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Alt 22.08.2018, 08:23   #641   nach oben
Oldtimer
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So gut umgesetzt die Formen der neuen F1-Wagen auch sein mögen..... ich kann mich einfach nicht so richtig mit dem Design anfreunden
Mit entsprechenden Aufschriften würden die bald mal als Darsteller in einem Science-Fiction Streifen durchgehen......
Da waren resp. sind mir die 50er, 60er und 70er Jahre schon lieber.
Aber in eine Sammlung gehört sicher auch der Vergleich mit dem Heute, und so sind die Modelle schon am richtigen Platz.
Und deine tolle Präsentation ist eh wieder mehr als gelungen und hebt die vielen kleinen Details sehr gut heraus.

Vielen Dank also für diese Vorstellung und Grüsse
Erwin
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Alt 25.08.2018, 14:06   #642   nach oben
Engineer
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Der EuroBrun ER 189 - das "Aus" kommt schon in der Vorqualifikation....


SPARK-Modell / EuroBrun ER-189 / Gregor Foitek / GP Deutschland 1989
(Limited Edition für die Firma Raceland)


Durch das zu Beginn der Saison 1989 wirksam gewordene Verbot der Turbo-Motoren bekommt
die Formel 1 einen sensationellen und zuvor nicht gekannten "Massenandrang":
20 Rennställe sind bei der FISA für die Rennsaison 1989 eingeschrieben -
damit bewerben sich bis zu 39 (!!) Piloten für einen Platz in der Grand-Prix-Startaufstellung.

Das macht das schon aus den 70er Jahren bekannte "Prequalifying" nötig,
bei dem nur die im Jahr 1988 erfolgreichsten Rennställe (15 Teams) automatisch für die offiziellen Trainings-Einheiten nominiert werden.
Die übriggebliebenen 13 Piloten der Underdogs müssen ohne die geringsten Übungsmöglichkeiten schon am ersten Trainingstag
in einer einstündigen Vorausscheidung die vier schnellsten Fahrer ermitteln,
die anschließend mit den 26 priviligierten Piloten um die maximal 26 Startplätze kämpfen dürfen...


(Bildquelle: wikipedia)

Der Schweizer Unternehmer Walter Brun hat es in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts
mit dem Aufstellen von Glücksspiel-Automaten zu einem gewissen finanziellen Wohlstand gebracht
und gründet 1983 den Rennstall "Brun Motorsport".
Das Team tritt in der Sportwagen-WM mit Porsche-Rennwagen recht erfolgreich an und
gewinnt 1986 schließlich sogar den Titel in dieser Motorsport-Klasse !

Anfang 1988 wagt "Flipperkönig" Walter Brun den Schritt in die Formel 1,
denn der Umstieg von Turbo- auf Saugmotoren bedeutet eine erhebliche Kostenreduzierung,
die die "Königsklasse" des Motorsports nun auch für kleinere Teams als finanzierbar erscheinen lässt.
Zusammen mit dem Italiener Giampaolo Pavanello gründet der Eidgenosse das Team "EuroBrun Racing A.G.",
denn die Zusammenarbeit mit Pavanello verspricht einen gewisen Zugriff auf dessen Formel 1-Erfahrung...

Der italiener betreibt nämlich seit den 1970er-Jahren den Rennstall "Euroracing",
der anfangs in der italienischen Formel 3 aktiv ist und später auch die europäische Formel-3-Meisterschaft gewinnt.
Zwischen 1983 und 1985 organisiert Pavanello das Formel-1-Engagement des italienischen Automobilherstellers Alfa Romeo.
In der Formel 1 bleibt "Euroracing Alfa Romeo" jedoch weit hinter den Erwartungen zurück und
der italienische Traditionsrennstall drängt Ende 1985 auf einen Rückzug Pavanellos aus der Königsklasse.


SPARK-Modell / Alfa Romeo 184T / Eddie Cheever / GP Frankreich 1984

Die italienisch-schweizerische Zusammenarbeit ist klar strukturiert:
Walter Brun regelt die Finanzen und überweist ca. 300.000 US-Dollar an Pavanello,
welcher sich um die Teamstruktur und den Bau der Fahrzeuge kümmert.
Clever greift er auf das Material aus seiner Alfa-Zeit zurück und der erste Rennwagen des neuen EuroBrun-Teams basiert
auf einem inzwischen gut vier Jahre alten Monocoque des Alfa Romeo 184T.

Rennsaison 1988


Meine Original-Autogramme vom Team EuroBrun-
gesammelt auf dem Hungaroring 1988


Die WM-Saison 1988 beginnt für das Team auch halbwegs erfolgsversprechend,
denn mit den Piloten Stefano Modena und Oscar Larrari gelingt meist ohne größere Probleme die Qualifikation
von wenigstens einem Wagen für das Rennen.

Das Team tritt zu allen 16 WM-Läufen an und vor allem das junge Nachwuchstalent Stefano Modena
schafft zumindest fünfmal den Weg über die Ziellinie -
die beste Plazierung ist Rang 11 beim Rennen in Ungarn.

Newcomer Larrauri hat es bedeutend schwerer und beendet nur zweimal bei sechzehn Einsätzen seine Dienstfahrten -
Platz 16 auf dem Hockenheimring bringt aber ebenfalls keine WM-Punkte.
Die Bilanz für 1988 steht am Ende der Rennsaison dementsprechend unter dem Motto
"Außer Spesen nichts gewesen.."

Rennsaison 1989

Pavanelo und Brun machen sich gegenseitig Vorwürfe,
als es gilt, den Schuldigen für das schlechte Abschneiden 1988 zu finden -
am Ende des Jahres trennt man sich und Walter Brun übernimmt für die kommende Saison
das gesamte Team und bezüglich neuer technischer Entwicklungen gibt er künftig britischem Know-how den Vorzug.
Zu diesem Zweck gründet er in Basingstoke ein Technikbüro namens "Brun Technics",
welches neben einem Gruppe C-Sportwagen auch ein neues Formel 1-Einsatzfahrzeug entwerfen soll.
Wegen finanzieller Schwierigkeiten des Teams verzögert sich die Fertigstellung des Autos jedoch bis zum Sommer 1989.
Die ersten Rennen des Jahres bestreitet EuroBrun daher mit dem zum Vorjahr modifiziertem Übergangsmodell EuroBrun ER188B.



Der neue ER189 wird 1989 zu sieben Weltmeisterschaftsläufen eingesetzt, beginnend mit dem "Großen Preis von Deutschland" im Juli in Hockenheim.
Im Gegensatz zum Ford-Motor des Vorjahresmodells besitzt das einzig gebaute Wagenmodell nun ein britisches Judd-Achtzylinder-Antriebsaggregat.
Der Saugmotor entwickelt aus einem Hubraum von 3496 ccm eine Leistung von ca. 600 PS bei einer Drehzahl von 11.200 U/min.
und wird auch von den Teams March, Brabham und Lotus im Jahr 1989 genutzt.


Der von vier Teams genutzte Judd-Motor;
aufgenommen beim GP von Ungarn


Das Monocoque des Wagens ist aus einer Verbundfaser-Mischung aus Kohlefaser und Kevlar gefertigt und weist ein Gewicht von nur 62 Kilogramm auf.
Dieses sehr knapp geschnittene Fahrgestell bringt für Stammfahrer Gregor Foitek regelmäßig Schwierigkeiten,
hinreichend Platz im engen Auto zu finden....

Auch die Aufhängung des Rennwagens - bestehend aus doppelten Querlenkern mit Schubstreben -
erweist sich als problematisch und wird daher noch im Spätsommer 1989 durch die alte Aufhängung aus dem ER188B ersetzt.



Der endlich zum Deutschland-Grand Prix 1989 fertiggestellte ER-189 tritt bei seinem Debüt in Hockenheim in grellem Orange an -
passend zur Location hat man noch rechtzeitig den Likörhersteller JÄGERMEISTER erneut als neuen Geldgeber gewonnen.
Die ehemalige Essigfabrik aus Wolfenbüttel ist es nämlich auch, die Walter Brun nach dem Titelgewinn
in der Sportwagenmeisterschaft 1986 als damaliger Hauptsponsor zum Einstieg in die Formel 1 drängt....

Die neu aufgezogenen PIRELLI-Reifen gelten als die perfekten Qualifikations-Gummis und somit bestens gerüstet,
reist das 1-Mann-Team um Gregor Foitek optimistisch nach Baden-Württemberg.

Noch im Sommer 1986 schreibt das Motorsportjournal "Internationales Sportarchiv"
einen recht zuversichtlichen Bericht über Foitek:
"Fachleute trauen dem heute gerade 21jährigen Gregor Foitek zu, einmal in die Fußstapfen eines Clay Regazzoni
oder Marc Surer zu treten und in der Formel I, der höchsten Motorsportklasse, die Tradition Schweizer Spitzenfahrer fortzusetzen.
Der Weg dorthin ist für den talentierten Nachwuchsfahrer zwar noch weit,
fahrerisches Können bewies er während seiner bisherigen Karriere jedoch schon in eindrucksvoller Weise."


Doch die vagen Hoffnungen des mittlerweile 24jährigen Schweizers auf ein gutes Abschneiden zerschlagen sich in Hockenheim sehr schnell...



Die auffallende Lackierung ziert ein vergleichsweise langsames Auto, welches sich schon in der Vorqualifikation am Freitag
durch ein unberechenbares Handling als sehr schwer fahrbar erweist.
Für Gregor Foitek ist es der neunte Grand Prix-Einsatz für EuroBrun in der laufenden Saison und
erneut stellt dieses Prequalifying eine uneinnehmbare Hürde dar.
Mit über sieben Sekunden Rückstand zum Trainingsschnellsten Ayrton Senna auf Mc Laren ist das Rennwochende
am Hockenheimring schon am Freitagabend für Foitek vorbei und
der neue ER-189 muss somit auch als nicht konkurrenzfähig eingestuft werden.

Auch vierzehn Tage später auf dem Hungaroring sieht es nicht viel besser für den Schweizer und dessen Arbeitsgerät aus -
diesmal ist der Wagen über acht Sekunden gegenüber dem Pole-Mann Riccardo Patrese auf Williams langsamer.

Als dann in Spa der Rückstand über 10 Sekunden zum Trainingsschnellsten beträgt
und sich Gregor wiederum nicht qualifizieren kann, zieht er sich auf Anraten seines Vaters
und Managers Karl Foitek offiziell aus dem Team EuroBrun zurück.
In anderen Quellen findet sich aber auch die Darstellung,
Foitek sei von Brun wegen Überforderung zum Rücktritt gedrängt worden..
Jedenfalls verliert Walter Brun mit Karl Foitek gleichzeitig auch einen großen Gönner,
der das Team bisher regelmäßig mit nicht unbedeutenden Zahlungen unterstützt hat.


Mein Original-Autogramm von Gregor Foitek;
hier im einzigen Rennen für das Rial-Team 1989


Nachdem sich der ER189 in seiner ursprünglichen Form nach zwei Einsätzen
als nicht renntauglich erweist,
zieht Walter Brun das Auto vorläufig zurück, um Modifikationen vornehmen zu lassen.
Die alte Hinterachse des ER188 wird wieder montiert und EuroBrun-Urgestein Oscar Larrauri
ersetzt den nun zum Rial-Team gewechselten Gregor Foitek.



Der Argentinier bestreitet die letzten fünf Vorqualifikationen der Saison 1989 im EuroBrun 188B
und versucht sich gleichzeitig mit dem EuroBrun 189 -
aber auch der europäische Formel-3-Meister von 1982 schafft es nicht, den Rennwagen in die Startaufstellung zu bringen
und steigt Ende des Jahres enttäuscht aus der Formel 1 aus.


Mein Original-Autogramm von Oscar Larrauri -
hier im EuroBrun ER188 / Monte Carlo 1988


Vor den Überseerennen in Japan und Australien zieht sich auch noch der Sponsor Jägermeister zurück und
mangels weiterer Geldgeber muss bei diesen Grand Prix der ER189 ganz in Schwarz antreten.

Insgesamt nimmt EuroBrun damit an keinem einzigen Rennen des Jahres 1989 teil -
diese mangelnde Konkurrenzfähigkeit des Teams ist insoweit außergewöhnlich,
da die andere Teams mit Judd-Motor und Pirelli-Bereifung trotz ebenfalls eingeschränkter Budgets gelegentlich Qualifikationszeiten erreichen,
die für einen Startplatz im Mittelfeld reichen.....

Trotzdem tritt Walter Brun auch im nächsten Jahr mit einem Wagen namens EuroBrun 189B im Grand-Prix-Zirkus an
und schließt schon ab Sommer 1990 - wiederum erfolglos - mit der Formel 1 ab.

Noch vor den Überseerennen in Japan und Australien stellt das EuroBrun-Team vorzeitig dann den Rennbetrieb komplett ein,
obwohl durch jedes ausgelassene Rennen eine Konventionalstrafe in Höhe von 250.000 Dollar fällig wird.
Nach eigenen Angaben zahlt der ehemalige "Flipperkönig" dann in den folgenden zehn Jahren die Schulden seines Formel-1-Abenteuers ab
und ist Anfang 2002 tatsächlich wieder schuldenfrei....

----------------------------------------------------------------------------------------

Hier abschließend der EuroBrun ER189 auf YouTube in Bild und Ton:

https://www.youtube.com/watch?v=CEsLRumdjuQ


Geändert von Engineer (25.08.2018 um 19:46 Uhr)
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Alt 26.08.2018, 08:54   #643   nach oben
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Danke für diese (wie gewohnt von Dir) sehr ausführliche Vorstellung
Für mich als Schweizer natürlich gleich doppelt interessant
Die Rennteams und -Fahrer aus der Schweiz sind zwar immer mal wieder mit dabei, aber den Sprung nach Vorne haben bisher nur sehr wenige geschafft

Danke für die tollen Infos und Grüsse
Erwin
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Alt 26.08.2018, 14:27   #644   nach oben
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Apropos Eidgenosse....

kleines Special für Erwin, den "Oldtimer" hier im thread

SPARK-Modell / Heini Walter / Porsche 718 / GP Deutschland 1962







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Alt 26.08.2018, 16:49   #645   nach oben
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Die 2018er sehen gut aus, leider nur die Modelle und deine Bilder.
Nachdem 2017 endlich wieder ein bissl Breite in die Wagen kam, hat Halo optisch alles verhunzt.

Aber grade heute in Spa haben wir gesehen, dass sich das Ding vielleicht bewährt, Leclerc hatte echt Glück und Halo, sonst hätte er Alonsos Mac mit dem Helm abfedern müssen.
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Alt 26.08.2018, 17:35   #646   nach oben
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Spa-Francorchamps, 9. Juni 1968:

Vor fünfzig Jahren siegt Bruce Mc Laren zum ersten Male im Mc Laren für Mc Laren !


SPARK-Modell / Bruce Mc Laren / Mc Laren M7A / GP Belgien 1968









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Alt 28.08.2018, 21:08   #647   nach oben
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Vielen Dank für das kleine Special
Ich wusste gar nicht dass es von Heini Walter eine Rennminiatur gibt
Echt schön dass man sich auf diese Weise an ihn erinnert. Und noch schöner, dass Du ein Modell hast. Vielen lieben Dank nochmals

Viele Grüsse aus der Schweiz, nicht mal so weit weg vom Geburtsort von Heini.
Erwin

P.S: Bei Gelegenheit muss ich ich mal bei Foitek vorbei schauen
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Alt 02.09.2018, 19:48   #648   nach oben
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Modell & Original:
Der March 761 aus der Formel 1 - Rennsaison 1976




MINICHAMPS-Modell / March 761 / Hans-Joachim Stuck / GP Deutschland 1976

Im Rahmen des Oldtimer-Grand Prix im August diesen Jahres hatte ich die Möglichkeit,
auch den legendären March 761 der Rennsaison 1976 neben vielen anderen Boliden aus den "goldenen Jahren der Formel 1"
hautnah in der Boxengasse des Nürburgrings zu bestaunen.....




Nachdem das March-Team aus Bicester/England zu Beginn der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts
noch zu den Spitzenteams der Königsklasse im Motorsport gehört hat,
verliert der Rennstall um Max Mosley, Alan Rees, Graham Coaker und Robin Herd ab der Saison 1975 den Anschluss..

Für 1976 beschließt March-Konstrukteur Robin Herd, kein komplett neues Auto zu bauen,
sondern lieber das Chassis zu vervollkommnen, das im Vorjahresmodell "751" gute Ansätze gezeigt hat.


MINICHAMPS-Modell / March 751 / Vittorio Brambilla / GP Österreich 1975

Der "neue" March 761 besitzt eine überarbeitete Motorhaube, eine verstärkte Frontpartie und ein neu gestaltetes Cockpit -
verfügt aber nach wie vor über den bewährten Ford Cosworth-Motor DFV,
welcher leistungstechnisch unverändert zum Vorjahr seine 485 PS bei 10.600 U/min. aufweist.

Die Wasser-und Ölkühler sind neu angeordnet, die Batterie wird aus dem Fußraum (!!)
in das Heck des Fahrzeugs verlegt und dank einer veränderten Aufhängungsgeometrie
kann eine Gewichtsersparnis von über 20 Kilogramm erzielt werden.

Es werden sogar vier Wagen eigesetzt:
zwei "Werkswagen" für Ronnie Peterson und Vittorio Brambilla (kurzzeitig auch Lella Lombardi)
sowie zwei "Kundenautos" für Hans-Joachim Stuck und Arturo Merzario.
Jeder Fahrer hat eine persönliche Lackierung auf seinem Boliden,
denn damit kann Mosley die verschiedensten Sponsoren besser zur Geltung bringen...
und damit die finanzielle Einkünfte des Teams erhöhen.

Der "blonde Wikinger" Peterson übernimmt schließlich das Auto von Lella Lomabardi,
die im privaten Brabham noch die Saison 1976 zu Ende fährt und dann zurücktritt.



Mit Unterstützung von BMW-Rennleiter Jochen Neerpasch ist es gelungen,
im Jahr 1974 Hans-Joachim Stuck im Team von March unterzubringen -
der „König von Hockenheim“ hat diverse Siege in der Formel 2 auf einem March mit bayerischem Motor eingefahren...
Die Gegenleistung zu diesem Deal besteht weitestgehend darin,
dass March nun die weiterhin höchst erfolgreichen BMW-Motoren für seine Formel 2-Rennwagen
und die Sportwagen nun deutlich preisgünstiger bekommt.

Der Formel 1-Einstand von "Striezel" Stuck im Jahr 1974 verläuft niederschmetternd:
der Einsatz bei 14 Grand Prix bringt neun Ausfälle und zwei Disqualifikationen..
Stuck sitzt nicht nur im F1-Renner, sondern auch im BMW-CSL-Werkscoupe' und absolviert auch noch eine komplette Formel 2-Europameisterschaft -
insgesamt fährt der blonde Bayer 30 Rennen in der Saison 1974.

1975 gibt es zwar für Stuck eine Mc Laren-Offerte,
welche aber verschenkt wird, da Mentor Jochen Neerpasch mehr daran interessiert ist,
dass sein Schützling in Amerika mit BMW CSL-Werkscoupes bei der IMSA-Serie an den Start geht.
Zeit bleibt somit nur für vier Formel 2-Starts im March-BMW und fünf Formel 1-Grand Prix mit einem March 751.
Während die F2-Einsätze halbwegs erfolgreich verlaufen (zweiter Gesamtrang in Hockenheim), sind Hans-Joachim's F1-Grand Prix-Teilnahmen desaströs:
vier Ausfälle und ein Platz 8 lassen jegliche Motivation schnell schwinden...





In den Wintermonaten 1975/76 wird offenkundig, dass es für Stuck in der Formel 1 nun "um's Ganze" geht.
Auch Jochen Neerpasch sieht dies ein und stellt seine BMW-Ambitionen zurück-
alle Tourenwagen-Pläne werden gestrichen !
Doch auch diese großen Hoffnungen zerstoben und das Formel 1-Geschehen 1976 ist aus Stuck-Sicht schnell erzählt...













Die March-Autos aller Piloten erweisen sich einfach als nicht zuverlässig genug -
insgesamt scheitert der 761 in der Formel 1-Saison 1976 31mal (!!) an der kompletten Renndistanz.
Viele technische Probleme machen dem Team sehr oft einen Strich durch die Rechnung und auch
die verzweifelten Bemühungen der Ingenieure konnten nichts großartig am schlechten Abschneiden des Hoffnungsträgers 761 ändern.
Zwar belegt Hans-Joachim Stuck beim Saisonauftakt im brasilianischen Interlagos einen hervorragenden vierten Platz,
jedoch haben alle March-Fahrer in den folgenden Rennen immer größere Probleme, ihre Rennen überhaupt bis zum Ende zu fahren...

Neben dem ständigen chronischen Untersteuern macht auch die Bremsanlage sowie die Hinterradaufhängung ständig Schwierigkeiten -
die Bremsklötze und -scheiben überstehen aufgrund der schlechten Geometrie der Radaufhängung nur selten eine komplette Renndistanz.

Trotz allem kann March in der Saison 1976 einen Grand Prix-Sieg für sich verbuchen,
denn Ronnie Peterson siegt überraschend in Monza.

Die ganze Story hier auch im thread:
http://www.modelcarforum.de/showthre...976#post561068

"Striezel" fällt bei sechzehn Grand Prix überwiegend aufgrund technischer Probleme insgesamt elf Mal (!!)
aus und kommt somit nur bei fünf Rennen über die Ziellinie.
Acht WM-Punkte und ein 13.Platz in der Endwertung lassen auch diese Saison für Stuck niederschmetternd enden...









Am Nürburgring kann Stuck sein Arbeitsgerät gerade noch rechtzeitig vor der durch auslaufendes Benzin und Öl
extrem rutschigen Unfallstelle von Niki Lauda's Ferrari abbremsen.
Er erinnert sich an diese Situation, als wäre das alles erst gestern passiert:

"Niki lag auf der Trage, war bei Bewusstsein und wir sprachen mit ihm.
Das Schlimmste war, dass der erst nach Ewigkeiten eintreffende Krankenwagen
partout in Rennrichtung zu Start-und-Ziel fahren wollte...
der wäre ja eine halbe Stunde unterwegs gewesen !
Es kostete mindestens 20 Minuten und diverse Telefonate mit der Rennleitung,
bis man den Niki gegen die Rennrichtung bis Brenscheid karrte und ihn
dann in das nur zwei Kilometer entfernte Krankenhaus nach Adenau transportieren konnte."








Für die Saison 1977 sieht es für Hans-Joachim Stück anfangs recht trüb aus,
zumal auch sein langjähriger Hauptsponsor JÄGERMEISTER seine Sponsorgelder einstellt.
"In den meisten Ländern, in denen Formel 1 - Rennen laufen, ist die Marke Jägermeister unbekannt !"
heisst es aus Wolfenbüttel.

By the way -
in der BRD wird Mitte der siebziger Jahre nur der "Große Preis von Deutschland" komplett im Fernsehen übertragen...

Die ersten beiden Rennen 1977 laufen ohne Stuck, aber für den Südafrika-GP stellt March ein Auto bereit...
in Kyalami platzt am 761B in der 56.Runde der Motor.
Dann spielt das Schicksal mit, denn der Brabham-Pilot Carlos Pace stürzt im März mit einem Flugzeug tödlich ab.
Da Stuck keinen festen Vertrag mit March besitzt,
verpflichtet ihn Brabham-Teamchef Bernie Ecclestone kurzerhand -
doch das ist wieder eine ganz andere Geschichte....


MINICHAMPS-Modell / Hans-Joachim Stuck / Brabham BT45B / GP Deutschland 1977




Geändert von Engineer (02.09.2018 um 21:06 Uhr)
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Alt 09.09.2018, 17:52   #649   nach oben
Engineer
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Team Lotus - The victories

1. Lotus 18 - Rennsaison 1960


SPARK-Modell / Stirling Moss / Lotus 18 / GP Monaco 1960

Erster Sieg für einen Lotus-Rennwagen -
allerdings nicht für das Werksteam, sondern eingefahren vom Kundenteam
Rob Walker Racing


Das Original - gesehen auf der Techno Classica 2017







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2. Lotus 99T - Rennsaison 1987



SPARK-Modell / Lotus 99T / Ayrton Senna / Rennsaison 1987

Der letzte Sieg für das Werksteam um Colin Chapman -
Ayrton Senna siegt beim "Großen Preis der USA" in Detroit 1987



Ein Lotus 99T als Showcar - gesehen im Museum des Nürburgrings









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3. Lotus Renault E20 - Rennsaison 2012



MINICHAMPS-Modell / Lotus Renault E20 / Kimi Räikkönen / GP Abu Dhabi 2012

Der ersten Sieg für das Lotus F1-Team,
dem Nachfolger des Renault-Werksteams, welches sich von 2001 bis 2009 an der Formel-1-Weltmeisterschaft beteiligt.
Der Wirrwar der Namensgebung ist schwer durchschaubar:
2010 meldet sich das Team noch unter dem bisherigen Namen Renault F1 Team -
erst im Jahr 2011 und nachdem eine Vereinbarung mit Lotus Cars abgeschlossen wird,
heißt es Lotus Renault Grand Prix.
Mit Beginn der Formel-1-Weltmeisterschaft 2012 entfällt dann der Name Renault gänzlich und
der Rennstall nennt sich Lotus F1 Team..

Kimi Räikkönen gewinnt den "2012 Formula 1 Etihad Airways Abu Dhabi Grand Prix" vor
Fernando Alonso auf Ferrari und Sebastian Vettel im Red Bull.

Es ist Kimi's einziger Saisonsieg 2012 -
aber unvergessen ist sein Kommentar zur Boxencrew " Just leave me alone.."





--------------------------------------------------------------------------------------

4. Lotus Renault E21 - Rennsaison 2013


SPARK-Modell / Lotus Renault E21 / K.Räikkönen / GP Australien 2013

Der (bisher) letzte Sieg eines Lotus-Rennwagens -
Kimi Räikkönen gewinnt den F1-Saisonauftakt in Australien, kommt bei sechs weiteren Rennen als Zweiter
und bei einem Rennen als Dritter ins Ziel.


Geändert von Engineer (09.09.2018 um 18:27 Uhr)
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Amabugo
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Die ersten beiden Rennen 1977 laufen ohne Stuck, aber für den Südafrika-GP stellt March ein Auto bereit...
in Kyalami platzt am 761B in der 56.Runde der Motor.
Dann spielt das Schicksal mit, denn der Brabham-Pilot Carlos Pace stürzt im März mit einem Flugzeug tödlich ab.
Da Stuck keinen festen Vertrag mit March besitzt,
verpflichtet ihn Brabham-Teamchef Bernie Ecclestone kurzerhand -
doch das ist wieder eine ganz andere Geschichte....


MINICHAMPS-Modell / Hans-Joachim Stuck / Brabham BT45B / GP Deutschland 1977
Der Striezel hatte in Kyalami 77 so großes Glück als der F1 -Zug die Start Ziel Gerade runtergeknallt ist .... Tom Pryce nicht
Nen paar 1/10 sec. später und Striezel wäre nicht mehr gewesen
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Alt 16.09.2018, 18:48   #651   nach oben
Engineer
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The Class of 1973

Zusammengefasst, pur und ohne Kommentar....
meine Fahrzeuge der F1-Rennsaison 1973.

Außer den Autos vom TECNO-Martini Racing Team und dem Team
Frank Williams Racing Cars (ISO MARLBORO) sind alle Wagentypen vertreten.

Aber da wird demnächst auch so Einiges von SPARK erhältlich sein...

1. BRABHAM


Team Motor Racing Developments


SPARK-Modell / Wilson Fittipaldi / Brabham BT42 / GP Monaco 1973

Team Ceramica Pagnossin MRD


SPARK-Modell / Rolf Stommelen / Brabham BT42 / GP Italien 1973

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2.FERRARI


Team Scuderia Ferrari SpA SEFAC


IXO-Modell / Arturo Merzario / Ferrari 312 B3 / GP Österreich 1973

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3.BRITISH RACING MOTORS B.R.M.

Team Marlboro BRM


SPARK-Modell / Niki Lauda / BRM P160E / GP Belgien 1973


SPARK-Modell / Clay Regazzoni / BRM P160B / GP Brasilien 1973

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4.ENSIGN

Team Ensign


SPARK-Modell / Rikky von Opel / Ensign N173 / GP Frankreich 1973

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5.LOTUS

John Player-Team Lotus


SPARK-Modell / Emerson Fittipaldi / Lotus 72D / GP Argentinien 1973


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6.MARCH


Team Hesketh Racing


SPARK-Modell / James Hunt / March 731 / GP Monaco 1973


Team LEC Refrigeration Racing


SPARK-Modell / David Purley / March 731 / GP Italien 1973

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7.MC LAREN

Yardley Team Mc Laren


MINICHAMPS-Modell / Jody Scheckter / Mc Laren M23 / GP England 1973


SPARK-Modell / Denny Hulme / Mc Laren M23 / GP Schweden 1973


MINICHAMPS-Modell / Peter Revson / Mc Laren M23 / GP Kanada 1973

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8.SHADOW

UOP Shadow Racing Team


SPARK-Modell / Jackie Oliver / Shadow DN1 / GP Spanien 1973

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9.TYRRELL

Elf Team Tyrrell


MINICHAMPS-Modell / Jackie Stewart / Tyrrell 006 / GP Monaco 1973


MINICHAMPS-Modell / Francois Cevert / Tyrrell 006 / GP Belgien 1973


PANINI-Modell / Jackie Stewart / Tyrrell 006 / GP Deutschland 1973

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10.SURTEES


Team Surtees


SPARK-Modell / Jochen Mass / Surtees TS 14A / GP England 1973


Team Surtees-Brooke Bond Oxo/Rob Walker


SPARK-Modell / Mike Hailwood / Surtees TS14B / GP Monaco 1973

Team Surtees-Brooke Bond Oxo


SPARK-Modell / Carlos Pace / Surtees TS14A / GP Österreich 1973

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Mein Original-Autogramm vom Weltmeister des Jahres 1973

Geändert von Engineer (16.09.2018 um 19:47 Uhr)
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