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Alt 12.04.2015, 17:06   #41   nach oben
Engineer
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WM-Saison 1966

Der Australier Jack Brabham wird in der Rennsaison 1966 auf eigenem Wagen zum wiederholten Male Weltmeister: 4 Siege von "Black Jack" auf Brabham Repco BT20 stehen am Ende des Jahres zu Buche.
Lange habe ich danach gesucht - hier das Modell von SPARK in der Version " 2. Platz Grand Prix von Mexiko, Mexico City - 23.Oktober 1966".







Der historische Hintergrund:

Die "neue" Formel 1 mit maximal 3 Litern Hubraum kommt nur langsam in Fahrt: beim ersten Rennen (Monaco) sind nur sieben 3000 ccm-Autos am Start.
Einen totalen Absturz erleidet Lotus mit einem viel zu komplizierten 16-Zylinder-Motor. Jim Clark holt nur 16 WM-Punkte (Platz 6) und das Lotus-Team erreicht in der Konstrukteurswertung lediglich Platz 5 mit BRM-Motor und Platz 6 mit Climax-Motor.
Firestone und Goodyear ändern das Querschnittsprofil der Reifen - sie werden flacher und gleichzeitig breiter. Nur Dunlop bleibt dem bauchig gewölbten Seitenprofil treu.
Zum ersten Male seit 1961 gewinnt Graham Hill keinen einzigen WM-Lauf, wird aber Sieger des "Indy 500" - Rennens in den USA.
Jacky Ickx fährt beim "Großen Preis von Deutschland" erstmalig im Formel 1 - Feld...wenn auch nur zur "Starterfeld-Auffüllung" einen Formel 2-Matra-Boliden mit 1000 ccm Hubraum. Nach beachtlicher Trainingszeit crasht er jedoch schon in der ersten Runde.....
Bruce Mc Laren gründet sein eigenes Rennteam mit sich selbst als einzigem Fahrer. Drei WM-Punkte mit einem Ford-Motor im Heck sind die Ausbeute für 1966....
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Alt 24.04.2015, 23:09   #42   nach oben
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Update WM-Saison 1960

Neues Highlight in meiner Vitrine - die Version des Cooper T53 Climax des Weltmeisters 1960 Jack Brabham "1. Platz Großer Preis von Belgien - Spa, 19.Juni 1960" vom australischen Hersteller BIANTE in 1:43. BIANTE hat eine "Sir Jack Brabham-Collection" und zwei Versionen des Cooper T53 im Programm. Preislich liegen diese im SPARK-Niveau....und qualitativ auch. Die abnehmbare Motorhaube und die filigrane Radaufhängung sind schon super !
Pluspunkte gibts allerdings trotzdem für die hier schon gelistete BRUMM-Version: die im Cockpit sichtbaren Fußpedale und der Schriftzug "Dunlop Racing" auf den Reifenflanken fehlen bei BIANTE...









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Alt 24.04.2015, 23:42   #43   nach oben
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WM-Saison 1967

Auch im Jahr 1967 ist ein Brabham Weltmeister - allerdings nur in der Konstrukteurswertung. Als Fahrer triumphierte der Neuseeländer Denny Hulme auf seinem Brabham BT24 Repco. Hier die Version von SPARK
" 1.Platz Grosser Preis von Deutschland - Nürburgring,6.August 1967."










Die historische Saison 1967:
Der damals 30jährige Denis Hulme wurde mit nur zwei Siegen Weltmeister: in Deutschland auf dem Nürburgring und in Monaco auf dem Stadtkurs von Monte Carlo.
Zusammen mit seinem Teamkollegen Jack Brabham waren sie die Fahrer der zuverlässigsten Boliden, obwohl der Brabham-Repco nicht so modern wie der Lotus 49 oder so leistungsstark wie die Ferrari,Eagle oder Honda waren.
Die BT24 waren ausgeglichen,funktionell und doch zuverlässig und entsprachen damit dem Charakter ihres Schöpfers Jack Brabham.
Überschattet ist die Saison vom tödlichen Unfall Lorenzo Bandinis in Monte Carlo am 7.Mai 1967 - die Distanz von 100 Runden (Fahrzeit ca. 2,5 Stunden für die Piloten) führte offenbar zu Konditions - und Konzentrationsschwächen beim italienischen Ferrari-Piloten.
Zwei Rennen nach Bandinis tödlichem Unfall verliert Ferrari einen weiteren Fahrer:Beim Belgien-GP verunglückt Mike Parkes so schwer, dass seine F1-Karriere beendet ist.
Maserati zieht sich endgültig aus der Formel 1 zurück - zuletzt agierte die Firma nur noch als Motorenlieferant von Cooper. Der schwere V12-Motor aus dem Jahr 1956 ist nicht mehr konkurrenzfähig...
Zum ersten und einzigen Mal wird beim Frankreich-GP die Le Mans-Strecke genutzt - wenn auch nur teilweise. Die "Mickey-Mouse-Bahn" dient normalerweise als Übungsgelände einer Rennfahrerschule und findet weder bei den F1-Piloten noch bei den Fans Anklang.
Nach zehnjähriger Zusammenarbeit mit Climax und BRM entscheidet sich Lotus-Chef Colin Chapman für einen Ford-Motor. Während beim Ford-Ableger Cosworth der neue 3-Liter-V8-Motor konstruiert wird,widmet sich Lotus der Fertigung eines flammneuen Chassis - das sogenannte Monocoque ist geboren, bei dem der Motor als tragendes Element angeschraubt ist. Der Beginn einer Motoren-Legende....
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Alt 25.04.2015, 20:23   #44   nach oben
Engineer
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WM-Saison 1968

Das Lotus-Team war das erste, welches seine Rennwagen zu "rasenden Lifass-Säulen" verwandelte - ab jetzt wird's auch bei mir etwas bunter...hab mir ein Diorama zusammengebastelt
Der Weltmeister der Grand-Prix-Saison 1968 war wiedermal der Brite Graham Hill, welcher schon seit 1958 ab und zu die Lotus-Wagen chauffierte. Hier die QUARTZO-Version vom Lotus 49B Ford "1. Platz Großer Preis von Monaco, 26.Mai 1968".
Quartzo Vitesse hatte eigentlich damals in den 1990ern recht vernünftige Modelle, aber sie bekamen einfach die Kleinigkeiten nicht so richtig in den Griff: krumme Heckflügel,schräge Räder und schiefe Radaufhängungen...
Ich habe den Lotus 49B von Hill auch mit hohem Heckflügel,aber das Teil ist so verzogen und auf dem Bild sieht's noch schiefer aus...ich kapituliere.
Hat jemand ein Modell mit halbwegs gerader Version ???











Die historische Saison 1968:
Jim Clark ist der ganz große Favorit der neuen Saison...bis zum 7.April...
In Hockenheim steht ein relativ unbedeutendes Formel 2-Rennen auf dem Programm und am Morgen des Renntages regnet es heftig. In der fünften Runde liegt Clark mit seinem Lotus nur auf Platz 8 und auf der Geraden zur Ostkurve bricht der Wagen aus und rast in den Wald...Leitplanken gab es auch am Hockenheimring damals noch nicht. Die wahrscheinliche Ursache für den tödlichen Unfall war ein sogenannter "schleichender Plattfuß" - ein Reifenschaden, welchen Firestone natürlich niemals bestätigen würde.
Der Motorsport erlebt ein Jahr der Tragödien - nach Jim Clark stirbt am 7.Mai Mike Spence bei Tests in Indianapolis, am 7.Juni überlebt Ludovico Scarfiotti einen Sturz beim Training zum Bergrennen am Rossfeld nicht und am 7.Juli stirbt Jo Schlesser während des F1-Laufes in Rouen... 4 x am 7.Tag des Folgemonats..
Honda zieht sich am Ende der Saison wieder aus der Formel 1 zurück - die Entscheidung fällt nach dem Debüt eines unausgereiften Rennwagens,bei dem Jo Schlesser in Frankreich sein Leben lässt.
In Watkins Glen debütiert Mario Andretti, der seinen Lotus gleich auf die Pole Position stellt...aber erst 10 Jahre später ist er der Weltmeister.
Erstmals taucht in der Formel 1 ein Vollvisier-Helm auf- Dan Gurney trägt ihn beim Lauf in England.
Der ehemalige Holzhändler Ken Tyrrell steigt in die F1 ein.Der Brite setzt bei der Fahrerwahl auf den Schotten Jackie Stewart und als Fahrzeug setzt Tyrrell zunächst ein Matra-Chassis mit Ford-Motor ein.
Für die nächste Saison (1969) werden bordeigene Feuerlöscher und stabilere Überollbügel vorgeschrieben.

P.S. Bin auch dankbar für weitere Bild-und Text-Updates anderer Formel-1-Sammlungen von unseren Forums-Mitgliedern zu den entsprechenden Jahren....so ganz als "Alleinunterhalter" macht's viel weniger Spaß

Geändert von Engineer (25.04.2015 um 20:26 Uhr)
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Alt 25.04.2015, 21:26   #45   nach oben
Ascari (Account abgemeldet)
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Deine Beiträge sind super. Besonders gut finde ich auch Deine Saison-Zusammenfassungen .
Freu' mich schon auf 1969 ff.
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Alt 26.04.2015, 19:00   #46   nach oben
tapio
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Oooh ja, mit den verzogenen Quartzos stimm ich dir zu.
Ich hab den Lotus 49 und 72 von denen, der eine hat links nen anderen Radstand als rechts!
Aber nochmal gratulation zu deiner tollen Sammlung! besonders die mit abnehmbaren Motorhauben sind Klasse.
Wegen den Dunlop-Schriftzügen beim Cooper... vielleicht könntest du die Brumm-Reifen auf den Biante tun? Müsste von der Größe her ja stimmen... Nur so`n vorschlag.
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Alt 27.04.2015, 21:19   #47   nach oben
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Die Idee wäre nicht schlecht...tja,wenn da nicht die superfiligrane Radaufhängung wäre (ich hatte schon Mühe, den Wagen von der Grundplatte zu heben und promt fiel auch noch ein Aussenspiegel ab...)...ich habe es gar nicht erst versucht, die "Räder zu wechseln".
Der entscheidende Punkt war aber, das bei BRUMM die Reifenbreite um ca. 1 mm größer ist - damit wäre das BIANTE-Modell sowieso nur "Stückwerk" und vielleicht sogar hinüber gewesen
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Alt 27.04.2015, 22:04   #48   nach oben
Engineer
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WM-Saison 1969

"Jack the hair" gewinnt die Rennsaison 1969 und erringt damit seinen ersten WM-Titel. Hier im Bild Jackie Stewart's Matra MS 80 Ford in der Version "1.Platz Grosser Preis von Frankreich, Clermont Ferrand - 6. Juli 1969" von QUARTZO. Man beachte die krumme Radaufhängung...es ist zum Verzweifeln
QUARTZO brachte in den 1990ern so einige Matra MS80 - Versionen in 1:43 auf den Markt...mit und ohne Heckflügel. Aber alle mit den schon erwähnten Problemchen - siehe Bilder.







Hier zum Vergleich die Version mit dem hohen (verzogenem) Heckflügel vom "Großen Preis von Spanien 1969".....waren die Flügel wirklich bei ALLEN Modellen krumm oder habe nur ich die "Montagsautos" ???










Historische Highlights 1969:

Nach mehreren schweren Unfällen mit den zum Teil abenteuerlichen Flügelkonstruktionen (u.a. Rindt und Hill in Barcelona bei ca. 240 km/h) schreitet die FIA ein und reglementiert die Flügel.
Die neuen "Spoiler" stehen nicht mehr auf filigranen Stelzen,sondern sind direkt am Heck montiert.
Der englische Rennstallbesitzer Ken Tyrrell überzeugt MATRA vom Bau eines Formel-1-Chassis.Als Motor übernimmt er den neuen Ford Cosworth DFV (425 PS, 8 Zylinder). Fast hätte Jackie Stewart schon 1968 den 1. Platz der Gesamtwertung errungen, aber 1969 ist der Matra-Ford derart überlegen, dass Stewart mit 26 Punkten Vorsprung zum Zweitplazierten Jacky Ickx (Brabham) seinen ersten Titel holt.
Drei Allrad-Versionen werden sporadisch eingesetzt (Lotus, Mc Laren und Matra), aber aufgrund der Unzuverlässigkeit wieder "abgesetzt".
In Monaco wird letztmalig ein Cooper eingesetzt - der Rennstall hat mit dem modifizierten Maserati-Motor keine Chance im Starterfeld und gibt auf...Graham Hill gewinnt übrigens in Monte Carlo zum fünften Male.
Der Grand Prix von Belgien wird abgesagt - die Fahrervereinigung GPDA äüßert Sicherheitsbedenken.
FIAT übernimmt 50 Prozent von FERRARI, nachdem ein Übernahmeangebot von FORD abgewiesen wurde - Enzo Ferrari bleibt Chef der Rennabteilung.
Das neue Privat-Team "Frank Williams Racing Cars Ltd." taucht erstmalig auf und setzt Piers Courage auf einem Brabham ein - knapp zehn Jahre später ist ein Williams-Fahrer Weltmeister (Alan Jones).
Ach so, am 3.Januar 1969 erblickt in Hürth-Hermühlheim ein gewisser Michael Schumacher das Licht der Welt...
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Alt 28.04.2015, 19:57   #49   nach oben
mb-tuner 1:43
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Klasse deine Beiträge weiter so denn da gibt es noch einiges zu sehen.
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Alt 01.05.2015, 19:29   #50   nach oben
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WM-Saison 1970

Posthum wird der Österreicher Jochen Rindt Formel 1-Weltmeister im Jahr 1970 - nach seinem tödlichen Unfall in Monza nimmt am Ende der Saison seine Witwe Nina den Pokal entgegen...
Hier sein Lotus 72 Ford von QUARTZO in der Version " 1. Platz Grosser Preis von Deutschland, Hockenheim-2.August 1970".
Der Lotus 72 wurde von QUARTZO Vitesse in mehreren Versionen herausgebracht;auch MINICHAMPS hatte von Rindt's Wagen zwei Versionen.





Wie immer bei QUARTZO ist wieder so einiges am Modell - diplomatisch ausgedrückt - etwas außer der Linie....





Hier ohne Heckflügel in der Version " Training Grosser Preis von Italien, Monza - 5.September 1970".
Jochen Rindt's letzte Runde...




Die historischen Highlights 1970:

Colin Chapman präsentiert mit dem Lotus 72 einen Rennwagen in Keilform; die Kühler wandern an die Seite des Chassis, die vier Bremsen liegen innen und die Drehstabfederung wird wieder eingesetzt. Das neue Wunderauto bereitet jedoch Probleme und Jochen Rindt fährt in Monte Carlo sogar ersatzweise den betagten Lous 49C. Motorschäden stehen an der Tagesordnung und erst ab dem Großen Preis von Holland sind die Kinderkrankheiten beseitigt: Rindt gewinnt in Zandvoort,Clermont Ferrand,Brands Hatch und Hockenheim. Dann kommt der verhängnisvolle Trainings-Samstag in Monza: beim fünften Umlauf bricht kurz vor der Start-und-Zielgeraden in der berüchtigten "Parabolica"-Kurve beim Anbremsen die rechte vordere (hohle!) Bremswelle des Lotus....Rindts Wagen bricht aus und schlägt ungebremst in die Leitplanke kurz vor der Kurve ein. Aufgrund der Keilform schiebt sich der Wagen beim Aufprall unter die schlecht montierten Leitplanken, Rindt rutscht trotz Vierpunktgurt nach vorn und verletzt sich so schwer, dass er auf dem Weg zum Krankenhaus verstirbt.

Insgesamt drei Piloten sterben im Jahr 1970 : der schon erwähnte Jochen Rindt in Monza, Bruce Mc Laren bei CanAm-Testfahrten in Goodwood (2.Juni) und Piers Courage beim Training zum Holland-GP.

Der "Große Preis von Deutschland" wird erstmals auf dem Hockenheimring ausgetragen,nachdem die Fahrervereinigung GPDA vier Wochen vor dem geplanten Rennen auf dem Nürburgring das Aufstellen zahlreicher neuer Leitplanken fordert - in der Kürze zum Termin nicht realisierbar in der "Grünen Hölle". Auch in Österreich wird erstmalig die Formel 1 auf dem Flugplatzkurs von Zeltweg gefahren.

Jochen Rindt tauscht beim Frankreich-GP aus Angst vor Übelkeit den Vollvisierhelm zurück gegen einen offenen Jet-Helm...
In Kanada tritt das Tyrrell-Team erstmalig mit eigenem Rennwagen an - Jackie Stewart erringt auf Anhieb die Pole Position und führt bis zu seinem Ausfall das Rennen an.

Ex-Weltmeister John Surtees hat sein eigenes F1-Team gegründet.Zunächst bestreitet er Rennen auf Mc Laren - das eigene Chassis kommt beim England-GP in Brands Hatch.
Mit Clay Regazzoni und Emerson Fittipaldi debütieren zwei Piloten, welche künftig im Formel-1-Zirkus kräftig mitmischen. "Fitti" gewinnt als "Rindt-Ersatz" schon nach vier Rennen in Watkins Glen/USA.
Jack Brabham beendet zum Saisonende seine Karriere - für den Deutschen Rolf Stommelen beginnt sie erst...

Der March 701 nutzt als erster Wagen den später berühmten "Saugeffekt" durch Unterdruck am Fahrzeugboden ansatzweise durch seitlich aerodynamisch geformte Aussentanks...
Fast alle Wagen besitzen aufgrund des verwendeten Ford-Motors (8 Zylinder) eine Leistung von 450 PS;der Ferrari 312B (12 Zylinder) wird mit 458 PS und der Alfa-Motor (8 Zylinder) des Mc Laren M7D mit 425 PS angegeben.
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Alt 01.05.2015, 20:31   #51   nach oben
Engineer
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WM-Saison 1971

Ich liebe die Wagen der 70er und 80er des vorigen Jahrhunderts !!

Jackie Stewart holt sich in der WM-Saison 1971 seinen zweiten Titel auf dem unschlagbaren Tyrrell 003 Ford.
Hier die QUARTZO Vitesse - Version " 1. Platz Grosser Preis von Monaco - Monte Carlo, 23.Mai 1971" zum "Anfüttern" - die MINICHAMPS-Version vom Tyrrell ist noch auf dem Weg zu mir und wird zeitnah nachgereicht...









Die Kurz-Meldungen der Saison 1971:

Sicherheitsgurte werden Pflicht, nach dem jahrzehntelang die Teams über den Einbau frei entscheiden konnten.
Die Renndistanz wird auf maximal 325 Kilometer festgelegt - bisher waren 400 Kilometer keine Ausnahme.

Während zu Saisonbeginn noch schwach profilierte Pneus zum Einsatz kommen, wird ab dem Spanien-GP auf profillose "Slicks" umgerüstet.Was zuvor durch Profilrinnen an Auflagefläche zur Piste "verschenkt" wurde,kann jetzt genutzt werden - der Reifenkrieg zwischen Goodyear und Firestone beginnt, nachdem sich Dunlop Ende 1970 zurückzieht.

Ferrari bemüht sich vor Beginn der neuen Saison vergeblich, Jackie Stewart bei Tyrrell abzuwerben...der Schotte bleibt seinem Rennstall treu.

Der "Große Preis von Belgien" auf dem Ardennenkurs von Spa findet innerhalb von drei Jahren zum zweiten Male aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht statt.

Lotus setzt dreimal den Turbinenwagen Lotus 56B ein - das Prinzip scheitert,weil der Motor nur mit starker Verzögerung auf Bremsen oder Beschleunigung reagiert...

Während der Formel-1-WM-Veranstaltungen zeigt das neue Sicherheitsdenken seine positiven Seiten,doch leider gibt es diesmal mehrere tödliche Unfälle außerhalb des WM-Kalenders:
Ignazio Giunti (Ferrari) verunglückt Anfang Januar beim 1000-Km-Rennen in Buenos Aires, am 11.Juni stirbt Pedro Rodriguez bei einem Sportwagenrennen auf dem Norisring und die "Schweizer Hoffnung" Jo Siffert stirbt im Oktober beim "World Championship Race" in Brands Hatch.

Um die Teamkassen zu füllen, werden einzelne Boliden während der GP-Wochenenden inklusive Service an betuchte Piloten "vermietet": mit durchschnittlich 30.000 DM "Leihgebühr" ist man dabei !

Beim "Großen Preis von Österreich" debütiert Niki Lauda...

Aus Furcht vor gerichtlichen Repressalien wegen des Rindt-Unfalls im Vorjahr reist Lotus-Chef Colin Chapman nicht zum Italien-GP nach Monza. Fittipaldis Lotus 56B wird schwarz-gold lackiert und von dem Rennstall "Worldwide Racing" gemeldet. Dahinter verbirgt sich ein auf dem Bahams registrierter "Lotus-Ableger"....

Der "Große Preis von Mexiko" wird aus Sicherheitsgründen abgesagt - im Vorjahr überstiegen die Fans die Absperrungen und standen während des Rennens unmittelbar am Pistenrand. Als Ersatz wird das nicht zur WM zählende "World Championship Race" veranstaltet, bei dem Jo Siffert aufgrund eines technischen Defekts sein Leben verliert...

Mit der Strecke von Le Castellet finden die Franzosen bereits den fünften(!!!) Schauplatz für ihren WM-Lauf. Die Strecke wird nach dem Hauptsponsor
"Paul Ricard" (alkohol.Getränke) benannt.
Der Deutschland-GP wird wieder auf dem - inzwischen renovierten -Nürburgring ausgetragen. Erstmalig stehen nur noch zwei Autos in jeder Reihe - Jacky Ickx spricht entsetzt von einer "Champs-Elysees durch die Eifel".

Das Lotus-Team von Colin Chapman fährt keinen einzigen Sieg heraus - was sich aber glücklicherweise als "vorübergehendes Zwischentief" erweist.
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Alt 01.05.2015, 20:40   #52   nach oben
tapio
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ganz schön was los!
Das mit dem March wusste ich gar nicht...
Dachte immer, der Lotus 78 war das erste groundeffekt-Auto
Aber wenn ich mir das Teil bei google so anschau, kann das nicht so effektiv sein. Dann war der Lotus wohl der erste, der auch die Seitenplatten hatte, durch die das Konzept erst effektiv wird. Weil so wie beim March wird der S Unterdruck (der den Sog erzeugt) ja durch nachströmende Luft von der Seite ausgeglichen!
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Alt 03.05.2015, 13:38   #53   nach oben
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Stimmt, von "wing car" oder "ground effect" kann hier wahrlich nicht die Rede sein. Die seitlich außen zwischen den Kraftstofftanks sind nur kurze"Flügelstummel". Die Wirkung war minimal, weil das Fahrzeug ein sehr breites flaches Cockpit hatte, die Tanks also in die sehr unruhige Strömung zwischen den vorderen und hinteren Rädern zu liegen kamen...aber es war immerhin der erste Ansatz.
Das Prinizip ist ja folgendes: Es werden wie im Flugzeugbau Tragflügelprofile verwendet,die aber umgekehrt montiert werden - sie sollen ja keinen Auftrieb erzeugen.Die längere Seite des Flügelquerschnittes ist unten. Da die Strömungsgeschwindigkeit vor und hinter dem Flügel gleich ist, muß die Luft auf der längeren unteren Seite des Flügels den größeren Weg zurücklegen;also SCHNELLER strömen.
Dadurch entsteht auf der Unterseite Unterdruck und der Flügel/den Rennwagen nach unten zieht.
Gut, wie hier in der seitlichen Form nicht so effektiv, aber vor allem am Heckflügel in Verbindung mit dem Aufstauen der über die Oberseite strömende Luft (Druckerhöhung) optimal.
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Alt 03.05.2015, 14:55   #54   nach oben
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WM-Saison 1972

Von 12 Läufen gewann Emerson Fittipaldi auf Lotus 72D Ford in der WM-Saison 1972 fünf; dicht gefolgt von Jackie Stewart (Tyrrell) mit vier Siegen.
Genaugenommen hießen die Lotus "John Player Special", nachdem sich die Zigarettenmarke durch einen entsprechend tiefen Griff in die Tasche diese Exklusivität gesichert hatte. Die Fahrzeuge wurden schwarz gespritzt, mit goldenen "Filets" ganz im Stile der betreffenden Zigarettenverpackung.
"Black Beauty" ist für mich eines der optisch schönsten Rennwagen aller Zeiten -
hier die MINICHAMPS-Version vom Lotus 72D " 1.Platz Großer Preis von Großbritannien, Brands Hatch-15.Juli 1972" - die Veranstaltung hieß natürlich "John Player Grand Prix"...
Natürlich waren die JPS-Schriftzüge nicht am MINICHAMPS-Modell und ich habe sie mir dann aus Italien kommen lassen - ich halte diese "Sparmaßnahme" im Rahmen des Jugendschutzes von MINICHAMPS reichlich übertrieben und habe dadurch gerade für die Mc Laren der 80er und 90er Jahre etliche Euronen gelassen









Hier zum Vergleich die entsprechende Version von QUARTZO (rechts im Bild). Der Heckflügel ist mal nicht ganz so verzogen wie sonst bei den Modellen
Beim Original hatte die Nr. 8 vorn keinen goldenen Rand, der Heckspoiler keine "Lorbeerkränze" und das "TEXACO-Logo" auf der Front des Wagen passt bei beiden Modellen nicht so richtig.




Newsticker für die Saison 1972:

Acht Rennen müht sich ein neues deutsches Team mit dem Namen "Eifelland" punktelos durch die Saison. Eingesetzt wird ein modifizierter March 721 und Stardesigner Luigi Colnai verpasst dem Wagen zwar originelle, aber untaugliche Detailänderungen. Ein elfter Platz in Belgien für Rolf Stommelen ist einer der "besten" Ergebnisse - Teamchef Günther Hennerici tobt: "Meine Großmutter wäre schneller als Rolf, wenn sie noch leben würde" ... wiedermal ist der Fahrer an allem schuld. Im Anschluß an den Österreich-GP geht dem Rennstall aus Mayen die finanzielle Luft aus.

In Nivelles/Belgien fehlt auch Jackie Stewart - ein Magengeschwür setzt den Schotten schachmatt. Die Ärzte fordern sogar eine Operation, aber damit wäre Jackie für Monate außer Gefecht und die WM für ihn gelaufen...
Apropos Belgien-GP: Zum Eklat kommt es, als VOR DEM START (!!) über Lautsprecher die Titelmusik des Sergio-Leone-Westerns läuft, der in Deutschland "Spiel mir das Lied vom Tod " heißt...

Der Reifengigant FIRESTONE will sich Ende der Saison zurückziehen - Teams wie Lotus und Ferrari sind geschockt. Auch Konkurrent GOODYEAR ist wenig erfreut: "Wir brauchen Firestone - um sie zu schlagen ! "

Bernie Ecclestone übernimmt das Team "Motor Racing Developments Ltd." - besser bekannt als Brabham. Stammfahrer Carlos Reutemann stellt bei seinem Debüt in Buenos Aires den Wagen auf die Pole Position - außer ihm schaffen das in fünfzig F1-Jahren nur Mario Andretti 1968 und erst 1996 Jacques Villeneuve.

Im Juni verunglückt beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans der Mc-Laren-Fahrer von 1971 Joakim Bonnier tödlich - bei einer Kollision wird sein Wagen in die Höhe geschleudert,schlägt hart auf und explodiert. Joakim verstirbt noch an der Unfallstelle...

In Watkins Glen gibt der Weltmeister von 1979 Jody Scheckter seinen Einstand - der Südafrikaner bekommt eine Chance im dritten Werks-Mc Laren und wird als Neunter abgewinkt.

Als Partner von BRM betritt MARLBORO die Formel-1-Szene. Der amerikanische Zigaretten-Gigant wird sich zum größten Sponsor des GP-Sports entwickeln.

Mit 25 Jahren wird Emerson Fittipaldi jüngster Weltmeister (erst viiiiiel später kommt dann ein gewisser Sebastian Vettel). Emerson fährt 1970 in Brands Hatch seinen ersten Grand Prix und holt nur ein Jahr später den Titel.

Wiederum weisen fast alle Wagen motormäßig die gleichen Parameter auf - der Ford V8 bringt 450 PS bei 10.000 U/min. Ferrari's V12 schafft 470 PS bei 11.700 U/min, der Matra analog und der BRM V12 verzeichnet 440 PS bei 10.800 U/min.
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Alt 10.05.2015, 18:07   #55   nach oben
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WM-Saison 1973

Ich glaube, der Tyrrell 003 Ford von Jackie Stewart - dem Weltmeister der Saison 1973 - ist mit das am meisten begehrte 1:43-MINICHAMPS-Modell bei Formel-1-Liebhabern....
Bei Auktionspreisen im dreistelligen Eurobereich kommt man schon in's Schwitzen - aber soviel Geld wäre ich auch nicht bereit, zu investieren. Irgendwann klappt's dann doch mal...bei mir war's letztes Jahr für den Etwa-Preis eines SPARK-Modells.










News-Ticker 1973:

Mit 15 WM-Läufen während einer Saison wird ein neuer Rekord erreicht - neu im Programm sind GP's von Schweden und Brasilien.

Ferrari erlebt ein Krisenjahr und hat auf Platz 9 (Jacky Ickx) in der WM-Abschlußwertung seinen "besten Mann". Enzo Ferrari verfolgt in Maranello den Monaco-GP im TV und Niki Lauda auf BRM erhält trotz seines Ausfalls in diesem Rennen aufgrund seiner Fahrkünste einen Vertrag für 1974 vom "Commendatore".

Beim England-GP in Silverstone verursacht Rookie Jody Scheckter auf Mc Laren durch einen Dreher in der 1.Runde eine Massenkarambolage-19 von 28 Piloten verfügen beim Neustart noch über einen brauchbaren Wagen.

In Mosport/Kanada wird nach einer Karambolage erstmalig in der WM-Geschichte ein Pace-Car eingesetzt (Porsche 914). Totale Konfusion durch schlechte Sichtverhältnisse bei Dauerregen läßt den Fahrer des Pace-Cars sich nicht vor den Erstplazierten setzen, sondern den 8. im Startenfeld. Die Rundentabellen der Rennleitung brechen zusammen und erst gegen 21 Uhr steht mit Peter Revson der "Sieger" fest. Emerson Fittipaldi und Jackie Oliver glauben bis heute, dass sie gewonnen hätten...

Erstmalig werden aus Sicherheitsgründen "verformbare Strukturen" vorgeschrieben - heute besser bekannt als "Knautschzonen"...

In Kanada fährt Jackie Stewart das 99. und letzte Rennen seiner Karriere - eigentlich wollte er sich mit einer "100" in Watkins Glen verabschieden.
Doch sein Teamkollege Francois Cevert verunglückt beim Abschlußtraining tödlich und Jackie verzichtet verständlicherweise danach auf einen Start.

Fast das komplette Feld der F1-Wagen wird wieder mit dem bewährtem Ford-V8-Cosworth-Motor DFV angetrieben (460 PS). Nur Ferrari,BRM und Tecno entscheiden sich für eigene V12-Aggregate.

Beim Holland-GP in Zandvoort verliert Nachwuchsfahrer Roger Williamson die Kontrolle über seinen MARCH - der Wagen überschlägt sich und rutscht kopfüber die Piste entlang. Kurze Zeit später bersten die Tanks und das Fahrzeug fängt Feuer. David Purley versucht vergeblich zu helfen - Streckenposten stehen hilflos neben dem Wrack mit dem eingeklemmten Williamson. Die TV-Aufnahmen gehen um die Welt - Roger verbrennt in seinem Wagen.
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Alt 10.05.2015, 21:40   #56   nach oben
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Beim Holland-GP in Zandvoort verliert Nachwuchsfahrer Roger Williamson die Kontrolle über seinen MARCH - der Wagen überschlägt sich und rutscht kopfüber die Piste entlang. Kurze Zeit später bersten die Tanks und das Fahrzeug fängt Feuer. David Purley versucht vergeblich zu helfen - Streckenposten stehen hilflos neben dem Wrack mit dem eingeklemmten Williamson. Die TV-Aufnahmen gehen um die Welt - Roger verbrennt in seinem Wagen.
...weil die nachfolgenden Fahrer D.Purley nicht geholfen haben, den verunglückten Williamson aus dem brennenden March zu bergen. Dank deren feuerfester Rennkleidung wäre diese Rettung mit großer Sicherheit erfolgreich gewesen. Aber der Ehrgeiz der anderen Fahrern lies dies leider nicht zu. Ganz nebenbei: Einer davon war N.Lauda, damals als Nachwuchsfahrer mit einem BRM unterwegs.
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Alt 11.05.2015, 16:28   #57   nach oben
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Auch ein Niki Lauda fuhr am brennenden Wrack vorbei - dachte aber, es wäre Purley's Wagen...
Er hatte sich später vor der Presse für sein Verhalten zu rechtfertigen und in dieser Situation prägte er den Satz " "Ich werde fürs Fahren bezahlt, nicht fürs Parken."
Diese Antwort soll zwar willkürlich von den sensationshungrigen Presseleuten aus dem Zusammenhang gerissen worden sein, denn nach x-maliger Rechtfertigung ist Lauda dann irgendwann der Kragen geplatzt.
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Alt 11.05.2015, 19:12   #58   nach oben
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Alt 12.05.2015, 11:06   #59   nach oben
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Habe dazu noch was bei wikipedia gefunden:

" Als 1973 der Brite Roger Williamson in Zandvoort verunglückte und in seinem March verbrannte, fuhr Niki Lauda, wie einige andere Fahrer auch, an dem brennenden Wrack vorbei, ohne zu helfen. Lauda führte das darauf zurück, dass die Situation in der kurzen Zeitspanne schwer erkennbar war, da im Nebel nur ein Fahrer zu sehen war, der ein Fahrzeug löscht. Durch einen Reporter verärgert, entglitt ihm zunächst die Aussage: „Ich bin Rennfahrer und kein Feuerwehrmann.“

Das mit dem "Feuerwehrmann" wusste ich bis jetzt gar nicht......
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Alt 15.05.2015, 16:21   #60   nach oben
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WM-Saison 1974

MINICHAMPS brachte im Jahr 2003 den Mc Laren M23 Ford des Weltmeisters von 1974 Emerson Fittipaldi heraus.
Natürlich ohne Tabakdecals-die musste ich wieder nachrüsten.
Obwohl man das Modell auch so hätte lassen können - der Deutschland-GP wurde schon ohne Tabakwerbung gefahren....









News-Ticker 1974:

Zum ersten Male werden vor der Saison den Fahrern feste Nummern zugeteilt - eine Erleichterung für die Teams und die TV-Zuschauer.

Chris Amon macht sich selbständig - sein AMON AF01 ist aber ein Flop. Nach nur einem Lauf (GP Spanien) und einer Trainingsrunde (GP Monaco) wirft der Teamchef das Handtuch.

(SPARK-Modell/Chris Amon/AMON AF1/Monaco GP 1974)

Peter Revson verunglückt bei Testfahrten mit seinem Shadow in Kyalami tödlich,nachdem die Vorderradaufhängung gebrochen ist.

SPARK-Modell/Peter Revson/SHADOW DN3/Brasilien GP 1974

Auch in Watkins Glen ereignet sich ein tödlicher Unfall:Nachwuchstalent Helmut Koinigg aus Österreich kommt mit seinem SURTEES von der Piste ab,mäht zwei Fangzäune nieder und schiebt dann die beiden unteren von insgesamt drei schlecht montierten Leitplanken nach hinten. Die oberste Leitplanke tötet den Fahrer sofort...

Zwei Mittzwanziger wollen das Ferrari-Team retten: Teamchef Luca di Montezemolo und der neue Pilot Niki Lauda.Der stolzeste Rennstall der Formel 1 hat seit 10 Jahren kein Championat mehr gewonnen. Niki holt sich neunmal den besten Startplatz und läßt sich 1398 Führungskilometer gutschreiben - aber noch fehlt die Erfahrung, die Schnelligkeit in Top-Endergebnisse umzusetzen...

MATTEL-Modell/Niki Lauda/FERRARI 312 B3/ Frankreich GP

Alle Siege des Jahres erringen Piloten auf GOODYEAR-BereifungFIRESTONE steigt zum Ende der Saison aus.

Hans-Joachim Stuck gibt bei MARCH sein Formel-1-Debüt - am Ende der Saison stehen ein vierter und ein fünfter Platz in den Ergebnislisten

Mc Laren überrascht alle: die Helme von Hulme und Fittipaldi werden mit einer Sprechfunkanlage ausgerüstet.Jackie Stewart - mittlerweile TV-Kommentator - empfiehlt Fittipaldi,seinen Empfänger auf die Fernsehfrequenz umzuschalten: " Dann weißt du immer, was auf der Piste los ist !"

Nach dem Abgang von Stewart und dem tödlichen Unfall von Cevert im letzten Jahr verpflichtet Ken Tyrrell zwei junge und recht unerfahrene Piloten : Patrick Depailler und Jody Scheckter.Der Tyrrell 007 von 1974 ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger sehr schlank,hat einen keilförmigen Fahrzeugkörper mit seitlichen Kühlern und hat auch einen deutlich längeren Radstand.Scheckter und Depailler kommen problemlos mit dem Fahrzeug klar und Scheckter erringt sogar einen Sieg (GP Schweden). Die WM-Endwertung verzeichnet Jody auf Platz 3 und Patrick auf Platz 9 - damit Platz 3 der Kontrukteurswertung.

SPARK-Modell/Patrick Depailler/TYRRELL 007/GP Schweden
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