich Jody in Kyalami zwar einen großartigen Heimsieg, doch die "fetten Jahre" für Tyrrell sind vorbei - nur Platz 5 in der Endwertung.


SPARK-Modell / Tyrrell 007 / Patrick Depailler /GP Belgien

NEU: Das Hesketh-Team mit seinem einzigen Fahrer James Hunt feiert in Zandvoort/Holland den ersten Grand-Prix-Erfolg - der Trainingsschnellste Niki Lauda verpokert sich, als während des Rennens die nasse Fahrbahn unerwartet schnell abtrocknet und ein Wechsel auf Trockenreifen zuviel Zeit kostet.
James Hunt agiert takisch klug, als er schon in den Boxen auf Slicks umrüsten lässt - alle Attacken Laudas zum Ende des Rennens bleiben erfolglos und der Brite fährt mit über einer Sekunde vor Niki über die Zielgerade.
Auf der langen Geraden hat der Ferrari entweder zu wenig Leistung oder zu viel "Flügel....
Die Hesketh-Box und seine Lordschaft explodiert vor Glück- "when the playboys beat the big boys".
James Hunt ärgert auch in den nächsten Rennen die "big boys":
ein zweiter Platz in Frankreich und Österreich, ein 4. in Silverstone und Watkins Glen und ein fünfter Platz beim Italien-GP in Monza bringen den sympatischen Walliser auf Platz 4 der WM-Endwertung 1975.


Neu: SPARK-Modell / Hesketh 308C / James Hunt / GP Italien 1975


Das Original:






Geändert von Engineer (24.07.2015 um 21:05 Uhr)
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Alt 17.05.2015, 19:45   #66   nach oben
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Zitat von groupracer Beitrag anzeigen
finde Deinen Thread und die Idee dahinter sehr schön macht auch Spass, sich nochmal deine Saisonzusammenfassungen dazu durchzulesen.
v.a deine Spark F1-Modelle sind fein gemacht: Hab letztens die McLaren in 1:43 (ich glaub 69) sowie den neuen, grossen 1:18er McLaren ( 1968 o 69?) von Spark im Laden bestaunt: irre schönes Teil und schon verlockend, könnte damit aber nicht auch noch anfangen ... Die F1 ab Saisons 1966 bis Ende 70er find ich irgendwie am besten. Du hast aber unabhängig davon sicher auch noch ein paar "NichtWeltmeisterwagen" in Deiner F1-Sammlung, oder ?

Obwohl die Tastatur mittlerweile glüht, versuche ich ab jetzt die vorhandenen Modelle der Wagen der einzelnen WM-Jahre in meinem News-Ticker mit unterzubringen....gute Idee von dir !
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Alt 17.05.2015, 19:52   #67   nach oben
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Das motiviert mich, noch ein paar Modelle vorzustellen....
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Alt 18.05.2015, 21:09   #68   nach oben
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Ich genieße deine Bilder und die extra Infos!! Also...bitte weiter machen...👍
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Alt 21.05.2015, 00:18   #69   nach oben
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WM-Saison 1976 / Teil 1

Ausgerechnet in der ereignisreichen WM-Saison 1976 erwischte mich der "Formel-1-Virus". Ausschlaggebend war eigentlich der Film "Grand Prix" von John Frankenheimer, welchen ich im Sommer 1976 in einem Open Air-Kino auf einem Zeltplatz sah - seit diesem Zeitpunkt verfolge ich jede Saison. Ich werde die Saison auch in zwei Teilen darstellen,da ich so einige 1:43er Modelle vom Starterfeld habe.

Der Mc Laren M23 Ford mit James Hunt stand am Ende der Saison auf Platz 1 der Endwertung - nur knapp dahinter der Ferrari von Niki Lauda.
Mc Laren nahm die Saison mit den altgedienten M23 in Angriff.
Der Wagen war gründlich überarbeitet worden: eine neue Außenhaut der Zelle und andere gewichtssparende Maßnahmen, an der Hinterachse verrichteten neue untere Dreieckslenker statt der üblichen parallelen Querlenker ihren Dienst und ein neues Hewland-Getriebe wurde eingebaut.James Hunt und Jochen Mass hatten statt fünf Vorwärtsgängen nun sechs zur Verfügung - eine Spezialanfertigung nach Konstruktionsunterlagen von Mc Laren von Hewland und daher auch nur exklusiv für den englischen Rennstall.

Die ersten Rennen wiesen noch Fahrzeuge mit extrem hohen Lufthutze auf, welche aber ab dem Spanien-GP verboten wurde - auch das Modell von MINICHAMPS hat die flache modifizierte Hutze.
Der neue Ford-Cosworth DFV-Motor war immer noch der Alte: 8 Zylinder in V-Form, 2990 ccm Hubraum ,32 Ventile und 485 PS bei 10.600 U/min.


MINICHAMPS-Modell des Mc Laren M23 aus der zweiten Hälfte der Rennsaison:
auch die Position der hinteren Kühler wurde vom Team mehrfach modifiziert



Feines Detail am 1:43er Modell: die abnehmbare Motorhaube


Die Tabakdecals musste man sich natürlich extra besorgen...



News-Ticker 1976:


Zum ersten Male der Geschichte der Formel 1 stehen 16 Rennen auf dem Programm.Gefahren wird auf vier Kontinenten.

Das Team Hesketh ist Geschichte. Ein Teil des Hesketh-Materials übernimmt Frank Williams und die Fahrzeuge werden von Hesketh auf Williams umgetauft. Der Australier Walter Wolf tritt als Geldgeber für Williams auf - übernimmt dann aber das kleine Team samt Konstrukteur. Wieder bewegen fast 10 Fahrer während der Saison den Wagen; darunter auch relativ prominete Piloten wie Jacky Ickx und Arturo Merzario. Zum Saisonabschluß in Japan am Fuße des Fujiama nimmt Paydriver Masami Kuwashima zumindest für das Training am Freitag das Steuer des Wagens in die Hand. Seine Trainingszeit liegt fünf Sekunden hinter der Pole von Mario Andretti - Kuwashimas Sponsor zieht sich noch am gleichen Tag zurück.Williams ersetzt den Japaner daraufhin unverzüglich durch den Österreicher Hans Binder, der sich zwar für den 25. Startplatz qualifiziert , im Rennen aber mit technischem Defekt ausfällt.
1977 gibt es kein Team Williams, aber ab 1978 wird Stehaufmännchen Frank Williams für manche Überraschungen sorgen.


SPARK-Modell/ Williams FW 05 / Masami Kuwashima / Training GP Japan 1976

Ferrari fährt bis zu den Läufen in Europa noch das bewährte Vorjahresmodell 312T mit der hohen Lufthutze. Der Ferrari 312T2 debütiert beim GP von Spanien in Jarama und ist direkt vom Vorgänger abgeleitet. Der V12-Motor hat 500 PS bei 12.200 U/min, 2992 ccm Hubraum und 48 Ventile. Für Wirbel sorgen die "extrastarken" speziellen hinteren GOODYEAR-Reifen, welche das höhere Gewicht des Ferraris stemmen - eine Exklusivanfertigung der Ami's für den "Commendatore"


QUARTZO-Modell / Ferrari 312T / Niki Lauda / GP USA 1976


IXO-Modell / Ferrari 312T2 / Niki Lauda / GP-Saison 1976

Beim Großen Preis von Deutschland wird der private RAM-Brabham von Gastfahrer Rolf Stommelen vom Gerichtsvollzieher beschlagnahmt. Stammpilot Loris Kessel fordert sein ausstehendes Gehalt ein - Teamchef John Mc Donald hat die 300.000 Franken natürlich nicht zur Hand. Bernie Ecclestone vom Brabham-Werksteam hat Mitleid mit Rolf und borgt ihm den Ersatzwagen von Reutemann...

Nachdem das Team um Ken Tyrrell relativ erfolgreich die ersten Rennen der Saison im Vorjahresmodell Tyrrell 007 bestreitet ( 1x 2.Platz und 1x 3.Platz),kommt am 2. Mai in Spanien die technische Sensation der Rennsaison. Patrick Depailler wird mit einem sechsrädrigen Gefährt gesichtet - der Tyrrell P34 gibt sein Debütrennen. Die konventionelle Heckpartie bietet nichts Neues, aber die vordere Wagenhälfte hat zwei hintereinander angeordnete Achsen und und somit vier lenkbare Räder. Die sehr schmale vordere Spur und der kleine Durchmesser der Räder versprechen eine Verringerung des Luftwiderstandes - Doppelsieg der Tyrrell P34 in Schweden !
Die hohen gesetzten Erwartungen erfüllt der Wagen trotzdem nicht, denn die Stirnfläche des Wagens bleibt die gleiche wie bei einer konventionellen Konstruktion und die hinteren Reifen haben ja auch noch die normale Dimensionen...


SPARK-Modell / Jody Scheckter / Tyrrell 007 / GP Spanien 1976


QUARTZO-Modell / Patrick Depailler / Tyrrell P34 / GP Spanien 1976

Deutschland-GP, Nürburgring-1.August 1976: Aufhängungsbruch beim Ferrari 312T2 - Niki Lauda gerät in Runde 2 nach dem schnellen Linksknick vor dem Bergwerk von der Strecke.Sein Ferrari mäht auf der rechten Seite den doppelten Fangzahn nieder, wird 30 Meter weiter auf die Strecke zurückkatapultiert und dann noch von einem nachfolgenden Wagen gerammt.Der Ferrari brennt sofort - Niki Lauda verliert seinen Helm und wird ohnmächtig. Nachfolgende Piloten halten an Unfallstelle und bergen den schwerverletzten Lauda.
Alles weitere- siehe den grandiosen Film "RUSH"

Österreich-GP, Zeltweg-15. August 1976: Enzo Ferrari, die Graue Eminenz des internationalen Automobilsports,nimmt Niki Laudas Unfall als Anlaß zum Rückzug seiner Wagen für die restlichen Rennen der Saison.Er verleiht damit seiner Verbitterung über die undurchsichtigen Praktiken des derzeitigen GP-Geschäfts bis hinauf zur FIA ebenso Ausdruck wie seiner Fassungslosigkeit gegenüber den allzu voreiligen und vor allem ungerechtfertigten Angriffe auf sein Team am Nürburgring.

Zu den Spitzenfavoriten avanciert sich der bärtige Ire John Watson auf einem Penske PC04. Beim Österreich-GP kommt der Durchbruch: im Training ergattert er eine Position in der 1.Startreihe neben Favorit James Hunt. Watson gewinnt das Rennen mit über 10 Sekunden Vorsprung vor dem zweitplazierten J.Laffte - "Hunt the shunt" wird nur Vierter in diesem Rennen.


SPARK-Modell / John Watson / Penske PC04 / GP Österreich 1976


Ab dem Spanien-GP treten neue Vorschriften in Kraft, die vor allem die Weiterentwicklung der technischen Exzesse wie die schon erwähnten riesigen Lufthutzen verhindern sollen. Nun müssen die Boliden vor den Pedalen eine Knautschzone aufweisen,um bei einem Aufprall die Füße des Piloten zu schützen.In Höhe des Armaturenbretts muss das Cockpit ab sofort von einem zweiten Überrollbügel geschützt sein. Die Gesamtbreite des Wagens sowie der hinteren Räder wird neu definiert und die Front-und Heckflügel müssen näher am Chassis angebracht sein.

Analytiker gegen Playboy - Niki Lauda gegen James Hunt. Das Duell des Jahres ist an Brisanz kaum zu übertreffen.Die Saison steht ganz im Zeichen der fahrerischen und politischen Auseinandersetzungen zwischen Mc Laren und Ferrari. Disqualifikation von Hunt nach dem Sieg in Spanien (1,8 cm zu breit);Abbruch in England nach Massenkarambolage kurz nach dem Start - eigentlich dürfte Hunt nicht mehr am Neustart teilnehmen,aber der Veranstalter entscheidet anders; Eklat beim Italien-GP in Monza: Versetzung des Mc Laren-Team wegen angeblichen illegalen Sprits in die letzte Startreihe...das sind nur einige negative Highlights der Saison.

Teil 2 "WM-Saison 1976" folgt in Kürze !

Geändert von Engineer (24.05.2015 um 21:42 Uhr)
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Alt 21.05.2015, 09:16   #70   nach oben
tapio
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Wow! wieder tolle sachen dabei, besonders der McLaren.
Das andere Problem beim Tyrrell war glaub ich, dass die anderen Hersteller ihre Reifen über die Saison weiterentwickelten, diese Arbeit sich aber bei den kleinen nicht lohnte, weil die ja nur von einem einzigen Team verwendet wurden. Dadurch waren die kleinen Reifen am Ende der Saison einfach veraltet.
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Alt 24.05.2015, 20:53   #71   nach oben
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@tapio:
Da hast du vollkommen recht, denn im Jahr 1976 konzentrierte auch GOODYEAR (Monopolstellung !) seine Reifenentwicklung auf die Bedürfnisse von Ferrari und Mc Laren. Als neu entwickelte,konventionelle Vorder-und Hinterreifen dann eingeführt wurden, konnten die P34 die hinteren gebrauchen,aber es gab keine passenden 10-Zoll-Vorderreifen für sie. Daher mussten sie entweder gemischt fahren oder die veralteten Hinterreifen benutzen...
Im Nachhinein glaubte Konstrukteur Gardner, daß Radialreifen die Lösung gewesen wären und sagte: "Wenn Tyrrell auf Michelin-Reifen gefahren wäre, hätte die Geschichte anders verlaufen können."
Aber die Wagen zeigten auch Probleme bei der Zuverlässigkeit: die Bremsen neigten zur Überhitzung, Lenkhebel brachen und Aufhängungsteile versagten. Der Wagen war wegen der zusätzlichen vorderen Radaufhängung ziemlich schwer und die Bremsbalance extrem knifflig einzustellen - je nachdem welchen Rad vorne beim Bremsen blockierte, veränderte sich der wirksame Radstand und damit das Handling gewaltig. Jody Scheckter mochte den Tyrrell P34 vom ersten Augenblick an nicht....
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Alt 24.05.2015, 23:23   #72   nach oben
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WM-Saison 1976 / Teil 2

Indirekt kehrt Alfa Romeo in die Formel 1 zurück: die Mailänder Motorenschmiede bietet Bernie Ecclestone ihren V12 an, mit dem sie auf Langstreckenrennen sehr erfolgreich ist...
Die Fahrer Carlos Pace und Carlos Reutemann müssen jedoch während der Saison mit vielen technischen Störungen kämpfen.Reutemann wirft genervt während der Saison das Handtuch (heute undenkbar...) und wechselt zum Ende der WM zu Ferrari. Das Brabham-Imperium Ecclestone schlägt jedoch zurück und lässt seinen Fahrer wegen Vertragsbruch kräftig zur Ader.


TSM-Modell / Carlos Pace / Brabham BT 45 / GP USA-West 1976

Nachdem James Hunt nach Laudas Unfall auch das Rennen in Holland gewinnt, engagiert Enzo Ferrari wie schon erwähnt den Brabham-Flüchtling Carlos Reutemann - von einem Rücktritt des gesamten Ferrari-Teams ist plötzlich nicht mehr die Rede. Das ist Grund genug für Niki Lauda, sich bereits für den Italien-GP in Monza zurückzumelden. Nun stehen drei Ferrari am Start - Regazzoni wird Zweiter,Lauda Vierter und Einsteiger Reutemann abgeschlagener Neunter...

Das Lotus-Team wird mit Ronnie Peterson und Mario Andretti neu formiert, aber schon nach dem ersten Lauf in Brasilien (Unfälle bedeuten das Aus beider Piloten) flüchten der Schwede und der Amerikaner.


SPARK-Modell / Ronnie Peterson / Lotus 77 / GP Brasilien 1976

Ronnie kommt bei seinem Ex-Team MARCH unter und für Andretti ist beim amerikanischen PARNELLI-Team ein Lenkrad frei. Chapman besetzt überhastet einen Lotus 77 beim Südafrika-GP mit dem Engländer Bob Evans, welcher zumindest als 10. in Kyalami das Rennen beendet...


Spark-Modell / Lotus 77 / Bob Evans / GP Südafrika 1976

Beim 2.WM-Lauf in Kyalami gibt der dunkelhaarige Formel-3-Spezialist Gunnar Nilsson sein Formel-1-Debüt. Der Schwede besetzt damit den zweiten Lotus 77, der wieder mit konventionellen Aufhängungen versehen wird und damit keine an den Bremssätteln befestigte Querlenker mehr hat. Mario Andretti meldet sich ab den Europa-GP's zurück, aber Nilsson zeigt dem Amerikaner zumindest in Spanien noch den Heckflügel: der Schwede wird Dritter und Andretti scheidet mit Getriebeschaden aus. Insgesamt bleibt der Lotus 77 aber während der Saison hinter den Erwartungen und nur im letzten Lauf in Japan holt Andretti unter chaotischen Bedingungen den ersten Sieg für das Chapman-Team.


SPARK-Modell / Gunnar Nilsson / Lotus 77 / GP Monaco 1976

Einen Viererpack der besonderen Art gibt es beim Team MARCH. Für die Saison 1976 werden gleich zwei Werksteams eingesetzt und mit Lella Lombardi ist seit langem auch wieder ein weiblicher Pilot am Start.
Der March 761 ist eine saubere, mit 580 Kilogramm sehr leichte Konstruktion - leider leidet die Zuverlässigkeit unter dem Vier-Wagen-Einsatz. Aber immerhin kann Lotus-Flüchtling Ronnie Peterson den Großen Preis von Italien gewinnen...


MINICHAMPS-Modell / Ronnie Peterson / March 761 / GP Südafrika 1976


MINICHAMPS-Modell / Hans-Joachim Stuck / March 761 / GP Deutschland 1976

Der Hesketh-Rennstall setzt den Rennbetrieb unter der Leitung vom bisherigen Team-Manager "Bubbles" Horsley fort. Als Sponsor kann für einige Rennen überraschend das Männermagazin PENTHOUSE verpflichtet werden. Stammfahrer wird Harald Ertl; das zweite Auto wird bei fünf Rennen von Guy Edwards gefahren. Jeweils einmal gehen auch der Deutsche Rolf Stommelen und der BrasilianerAlex Ribeiro neben Ertl an den Start. Bei den Einsatzfahrzeugen muss Horsley jedoch auf veraltetes Material zurückgreifen: Die schon 1975 aufgebauten Wagen vom Typ 308C stehen nicht zur Verfügung, da Lord Alexander Hesketh sie zum Jahresende bekannterweise an den Williams-Rennstall verkauft hat....

Zum ENSIGN-Team schreibt Wikipedia.de folgendes:
"Ensign Racing war ein britischer Rennwagenhersteller, der ein eigenes Motorsportteam unterhielt.
Das in Walsall ansässige Unternehmen wurde von Morris „Mo“ Nunn gegründet und geleitet. Nach Anfängen in der Formel 3 und einem früh gescheiterten Versuch in der Formel 2 war Ensign von 1973 bis 1982 in der Formel 1 engagiert. Ensign trat dort mit selbst konstruierten Rennwagen an, die zeitweise auch selbständigen Kundenteams zur Verfügung gestellt wurden. Für Ensign fuhren bekannte Rennfahrer wie Chris Amon, Jackie Ickx und Clay Regazzoni; der dreimalige Weltmeister Nelson Piquet begann seine Formel-1-Karriere in dem Rennstall Mo Nunns. Während des Formel-1-Engagements hatte Ensign wiederholt mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, die sich auf die sportlichen Leistungen auswirkten. In zehn Jahren erzielte das Team insgesamt 19 Weltmeisterschaftspunkte, erreichte keinen Sieg und keine Positionierung auf einem Podiumsplatz. In einigen Jahren bestand eine enge Beziehung zu Theodore Racing, das gelegentlich als Sponsor des Ensign-Teams antrat und 1983 mit Ensign fusionierte."
Wie fast alle Wagen der Saison besaß auch der Ensign N176 den bewährten Ford-Cosworth-Motor und ein Hewland 5-Gang-Getriebe. Chris Amon holte 2 Punkte für das Team und wurde damit 18. der Endwertung.


SPARK-Modell / Jacky Ickx / Ensign N 176 / GP Italien 1976

Ganz neu und zum Ruhme Frankreichs steigt das Team LIGIER in den Formel-1-Zirkus ein. Gründer Guy Ligier, auch ein ehemaliger (aber erfolgloser) Rennfahrer,geht mit französischem Matra-Motor und dem Franzosen Jacques Laffite an den Start. Aus einem anfangs geplanten 2-Fahrer-Team wird aus Kostengründen nichts: der Matra-Zwölfzylinder-Motor ist doppelt so teuer wie das Cosworth-Triebwerk.
20 Punkte in der Endwertung, eine Poleposition (GP Italien) und Platz 5 in der Konstrukteurswertung sind ein stolzer Anfangserfolg für das neue Team.


SPARK-Modell / Jacque Laffite / Ligier JS 05 / GP USA 1976



SPARK-Modell / Jacques Laffite / Ligier JS 05 / GP Belgien 1976
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Alt 25.05.2015, 01:26   #73   nach oben
TheK
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Ist Mo Nunn eigentlich immer noch als Berater für Ganassi Racing aktiv?
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Alt 25.05.2015, 13:47   #74   nach oben
Engineer
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Guckst du hier:

http://www.motorsport.com/f1/news/ch...r-in-his-life/

Wenn ich dies richtig deute, ist er jetzt über 75 Jahre alt und gönnt sich jetzt die Zeit, mehr Golf zu spielen...
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Alt 25.05.2015, 14:34   #75   nach oben
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Eine wirklich tolle Sammlung, Gratulation dazu!
Ein interessantes Sammelgebiet dass sehr schön die Entwicklung der Formel 1 zeigt.
Die Informationen zu den einzelnen Wagen machen das Lesen sehr abwechslungsreich

Ich hatte vor einigen Jahren das Glück und einige Mattel äusserst günstig erwerben können, so wurde mein Interesse damals geweckt.

Danke für die Vorstellung und Grüsse
Erwin
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Alt 26.05.2015, 20:37   #76   nach oben
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@ Erwin:
Vielen Dank und Grüße in die Schweiz !
Extra für Dich hier der Fahrer des safety cars der Saison 1976/77....

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Alt 26.05.2015, 22:32   #77   nach oben
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Wo hast`n des Bobbycar her?
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Alt 26.05.2015, 22:43   #78   nach oben
mikka
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@ Erwin:
Vielen Dank und Grüße in die Schweiz !
Extra für Dich hier der Fahrer des safety cars der Saison 1976/77....

nachdem das Elektroauto nach Meinung führender Experten in Deutschland als gescheitert gilt, munkelt man, dass es sich bei dem Modell um einen Prototypen der der Formel E nachfolgenden Rennserie handelt...


Nee; Spaß beiseite - wirklich eine tolle Sammlung.
Leider wohl in 1:18 nicht realisierbar; wobei die WM-Siegerfahrzeuge 1951, 1952, 1953, 1954, 1955, 1957, 1958, 1959, 1960 und 1961 gibt es ja als hochwertige DieCast-Modelle.
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Alt 26.05.2015, 22:57   #79   nach oben
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WM-Saison 1977 / Teil 1

Auch für die Grand-Prix-Saison 1977 hat MATTEL im Rahmen seiner "HOT-WHEELS-F1 COLLECTION" das Weltmeisterauto auf dem Markt gebracht:
der Ferrari 312 T2 von Niki Lauda in der Version " 1. Platz Großer Preis von Deutschland - Hockenheim, 31. August 1977".
Die Qualität des Modells ist super,im Gegensatz zu den SPARK-Modelle ist der Wagen aus Metall und die Räder sind beweglich. Es gab das Modell auch von der "La Storia Ferrari"-Collection, aber da wurde das QUARTZO-Modell verwendet.

Das Nachfolgemodell des Ferrari 312T2 aus dem Jahre 1976 hieß nicht nur so wie sein Vorgänger, es wurden auch nur geringfügige Veränderungen am Fahrzeug vorgenommen - äusserlich sichtbar eigentlich nur an den etwas veränderten seitlichen Lufteinlässen.

Der 12-Zylinder-Motor leistete mittlerweile knappe 520 PS bei 3 Litern Hubraum, die Spitzengeschwindigkeit des Wagens lag bei 280 km/h und das hauseigene Ferrari-Getriebe wies auch 5 Gänge auf.
Das Gewicht des Wagens betrug 590 Kilogramm und der starrköpfige Enzo blieb immer noch beim Rohrrahmen - alle anderen Team setzten auf das stabilere Monocoque.


MATTEL-Modell / Ferrari 312 T2 / Niki Lauda / GP Deutschland 1977







News - Ticker 1977:

Mit 17 Läufen ist die Saison die längste aller bisherigen Weltmeisterschaften.
Einschließlich der Qualifikations-und Trainingsläufe versuchen insgesamt 61 Fahrer auf 20 verschiedenen Fahrzeugen ihr Glück.
Bestbesuchter Grand Prix ist Monza mit 200.000 rennsportverrückten Tifosi.

Bei Ferrari ist nach dem trouble der Vorjahressaison alles anders. Clay Regazzoni muß das "springende Pferd" verlassen und heuert bei Ensign an - der Beginn der Bedeutungslosigkeit des Eidgenossen für den Rest seiner Rennfahrerkarriere...
Niki Lauda "darf" bleiben, denn bei Ferrari ahnt man, was er in einem anderen Team anrichten könnte.
Er ist aber bei Enzo Ferrari in Ungnade gefallen und Niki muss sich damit abfinden, dass nun Teamkollege Carlos Reutemann Lieblingskind des Teams ist.
Modifikationen am Wagen wie z.Bsp. ein effektiveren Heckflügel (dadurch Sieg beim GP Brasilien) gibt es nur für den Mann aus Argentinien...
Carlos ist seit 1972 im Formel-1-Geschäft und fuhr bisher ausschließlich für das Brabham-Team von Bernie Ecclestone.


QUARTZO-Modell / Carlos Reutemann / Ferrari 312 T2 / GP Brasilien 1977

Prompt gibt Lauda zwei Tage nach seinem Sieg in Holland bekannt, dass er Ferrari zum Saisonende verlässt und für die stattliche Summe von zwei Millionen Dollar (die höchste Fahrergage der F1 bisher !) bei Brabham für 1978 unterschrieben hat. Der "Commendatore" schäumt vor Wut und schimpft Lauda einen "Judas"...
Beim drittvorletzten Lauf in den USA sichert Lauda sich mit einen 4.Platz vorzeitig den WM-Titel,aber die teaminterne Spannung wird für Niki unerträglich - von der Ferrari-Teststrecke in Fiorano hat man ihn schon verbannt.
Beim GP in Kanada will Ferrari einen dritten Wagen einsetzen, obwohl Ferrari dem Österreicher ein Zwei-Wagen-Team vertraglich garantiert hat.
Kurzentschlossen packt Lauda seine Koffer und verlässt die Rennstrecke von Mosport noch am selben Tag.

Am Steuer des Ferraris sitzt nun Newcomer Gilles Villeneuve, der schon in Silverstone auf einem Mc Laren M23 einen guten Eindruck hinterlassen hat (11. Platz und immerhin das Rennen beendet).
Villeneuve fliegt zwar bei seinem Ferrari-Debüt von der Strecke, doch auch zum Japan-GP übernimmt er Laudas Wagen. Schon in der sechsten Runde berührt er das Hinterrad von Petersons Tyrrell, der Ferrari steigt auf und fliegt in eine eigentlich gesperrte Zone.....zwei Japaner verlieren dabei ihr Leben.


MATTEL-Modell / Gilles Villeneuve / Ferrari 312 T2 / GP Kanada 1977


MINICHAMPS-Modell / Gilles Villeneuve / Mc Laren M23 / GP England 1977

Nach einer langen Pechsträhne kommt Ronnie Peterson beim GP in Österreich auf seinem sechsrädrigen Tyrrell P 34 endlich wieder zu WM-Punkten, doch die Saison 1977 hat gezeigt, dass sechs Räder nicht gerade das "Ei des Kolumbus" sind.
Konstrukteur Derek Gardner hat zwar versucht, die Strassenlage seines P34 durch eine Spurverbreiterung zu verbessern, aber die Tyrrell kommen nicht ansatzweise auf das Niveau des Vorjahres. Derek Gardner nimmt seinen Hut und wird durch den ehemaligen Lotus-Mitarbeiter Maurice Philippe ersetzt - der konventionelle vierrädrige Tyrrell 008 für die kommende Rennsaison geht sofort in Planung...


QUARTZO-Modell / Ronnie Peterson / Tyrrell P34 / GP Monaco 1977

Sensationell ist der Einstieg des Teams um den steinreichen Austrokanadier Walter Wolf, der schon 1976 Schlagzeilen mit der Übernahme des Teams um Frank Williams macht.
Der Wolf WR-1 Ford wird pilotiert vom Südafrikaner Jody Scheckter und siegt bereits im 1.Lauf beim ersten Einsatz - in Buenos Aires ist er mit fast 30 Sekunden Vorsprung auf den zweitplazierten Carlos Pace auf Brabham durch das Ziel gefahren. Das Ein-Mann-Fahrerteam holt noch zwei Siege im ersten Jahr - weitere kommen in den folgenden Jahren der Teamgeschichte nicht mehr hinzu...


MINICHAMPS-Modell / Jody Scheckter / Wolf WR-1 / GP Argentinien 1977

Die Ensign-Mechaniker trauen beim GP von Brasilien ihren Augen nicht:
eine grüne 70 Zentimeter lange Schlange hat es sich in Clay Regazzonis Cockpit gemütlich gemacht !


Neu: SPARK-Modell / Clay Regazzoni / Ensign N177 / GP Argentinien 1977

Campagner-Produzent Moët & Chandon schreibt eine eigene "Meisterschaft" aus: für die schnellsten Rundenzeiten im Training und im Rennen gibt es jeweils 50 Flaschen Champus !
Die "Golden Magnum Formula 1 Trophy" wird aber im Verlauf der nächsten Rennen dann doch zu kostspielig und irgendwann sang-und klanglos eingestellt..

Beim Monaco-Grand Prix am 22.Mai in Monte Carlo feiert der Cosworth-V8-Motor seinen 100. Sieg.

Beim Großen Preis von Südafrika kommt der walisische Shadow-Pilot Tom Pryce zu Tode. Ein Streckenposten will dem mit Motorbrand ausgefallenen Teamkollegen Rezo Zorzi in seinem Shadow DN 8 zu Hilfe eilen und läuft dabei über die Strecke. Pryce kann nicht mehr ausweichen, trifft den Streckenposten und wird von dessen Feuerlöscher erschlagen. Auch der Streckenposten ist sofort tot...


SPARK-Modell / Renzo Zorzi / Shadow DN8 / GP USA-West 1977


Das neue deutsche "ATS-Racing-Team" geht an den Start - wikipedia.de schreibt dazu:

"Das Formel-1-Engagement von ATS begann, als Hans Günter Schmid Ende 1976 das Material des amerikanischen Teams Penske übernahm, das nach Abschluss dieser Saison seinen Rückzug aus der Formel 1 erklärt hatte.
In der Saison 1977 setzte ATS das 1976 von Geoffrey Ferris entwickelte und seinerzeit von John Watson gefahrene Penske-Chassis PC4 ein, ein Auto, das 1976 immerhin den Großen Preis von Österreich gewonnen hatte. Damit verfügte das Team über ein erfolgreiches Einsatzgerät, sodass die Ausgangslage für das Formel-1-Engagement deutlich günstiger war als sie es ein Jahr zuvor beim Einstieg in die Formel 2 gewesen war. Im ersten Jahr blieb das Auto weitgehend unverändert.

ATS debütierte beim vierten Rennen der Weltmeisterschaft, dem USA-West in Long Beach. Als Fahrer war zunächst Hans-Joachim Stuck vorgesehen, der allerdings zur gleichen Zeit die Möglichkeit erhielt, den zuvor tödlich verunglückten Carlos Pace bei Brabham zu ersetzen. ATS verpflichtete daher kurzfristig den Franzosen Jean-Pierre Jarier, der sich einer Legende nach im Skiurlaub befand und unmittelbar zum ersten Rennen des Teams anreisen musste. Im Debütrennen qualifizierte sich Jarier für den neunten Startplatz (vor beiden Tyrrell und vor Hans Joachim Stuck im Brabham). Das Rennen schloss er mit einer Runde Rückstand als Sechster ab und fuhr so für den neuen Rennstall gleich in dessen erstem Rennen den ersten Weltmeisterschaftspunkt ein. In den weiteren Rennen gab es allerdings keine zusätzlichen WM-Punkte mehr. Die Saison verlief stattdessen schwierig. Das Team litt einerseits darunter, dass das Chassis zunehmend veraltete; andererseits war die Organisation des Teams nach Ansicht von Beobachtern nicht optimal. Zum Großen Preis von England verpflichtete ATS einmalig Geoffrey Ferris als technischen Berater, um so vom Urheber des Fahrzeugs einige Hinweise auf die optimale Abstimmung und Ähnliches zu erhalten. Im Ergebnis zahlte sich der Einsatz nicht aus. Für die verbleibenden Rennen arbeitete ATS weiter ohne einen kontinuierlich verantwortlichen technischen Direktor....
Zum Großen Preis von Deutschland brachte ATS ein zweites Auto an den Start. Hier ging der deutsche Tourenwagen-Pilot Hans Heyer für ATS ins Rennen. Er qualifizierte sich nicht, startete aber dennoch illegal. In den offiziellen Dokumenten ist die Notiz vermerkt: „Managed somehow to start“. Die Rennkommissare bemerkten dies erst, als er mit einem Fehler an der Kraftübertragung aufgab. Zu den Großen Preisen von Österreich, den Niederlanden und Italien startete an seiner Stelle Hans Binder, der in Österreich Zwölfter und in Italien Achter wurde.

An den letzten drei Rennen des Jahres, die in Übersee stattfanden, nahm ATS aus Kostengründen nicht mehr teil."


SPARK-Modell / ATS-Penske PC4 / Hans Binder / GP Österreich 1977

Teil 2 der WM-Saison 1977 folgt in Kürze !

Geändert von Engineer (24.07.2015 um 21:11 Uhr)
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Alt 26.05.2015, 23:05   #80   nach oben
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Ein wirklich "heisses Teil" !!!
Habe ich zu Weihnachten von meiner Tochter geschenkt bekommen, bevor sie mit dem gewünschten SPARK-Modell 'rausrückte !

Bei Interesse kann ich mal fragen, wo sie dieses Gerät ausgegraben hat.
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