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Alt 10.02.2018, 23:28   #1   nach oben
Stingrayman
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1965 Shelby GT 350 R-Model

- Maßstab: 1:18
- Hersteller des Modellautos: Exact Detail / Lane
- Marke des Vorbildes: Shelby GT 350 R-Model

Ein weiterer Zugang in der letzter Zeit waren diese beiden schönen Shelby`s.
Der Essex Wire wurde von Rick Kopec gefahren die Nr. 61B von Jerry Titus.
Beide Modelle sind Limitiert und Exact Detail / Lane gibt es nun ja nicht mehr.

Denke Stephan kann sicher noch weit mehr über dieses schöne Duo erzählen.
So belasse ich es nun mal bei meinen Bildern.

Den Essex Nr. 98 würde ich mit OVP und Zertifikat Limitiert 0018/2502 wieder abgeben falls es einen Interessenten gibt.

Nun aber mal zu den Bildern von dem Traum Duo.

1965 Shelby GT 350 R-Model

















Einzelvorstellung und weitere Detailaufnahmen folgen dann noch später.
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Alt 11.02.2018, 08:32   #2   nach oben
Gulf_LM
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Ach ja, die gute alte Lane Form.. nicht perfekt, grade bei R Modellen, aber sehr schöne Modelle immer noch.
Ich hatte selbst grade zwei von meinen fotografiert, die sahen nach einem Jahrzehnt Lagerung immer noch aus wie brandneu, toll.
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Alt 13.02.2018, 14:58   #3   nach oben
Carviar
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In der Trans-Am Serie durften die "R" nicht fahren. Deshalb sieht man in der "Historic Trans-Am" auch keine Fließheck (hatchback) der frühen Baujahre, sondern nur Stufenheck (notchback) Coupés. Fords Ziel war es damals, das Championat des SCCA (Sports Car Club of America) zu gewinnen. Die Regeln erlaubten entweder Veränderungen am Fahrwerk oder Motor, beides zusammen ging nicht. Bei Shelby wurden deshalb Federung, Bremsen, Lenkung etc. modifiziert, der Motor lediglich im Rahmen des Erlaubten auf maximale Leistung gebracht, z.B. durch Ventile einschleifen.

Die Shelby R waren dermaßen mager ausgestattet (Gewichtsersparnis), dass selbst die Fensterkurbeln fehlten. Stattdessen ein Riemen angebracht, mit dem man das Fenster schließen konnte. Ohnehin war die Scheibe wegen der Wärme (kein Teppich, kein Dämmmaterial) meist unten. Durch den Fahrtwind baut sich, bei geöffnetem Fenster, während der Fahrt bekanntlich Druck in der Fahrgastzelle bzw. auf der Heckscheibe auf. Die bei den Mustang R aus Plexiglas bestand.

Um zu verhindern, dass der mit der zunehmender Geschwindigkeit stärker werdende Luftdruck die Scheibe raus presst, wurde sie nicht nur mit Klammern gesichert, sondern zusätzlich mit Öffnungen unterhalb des Daches versehen. Dieser "Trick" soll sogar 5 mp/h mehr an Endgeschwindigkeit gebracht haben. Lane / Exact Detail haben die Besonderheit der Heckscheibe zwar umgesetzt, nur leider die Klammern vergessen.

Kleiner Abschweifer zum Thema Luftdruck. Beim 200 mp/h Cuda, er lief sogar 208 mp/h, lösten sich während der Fahrt die Zierleisten der Windschutzscheibe. Für derartige Geschwindigkeiten waren die Fahrzeuge nicht ausgelegt. Zu lachen (wegen "Auflösungserscheinungen") gibt es da nichts, denn wie sich die serienmäßigen Anbauteile (wie Zierleisten) eines Manta A, Capri 1 usw. bei Tempo 335 verhielten, müsste erst noch bewiesen werden. Ab geht die Fahrt . Welches der zwei Fahrzeuge im Video euch besser gefällt ist eure Sache, ich steh jedenfalls mehr auf Grün.

BTF. Der (Kopec) Mustang wurde Mai 1965 als fünfter "R" überhaupt ausgeliefert, sein erstes Rennen bestritt er im August 1965 bei den "Double 500" in Watkins Glen. Fahrer und Besitzer war Ned Owen, Co-Pilot Skip Scott, in der Saison 1967 Ken Miles. Der Sponsor, den Skip Scott "mitbrachte", war von Anfang an "Essex Wire", die Ford mit Kabeln belieferten. Nach der 67er Saison verkaufte Owen den Mustang nach Kanada, wo er weiterhin in Rennen eingesetzt wurde. Unter Owens hatte er einige Erfolge zu verzeichnen. Deren Auflistung bei Interesse bitte selbst raussuchen.

1969 erlitt der "R" einen Unfall, insbesondere das Heck wurde dabei arg in Mitleidenschaft gezogen. Das Fahrzeug daraufhin unrestauriert in einer Scheune abgestellt. bis Kopec es 1981 durch Zufall entdeckte. Nach dem Kauf suchte er fünf Jahre lang sämtliche Teile zusammen, um mit der Restaurierung beginnen zu können, die weitere drei Jahre dauerte. Der Mustang entsprach dem Original danach bis ins kleinste Detail, ein ehemaliger Mitarbeiter von Shelby half beim Wiederaufbau. Es handelt(e) sich somit um keine "Interpretation".

Rick Kopec ist Mitbegründer des "SAAC" - des "Shelby American Automobile Club". Interessant deshalb, weil Lane Collectibles / Exact Detail zwei Jubiläumsmodelle auf den Markt brachten, einen 66er zum 25-jährigen (2000) und einen 67er Shelby GT 350 zum 30-jährigen Bestehen (2005) des Clubs, beide Modelle in Silber. Den verchromten 66er lasse ich mal außen vor - not my cup of tea.

Der von Shelby präparierte Mustang R wurde 36x gebaut. Er war quasi ein Rennwagen "ab Werk", mit Allem ausgestattet und von Allem befreit, was man als unnötigen Ballast ansah. Man hätte tatsächlich direkt vom "Showroom" auf die Rennstrecke fahren können. Es gibt noch eine Nr. 37. Die diente Shelby bei seiner bereits 1961 gegründeten "Shelby School Of High Performance Driving" als Schulfahrzeug. Yoh, das war eine Fahrschule für zukünftige Rennfahrer. Hier ein ganz frühes Bild, als Shelby noch an einem Austin Healey Sprite ("Froschauge") schraubte .

Shelby verkaufte die Fahrschule später an Bob Bondurant, einigen von euch vielleicht als Rennfahrer bekannt. So bildete er z. B. 1966 auf einem NART Ferrari 250 LM zusammen mit Jochen Rindt ein Team, fuhr von Shelby Daytona, Cobra, GT40, McLaren M8E/D, Ferrari 330 P3, Lola T160, 365 GTB/4, Carrera RSR ... ziemlich alles, was schnell war. Man könnte neidisch werden. Die "Bondurant" Schule existiert noch heute.

Was mir bei den 65er und 66er Mustang von Lane generell nie gefallen hat, ist die Fahrwerkshöhe an der Vorderachse. Der in einem Video vorgestellte "Fahrschul R" (die Nr. 37) sieht anders aus, die Tieferlegung wird sogar erwähnt. Wann die aber vorgenommen wurde, leider nicht. Auch dieser Mustang wurde restauriert. Anschauen lohnt auf jeden Fall, denn im Video werden die Besonderheiten des "R" erklärt. Das "Fahrschul"-Modell kommt von "ACME".

Was ich euch dann noch dringend "ans Herz" (nicht an "den Hertz") legen möchte, ist ein zweiteiliger geschichtlicher Abriss über den Ford Mustang und die Geschichte von Carroll Shelby. Gleich zu Beginn von Teil 2 hört und sieht man ihn längere Zeit. Einblicke in die Fabrikation des Shelby GT 350 finden sich ebenfalls in Teil 2. Teil 1 | Teil 2. Carroll Shelby verstarb 2012 im Alter von 89 Jahren. Ein hohes Alter, denn Shelby musste einen Großteil seiner Kindheit wegen eines Herzfehlers im Bett verbringen.

Hier noch ein paar Fakten zum "R".

So, und wenn ihr euch das jetzt alles durchgelesen und angeschaut habt, gibt's bestimmt gleich Abendbrot . Ronny, danke für die Präsentation. An alle: Mögliche Fehler / Falschdarstellungen bitte korrigieren.
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Alt 13.02.2018, 23:12   #4   nach oben
Gulf_LM
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Schöne Infos, Anekdoten und Links! Danke.

Zitat:
Zitat von Carviar Beitrag anzeigen
Was mir bei den 65er und 66er Mustang von Lane generell nie gefallen hat, ist die Fahrwerkshöhe an der Vorderachse.
Da sagst du was... und es ist Arbeit, es zu ändern, geht aber irgendwie.
Schwieriger ist der serienmässige hintere Radausschnitt, der bei den Rs eigentlich grösser sein müsste (siehe Lanes Boxfotos ganz oben).

Den Mextang habe ich vorne tiefergelegt, mehr aus Notwendigkeit, weil da was gebrochen war, aber für hinten habe ich keine Lösung.

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Alt 18.02.2018, 18:56   #5   nach oben
Sebastian89
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Servus Ronny.

Hier is wieder das altbekannte Problem...ich hab´s nich so mit Rennern. Mir is die Straßen-Version, oder zumindest der SC ohne Startnummern etc. deutlich lieber.

Aber ungeachtet dessen einfach tolle Modelle. Die Details sind immer wieder klasse, auch in der heutigen Zeit noch. Ein Lane/ExactDetail is halt immer was feines.

Ich wünsche dir noch viel Freude an den beiden. Und bedanke mich für´s Zeigen.

Viele liebe Grüße

Sebastian
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Pferdeflüsterer & Schlangenbeschwörer. ;D http://www.youtube.com/watch?v=_OTywnKVRyA
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Alt 20.02.2018, 20:33   #6   nach oben
Stephan23
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Servus Ronny,

es gibt hier nichts was den sehr ausführlichen und genauen Ausführungen
von Carviar hinzu zufügen wäre.

Grosses Dankeschön an der Stelle...

Aber ich will hier trotzdem noch meine kleinen Gedanken schreiben

Die "R" sind natürlich Legenden an sich ... es wäre fabelhaft so einen
neben einen weissen 2015 "R" zu stellen, eigentlich auch die gewünschte
Traumoptik von mir in der Sammlung.

mir ist es auch fast egal welcher "R" gezeigt wird, ich finde sie alle cool
mit legendären Fahrern und Rennlegenden.
Den blauen Edelbrock "R" finde ich zum Beispiel auch scharf ...

Ich selber habe zwar "nur" den SC "R" aber ja ein paar andere Lane Modelle
zum vergleich. Meiner Meinung nach sind Sie bis zu einem gewissen
Preis sehr im Vorteil aber danach einfach nur sehr teuer gehandelt
im Vergleich zum SC.

Wünsche dir viel Spass und freue mich das hier doch weitere
Ponys den Weg zu dir finden

MfG

Stephan
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Tempelritter vom Orden der Reihensechszylinder
und Gralshüter des Wissens der verschärften Pferdezucht
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Alt 08.03.2018, 23:41   #7   nach oben
Stingrayman
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Wow. Diesem Thread habe ich scheinbar nach meinen Ferien komplett vergessen.
Vielen Dank für Eure Kommentare und besonders für die vielen Informationen zur diesen Shelbys Carviar. Danke Michi

Das mit den Scheiben und den Schlitzen zum Beispiel war mir bisher nicht bekannt. Aber auch viele weiteren Infos und Links. War sehr interessant zu lesen.

@Carviar & Gulf_LM
Das mit der höhe finde ich jetzt nicht ganz so schlimm.
Ausserdem bin ich ja nicht der Bastler sondern der Sammler. Habe wohl zwei linke Hände und würde wohl mehr kaputt machen als verbessern.
Drum lass ich es lieber.

@Sebastian89
Sebastian
Ja, das mit den Rennversionen ist mir bekannt. Dir gefallen die Strassenversionen besser.

@Stephan23
Eigentlich möchte ich ja nur den einen von den beiden behalten, den Jerry Titus.
Den anderen Essex würde ich Dir bei Interesse abgeben.

Ich hatte noch weiter Bilder damals angekündigt.
Hier sind sie.

Jerry Titus Nr. 61 B













und
Essex Rick Kopec Nr. 98









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